Band 
Dritter Theil
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auch eimge golb-berg.tVercke, deren gold aber sehr bleich ist. Di-nieisten edelgesteine werden m ihren flüssen gefunden. Es ist darin,uen ein grosser Überfluß von vortrefflichem Honig,welches ssisser undhärter als unsers tst, und dem zucker ähnlich stehet. Dieemwob-ner machen wem aus homg, welcher der gemeinste ist, desgleichenauch aus zucker, und eine gewisse art von obst-moste, und erzeigensich dabey überaus lustig, wie sie dann ohnedem zum singen undlantzen gar sehr geschickt Fnd. Sie ziehen ol aus unterschiedlichenMutzen, fruchten und kornern, und haben eine gewifft arr von er-de, die so gut ist,als die rerrs llg,11^- in der insul Lemnos.Es wächstauch allhier viel weisser vfeffer, und ein kostbares wohlriechendesholtz von unterschiedlichen färben. Sie haben auch viel schilff-röh-re, die sehr hoch und dicke, groß und rund sind, woraus sie töpffe,«la-schen, mustcalischeinstrumente, kähne, so zwey Personen halten,undsesscl machen. Diese röhre, welche sie Bamboches nennen, habeninwendig einen kern, so von den Indianern und Arabern der zuckervon Bambas oder Bamboches genennet wird. Ferner so wächsetauch sehr guter toback allhier, und eine gewisse art von Hauff, dessenblätter die einwohner an statt des tvbacks gebrauchen; wer sei.biqe kauet, schläfft davon ein, und wird hernach über alle Massenlustig; die aber dessen nicht gewohnt sind, werden davon ; oder 4tage rasend und unsinnig. Die einwohner werden öffters mit Heu-schrecken geplaget, welche alle ihre geträyde und früchte verderben;diejenigen aber, so im lande gebohren, sammle» selbige zusammenund essen sie. Es find keine schädliche thiere darinnen, ausgenom-men crocodille, und grosse, jedoch nicht gifftige schlangen. Der na.türlichen einwohner sind zweyerley arten, schwache und weissc; dieletzter» scheinen ihren »amen und gebräuchen nach vonJüdischemstamm zu seyn. Siegehen alle mit einander nackend, ausser, daßße die schäm bedecken. Vornehme weibes.personen haben einigenausserordentlichen geringen l--l>ir. Die männer pflegen ihre weiberzu kauffen, und deren so viel zu halten, als sie ernähren können,wel-che aber stetige feindschafft unter einander führen. Die hurereywird bey ihnen so wenig gestrafft, daß an theils orten die kinder vonden eltern noch dazu angereihet werden; sie sind behertzt, und fra-gen nichts nach dem tobe; in ihren feld-zügcn tantzen die frauenund töchter tag und nacht, schlaffen in ihren Hütten nicht, und ent-halten sich,wie sehr sie auch sonst dazu geneigt, von allem beyschlaff,aus furcht, ihre manner dörfften sonst gar umkommen, oder dochverwundet werden, da sie hingegen durch ihr lantzen frischen muthund stärcke bekämen. Ihre waffen sind wurffspieffc, bogen undpfeile; ihre spraache und schreib-ark kommt der Arabischen gleich;ihr pappier ist gelb, aber sehr glatt und fein, und ist aus der innernrinde eines gewissen baums gemacht; ihre tmte ist eine art vongummi, und ihre federn sind von einem gewissen schilff-rohre ge-macht. Sie glauben an einen Gott, der Himmel und erden erschaf-fen, das gute belohnet, und das böse straffet; sie erkennen auch guteund böse engel, und fürchten sich überaus sehr vor dem teufel, wiesie ihm dann auch allemal das erste von ihrem essen und trincken zuopffern und es auf die erde zu giessen pflegen, um ihn zu befriedigen,daß er sie nicht beschädige. Sie schreiben auch diesem die Ursachevon dem fall Adams zu, und geben vor,daß ihn der teufel überredet,er brächte ihm von Gott erlaudniß, von allem, was ihm beliebte, zuessen. Hierauf wäre Adam aus dem paradieß getrieben worden,da er dann an der hüffce ein gcschwür bekommen, auS welcher, alses aufgebrochen, ein mägdlein hervor gekommen, welche nachge-hends seine ftau worden. Sie bekennen auch, daß Christus in dieweit gekommen,und von keinem manne gezeugel,sondern von Ma-ria ohne schmertzcn gebohren worden. Ihre Priester sind gewöhnn«cher masser zauderer,welche ihren leuten gewisse zauberische cksrs.üsrcr geben,um sich dadurch vor allen beschädiaungen des teufels zubewahren, diese nehmen auch so gar die einwohner init ihrem aber-glauben ein, daß sie die neugebohrne kinder, wenn sie etwa m un-glücklichen zeichen und monaten, wofür sie den mertz und april hal-ten, aufdie weit gekommen, unbarmhertziger weise verschmachtenlassen. Sie leben in Horden, wie die Tartarn, unter einem gewissenObristen, den sie Tichik nennen, dessen gemalt sich sehr weck erstre-cket, deren er sich offc tyrannischer weise mißbrauchet. Die provm-tzen werden durch kleine Fürsten regieret,und das volck »st m unter«schiedliche ordnungen eingetheilet. Wenn einer von dergleichenFürsten stirbt,so erwählen dessen Unterthanen einen andermwelchersie mit etwas zu beschenken verbunden ist. Wenn die grossen Her-ren einander zusprechen, so pflegt derjenige, welcher die vime em-pfängt, dein andern sein schönstes weid zu seinem willen zu überge-ben ; und auf eben solche weise »-»Äsien auch die Unterthanen ihrefreunde und fremde Personen. lnck.nilcl,« reiis.oelcurel-

bung. F/sco«,» üc belcssrcitz. von

Madaura / eine stadt in Africa , an den gräntzen von Getulienund Numidien, allwo ehemals eine berühmte Academie, worausAugustinus studieret,wie auch ein Bischöflicher sitz unter Chartagogehörig, gewesen. Sie ist auch deswegen bekandt, weck sie vor desApuleji Vaterland angegeben wird.o?k-ü«- und andere gedencken ihrer.

Maddespatan/ von anderen Maderaspatan ^nennet, lflein haftn in dem Königreiche Bisnaqar, südwärts von Masiiipatan gelegen, und nur eine halbe messe von 8. Thomas, einem an-dern haftn, entfernet. Nahe dabey ist das Englische fort 8. Georg,nebst einer allgemeinen K-Äor>e für alles, was die Königreiche Gai-conda, Pegu und Bengola angehet. ?- v.

Mädeln/ (sihe Magdeln.)

NMI.OMI'M. pflegt man nich^ur diejenigen we,b^Personen, welche nach dem exempel Mariä Magdalena, von ihremporigen unzüchtigen Wandel abzustehen, und der weit sich gantzilch

niad Z07,

ist eine inffl auf dem Atlantischen meer gegen diewestliche grgend von der Barbarey zu ligend und eben Wlbiae.wesehe von Plinio Cerne Aklantica genennet wird.Sie wird von ei»a!nenVe° ihrer schonheck und fE

bedecket. Die Haupt-stadt darinnen ist Junchgi odcrFunzaheinderselben hat diese insul unlerjchlediiche^w.e steidle, und ,n allen; 6 kirchspjele. D>e Portugiesen hiessen sieAndera, weil sie selbige gantz mit waldern bedecket fanden. Sieueaken selbige m»r ftuer an, um die insul zum ackerbau geschickt zumachen, und unterdessen, da es drandte, reiirirren ste sich auf ihrelchijft, worauf sie wegen Mangel des Wassers viel ausstunden, weildas ftuer über ihr vermuthen bey so vieler findender Nahrung undftyr dick m einander stehendem holtz länger wahrere,als sie vermuthetft""d zwar an einigen ortender insul ein gantzes jähr. Dochentstünde nachmals der Vortheil davon, daß der boden ber gantzmmsul eme gar ungemeine fruchtbarkeit erlangte. Also ist diese in.>ul auch mit bergen und sehr fruchtbaren und lustigen ebenen an»Skullet. Sie hat einen grossen Überfluß an bruunquellen, zucker-röhren, homg, wachs und körn. Man bauet darinnen gute» weist,wozu man die pffantzcn aus Candia hingebracht hat. Die traubensind m die - fuß lang und sehe breit. Der Hasen ist nicht sicher, diekusten aber sind sehr gut. Die so genannte insul, sonsten auch a-lI'orro 8snco, ist an. 1420 oder nach anderen 1428 von denPortugie-scn erfunden, und ist fast allezeit Mit einem dicken nevcl bedecket,daher sie von den schiffen, nicht ohne mühe kau gestuft en werden,auch von einigenden bevnamen der unzugänglichen insul empfan-gen hat. Sie wird von Madera durch einen canal abgesondert,undwegen des darinnen befindlichen vielen wildprets >-> brenne sseivk-licrer. oder der wildprets-behalter von Madera genennet. In derinsul Madera selbst hat man acht auf schiffen gebaute brett-müh-len oder sagen, und es wird von dar ein grosser Handel mit eiben»bäumen und cedern in Portugall getrieben. Man findet allda vielringel-taubcn, wilde psauen, Wachteln und cananen-vögel. Eini-ge berichten, daß diese insul zuerst von einem Engelläuder, mit na-men Machan,an. 1744 entdecket worden, welcher nebst etlichen Per-sonen daselbst gelassen wurde, und hierauf in einem offenen kah»ne, so von einem eintzigen bäume gemacher, in die Barvarey kam,worauf er von den Moren Petro IV dem König in Aragomen alsein wunder gr^l-nriret wurde.. An. 1 schickte der König Hen»ricus von Castilien zum andern mal einige schiffe aus, sowol dieseals auch die canarien.insuln aufzusuchen,welches gut abgelausten zaseyn scheinet. Denn an. 1417 wurde Rüben -K Brachmont, einFrantzösischer Edelmann, ausgeschicket, die canaricn-insuln zu er-obern. Die insul hat einen feinen Hafen, und ein wohl befestigtesfort. Wein und obst wachst allhier in menge, von geträide aber «ehrwenig, so daher mehrentheils entweder aus Franckreich oder Tene»risse herzu geschaffet wird. In ihrem umfange begreifft diese insulohngefäbr z-> messen. Porius berichtet, daß fie die grosse insul aufdem Atlantischen meer iry, und 160 Englische messen in ihrem um-kreise auskrage. Ausser vielen brunnguelleu hat sie auch 8 kleineflösse, wodurch fie so fruchtbar und anmuthig, als ein garten ge-machet wird ; und was sie hervor bringet, das ist vortreflich gut.Der Bischossvon Funchal hat 8o°o ducaten einkommens. Die

tirusso ist grsss. lom, r k. r l üe?- 7 O^'vrr»»

clescr, *

Madofher/ der letzte König von Guzarate in Indien,war nueäs jähr alt, als sein vater Sultan Mabometh an. 154; starb.Ebamet-Cban war sein Vormund, welcher den Mogul Achobar umschütz anriess wider die edelleute imKönigreich welche sich empörethatten, und selbigem dafür die stadt Amadabat zu geben versprach.Hierauf qienq Ächobar so fort mit einer mächtigen armee mGuzu-wte, eroberte das gantze Königrich, und führte Madofher und Lestsen Vormund oder Hofmeister gefangen mit sich nach Agra. AlsMadofher jähr alt war, eroberte er wftderum einige von denstädten seines Reichs, wurde aber von dem Mogul geichlagen, undzum andern mal gefangen. Weil nun dieser unglückselige Prmtzsich befahrete, daß ihn Achobar umbringen lassen mochte,entschloßer sich ihmzuvor zukommen, und schnitt «Ich daher» «elbsten die keh-le ab. com. r.

von Marmor und andern kostbahren steinen Überaus pachtlg erbau-ter tempel, desgleichen an kostbarkeit schwerlich irgend anderswoanrutreffen,er ist der Heil- junqfrauen Mama gewidmet,wirbaiich,i?rmöa eine- zV gesttffteten . all,abrch

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Madrid / lat. Ivlsssrirum, ^scrirum, »der ^ssrissium, bey deckalten binaeaen IvlruuuL Carp-kLoorum, ist die rcflssenr-stadt derKöe-m liat in neu-Castilien an dem kleinen fluß Man-

"'Se m Span ", ' n neu , weder mauren, noch

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