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Salomon geführet, nachgehends aber seiner frau zu gefallen dennamen Johann weggelassen , .zu Salomon aber noch den namenMacrinus angenommen haben / wozu ihme eigentlicy der KomgFranciscus I, bey dem er kammer-diener war, anlaß gegeben, mal-st» ihne dieser wegen seiner magerheit Maigret gencnei, da er sonltauch Mitron solle geheissen haben. Den gründ seiner studier, legteer zu Paris unter Jacobo FabroStapulensi; hierauf wurde er zumjmt'ormsror bey des Grasen Renati von Tende zweyen söhnenClaudio und Honorato von Savoyen berufen, darburch er danngeleqenheit bekommen, an dem Königlichen Hof bekannt zu werden,und sich sonderlich in des Hauses ciu Bella» gunst zu letzen, dazu ihmder Cardinal Johannes->u Bellay, welchem er auch eme gropemenge von gedichtcn , die er nach Lyrischer art eingerichtet, zuge-schrieben , nicht wenig behülsslich war. Unter allen seinen vcrienwerden diejenigen am meisten gerühmt,die er ferner stauen zu ehren,so er Gelonis nennet, verfertiget. Sein söhn Carolus war gleich-falls ein guter Poet, und verstünde über dleseü die Griechischespräche. Er war mforwE bey des Königs Henrici von Navarra schwester Eatharina, hatte aber das Unglück, daß er in dem Parisi-schen blut.bade an. i;?2 gleichfalls das leben verlieren muste. Dervatter aber starb bereits an. r??7 zu Loudun eines natürlichen to-des, wiewohl Varillas sich darinnen auf einen mündlichen berichtvom Jsmaele Bullialdv beruffend, jedoch ohne daß ihme dem Va-rillas deßwegen so leicht zu glauoen, erzehlet, daß er aus turcht, esmöchte ihm wegen der Reformirlen religion, wie ihm gedachterKönig Franciscus I gedräuct, der strick zu theil werden, bey unver-sthener erblickung eines gewissen Küeffer werck-zeuges, als er ebenaus bem Louvre zurück käme, in eine plötzliche raierey gefallen, undin der einbrldung obs ein galgen wäre, woran man ihne hangenwollte, sich in die Scyne gestürtzt und ersäufft. Seine schrisslen
sind i libri 7 z b^mnorum ielceborum lidri; ; cLi nxnum
libellus; ollsrum litzri 4 ; kgLnisrulli libri z ; rle Oclonillc NorllitLuxore. lull. 1.19. in clog. Q^U. 1.1. n
«log. ^,7/^.-llik. lle l'llcrelle t.;. I. rr. in bib ic,rii. L«, 7 /-r
Jugem. lur les poeres t. z. n. ,29. 9. 2,8. sllllic.LuL
«log. lles komm« lsv. r. r. p. irz. leg. ä: r. z x>. 81. ^
Macro/ (NäviusSertorills) setzte sich unter der regierungdes Kaysers Tiberii in grosses ansehen, und war einer mit von denvornehmsten inllrumenten , die zu dem fall des Sejani gebrauchetwurden. Diesem luccclliite er in der würde eines Opiums über diexsrclc, übertraf ihn aber an listigkeit, die er wieder alle diejenigen,so er gerne erniedrigethaben wolle, anwandte; absonderlich meistenselbige der berühmte redner Mamercus Scaurus und Lucius Ar-runtius mit ihrem Untergang erfahren, ob sie schon beyde unschul-dig zu seyn schienen. Denn er hatte denKayserTiberinmsogareingenommen, daß dieser ihm alle todes-mlheile willig unterzeich-nete,deßwegen sich auch die angeklagten,so sich desMacronis freund-schafft nicht versichert wüsten, noch vor dem ausgange ihrer facheum das leben brachten. Dessen ungeachtet nahm seine treue gegenden Kayser mit dessen kräffcen ab, und suchte er sich vielmehr beyseinem Nachfolger, dem Caligula , einzuschmeicheln, so, daß, als ersich bey vermeynttm todes-fall des Tiberii allzu bloß gegeben, undschon alle zurüstungen gemachet hatte, dem Caligula den höchstengemalt in die Hände zu liefferen, er deßwegen vor Tidcrio in grosseforcht geriethe, als sich dieser wiederum m etwas von seiner äusser-sten kranckheit zu erholen schiene, und also kein anderes nulle! fän-de, sich selbst und Ealigulam zu retten, als daß er unterm schein sel-bigen warm zu halten, viele better aufihnwerffcn ließ, und dcnedadurch erstickte. Bey dem Caligula wüste er sich nicht anders indessen gnade zu setzen, als dadurch, daß er seine gemahlin Enniamdessen schändlichen willen überließ; wiewohl »ach Suctomo, Ca ligula diesem weib zuerst nachgegangen seyn solle, um durch sie diegunst ihres mannes, und vermittelst dieses die nachfolge Tiberii indem Römischen Reich zu erlangen. Caligula machte zwar hernachden Macronem zum Oouvei-ncur von Egypten, allein solche gnadewährele nicht lange. Massen beyde von jenem bald aufs äusserstegeängstiget, und sich seldsten ums leben zu bringen gezwungen wor-den. Der Jude Philo ist der einige, welcher Macronem in seinenfittcn und thaten gar unschuldig machen null; obschon die an ihmevon Caligula verübte undanckbarkeit auch von anderen gescholten
wird. vio I. 58 , <>r>. LNNLÜUM I. 6. c. IZ, r9,-s , 4.; , 47 ,
4.8, in Lsliguls c.T 7 „ 7 o <ic I cg. all Lajum. *
Macrobii / ein gewisses volck in Africa, wurde so genannt,weitste lange lebeten. Pomponius Mala gibt ihnen eine ansehnlicheleibes-statnr, fetzet sie in die Jnsul in Aetbiopien, Meroe , Plinius gleichfalls in Aetbiopien gegen osten, und anderein Macedonien.Divnysius Afrtcanus und Eustathius legen diesen namen auchandern völckern bey, dieser nemlich den Hnperporeis, und jener denAethiopiern , so an dem Atlantischen meere wohnen. E-r 6e llm
orbi; t. c. y. ?/,». I. 4. c. -o, üc I. 6. c. zo. Ü-c.
Macrobius/ (Ambrosius Tbeodosius) lebte zu ende des gtentcculi. Die einwohner zu Parinageben vor, baß er in ihrer stadt ge-bohren worden; allein er nennet sich selbsteinen ausländer, demedie Lateinische spräche fremd seye; wornach er nothwendig ausserItalien mußqebohren seyn. Dieses ist qeiwssdaßereiner vonTheo-dosii Kämmerlingen gewesen, wie man leicht schliefen kan aus ei-nem an Florentiumden n-.Urln5 oder 6nuve-ne,.„ der ichdtgerichteten ---icripr. von dem ränge derjenigen, so dieses amt be»dieneren. Er verfertigte unterschiedliche schrisslen. Seine soge-nannte s^urnzliL handeln von unterschiedlichen fachen, und sind«ine angenehme Vermischung von ci-Mc,- „nd -nnquiiLten. Er batauch einen Lnmmcnr.irium über Ciceronis ioinnium 8c>pio,>>- in
jwev büchern geschrieben. Planudes hat selbigen in das Griecht-
mac mad
sche übersetzet. Jsaacus Pontanus und Meursius haben gar feineanmerckungen über diese wercke gemacht. Unter den vielen -llirio-nen sind wohl die besten erstlich des Aldi, so an. i?28 zu Venediaheraus gekommen, nachmals die Parisische, so Henr. Stephan»«
nebst dem buche lle llüLrenciiz Sc lociecscitzu! Orsc. üc Verb. an
i;8;in8vo herausgegeben; ferner die Leydische an. 1628 in 8vo ',woselbst des Pontani und Meursii noc-zu finden; und endlich dieOrfordische und die Leydische an. 1670, da des Jacodi LwnoviicomwLncrriL in loniniun, Lcipionir mit beygefüget. Ijk.»ot. QsII. Llsslp. c. r- k-r^rrc. Kibl. t^sr. 9. 197. *
Macrocephali/ ein gewiß volck nahe bey dem BvsphoroThrg-cico, oder der meer-enge von Constantinopel wohnend , und wegenihrer grossen köpffe also genannt, wie Pomponius Mela berichtetStephanus Dyzantinus setzet sie bey Colchis hin, und Minus indie nachbarichassl von der stadt Cerasus in Cappabocia. Der namekoinmt her von lang, und ein Haupt.
I. 1. c. 19, ?/<». I. 6. 4.
Macropedius / (Georgius) vonHertzogenbusch/gvmngll,,.cbs der schule zu Utrecht , war ein guter g-LMwgcicus, und dabeyin der poelle und maiiiemrric wohl geübct,wie nicht weniger in spra-chen erfahren, davon seine schrisslen zur gnüge zeügen. Er starb zuHertzogenbuschan. 1558. mcwg. e-i§. vir.)ewr.
Qcrm. dibl. Lclg L:c.
Maculanus / (Vincentius) der Römischen kirchen Cardinal,war an. 1578 zu Flormkiola in der Lombarbey von geringen eiterngedohren, und trat m dem i ten jähre seines alters zuPavia in denDommicaner-orden,ward hierauf, nachdem er seine lluciirzu Bo.nonien zu ende gebracht, als ein guter L-Koiskicur zu unterrichtn»-deriugrno in den klöstern hin und wieder gebraucht. Sodannver»waltete er zuPavia un Genua nach einander die würde eineSPäbst.Ilchen ii'g uiiwri,, ward hernach procuraror und endlich LcnerMV/LLNU seines ordenS. An. 16)2 machte ihn der Pabst zum Päbst,lichen Qcnsr^l-evmmillLrio, und nachdem er dieses amt an. 16)4niedergelegt, zum ^-gillro ll-cri P-Irrii. Durch seine geschickte auf-führung ward endlich Urbanus VIII bewogen/ ihm an. 1641 dasErtz-Bißthum Benevento und den Cardinals-Hut, wie auch dasollicium eines Ocncr4>i§ Inguiiirvris zu geben, bey welcher letztemwürde man ihn doch nicht von aller grausamkeit frey sprechen will.Nachdem er sich in seinein Ertz-Bißthum ein jähr lang aufgehal-ten , kam er nach verlauffdesselben wieder nach Rom , und rellgnir-le an. 164; sein Ertz.Bißthum, weil ihn der Pabst beständig beysich zu haben verlangte, und ihm als einem geschicktenb>e versorge vor das befestigungs-werck der insul Malta und einigerim Pädstlichen gebiet liegenden orte, wie auch des baues von denneuen mauren der stadt Rom aufgetragen. Nach Pabst UrbaniVIII tode brachte ihn die Barberinische Ledion , nachdem sie mitdem Cardinal Sachetti nicht durchdringen können,in Vorschlag zurPädstlichen würde, woran ihn aber sowohl der Cardinal Lugo, derein Jesuit war, aus haß gegen den Dominicaner-orden, als auchder Frantzösische Gesandte hinderte, wie er sich denn nach Jnno-ccntii X lade ebenfalls vergebens um denPäbstlichen stuhl bemühethaben soll. Er starb 1667 zu Rom im 8ysten jähre seines alters.
Madaffari/ ( Nicolans Maria ) Bischoffzu Bovi, Lpiko-PU5 N»vc,ai5, in dem Königreich Neapolis , war von geburt einCalabrier und studirte zu Rom , daselbst wurde er Pfarrer bey St.Thomas, zugenannt in Parionne, und der Pabst Paulus V erhobidn auf den Dischößichen sitz. Er verstund die sprachen wohl, son-derlich das Griechische, so wohl als die?Kll->iopK,>- und l'li-owgle,und verfertigte einige wercke, welche er meist in denen Römischenäcztzemwn, zu welchen er, absonderlich zu der Humoristen ihrer,einen freyen zugang hatte, abzulesen pflegte. xin. z iwsg.
illull, c. rz. Ical. llic. *
Madaezascar/ oder 8. Lorentz-insul,hat diesen letzter» namen,weil sie am tage8.Laurentii entdecket worden, oder wie einigewollen,von Laurentw, einem söhn Francisci Almeyda, General derPortugiesischen armer in Indien,berste an. i;o6entdecket. DieFrantzosen ncnnien sie unterHenrici IVregierung dieDauphinilcheinsul.Man hält dafür, daß fie Plolemai Menuthias undPlmii ker-ne Aetiopica sey- Oie ligt auf dem Aetiopischen meer, und gehetwestwärts argen Zangucbar und den Cafern an der Africanisthenküste spitzig zu, von mittag gegen Mitternacht. S.e tragt ohngefehr700 weilen ui der länge, und 70 in der breite aus, ligt unter der -°-NL rr>-r,6ä und dem l> opico cLpricorni, und hat sehr viel vorgebürge,welche mehrentbeils mit citronen, pomeranken-eben-und andernbäumen, deren boltz sprenglicht nnd bundscheckig ist, bedecket sind.
Diese felscn sind von dem schönsten weifen marmor,woraus das be-ste un reineste wasser fleust. Das land ist in viel provintzen zertheilet,unter welchen aber die nord-wärts gelegene den Europäern unbe-kandt sind- Unter denen bekandtestcn sind Anossi oder Kankanossi,Manatanghi, oderManapani, Rohitsbang, Jtamanvo, Jkonder,Vattemabon, Manaaiboule, Anachimoussi, Eringdrone, Vo-bitsanqhombe, Monackarougha,Matabana, Antacrora,Ampakra,Machlkore und andere. Unter allen landschaffrcn sind die beydenVohitsanahomb und Eringdrone am meisten bewohnt.Jhre dorfferbestehen aus beweglichen Häusern,die 4 männer forttragen können-Jhre städte sind mit pfählen und einem liessen graben, soder?schuh weit, umgeben, und die Häuser darinnen mit bretcrn gebauet.Die Frantzosen haben allbier das fort Dauphin nebst verschiede-nen andern aufgebauet, um ihre gegen das süd-östliche theil der in-sul zu aufgerichtete colonien zu beschützen. Die lusst ist über alleMassen beiß, so daß sie niemals weder schnec noch eiß haben. Essind in dieser insul unterschiedliche eisen-und feine stahl-gruben, wie