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ermitFranckr. friede machte/ und Lndovico XI alle briefe von demeonneiskic übergab. Weil nun dieser seinen Untergang vor äugensahe/ entschloß er sich/ zu dem Hertzog vonBurgund seine zuflucht zunehmen/weilaber derKönig alsobald nach der abreise desconncrabie8. Quentin einbekam/ schickte derHertzog «röre, den cvnnerskie.derausdem wege war/zu ihm zu komen,und sich zuMons aufhielte/an-zuhalten / und als der König ihm 8. Quentin lieferte, übergab erchm dafür den cionnerMe, der hierauf vor recht gestellet, und deniy dec. an. 14.7; indem 57 jähr seines alters zuParis öffentlich ent-hauptet wurde. Ls iiilk. äs krsnce tom.
r lud Laroly Vtl 2c Luä. Xk. /s bitt. äs
i-ouis xi, Kc. (sihe Luxembourg.)
Luxembourg / (Ludovicus von ) Cardinal und Crtz-Bischoffvon Rouan / war Iohannis von Luxemburg / Herrn von Beaure-voir/UndMargaretbävon Euguien sohn.Man brachte ihm an.i4i4das Bischoffthum zu Terouane zu wege/ dazu er durch die stimmeneiniger esnonicorum gelangete - ob wol die andern sich seiner wählwidcrsetzten.Er schlug sich aufdieEngelländische parthey,undHeM-rich VI, König von Engeüand, auch (wie er sich selbst nennte) vonFranckreich, machte ihn an. 142; zum Cantzlcr von Franckreich.Erbekleidete diese ri^g- bis an. 14;;,und an. 1416 gab man ihm dasErtzbißthum von Nouan. Ludovicus vonLuxembourg war bey ebendieser kirchee-nonicus gewesen.DerPadstEugentus IV machte ihnan.i4Z9 zum Cardinal, er wolte aber den Cardinals-Hutnicht an-nehmen, es wäre denn-daß der König von Engelland diese beförde-rung für genehm hielte. Er hatte sich gantz und gar dem imer-ss-dieses Königs gewiedmet, der ihm das Bißthum Ely in Engellandzuschantzte, und die wichtigsten -S-irenvonFranckrcich anvertraue»te. Dieser ?cL-iLt nahm sich auch derselben mit grossem Nachdruckan, brachte selbst die hülffs«rrouppen in die belagerten vestungen,munterte die schwachen auf, setzte sich denen, welche des Englische »jochs müde waren, entgegen, und unterließ nichts, was diese wan-ckende parthey wieder zurechtc bringen konle. seine Hoffnung aberwurde ihm dennoch endlich zu waM.Als sich an. 14)6 die gadlPa-risKönigCarln dem VII lubmimrte,warst er sich in die baUMe,dar-aus er durch einen vergleich kam, und sich in Engelland rscintte, daer den 18 sept. oder wie andere wollen, den 4 oct. an. 144; zu Hare-fild dieses zeitliche gesegnet. 60^2,2,,» äs Lxick. Liicni.
Luxembourg / ( Ludovicus von) Graf von Ligny, Fürst vonAltamura, war an. 1467 gebühren und ein söhn des Loon-i-ble cieLuxembourg und Mariä Hertzog Ludwigs von Savoye» tochter,einer schwester der Königin Charlotta, Ludovici XI gemahlin, vonder auch die Grafschaffl Ligny auf ihn gekommen war. Weil we»gen des Verbrechens seines vaters, alle desselben güter eingezogenwaren, muste er eine geraume zeit in grosser armulh leben,biß end-lich nach desKönigs Ludwigs XI tod,sein nachfolgerCarl VIII ihmden völligen besitz derselben wieder einräumte, und ihm überdieswegen seiner guten eigeuschafften viel wohlthaten erwieß. Als die-ser König an. 1494 nach Italien zog, muste er ihn dabin begleiten,und als er im folgenden jähr ins Florentinische einrückte,hienge»sich die einwohner von Siena an denGrafemund versprachen ihm,von dem König sich ihn zum Qouvcrneur auszubitten, wenn er denKönig bewegen würde,sie wider die stadt Florciitz in seinen schütz zunehmen. Ob nun solches gleich dem inicrellc des Königs zuwiderliess, brachte es der Graf doch zuwege, und ward zum oouverncurder stadt ernennet, dabin er aber, weil erden König nicht verlassentonte, einen, namens Villeneuve, zu seinem Lieutenant setzte. AIshierauf die stadt Pisa gleichfals um Frantzösis. schütz anhielte, derKönig aber solchen nicht vmvilljgen wolle, brachte er es bey derrriiürr zum aufstand, und als die weiber alle in trauer-klcidern demKönig einen sußsall thaten, bewog cr denKönig ihre bitte zu gewäh-ren,und balff einem,namensEntragues,zur Oouverneurs-stclle in die,ser stadt, besetzte auch sonst die meisten Florentinische» städte mitseinen crcaturen.Als aber nachgehends die Frantzosen dem gemach-ten vergleich gemäß, solche wieder ausräumen sotten,und er solchesdadurch , daß erden Entragues bewog, nach wiederholtem befehldesKönigs Pisa den Florentinern nicht zu übergeben, hinderte,ver-fiel er darüber bey dem König inUngnade, die aber nicht lange dau-erte, weil ihn der König nicht entbehren tonte. Nach Caroli todmachte ihn Ludovicus XII zumRitter des ordcns 8-Michaelis undzum Lr-ncl c.lizmbeU»,, von Franckreich, schickte ihn auch an. 1499als General-Lieutenant mit Trwulcio nach Italien,und sendete ihnhierauf dem Ertz - Hertzog Philipps, der durch Franckreich nachSpanien gehen wolte,entgegen,da erabera.i;«; zuLionverstorbenist. Seine gemahlin war Eleonora, eine Printzeßin von Altamura,von der er keine kinder hinterlassen, aber im Königreich Neapel vielschöne Hcrrschafften ererbet, die er zum theil dem König seinemHerrn vermacht hak. IM äs krsnce. Kill. äs is msi-
son äs Luxembourg.
, Luxembourg/ (Petrus von)ein söhn Guidonis, ersten Grafendon Ligni, und Mathildis von Ehatillon,gebohrenzu LigNi,in derriiceccs von Tüll, den 20 jul. an. 1269. Schon in seiner kindhcitließ er eine grosse Neigung gegen die armen, und eine ernstliche be-girde zu der wabrcn srömmigkeit spüre». Er trat auch gantz jung inden geistlichen stand,und nachdem er mit nichtgeringern lucccis.alssieiß, seine Kutzi» getrieben, ward er nach und Nach Ononicus zuPa-ris, ^rcki-ii2cor>us zu Dreux, Probst zu Chartres , Ertz-DischoffvonMetz,und zuletzt,auf des Gegen-Pabsts,Clementis Vllwrnennung,(so aber nachgehends vonllrbano VI gleichfalls soll bestätiget wor»den seyn ) cLrUinrl-visconus, mit dem titul 8« Georgii sä vcolumsurcum.Seinen einzng zu Metz hat er barfuß,auf einem jungen eselsitzend, gehalten, und m allen andern stücken eine so grosse demulh,
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eine so »»gemeine krengigkeit gegen sich selbst, sind eme so inbrün-stige liebe gegen GOtl und dem nächsten zu erkennen gegeben, daßman ihn noch bey seinem leben als eine» heiligen vcusriret. Diescharffe casteyungen, womit er freywiüig feinen leib angriff, be-schleunigten semen tod, welcher zu Avtgnon den? jul. amizs? er-folgte. Stracks in den erster 2 jähren nach seinem Hintritt sollen96? wichtige mir-cut durch ihn geschehen,und unter andern 42 per»soncn von den todten wieder auferwecket worden seyn. Soviel istgewiß, daß ihn den 9 april an. i; zo Clemens VII , Hadriani VINachfolger, toicnmccr in die zahl der seligen versetzt, und daß schonau. i4;6 Philippus, Hertzog von Burgund und Brabant bey demLoncilio zu Basel seine cL!ioo,/3iiou gesucht- Llo.
äe lLn/t» kelgii. Fx. §2-6XeL in pzncA^rl. MiXL, fzli. Le>A. 64 »I>ick. eccl. Nc!z. snnsl. klznär. Z4>74rWo»tio p^kstzif,
pucror. ÄM»-!com, q concil. csrLi. s»Er>r. äs sgn-
ctis 6 erm<>n. Lwlcliin. XkonscU. in ejus vier.
Luxembourg / (Philippus von) ein Cardinal, war erstlichBischofs zu Arras , hernach zu Terouane, und endlich an seines Va-tern Eustachii stelle (der nachdem er ein wittwer worden, sich iitden geistlichen stand begeben) Bischofs zu Mons . Er hatte jederzeitgrossen antheil an den staats-^L-iren. Der Pabst Alexander V!machte ihn zum Cardinal an. 1498, er war auch unter seiner undJulii des II regterung l-cg-r in Franckreich, und brauchte ihn Ale-xander Vlzur ehe-scheidmig Königs Ludovici Xllmik der Johan-na von Franckreich. Einige zeit hernach übergab er aus liebe zureinsamkeit sein Bischoffthum an seinen vetter FranciscumvvnLu-xembourg. Jedoch als dieser starb,nahm er es wieder an. Er wur-de für einen der grösten Prälaten zu seiner zeit gehalten, und starban. 1519 in 74 jähr seines alters. äsLuxemk. le Or.
2 , 4 /ie,- bitt. äs» evcg- äs Xlonz. LsII. ^>ur^. D« L/-c/»e 6 c X»-
kick. cler L-rtz. O-ik. dkrik.
Luxeul / oder Lurueil/ tat. i uxoiium. ist eine feine stadt mdem mitternächtigen theil der Grafschaffl Burgund,zwischen Fau»cogny und Constans gelegen. Ein zimlicher strich landes in ihrernachbarschafft, welcher daher is jutzicriure ä- Luxcui genen-net wird, gehört dahin; vornehmlich aber ist ste berühmt wegeneines allda besindlichen gesuntbakes, wie auch wegen einer stattli-chen Abtey Bmedictiner-ordens, welche unter dem Ertz-Bischoffvon Besan^on stehet. Es ist aber das hiesige klvster schon von ScColumbo einem Jrrländer im 6 «ecMo gestifftet worden, und hatvon selbigem eben wie »och andere in solchen ältesten zeitetz aufge-richtete klöster eine besondere reg»! empfangen, welche auch vor-nehmlich allhier etliche hundert jähr lang in ihrer kram gebliebenist, bis man sie mit der Benediktiner ihrer verwechselt hat. Voralters ertaubten die Aedte von Lureuil keine andere Ober-Herren,als die Kaysere, unter welchen sie die Grafen von Champagne zuschutz-hecren halten. Doch ward diesen solches von denen Hertzo-gen zu Burgund streitig gemacht, unter dem verwand, daß KayseeFridcricus II dieses schutz-recht Stephano einem Grafen von Aus-sone verliehen hätte, dem sie, wie in seiner übrigen erdschafft, als»auch darin» nachfolgen mästen. Die Könige in Franckreich, nach-dem die Grafschaffl Champagne an sie gefallen, behaupteten zwarauch einige zeit das alte recht. Aber Carolas VII übergab es völ-lig an Burgund, durch den vertrag zu Arras , wornach diese Her»tzogen Lureuil zusamt allem dazu gehörigen land, dem Parlamentihrer Grasschaffk uiiterwotsse» haben. In der hiesigen Abtey haksich vermahlen ein treflicher votrath von alten büchern gefunden;wiewol solche durch die viele kriege und andere zufalle gar schrzer-schmoltzen ist. Auch hier hat der berühmte Mabillon das uralttLEionzrium lind daraus die erste und älteste Lirurgism LLi>,cz-N 3 M, entdeckt,so »och vor einführimg derRömischeu Luurzkili die-se» landen üblich gewesen ist. «f/L ^ krance.
Luynen/ eine feine Brandenburgische stadt undamt in derWestphälische» Grafschaffl Marck an der Lippe, wird an der an-dern seile von der Sisecke umstossen.
Luynes/( sihe Albret im anhange.)
Luzzara/ein kleiner ort in dem Hcrtzogtbnm Mantua , nahtben Gvastalla, wo der flußCrostolo in den Po fällt.Er ist zimlich de»vcstigt gewesen,und die Kayserlichen haben sich an. 1722 in dem au-gusto fast gantze; tage darinnen wider eine starcke Frantzösische ar-incc tzcck-nciirt, bevor ste sich ergeben. Den tag vor solcher Überge-bung,ncmlich den i z aug. lieferte derPrilitzEugenius vonSavoyelr
mit der Kayserlichen armee der Frantzösischen eine schlacht. Dmeletztere ward von dem Hertzog von Vendome conim-ncsirt, und derHertzog von Anjou befand sich in eigner Person gantz in der nÄe«Beyde theile schrieben sich den sieg zu,doch die Kayserlichen mit bes-sern recht ,indem ste die wahlstadt behauptet,auch nur zoooan tod-ten und verwundeten, hingegen die Frantzosen fast noch einmal ssviel verlohren hatten. ^ /---»ex«» p.;oä.
tcpt. 1702,
Lycäus/ ein beyname, welchen die Heyden ihrem gott Bacchsgegeben, er bedeutet eben so viel als der Lateinische zunamt L-b»,weil nemlich der trunck das gemüth von den sorgen gleichsam ent-bindet und befreyet, auch diejenige, so sich berauschen, alles, wasihnen einfällt, frey heraus zu sagen pflegen. In eben diesem ver-stände habe» auch die Griechen den Bacchum Lj/smiN beyge-
NaiMt. 02,?^. 4 mctsmorzili. it.lls stre sm. /Lneicsi 4.
siLNkli. mytk.
, war ein fest, welches dem stovi zu ehren vondem Lvcaone angestellet,und in Arcadien jährlich gehalten worden.Das schlimmste ist, daß die Griechen in denen alten Zeiten geplWhaben einen menschen dabey zu opffern, Ausser diesem kam es tast
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