xemburg, auf erhaltene erlaubniß von dem Reichs-Vibrio > Ertz-BischoffBrunone zu Cölln, angenommen. Nachgehends bar derKayser Carolus lV seinem bruder Wenceslao zu ehren diese Graf«schafft, als welche er zu seinem antheil bekommen, an. O 54 meinHertzogthum verwandelt,wieivol verschiedene hiervon anderer Mei-nung sind. Jenem »vigefrido folgte in der regierung sein eintzigersöhn Gistlbertus, der ein vater worden Friderici, so die Gral schafftLuxemburg , und Conradi, so die Grafschafft Arion zu seinem an-theil bekommen. Fridericus vermählte sich mit Gertrud, des Her»tzogs Gozelonis Gibberi in Lothringen tochter, die ihm Sigfridum,Giftlbertum und Henricum gebohren. Der letztere davon wurdeum das jähr 1^46 Ertz-Bischoffzu Cöllu, und starb, gleichwie auchseine 2 andere briider, gar frühzeitig ohne erben. AIS ihnen ihr va-ter Friderffus im tod gefolqet,welcher zugleichHertzog von derMo-ftl, war, wurde dieses Hertzogtdum Gozeloni von Lothringen vondem Kayser verliehen. Hierauf «ucccMrte Conradus II, ein söhnConradi I, welcher, wie gedacht, Arlon zu seinem antheil erhalten.Dieser starb auf der reise in dem gelobten lande. Sein bruderHer-mannus aber wurde zum Römischen Kayser wider Henricum I Van. ie>8i aufgeworffen, und starb an. 1088. Man wil darthun,daßdessen nachkommen beyElsas-Zabern noch ein altes schloß,namensLuxemburg , besitzen. Conradus aber hinterließ von seiner gemablinClementia, Gräfin von Longuy, Wilhelmum, der ihm an. 1086 inder regierung gefolget, und sich so wol durch gütigkeit bey seinenUnterthanen, als durch tapfferkeit bey dem Kayicr HenricolV sehrbeliebt gemacht. Sein söhn Conradus III, starb an. 11 z 8 ohne kin-der, und die hinterlassene Grafschafft kam an Henricum den blin-den/ Grafen zu Namur , so wegen seiner Mutter mit ihm verwandtwar, allein nur eine tochter Ermesindam zeugte, welche dein Gra-fen Theobaldo von Barr vermählet worden. Dieser Graf bekamhierdurch Luremburg, ohngeachtet es der Kayser einem Ottoni vonBurgund zuerkannt, mit welchem sich aber Theobaldus gegen er-legung einer summe gelbes abgefunden. Als er aber in dem gelob-ten lande wider die Saracenen das leben eingcbüsset, und gleich»wol von dieser andern gemablin keine erben halte, hinterließ er zuseinem Nachfolger seinen aus der ersten ehe erzeugten sobn Hen-ricum in der Grafschafft Barr. Hingegen vermählte sich Ermcsin»da auf einrathcn der Stände, zum andern mal mit Valcrano vonLimbnrg, Marggrafen von Arlon , dem sie Henricum I, Grafen zuLuremburg, gebohren,welcher also für den stamm-vater des uach-gehends zu der grösten Hoheit gekommen Lützelburgischen geschlechtsmag angesehen werden. Er starb an. 1280, nachdem er mit seinergemahlin Margaretha,einesGrafen vonBarr tochter,nebst Valera-yo von Luremburg,von welchem dieHerren undGrafen vonLignes,8-Paul undDrienne entsprossen,Henricum II,seinen Nachfolger,qe-zeuget. Dieser wurde von Beatrix von Avesnes ein vater KaysersHenrici VII, und Balduini, Ertz-VischoffS zu Trier . Der Kayserhattezur gemahlin Margaretham, Hertzogs Iohannis in Brabanttochter,und zeugte mit ihrIohann,Grafen zu Luremburg undKönigin Döhmen.Deffen aus der ersten ehe mitElisabetha KonigsWen-ceslai inBöhmen tochter,erzeugter sohnCarolus,zuvor Wenceslansgenannt, folgte ihm in der cron Böhmen , und erhielt noch dazu dieKayserliche würbe in Teutschland. Sein anderer söhn, JohannesHenricus,der in seinen söhnen,Jodoco dem bärtigen/so zümRömi-schenKönig an. 141 verwählt worden,und Procovio wiederum aus-gestorben, iviewol dem letztern von einigen zum sohnGeorgius gege-ben wird,wurde Margqraf in Mähren , und Wenceslans, welchenihm seine andere gemahlinBeatrir.HertzogsLudovici vouBourbontochter, gebohren, bekam Luremdurg zu seinem antheil, und wurdevon seinem bruder dem Kayser an.i;z4zum Hertzoggenrachl,starbaber an. 1 ;8z ohne kinder von Johanna, Hertzogi» zuBrabanl undLimburg , zu hinterlassen.Der Kayser Carolus aber pflaume das gc-schlecht fort; wie ihm dann seine dritte gemablin Anna,'Hertzogs,Henrici in Schlesien zu Schweidnitz tochter, Wmceslaum; die 4kegemahlin aber Elifabetha, Hertzogs Bogislai in Pommern tochter,Sigismundum und Johannen! gebohren.Wenceslaus und L>igis»mundus,so beyde zu derKayserl.würde gelanget,bekamen Böhmen ,Johannes aber dasHertzogthumLuremburg un dicMarggrafschaflLaußuitz. Seine gemahlin Richard, Hertzogs Albcrti II von-Meck-lenburg tochter, gebahr ihm Elisabeiham,die Luremburg ihrem ge.mahl, Antonio von Burgund, Hertzog in Brabant, an. i4oyzuge-bracht, bey welchem Hause es auch bis an. 1477 geblieben, da esdurch die bcyrath Ertz-Hertzogs Marimiliani mff Maria, HertzogsCaroli zu Burgund crb-tochter, an Oesterreich gekommen. ( siheCarolus/ Jdhannes/ Sigismundus/ wenceslaus/ an sei-nem orte.
Der äst der Herren und Grafen von Luremburg, Ligni, Ligncioder Lignes stammet,wie vorher gedacht,vonValeranol vonLurem-burg ab- Dieser kam in einem treffen wider den Hertzog von Bra»baut au. 1288 ohnweikCölln um,und hinterließ unter anöern söhnenValecanum II, Herrn von Ligni, Noussi und Beaurevoir,welchemseine gemahlin,JohannisBurgvogts vonLille erb-tochter,Johanemgebohren. Dieser legte sich an. i;;o Alirvon Flandern, frau vonRichebourg, bey, und zeugte mit ihr unter andern Guidonem,Gra-fen von Ligni und8-Paul, welchem zu gefallen derKönig Carolus Vin Franckreich an. 1 z 67 Ligni zu einer Graffschafft gemacht,da er;jähr hernach in der schlacht bey Bastvistlecs das leben verrohren.Von seiner gemablin Mathildis von Cbastiilon,einer schwester underbin des Grasen Guidonis von 8-Paul, ist er ein vater wordcnVa-lerani lll und Iohannis, des stamm-vaters der Grafen vonDrien-ne, von welchen beyden hernach; ferner Pelri, so den Cardinalschuterhalten; und endlich einiger anderer kinder beyderley geschlechtS.Valeranus lll, Graf von 8. Paul, rc. ctonner»i,!e von Franckreichtind Louvsrncur von Genua , >var in Franckreich in gar grossem an-
sehen, und stund den wichtigsten bedienungen vor. Er starb zu Jvo»den 19 apr. ani4i; in dem üosten jähr seines alters,von einerrealen, Agnes von Brie, Johannem, genannt Hennequin, so an1466 gestorben, hinterlassend. '
Der äst der Grafen von Luxemburg Brienne, 8.Paiil und Pinesfieng sich mit Johanne von Luxemburg,dem jünsten sohnGuidonis,Grafen von Ligni, an. Dieser vermählte sich mit Margaretha vv,Anguicn, die ihm die Grafschafft Benenne,dieHerrschaffr Anguien,ingleiche» das recht auf das Hertzogthum Athen zugebracht, undnebst Ludovico, so Cardinal und Ertz'Bischoff zu Rouen worden,Pecrum I gebohren. Dieser wurde von dem Hertzog von Burgund an.i4;o zum Ritter des goldenen vlicsses gemacht, und von feinemtochtcr-mann, dem Hertzog von Vedsord, zu dem Haupte einigerrrouppen vorgestellt, 8. Väleri den Fraiitzosen hinweg zu nehmen;allein er starb an derpestan.igzzwon seiner gemahlin Ludovicum,LonndrLbic von Franckreich, von welchem hernach; Theobaldum,Herrn von Fienues, von welchem die Herren von Fiennes undv>---Grafen von Martigues ihren Ursprung haben; Jacobinam, desHertzogs von Bedford geinahliu , und verschiedene anderekinder hinterlassend. Ludovicus von Luremburg, connÄr-blc von Franckreich, welchem der kbpff zu Paris an. 147; vor diefüsse gelegt wurde, vermählte sich au. 14z? zum erstenmal mitJo»Hanna von Barr, Gräfin von Marle undSoffsons, rc. und nachderen tod an- 1466 mit Maria, Hertzogs Ludovici von Savoyen tochter. Aus der ersten ehe wurden ihm gebohren Johannes, Gra»fe» von Marle und Soiffons, Ritter des goldenen vliesses, so an.1476 in dem treffen bey Moral oder Murleu von den Schweißernerschlage» >vorden;sernerPctrus II und Anionius/GrafvonBrieii-ne, die hernach mit mehren sollen ausgeführet worden; Carolus,Bischoffunb Hertzog von Laon , wie auch z töchtcr.Die andere ge,mahlin machte ihn zum vater Ludovici,Fürsten vonAltamura,Her tzogs von Andria und Venofa,rc. von dem ein besonderer articul.Ausser diesen hatte er verschiedene natürliche kinder, darunter Jo»hannes,Bischoff zu Angouleme worden. Petrus von LuremburgII,Grafvvn 8>Paul,Marle,rc.starl^zuAnguien an. >482,nachdem ihmseine gemahlinMargaretharwnVavoyen/verwitlwetMarqmtw vonMonrferrat, verschiedene kinder gebohren, unter denen Maria undFrancisca zu erwachsenen jähren gediehen, welche der König Caro-lus VIIIm ihren gütern des hausesLurcmburg bestätiget. Da dannMaria ihren autheilFrancisco von Bourbon,Grafen vonVendome,ihrein andern gemahl,a.l487 zugedracht.Antonius vonLuxemburgwar, wie gedacht, der jüngere söhn des 6onn-»b!c! Ludovic, undwurde von bemKönig Ludovico XII zu verfchiedenenwichtigende»dicnungcn gebraucht, zum Caminer-Herrn gemachhauch in seinengütern bestätiget. Er hatte; gemahlinnen,Äntoniam vonBeaufre»mo»t, Gräfin von Charni und Montfort, Pctri von Beausremonterbtochtersserner Franciscam vonCroy,eine tochter desPrintzenCa-roli von Chimay; und endlich Aegidium von Coetivi,des Sencchalsvon Guienne tochter. Erstarb au. 15 -o,nachdem ihm seine erste ge-mahlin geb. Philidertam, Gräfin von Charni, welche JohannivvnChalon, Printzen von Orange, beygelegt worden; die anLere aberCarolum von Lureinburg. Dieser wurde Ritter des ordens von 8.Michael, wie auch o-pusin übermann. Und weil er gar grossenciser vor den KönigIranciscum I erwiest,machte ihn dieser zu seinemGeiieral-Lieiitenaüt in der p-c-i-llic, jn dem gouvernem-ni zu Paris und in Jsle llc Irsnce. Er starb a.izzo,nebst Ludovico,so gleichfallsRitter von 8.Michael worden,und Johanne, Bisthoffzu Panners,welcher das leben des Lonne-Lvl-s, Annä vonjMontniorc»cy,inver-sen und sonsteneinen tr-Äsevon Unterweisung eines Printzen nebst
andern fachen geschrieben,AutomumIIvonLurciridurg hinceriassend.
Dieser crwicß seine tapfferkeit a.iz 44 i» Vertheidigung der vestmigLigni wider den Kayser Carolum V,und starban.izz?. U»ttr>ei-»en söhnen haben Johannes und Franciscus das geschlccht fortge-pflantzet. Johannes von Luxemburg, Grafvvn Brienne, :c. Ritter des.Königlichen ordens unbL»?-rs,n über z o man»,zeugte mit W> -helmina von der Marck, einer tochter Hertzogs Robcrli von Doufl->011, rc. Marschalls von Franckreich,Carolum II von Luremburg, soan. iz 79 Ritter der Königlichen orden worden, und an.lLo8Wor-ben. Franciscus von Luremburg,Hertzog von Pinei,> vouFcaiick-rcich, Printz von Tingri, rc. war der >ü»ste söhn Antonii II von L»-reniburg. Man wiedmete ihn anfangs zu dem geistlichen stände,darzu er aber gar schlechte lust bey sich befand.Hingegen gieng er rnden krieg, und wurde nachmals zu gar wichtigen Verrichtungen ge-brauch^ wie unten mit mehrerm soll gedacht werden. Sein seynHenricus vonLuxemburg,Hertzog vonPinei,vermählte sichan.izy/mitMagdalena vonMo»tmorency,die ihm unter andern kinder» ge-bohrenMariamCharloltam,Hertzogin vonPinei,die sich erlttich nntLeone von Albret, Hertzog von Luxemburg , rc. Ritter der Königli-chen orden,und nach dessen an.i6;o erfolgtcm tod mit CaroloHen-rico vonClermont Tonnere vermählet. Ihre kinder erster ebe,Hen-ricus Leo und Maria,haben den geistlichen stand crwnhlct.Dle ausder andern ehe erzeugte tochter aber, Magdalena Cbarlotla BonnaTheresia vonClcrmont,Hertzogin vonLurembura,vermählte nch an.
i6üi den i 7 mart.mitFranciscoHenricovonMönrmorencvyertzog
von Luremburg, und Marschall von Franckreich, Grasen vonBoutcville, rc. c-s-lc-in über die Königliche rc. Er mviegfeine tapfferkeit bey verschiedenen gelegenheiten , absonderlich ambey dem entsatze der vestungWoerdewund bey eroberungvonBode»grave an. 167;, wie nicht weniger in dem treffen bey 8. Den'-v a«-1678, rc. Er wurde an. i66r in dem Parlament als Hertzog >"wi^lr aufgenommen, und der König machte ihn an 167? zum Mar»schall von Franckreich. Sie gebahr ihmCarolumFra»cijcuin.Me»ricum, Printzen von Tingri,welcher sich an. 1686 mitMmaLvc.e»sia von Albert,desHertzogsEaroliHonvrati von Ehevereuse tochter,