Band 
Dritter Theil
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V - ^ ^ ^- OtZiid iu Olmütz ist ritt Bi»

schoff. Vor des Kaysers Ferdinand! II regierung ivurden alle

völlig ausgerottet sind. Vormals führte dieses land den titnl einesKönigreichs, und wohnten darinnen die (w-M. Li^v, und ein theilvon den kiLfcom^,ims.Von den alten Königen bat sich Vannius be-täubt gemacht,welcher den cV-aUst von demDküjoCäsare soll gegebeworden ftyn.Doch wurde ervonJMiioderHermnnduter-Schwa-benKönig,wie auch von seinerschwester söhncnVangioneundSido-ne aus dem land in Hungürn vertrieben. Den namen Mähren nahmen die Quaden von dem «ußMaro oder Match an, und hattenFürsten über sich, welche den Römern gehorsam leisten wüsten, bißsie sich mit hülffder Teutschen volcker von diesem joch loßgeriffen.Hingegen wurden sie von Attila , der Hunnen - König, an. 442 garharlgezüchtigetMd lhr land,welches damals auch Oesterreich undein grosses stück von Ungarn unter sich begriffen, zu einer wüsteneygemacht. Um das jähr 890 hatKonig Swatopluck I die Christlichereligion angenommen,und auch den Hertzog inBöhmen Borziwvgzum Christenthum bekehret. Er blieb an. 900 in einer Wacht widerdenKayserArnulphutthund hinterließ seinen söhn oder enckelSwa-Ivpluck II zum Nachfolger, welcher aber wegen vorgehabten mordsan dem BWoff Methodik» vöndem Pabst in den dann gethan,unddurch die darauf erfolgte einfalle der Ungarn,Böhmen und Oester-reicher, so in die enge getrieben worden,daß er gantze 18 jähr als einrinstedler in einem wüsten wald bey Welehrad auf dem berg Rem-bvr zubrachte, und in diesem zustand sein leben beschloß. Hieraufkam das meiste von Mähren in Polnische Hände,, denen es aber dieBöhmen abgenommen,worauf an. 1070 der Pabst Alexander einenBischöffdastlbst eingesetzet. Die Teutsche Kaysee Henricus I undConrabus brachten es zweymal wiederum zumTeutschenReich,ündder Mystr Heinrich der I V verordnete an. 1087, daß hinfort dasMährische Königreich in Böhmen verletzet, und nur den titül einetNarggrafthums führen,auch jederzeit ein Böhmisches lehn bleibensolle. Es ist zwar betäubt - daß bereits vörhero Hertzog Ulrich in

gemacht, dessen; jüngere söhne nachmals zu Bnnn , Olmutz undZnajm ihre restllcnrgenSmmen. Doch eben diese nenntten sich nurFürsten von diesen örtern, und findet Man nicht eher, daß der titulemesMarggrafen von Mähren gebraucht worden,als bis an. rav;der Königliche Printz Ottocar selbigen in einem schreiben an denPabst Jnnocentium angenommen.Diesem folgte MarggrafHein-tich, seines brnders Swatopluck sohn,NNd diesem Ul adiülaus, des-sen söhn gleiches namens,an. i«22 zur regierung gekommen. Seintod erfolgte 2 jähr hernach,worauf dieKönige Md Hertzoge inBöh-men selbsten des rituls, Marggrafzu Mähren, sich gebrauchet. Insolchem zustand blieb es biß auf den König Johannen, in Böhmen ,welcher wiederum seinen söhn Wentzeln, so nachmals RömischerKaystr unter dem namen Caroli IV worden,mitdiesemMarggraf-thnm belehnet. Dieser trat es an seinen brudee Johann Heinrichüb,dessen svhnJodocns es an.r4i2 seinem brnder Procvpio überlas-sen. Hierauf wurde es abermals mit Böhmen vereiniget, welcheWich ihre riwlzmr wiederum davon genommen,undselbige demHer-tzogthum in Schlesien vorgesetzt haben, von welcher zeit an allezeitein besoudererLands-Hauptmann diestsMarggrasthum regieret,sozu Bräun I^licviri. in lSLrrc lelsrovico.

r» ip-culuM VIorrviL. tacra IvIorLviL bild. DrssfsvE

bist. Koliennc. comrncnt. cls Letzno Noliemico. mi-

lc«!lzn. regn Loiiem. Lec. TMe/'«, topoIr. ^larsviL ^>. 87 legg.

Üerstst p. r p. 474 icgg,

Mähressberg/ sihe Mehrenberg.

Mahrenholtz / eine uralteAdeliche und NMMkhroFreyherr-lichc familiein NiedLr-Sachsen,von welcherFriedrich an. Y69 demlhurnier zu Mersedurg, unb Johann, so an Magdalenen vonSchweinsberg vermählt gewesen,an.lii9 dem thurnter zu Göttin»gen beygewohnet. Albrecht befand sich bey dem zu Worms an.i rogangestellten thurnier. Heinrich ward an. 1)79 von den ^??rnder stadt Braunschweig erschlagen. Levin war um das jähr i;8vBraunschweigischer Hof-Marschall, sein söhn Julius aberSchatz»und Land-Rath. Johann war um das jähr z6;6 Hofmeister desGrafen von OssFrießland, und als derselbe die regierung angetret-ten, dessen vornehmster Rath und Drost zu Birnen; dochan.iüs;ließ gedachter Grafihn ohne pubiicscjon seines Verbrechens in allerstille zu Wittmund enthaupten und begraben; nach emrgek zeit aberdessen cörper wieder ausgrabenmiid zu Falckenhagen aufs prächtig-ste beysetzen, woraus man geschlossen, daß mit ftincrtodes-verur-theilung eine Übereilung möge vorgegangen seyn. Cvnradus Ll ca-nius,Chur-Brandenburgischer geheimder Rath,Cammer-Herr unvPräsident zu Halberstadt,starb an. 1674 ohne erbeNMchdem er dieFreyherrliche würde auf seine familie gebracht, und indem gebaai-ten jahr diestelle eines Abgesandten zu Regenspurg versehen hatte.Ascanius Cbristovh war Braunschweigischer gehenNder Rath, unvließ Georg Wilhelm Nach steh. Lpxenciix ller 5ceinb, ßcaca .

Maelstrom/sihe Moskeftwm.

, Mämmingen/ Maminingen / eine Freyherrliche familieni Bayern, dahin sie sich aus Oesterreich begeben. Ulrich,cur zu Passn,, hat an. irzr als zeug einen vertrag Zwischen demAoffzuPassau und denen von Hintberg unter, chrleben.AnbreaslNNrcknitz, ein sobn Leonhardi, hinterließ Georg, welcher Land-Marschall in Unter-Oesterreich, Kayserlicher Rath, Ertz- HertzogCarls geheimder Rarh, Cammer-Herr und Obnst-Hofmetster,wleauchLandes-Hauplmann inOber-Oesterreich wordenmndan.i??«im 78 jähr seines atters verstorben. Dessen söhn, Levnhard, Herr

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L-HLTSSLSS

Leondardi, M

lsein,ohn Johann Adam ist an.1686 alsChur--

^-bur-^yerijcherCaMmer-Herrmittod abgeganqen,

und hat Franciicum Jgnatium brnterlaffen, der Chur . CbUniMeeCammer-Heri und ein vatter 4 söhne worden, von welchen ver alte»Emanuel auf Räzenhofen, GülversdorssKirch-1697 ein -snvmc-e zu Regenspurg crbalten.Von dwstv familie ist auch einer, namens Georg, an. 1499 mWeyda,n HMtrelch gewesen. roUes. ^ullr. L-v/er«

Mnen-tafel. "

^" ^^^Hlß/eim Adeliche familie in'Bayern,MMannes um das ,ahr 14 V das schloß Steinselß erkaufft,Md sich zuerst davon beygenannt.SeiNe söhne waren OConradus,msgemeln Cuntz von Hütten genannt/ welcher das schloß Hüttenerkaufft, undan. ,4; 5 gestorben. L, Erhardus,welcher unterschied-liche söhne hinterlassen,von denen Christophorus §8. rllcoi.nd cz.

.^°^-El'ch Cantzler zn Saltzburg, hernach aber an. i;°rBischoffzu Chlemsee worden. Von dessen brüdern hat absonderlichFriberrcus ftm geschlecht fortgepsiantzet,und flsrirel noch in seinennachtommen. LE/M. ü-Mw. QÄ7w. .

LITäbtis/ sk-lu») ist ein grosser seean den grantzen vönCürö-

pa und Ana, welcher än die kleine Lartarey gräntzet, und mit demjchwartzen meer ober dem?onro Luxin», vermittelst der meer- engevon Caffa zusammen hängt. Der fiiiß Don, lak. etaiessetsich in denselben, Nebst noch einigen andern kleinern Offen. Pdly-bius hat davor gehalten,daß der fand,welchen die flüsse mit sich füh-ren, mit der zeit diesen see zu der schiffarlb gantz untüchtig machenwurde, welches über nicht eingetroffen. Aristoteles behauptet, undZwar nicht ohne gründ, daß man diesen see mehr Unter die -scu- alsunter die p-mwL- zu zehlett hübe. Heutiges tags nennet Matt ihn il

v,Lre Nellc Lsdsclu. fot/L. llt. 4, Niü. lurc. ep. I.

DcoZr. ZenerLl.

MüMüNd - Mes-GIUM- MeS'-WM- MeMns»land/rc.

Mästertius s (Jacöbus) einNiederländifther Jurist, wardan. iöio zu Dendermünde, aber aus einer Engelland!,ehen fa->milie, Maisterten genannt, gebohren, und trieb nachgehendsseine stüdien zu Brüssel , Lösen und Scdan. Zu Luven hörte er son«derlich Erycium Puteanum sehr fleißig, Mb gieng darauf nach Or»leans,besähe Engelland,und wandte sich hernach durch FraNckteichnach Leiden,allwo er an. 16)4 j. u.O. und 4iabr daraufan PetrjCunäi stelle krotellor wurde. Seine schrillten sind: rr. ll- letze

williria in oigiioribus; lle compenkLiiombus; llc tscunäis Nuptiis-

lle julliris legum Kowslisrum lib. r, worüber eraber mit CyprianoRegners, pcokellöee zu Utrecht , in streit verfiel,der vor die -eguicÄreisjuris csnonici föchte. dibl. Neltz.

Mäets/( Cardlus von) Prediger und krotellor wKLnl'c/tziLUtrecht, wurde an. 1597 den 2; >a>n.zu Leiben gebohren,und legte znMiddelbUrg,allwo sich seinvater niederließ,den gruno senier lluwenbis au f das jähr rüi;. Hieraufgieng er nach Franecker, und nach-dem er zimlich lang daselbst verblieben,Nach Seban. Bey semer M-rückkunfft brrieffMan ihn an. 1620 in das predig-amt,weiches er zuScherpenisse in Seeland verrichtete,bis man ihm an. 1629 gleichesamt zu Middelburg auftrug.Füüffjabr nach diesem wurde er nebstandern dazu erwählet, daß er m-l ihnen die Flämische übersitzungdes Neuen testaments und der i-bwrum spocryxlwrum durchsehensolle. An. rS; 6 bekam er von Utrecht eine vocLt-on zu dem amt ei-nes Predigers und krvkcllorN wveoiogiL > allein wei! ihn die stadtMiddelburg gar sehnlich verlangte zu behalten, so schlug er für die-ses mal, selbige aus, doch nahm er sie an.;9 an - und stundebeyden ämkrrn bis an seinen tob, der an. i6;i erfolgte vor. Manhat von ihm sslVLra guLllioniim inllgnium. darinnen er Unter an-dern wider JacvbUM ReviuM zu behaupten gesuchet, daß keines-weges erlaubet wäre, lange haare zu tragen. m or-rionv

tunclrri. clisk.

Matsch/ (von) lab 6c Lmzcia, ein alt berühmtes Gräflichesgeschlecht in Graubündten, woselbst die Grafen davon ehemalseine fteye in^e^cn^ente heerschüsst besessen/ weiche äder nüch gnntzslicher erlöschunq dieses stamms an das hanßTrapperblich gelanget.

Unter den Grafen von Mätsch ist vor andern Arnold- so an. iric»Bischoffzu Cbur gewesen,bekandt worden. z-7- "

Mäver von Fuchsstadt/cineAdeliche familie,welche mKarnd-ten das Erb-Städelmeister-aml besitzet. Berrhv!dus,Landes-Ver-wesee in Kärndten, lebte an. 149», und ward ern groß-vater Eras-mr und Johannis, davon jener,um das jähr 1;;; gleichfalSLan.des-Verweser in seinem vaterlande gewesen z dieser aber , als«avlerlicker Obrister, an. i;?j bey Csseck geblieben. Wolff waran. lüoo Ertz»Hertzoglicher OcsterreichMer Rath Mb Ober-Steuer-Einnehmer der Landschafft im Klageilfurtb. Bartbole-mäus,soan.iS;ügelebet,batErasmiim nachstch gelassen.

/,». llemmLk. ?. annsl. Lsrintk.

Maffeus/ (Bernardinus) ein Cardinal,war zu RSM an.i z icharbobren. In seiner lugend legte er guten gründ in erlernung derwissenschaffteu, sonderlich aber der dicht-nnd rede-kunst, davon sei.

über die episteln C-ceron.s, wie auch s-me crE..-

inl-rizmombur und auMiiwscidli^elN^zeUgNlß abstatten.