ZI2 mag mag
aber dasselbe in eine Abtey, und als ihm endlich von dem KayserHenrico II auferlegt wurde,Merseburg wieder in den alten stand zusetzen,und Magdeburg gar zu rellzunen/bat er etliche tage aufichud;starb aber vor deren endigung an. 1004 den 2; jan. nachdem ermfeiner regierung zoooo Wenden und Slaven , welche in die Stiff-ter Havelberg, Brandenburg und Zeitz eingefallen waren, erschla-gen. Ihm folgte ^
;) Dagan,Tagmo,Dedo oder Dudo,der btsherKayferHeinrichsIlkapellan oder Cantzler gewesen,unter welchem dasStifft mit un-terschiedenen gütern von gedachtemKayser vermehret worden,wor-unter Giebichenstein wohl das beste, zu welchem damals Halle ge-hört zu haben scheinet; er starb 1012 den 12 jun.
4) walthardus oder walther/ der schon das vorige mal er-wählet worden, aber dem Kayser zu gefallen zurück getreten war,und in den 8 Wochen feiner regierung nichts merckwurdiges ge-than, als daß seine schwester Amilrath der kirchen dasdorfOlven,statt vermachet.
5) Gero / bisher Kaysers Henrici II Capellan, den die Dom-Herren annehmen,und den von ihnen erwählten Tbeodoricum demKayser zumCapellan überlassen müssen.Unlerihmist 1017 das klo-ster Bergen abgebrannt, und2kirchcn zu unser lieben Frauen und8. Iohannis, die nachgehends 8. Sebastian hieß, erbauet worden.Er starb 1024 den 22 oct.
6) Hunfried oder Manfried/war ebenfals Henrici II Capel-lan. Die stadt muß unter ihm sehr zugenommen haben, weil er diekirche Petri und Pauli erbauet; er starb 10; 1.
7) Engelhard/ Henrici III Capellan, starb 106; den 1 sept.
8) Werner/ Wezil oder Weßtlo, ein Graf zu Svnnenburg ausSchwaben,Henrici IV Capellan, welchen derselbe dem capitel auf-gedrungen, und Fridrich, den dasselbe erwählet, zum Bischoff zuMünster gemacht; doch hielt er eS wider denKayser mit den Sach-sen, sonderlich seinem vetter Burchardo II zu Halberstadt zu gefal-len, und blieb 1078 den 7 aug. in der schlacht bey Melrichstätt,Cou-radus Urcperxensis wil gar, daß er aufgehängt worden.
y)Hardervich oder Herderich/ein Graf von Spanbeim und4 lrtenberg,ward von dem Gegen-Kayfer Rudolpho aus Schwaben eingesetzt, erhielt sich aber doch bey seiner würde,und ward an. 1 10c,todt im bette aeiünden.Zu gleicher zeit war auch ein anderer Hart»wig Abt von Fulda von dem Kayser Henrico IV verordnet. Wiedenn damals in denSächsischen Bißthümern insgemein Eischöffe,gleichwie zu Rom 2 Päbste waren, da es einer mit dem Kayser, derandre mit dessen feinden hielte.
ic>) Hcnricus/Graf von Aslow, vorher Bischoff zu Paderborn ,von welchem Bißtbum ihn der Kayser Henrich I V an. 1090 geja-get hatte, und auch nunmehr hinderte, daß er erst nc>2 zum besitzgelangen tonte. Er starb n»7.
i i)Adelgot oder Adolph/ein Graf von Loye,bisherigerDom-Probst zu Halberstadt , beredete den Grafen von Revingen oderRe-veningen, daß er an.n 16 ins kloster gieng, und dem Stiffk seine gü-1 er vermachte, wovon der Bischoff eine grosse spende zu Magde-burg , und das schöne kloster bey Halle, das Neue.Werck genannt,gestiffret. Er wohnte an. m; der schlacht bey Welphsholtz widerHenricum V bey, und starb n 18 dem 2 jan.
i2)Rutgerus ober Rocarus aus demAdelichen geschlecht vonDeltheim, starb H25 den 14 jan. Von
iVkortderto/ der an. uz; die «onllrm«on des?rim,c5 überTeukschland durch eine bulle Jnnocentii ll erhalten, im folgendenjabr den 6 jun. gestorben, 1198 c-nonillrt und vordeoMagdeburgi-schen Patron gehalten worden, handelt ein besonderer artickel
14) Lonradus/ edler Herr von Querfurt,hat nebst seinem bru-der Burchard, Burgrafen zu Magdeburg , das Ertzstjfft reichlichbcschcnckec, starb i »42 den 2 may.
r;)Friderich/GrafThimonis zuWettin bruder starb 1152.
16) wichmann/ein Bayerischer Graf von Seburg oder Se-geburg oder Degenburg, kam durch geld und rccommcn^rion Kay-sers Friderich I zu dieser würde. Er hat das Bißthum mit unter-schiedenen gütern vermehret. Von ihm handelt ein besonderer ar-tickel. Er starb 1192 oder 1194 den 25 aug.
17) Ludolph/ gewesener Dom-Dechant zuMagdeburg,von ge-ringer ankunft,gebürtig vonKroppenstädt indemHalberstäbtischen,hat diesem seinem vaterlande unterschiedliche privilexi- erworben,auch Hundesburg, Schraplau und Bornstätt an das Stifft ge,bracht, die aber zum theil wieder iiiemret worden- In dem kriegeOttonis IV mit seinem Gegen-KayserPhilippo,hielt er es mit demletzten, wofür dem Ertzstifft unterschiedene anlagen erlassen, aberauch das von Wicmanno ^uirirte Sommerseburg zerstört wor-den. Er starb 1209 den 1 may.
18) Albertus/ein Grafvon Hallermünd und bisheriger Dom-Probst,ward von demPabstJnnocentio III selbst geweidet und zumCardinal gemacht, welches noch keinem Ertz-Bischoffzu Magde-burg wiederfahren war. Nachdem an. 1210 die Dom-kirche abge,brannt, legte er in dem folgenden jähr die neue an, an der gantzen6 jähr gebaüet worden seyn soll. Er hat auch die Heer-oder her-ren-meffe zu Magdeburg angelegt. An. 1212 ward der Bischoffvon dem Kayser Otlone IV, den er auf des Pabsts Innocentii IIIbegehren in den bann gethan hatte, in der schlacht bey Remkersle-ben überwunden, und kunte sich mit noth in das kloster Bergen ----tiriren. Ja Fridrich von Kare bekam lhn gefangen, und führte ihnnach Gronberg; doch wurde er von dem Burggrafen und bürgernzu Magdeburg bald wieder befreyet. Kayser Fridrich II scheuchtehingegen zu ersetzung des erlittenen schadens dem Stiffk die stadtStaßfurt.Dieser Bischoff hat auch die stadt mit klöstern-und Mau-ren versehen, und ist 12z, gestorben.
!9) Burckardus/Dom-Probst zuHildeSheim, starb ehe er noch
gewechct worden, ir;6.
20) Hildebrand oder willibrand/ein Graf von Hallermünd,hatCrv,ig,Ledus und Belttz an das Stifft gebracht,und in dem krie-ge mit den, Bischoff Ludolph von Halberstadt wider die Marggra-fen zu Brandenburg Johannen, und Ottonem, den letzter» gefan-gen bekommen, der sich mit 1600 marck silber und den örtern Al-vensleben und Hadmersleoen lösen müssen. Nachgehends aber hatder Bischoff bey Glaudigau in der alten Marck, und das anderemal bey Planen an der Havel zimlich eingebüßet. Er starb 12z;.
21) Rudolph von Dingelstätt,bisheriger vecL-us.har bieGraf-schasst Alvensleben völlig unter das Ertzstisst gebracht, und ist 12s«den 29 april plötzlich gestorben.
22) Rupertus / Graf von Mannsfeld und Herr zu Querfurt ,Occsnur, hat seine reife-kosten, so das pLUium von Rom zu hole»darauf gegangen, wieder von den Juden erpresset, die er an ihremlauberhülten - fest geplündert, und noch um 102200 marck silber,( andere wahrscheinlicher eine tonne goldes) geschätzet; und als derRath zu Halle die Juden schützen wollte, ist die stadt darüber bela-gert,und um eine summe gelbes gestrafft worden.Er starb an.iE,nachdemer Zörbig an das StM gebracht.
2z)Conradus II, ein Böhmischer Freyherr von Sterneberg,des nächst vorhergehenden Cantzler, lebte bis an. 1277. Nach sei-nem tod waren 2 comperemen, der Dom-Prodst Ericus,Marggrafzu Brandenburg, und Busso Herr zu Querfurt , ein Domherr, aberdiese liessen ihre xrsk-niioner für ein stück geld fahren, und also ge-langte.
24) Günther/ den andre Heinrich nennen, Graf von Schwa-lenderg, zu dieser würde, welche er aber bald addanckte. Dennnachdem er Marggraf Otto I V von Brandenburg nebst zoo Edel-leuten in der schlacht bey Frost gefangen bekommen, liessen sich diemeisten Dom-Herren bestechen, und den Marggrasen für eineleidliche r»urrion loß. Als der Bisthoff dieses wahrgenommen,tignirte er aus Verdruß das amt, nachdem er es kaum ein jähr ge»führet.
25) Bernhard oder Burghard/ Graf von Wölpe hat wegenseiner unglücklichen kriege mit Hertzog Albrecht zu Braunschweig ,und Marggraf Dietrich von Landsverg, die regierung im andernjähre nieder gelegt. Nach dessen abtritt war der sitz 2 jähr vL»nr,bis der vorgedachte
26) Marggraf Erich von Brandenburg zum andernmal erwäh-let worden. Dieser hat das raubnest Herrlingsberg erstlich verge-bens belagert, ja er ist gar gefangen, und von den bürgern z» Mag-deburg mit ;oc> marck silver rsmrioniret worden. An.i29i aber hater dasselbe durch hülffe anderer Fürsten und Grafen zerstöret. Wasdieser Bischoff von Laußnitz besessen, und seine leute, welche Falckevon Reden gefangen bekommen, zu r-nrrlomren verkaussen müs-sen, hat wol nicht zu den Ertzstifftischen, sondern seinen eignen erb-gütern gehöret. An. 1292 hat Churfürst Albertus II von Sachse»die Burggrafschafft Magdeburg dem Stifft und der stadt versetzet;Dietrich vonEckersdorffaber daSSchultheiffen-amt für z»c> marckverkaufft, welches der Bischoff forthin allezeit einem bürger ari-der alten stadt cont-riren, diese aber macht haben sollen, selbigenz»erwählen und abzusetzen. Ericus starb 1295.
27) Burchardus II, Graf von Blanckenburg, wird wegen fei-ner besondern Müdigkeit gegen die armen gcrühmet, die er zum of-tern zur tafel gezogen. Er soll auch die teuft! aus der sogenanntenheiligen see bey Wolmerstätt vertrieben, und die Nieder-Laußnitzfür 6220 marck silber gekaufft haben,ob aber das Stifft jemals zumbesitz gelanget, findet man nicht. Er starb 1)04.
28) Henricus I! ein Fürst von Anhalt, soll nicht gewust haben,was o^rio llominic- für ein ding; hat Schöndcck an dasStifft ge-bracht, und ist an. 1)07 den 10 nov. gestorben.
29) Burchardus III, Graf von Schrapelau, vollzog erstlich inseinem gebiet die ihm von dem Pabst aufgetragene ausrottung derTempel-Herren, gieng daraufversöhnlich aufbas Concilium nachVienne,und ließ sich unterdessen von dem Pabst einen vic-r, 'um be-stellen,welches in diesem Stifft das erste cxempel war. Hiernach^gerieth er mit der stadtMagdeburg in grosse streitigkeiten,sonderlichwegen eines schlvffcs Hohenwarten, so er ihnen zum Verdruß nahebey der stadt anlegte. An. i z 14 kam es dahin, daß der Bischoffdiestadt durch etlicher Fürsten beyhülffe belagerte,woran sich aber die-selbe wenig kehrte, so gar, daß auch des Bifchoffs ^uimen, da sie denÜberfluß und gute ansrallen der stadt wahrnahmen, davon zogeii.Daraufwurden zwar unterschiedene Verträge gemacht aber wem-gehalten. Einmal hatten die bürger den Dischoffgefangen bekom-men,da er dann vor seiner loßlassung aufdas theuerste versprochen,die stadt nicht weiter zu >ncommo6>cen.Als er aber an diesen abge-nöthigten eid nicht gebunden zu seyn vermeint,und neue feiudielig-keite» verübet, ist er adermal von den bürgern gefangen genommenworden, und endlich an. iza; im gefängniß eines gewaltsamen to-des gestorben,ob er aber selbst den kovfwider die wand gestossenMkvon etlichen verschwornen bürgern, oder auch von den lruvckneirWächtern, da er cckspk>iren wollen, erschlagen worden, ist ungewiß.Sein tod ist ein gantz jähr verborgen gehalten, endlich aber dercSr»per mit gewöhnlichen 5 o!cnn,läken beygesetzt worden. Die stadtward darauf in den Päbstlichen bann gethan, wovon sie erst an,1; g 1 völlig »blolviret worden.
;o) Heidecke von Erps, odee Erpedcn, hat im hoben alter oftErtzbischöfliche würde erhalten, ist aber aufder reise nachAvignon,wo er das p-Umm holen wölke, zu Eisenach gestorben. Das Dom-capitel erwählte gleich Heinrich Grafen von Stolberg an stinkstelle; aber der Pabst harte schon diese würde. ^
pM