Band 
Dritter Theil
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mag

dieser vestung anlegen/ welche in kurtzer zeit nicht allein wegen derbequemen simsr-oo, sondern auch durch die dahin gestjffkete kir-

städtc in LeutManv worden. Ehe sie noch vonOtlone zu einerüadt gemacht worden/soll sie 781 und «2 von den Wenden/an.yrraber von denHuunen gantz abgebrandt worden seyn / gleichwie sieauch s8- und i°i; von den Polen undWenden sehr mitgenommenworden. An. iorr soll Ertz-BlschoffGero die mauren vollendet ha-ben. An. irir ist die stadt von dem Kayser Ottone iv. und >zi4von ihrem Ertz.BiichoffBurchardo belagert/ und an-1180/ 12-0/irs; / durch feuerriemlich verderbet worden. Unter derre«gicrung des Bischoffs Alberlt/ derzuglekch Churfürst zu Mayntzwac/ist die Lutherische religlon ln der liadt schon von -522 an auf.gekommen/und sonderlich von Nicolao Amsdorffcn ausgebreitetworden; doch wüste man nicht recht / wie man mit dem Bischoffdran war/ biß er 1940 der stadt vor eine summe geld die freyeÜbung dieserreligion gestattete. Welcher gestalt -547 die stadtmit dem capitel zerfallen/ darauf/ weil sie sich vor ChurfürstIohannlFridrich erkläret/und das mrerim nicht annehmen wollen/in die acht erkläret/ und von Churfürst Moritzen-;;i zur über-gab gcndchtgel worden/ last lich in der Historie des Ertzstiffts selbstbeffercrzehlen. Doch kan hier die entsetzliche Verwüstung der stadtnicht Übergängen werden/welche ihr durch die Kayserliche »oupenunter dem General Lilly in;, den romay wiederfahren / als diesenach empfundenen sehr hefftigen widerstand endlich dcrscldigendurch einen sturm/in welchem sie eben die wacht sorgloß/ und ohneeinige Mästung antraffcn/meistcr worden- Hier wurde ohne an-sehen des geschlechts oder der jähr alles nieder gemacht/ sonderlichhaben die Croalen und Wallonen weder des ledens noch der ehreerwachsener und kleiner weids - Personen verschohnet. Die so an-sehnliche und grolle stadt ist innerhalb 12 stunden dtß auf denDom/das closter zu unser lieben Fcaucn/und i kleine Häuser aufden gründ abgebrandt. Von den bürgern waren nicht vrel überq°o übrig / und man rechnetc/daß in allen bey zoooo menschen beydiesercroderung umgekommen/ von denencörpern die Eldegc»stemmet worden seyn soll / daß sie beyder Neustadt übergetreten-Doch hatten die Kayserlichen eben hievon wenig nutzen. Dannneben dem/daß sie dadurch die frucht ihres sicges selbst verderbten/an statt sie sonstcn allda ihr bequemes m-gs-m für gantz Nider-Sachsen hätten auffrichten / und alles land daraus im zäumhalten können. So wurden auch dadurch die ProtestirendejnLeutschlaud vollends zur Verzweiflung gebracht/und gezwungendie äuserste Mittel zu ihrer rekkung zu ergreiffen. In der thatwichen die Kayserliche die stadt gleich zu ansang des folgendenjahrs den Schweden überlassen / die sie biß c6;6 besessen / da sievon Chur -Sachseu belagert/und durch -ccorci eingenommen wor-den. Die sächsische desatzung blieb biß 1646/ da die stadt eigenesoldaten angenommen; Wre die stadt in dem Westphältschcn ftie«den nebst dem Ertzstlffk an das hauß Brandenburg gekommen/undrüsüvon Churfürst Friedrich Wilhelmseiire einzunehmenund aufthre kosten zu erhalteu/gezwungen worden/tst in dem lebendieses Churfürsten ausführlicher zu lesen. Nach dieser zeit dar lichdie stadt so erhöhtet / daß man wenig spuren deS rums mehrsiehet/wozu sonderlich dteeingcnommenenePfältzer undFrantzosenviel beygetragen. Die Häuser und klrchen sind schöner als vorherwieder aufgebauet/ und die Handlung in ziemlichem flor.An. isgoist eine gme citadelle aufetner tnsul in der Elbe zu dedeckungderstadt und langen höltzerncn drücken angelegt worden / weiche drü«cke auch jenseit der Elbe durch einige wer« ll-fenciwt wird. Seit1702 aber hat man angefangen die stadt rund umher auf eine rexu!^r-art zukomMi-eii/ wozu der ebene und ,im gründ ftlsigleerdboden gule gelegenbeitgiedt. Unter den gebäuden der stadt sindsonderliche merckwürdiq der Dom/welcher/wte gedacht / -6; - vondem feuer verschont geblieben. An dtesemsoll man ir,-zu bauenangefangen hadcn/und erst in n6 jähren,damit fertig wordenseyn. Es werden in demselben garwiel rare stücke gezeigct/ und zumtheil mit wunderbaren Historien begieuet; z. e.von dem BtschoffUdo / dem wegen seiner hurerey die aufferstanvene HerltgenlNdieserktrch den köpf abgehauen / rc. Neben dem Dom stehet dasneu'-erdaute Königliche hauß/ehe dem der Bischoffs-Hosgenamtt;ferner sind das ralh-land-und zcughauß ansehnliche gcbauve. DleLuther aner haben 6 / und die Rcformtrten; kirchen / wozu nochdie Königliche schloß-eapelle zu rechnen. Die Lutheraner habenauch 2schulen/dic eine des Raths/ die andere des Dom-captielv/ingleichen eine jungfern-schule in dem closter Maria Magdalena .Die Refsrmirten sind gietchfalls damit versehen. Ausser demDom find noch; geringere om^^Dttffccr/und das closter umsir lieben Frauen/ so vorher Prämonstratenscr-ordens gewesen ist /wie das closter Bergen mtt Luthrischen studmten besetzt, Dleudri-gen clöster sind theils eingegangen/ theils zu schulen / Hospitälern/lind d- g. gemacht. Die stadt hat ihr eigenes / sta.

pel-gcrechklgkcit/und andere mehr; lst auch sonsten eme

Reichs-uud hansec-stadt gewesen. Das Magdeburglsche Weich-bild/ rechte und schöppen-stuhlsind nicht nurln Tcutschlmw /Wil-dern auch in Pohlen und Preussen gedraucht worden. DleMuy-lm-vogtey ist etu amt/ so unter andern über die muhlen zu spre-chen hm/ unter denen sondeütch die an. 1698.angelegte grosse Clo-Mhl zwischen der stadt und ca^eu«.- merckwurdtg. Die NeustadtundSudendurg sind wie 2 Vorstädte von Magdeburg / geben sichaber vor abgesonderte land-stadte aus. Das am ende der Er-drücke gelegene dorffCrackou kau ebenfals vor eine Magdevurgl-sche Vorstadt angesehen werden. Von dem an der stadt gelegenenrlvster' Bergen wird besonders gehandelt. Lcr^corcs kr»n. «

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hln/dcr bißweiten der Gras an der Live genEgleichsam des Kaysers Stabthalier über M dmachdarten^^den / tnglcrch-n des Ertzstiffts Magdeburg m

/ unter denen Gero an. </;o vor den ersten gehalten mii-vEMarggraf zu Brandenburg worden. Van dem KayserOttmiel liefet man/ daß solcher dieses Burggrästtchc schloß mit^2)Wsrafeii einwtlllgung seiner gemahim Cd, heu aus Engeiaub ubergeben. Nachdem aber solcheb durch den todt MarmE G«ontS von Brandenburg und Soltwebel an. 96; erledigtworden/ ernennetegedachter Kayser Graf Hermann vvl Sm.

^ von dessen samtlte diese würde^auf^ Waldeck / hernach an Vte Grafen zu Plözka / imd^^^ sEn Herrett zu Querfnrt gekommen Nachdem B-irg-gras Gedhard an. 1234 versivrden / brachte der Churfürst Ru.

Sachsen / Anhaltischen stammes / die BnrggraffschMden bürgern zu Magdeburg um 9°o->AUicksilberversitzt haben soll.. Wiewohl andere der meynungsind / daßermeldter Churfürst solche seiner tochter/die er an Graf^ohannem von Hardeckvermahlet/zur milglfft mitgegeben. Nach-Am aber der aus seiner iochter erbaute männliche stamm diesesGräflichen Hauses abgegangen / wurde Churfürst Fridrich derstreitbare an. 14L; von dem Kayser Stgismundo damit belehnet.Von welcher zesi an es noch immer mit dec Chur -würde als einsonderbares mchs fahn-lchn verbunden ist. Der Churfürst Jo-hann Fnemchloseie auch an. i ;;8 die darzu gehörige pflege umbaares geld wieder ein / weil aber nachgehends um dem Erv-Bi-schvffsich allerhandverdrüslichkeiten hervorthaten / so entschloßsich Churfürst August zu Sachsen / dem Ertzstiffte alles zu über-lassen/ was das hauß Sachsen vermöge der Durggrafschafft zuMagdeburg und Halle innegehabt/ jedoch baß der Churfürstli»chen Sächsischen Burggräfllchm würde und Jürsten-stand nichtsdadurch vergeben seyn / sondern dieses Reichs-sahn. lehen aus denamkcrn Eibenau / Sommern/ Gottau und Ranis verdleibea

solle. 5 sxon. I. z c. 24 I. 4 c. 7. in cicr Vlciln.cdroo.

K-cLc-r/e«, in ktieskro 8axon. c. rv f. ;4i. von New Leur-

5 cIien tcrieZ i. x. 246. utirsicer Lürtien-

lss! p, S70.

Magdeburg/ das Ertz-Stifft und Hertzogthum. Zu dem Ertz-Stiffl soll bereits der KayserCarotus M. welcher an.784 zuSchirean derEmmer in derGrafschafflLippe einDißtbum aufgcrichtet/dmgründ gelegt haben. Gedachtes Bißtbum soll von Brunone undLanquardo, Hertzog zu Sachsen , nach VallerÄebeu,von Henri-co I aber nachFrose,unv von dar nach Magdeburg von dem KayserOttone L- 1 . verlegt worden seyn. Allein weil bey den ici-Men-ei, sel-biger zeit nichts hiervon gedacht wird, so setzet man dieses billig alsetwas noch nicht völlig erwiesenes auf die feite, und schreibet viel-mehr dem Kayser Oltoni allein den gründ und die erhebung diesesErtzstiffts zu. Der Kayser machte bereits von an. s;s her durch er-bauungdes Benedictiner-klosters, der Moritz-kirche,welche er milunsäglichen einkommen und freyheiten versehen,hierzu den ansang,und man rechnet/daß er aufdasErtzstifft 19 tonnen goldes gewandt,indem noch heut zu tag in der kleinen Ottonis-capclle des Kaysersbildniß zu sehen/so tn dcr hand ein rundes Mein hält,darein 19 run-de küglein gehauen, welche die besagten 19 tonnen goldes anzeigen.Anftmgs widerstund dem Kayser der Bischoff Bernhard zuHalver-stadt in seinem unternehmen,daß er ni.cht so balo,wie er gewolt, dasErtzstifft aufrichten tonte, sein Nachfolger aber Hlidewardus,wel-chen er deswegen nach Rom kommen lassen, führte sich etwas be-scheidener gegen den Kayser auf,daher dieser auch auf dem LyooNozu Ravenna an. 96/ unter dem Pabst Johanne Xllt weitläuffligvorstellete, wie er gesonnen wäre,ei» Ertzstifft zu Magdeburg aufzu-richten, damit die Sclavifchen vvlcker desto leichter zum Christen-thum tönten gesühret werden. Das folgende jähr kam die fachewürcklich zum stände, und wurde

i)Adelbertuö/von Trier zum crstenErtz-Bffchvffgemacht,demdie Dißthümer über t»e Elbe zu Brandenburg und Havclberg,wor-zu nachmals Merseburg,Zcrtz,Mciffen und Posen in Polen gekom-men,untergeben wurden.Gedachter PabstHohannes XIII gab ihmauchdenk"M-lcinTeMschlanb,imderlauvteihm, daßernach artderRömische» kirche 12pr-sb>reros UNv7viacoaod,wie auch 24Sub-ci,aconoi c;Lr-ii»-!^ haben burffte, davon noch ein eigenesvorbanden. Doch wurde in dem Miomac- zugleich verjehen, baßdie ?rim--en zu Mayntz, Trier und Colln, >v>e auch dn-.n Iranct-reich gleiche ehre mit ihm gemessen ivllen. Der Pabst ^-enebictusVI nennet diesen Avelbermm nicht allem einen Patriarchen vonTeutschland,sondern setzet iyn auch dem Lrtz-Bsichosi zuColln vor,daß also d.-jemgen nicht irren, welche den Mul eines noch

Niätec binaus wtzen. Doch hat von dem l l lecul., an der Bijchoffspattr vmaug lstzen. L, ^ angefochten.

ru Saltzburg, als r-egseus nacu, des PabjtS, vielen lltuiangesocyken.AdÄcrtus starb 981. Nach seine,n tov wählte das Dom-capitel,dem Kayser Otto II diese macht zugestanden hatte,Othricum,einen

^2Miselar?us/Bischoff;uMerftburg,dem

i'MM dieK^nierl che c<,nllr,i.->e,»n jur lbnz» erhallen,warb

darüber starb,so er-

wnme er was er suchte! und behielt sein bisheriges B'ßthum nochdabey, wÄs bäZais etwas «nsewöhnliches war, verwandelte