Band 
Dritter Theil
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der, und wegen verjagungdes Paust sehrschwürig war/daher es qe-fchahe,daß; r r» menschen damals von den soldalen getödtet wurden.Hierdurch wird nun zwarMacedonius von einigen sehr verhaßt ae-macht,wiewol er von andern entschuldigt wird, die alle damals ent-standeneunordnungalleinbemKayserlichen Hofbeymessen, inmas-stn dennMacedomu« bey demselben nicht in dem grösten ansehenmuß gewesen seywweil es dre Arianer dabin brachten, daß er abge-setzt wurde,da er kaum ein jähr in der würde gesessen. Es kam son-derlich darzu,daßMacedonius den cörper des Kaysers ConstantiniU. aus der Arche der Apostel m eine andere bringen ließ, zwar sei-nem vorgeben nach darum, weil die kirche baufällig, und die leuteohne gefahr des lebens sich nicht darinnen aufhalten können. Dierechtgläubigen aber widersetzten sich aufs äustrste, und beschuldig-lenihn, daß er aus graufamkeit auch die gebeine der verstorbenennichtkönte ruhen lassen,wodurch er alfofehr verhaßt wurde. Nach-dem er abgefetzt war, bemuhete er sich sehr, unterschiedene auffeinefeite zu ziehen, welches um so viel leichter war, weil er durch seinestrenge ledens-art bereits ein grosses ansehen erlanget hatte; daheroauch viele in der lehre sich nach ihm richteten, in welcher er sofernvon den rechtgläubigen abgieng,daß er die wahre Gottheit des heil.Geistes laugnete, und denselben für eine creakur und viener Gottesausaab,daherauch seine »av-rsuren ?nevmscomLcl>i genennet wur-dcn.Unter die,en waren sonderlich Eleusius,Enstathius und Mara-thonius,welcher letztere ein kriegs-mann gewesen, aufdes Eustalhiieinrathen aber sich in den Mönchs-stand begab, und sein grosses ver-mögen zu Unterhaltung der armen anwandte,daher er zur aufnahmder parthey des Macedonii gar viel beytrug, und darinnen ein gros-ses ansehen erlangte,daß auch dieMaeedomaner von ihm Marälho-nianer genennet wurden. Dem Macedonio selbst gieng es, wie etli-che melden,gar unglücklich, indem bey einer redellion sein hauß ge-plündert,verbrannt, und er selbst jämmerlich um das leben gebrachtwurde, doch aber wurde diese ketzcrey damit noch nicht gedämpffc,sondern von seinen anhängern noch eine zeitlang fortgeführet,biß sieendlich selbst verlosch,wiewol sie vorhero gar viel und grosse streirig-keiten so wol mit den Arianern als auch mit den rechtgläubigen ge-habt.Dcnn was jene anlangt,hielten die Macedonianer unterschie-dene Concils, darinnen sie dieAcacianer verdammten,und mit hin-dansetzung des Ariminensischen Conclili ihre lehre, wozu sie sich zuAntiochiaund Seleuciabekannt hatten, bestättigten. Dergleichenthaten sie auchzuLampsacum,einer stadt am Hcliespont gelegen,wo-selbst sie zusammen kamen,und die lehre des Ariminensischen Onci»l>> tapffer bcstritlen. Nicht weniger aber wurden sie selbst ihres irr-thums halber, den sie von der Gottheit des heiligen Geistes hegten,von den rechtgläubigen verdammt,und zwar erstlich aufdem < »ncl-d«,welches zuAlerandria gehalten wurde.Endlich kam es dahin,daßsich auf besehl des KayserS TbeodosiiN. ein allgemeines Loncii,-um zuConstantinopel verfammlete, aufwelchem die Macedonianerverdammt, und die Gottheit des heil. Geistes nach anleitung desNicenifchen cuncüü krnfflig bestätiget wurde. Es haben auch un-terschiedene unter den alten Archen-lehrern in ihren schafften diesesecte widerleget,als Athanasiuö in etlichen schafften,Bastlius Lil. >,>

lilr. <lc Zplriru Isnäto .^mpb>Iociiiuiri;/rwpli>Ioctiiur in lib.clcLpiriru

5 . und andere. tiLret. öc Lci k. I.

iiLrcl. 7^. biiior. ccclci. I. 11. I. z > 5 ^ 4.

l. i> znnLl, imrocl. s<t llistor. eccl. c. zz

§. 41. Icerrer-blit» k. l I 4 c. 8 §. ly leg.

Macedonius II, Bifchoffzu Constantinopcl, wurde von demPatriarchen Gennadio, dessen bruders söhn er soll gewesen seyn, ittder Christlichen religion unterwiesen. Als er nun ein Priester war,machte es der Kayser Anastasius, daß er an die stelle des Eu-phemii, welchen der Kayser ins elend vertrieben, zmri Patriarchenerwählet wurde. Lheodorus l.eÄvr berichtet, daß Macedduius dasbenoiicum Genoms unterschrieben, Eyrillus hingegen trägt an deronko-isrie dieses Patriarchen gar keinen zweiftl in der lebens - be--schreibung des heiligen Sabah. Es kan seyn,daß er erst das Kenn«,cum unterschrieben,nachgehends aber seine Meinung geändert-Die-ses ist gewiß,daß derKayserAnastasius mit ihm nicht zufrieden war,weil er dasChaleedonischecvncilium mit grosser stanbhafftigkeit ver-theidiget.Dannenhero es auch endlich dahin kam, daß er ins elendverwiesen wurde,darinnen er an. x 14 starb. Dieses wird von eini-gen an ihm getadelt,daß er des Acacii namen auf verlangen dcrRö-mischen Dischöffe eben so wenig aus den oder Archen--chern zu Constanlinopel auslöschen wollen, als sein Vorfahr Eupbe-mius, darinnen er aber von andern gelobet, oder aufs wenigste ent-schuldigt wird. I. II collcÄ. I. ,6 c.z;. Kilt.

wilcsll. I. l;. clir.

ecclek. 6r-ec. p. ^7, ;8.

Macedonius/ein Bischofs zu Mopsuesta, befand sich an. jr;mit unter den rechtgläubigen auf dem concliis zu Nrcaa, nach-gehends aber hielt er es mit denArianern,und befand sich mit ihnenaufdem Lonciiio zu Tyro und zu Sirmio.

Macedonius, ein Mönch, der wegen seiner frömmigkeit ge-lobet wird. Ais er vernahm, wie hart der Kävstr Tbeodostus mitden Anwohnern der stadtAntiochia. die sich wider ihn empöret, ver.fuhr, gieNg er aus feiner einfamkeit herfür, und als er die Kayserli-chen bedienten, die des Käysers befehl ausrichten wollen, antrat,befahl er ihnen, ste solten von ihren Pferden steigen. Dieses kamihnen anfänglich sehr lächerlich für, indem bie äuserliche gestaltde»Macedonii gantz verächtlich war; da sie aber die frömmigkeit diesesMannes voll andern vernohmen, stiegen sie vön ihren Pferden, fie-len zu seinen süffen, und baten um Verzeihung. Worauf er ihnenm dem namen Gottes andeutete,daß sie von ihrer Hartnäckigkeit ab-Wn sollen weil es Gvtt nicht gefallen könte,so viel menschen h>n-

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AsichTchbe^

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Enehmrr Minister des Kaystrs Gratiani

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X Aemilius) von Verona gebürtig, ein LateinischerPoet, a°r.rte,n der z-isten Olymp, und starb nach des be liae«Hleronynn bericht, rn Asia. Er schrieb von den schlangen,vsiannenund Vogeln, und linicirte in seinen büchern Nicandrum, wie Qmn-tilianus und Manilius berichten. Ovibius gedencket seiner ichriff--

ttN tN folgendem Eicbo I. 4. U-rrik. elc§. ,0 " '

8Lpe iuas volucres ieglk miliigrznöior Lvo,

nvccc tcrpcn;, 4UL juvsr berbs , kvkscsr.

Asse auch dasjenige, was indemHomero man«blstorle von der zerstorung der stadt Troja, gleichwiespräche beschrieben hat; dieses

^ ^ Ovldlus in der ic>len eicgic des andern bilchs

1u ranis, Ekernc» c^uillc^uill restal-Är ttomero,kgs cs-estir summL LroicL bcllz mrnu.

bon ihm auch einige stücke übrig,welche von RbbertoSte-und^semem söhne Henrico an. 1^64 in 8vo zu Paris , und^yeovvro ^an,emo al, Almeloveen an. ,686 in Svo zu Amsterdam heraus gegeben worden. Das in helden-versen von den würckünqender träuker verfaßte gedichre, hat ein jüngerer seribent verfertiget»indem er PliNti und anderer neuer scridenten erwehnung thut.

,r«j cie I.Ll. xosi. I. I. c. 10. Ln>,r>r«,. lÄörrtt«, bibl. Lsr.

sppcoci.

s^ (Aemilius) ein Römischer Jurist , der zur zeitKaysers Aiexandn Scvm benchmt gewesen. Er hat verschiedenes

ZkjichklLvkll, üiö l) Ds re militari lik. 2. cle Iui>!icis jucjiciis Iiir. 2»clc ^p^eliLrionidtiz lilr. 2. 4) viceiimani ^Lre6irstSMi»

lib.r. clc juris^ Ilb. i. csp. zz. *

Maceratü / eine der vornehmsten städte in der Marca 6'Air»cona, in dem Pabstlichen gebiete, und die residentz des PäbstlichenLegaten, an dem fluß Lhiento gelegen. Sie hat eine Universität undein Blschoffthum, mit welchem das zu Tolentino vereiniget ist,undgehöret unter den Ertz-Bsschdffzu Fermo .

Machabäerv oder Naccgbäer / ein name, so dem JudäMaccabäo, welcher zu erst diesen zunamen erhalten, und den Asa-moneischenFursten gegeben wurde,welche dieJuden ohngefähr -jähr lang regierten, und das Hobepriestcrthum vo» Aristobulo l anzugleich besassen. Die Juden sagen , daß dem Juda dieser namebeygeleget worden,von den 4 buchstaben der 4 Wörter, die in seinersahne gestanden m> c-moclis Uciokim Hllonri, d.i. wer ist dir gleichunter den Göttern, 0 Herr l Mein diese Meinung scheinet schlech-ten gründ zu haben, indem Scaliger c-n. ck-onni. i. z. beweiset 7das Judas den zunamen Maccadäus bereits gesühret, ehe er nochin den krieg ziehen können, und daß über biß in seinen sahnen nicht-diese buchstaben, sondern einlöwe gestanden. Bm Gorion sagt/daß dem Juda wegen seiner tapsserkeit dieser name beygeleget wor-den. Drusius meyiiet, Machabäus sey so viel als ein erloschener.Fullerus glaubet, es bedeute so viel, als ein liebender. Hottingerussüchet zu behaupten, daß es so viel beveute, als einen,der viel zu ho-ben schlaget. Ihre Historie ist in den büchern der Maccabäer, wieauch in dem Josephs zu finden. Zu ihrer zeit war das Jüdischevolck hart gedrücket, allein ste suchten dessen tzeyheil mit grossemmuth, wiewohl die meisten mit schlechtem glück. Der vater warMatthathias, so um das jähr ;? 8 r gelebet. Ihm folgte sein söhnJudas, und diesem Jonathan und Simon, seine brüder. Hierauskam Simonis söhn Johannes Hyrcanus , welchem Aristobulus I-Alexander I, Alexander Hyrcanus nebst Aristobuloll, Alexan-der II und Antigonus, folgten, mit welchem die regierung derMachadäer oder Asamonäer aufgeboret. Man kan von einem jedenweitläufftig an seinem orte nachlesen. Wer die abgedachten bucherder Maccabäer verfertiget habe, ist nicht ausgemacht; wiewohl ei«rüge vorgeben, daß Johannes Hyrcanus , ein söhn Simonis Mac-cabäi, das erste, Und Jason, der Cyrener, das andere geschriebenhabe. Allein dieses beruhet aufnichts anders, als aufemer blossenmutbmassung, und vornehmlich dieses, was manvon Hyrcans sa-aet/ da man es nemlich daraus erzwingen wiü/weik er alledie im ersten buche enthalten, selbst angesehen, in friede gelebet,undvon Josephs ein Prophet genennet wird, 1. H c. >; Vmaelegen beyde bücher dem Josephs selbst zu, wiewohl dieses eben sowenig kaü behauptet werden, ausser, daß es scheinet, die zelt-rech-nung darinnen sey aus Jostpho genommen. Das ersieduchbe-areisst in sich, die zu den zeiten des Antiochi Eplphams, EupatEDemetrii Nicakoris und Antiochi Sidetis von dcn ^"den vemchtete thaten. Was ferner das vorgeben vonJason anlanget,iol,rzwar wahr, daß er die gantze Historie der Nöaceabaer beschrieben,allein falsch ist, daß er dieses buch verfertiget, we> drsselben -E

selbst bekennet, daß er sich vorgenommen, Jasoms buch kurtz zma^

men »u ziehen. In solchem andern buch findet sich, was zu enve oerreaieruna Seleuci Philopatris biß auf die zeiten Antiochi Eupato-riä, da Nicanorvondem JudaMacl-adaosckieben ist. Einiae setzen noch das dritte buch darzn, dessen urveverPhilo Judäus zu styngeglaudet wird, wvnnnmdn mlbruch desdleanvtischen Königs Ptolemär Pbilöpatorls m das ^uvilche land,und zugleich die wundersame Göttliche errettung vsrgeAelM rmr^