Band 
Dritter Theil
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mag

einer tochterErici II, Hertzogs in Pommern , Henricum den fried-fertigen/ Ericum und Alberlum den schönen. Der mittlere warein gelehrter Herr, starb aber an. i8°e ohne gemahlin. Von demersten und letzten sind besondere articul. hlio». p-x. 71,.

bl.p. I. 4. c.§. 4. Lv. LLntz. K. »rckiv.

t. 7.

hertzog zu würtemberg.

Magnus / Hertzog zu Würtemberg-Teck aus derNenstati-schen lime, war ein wbn Hertzog Fribrichs, welchen ihm stine qe-mahltn Sibylla, Fürst Joachim Ernsts zu Anhalt tochler, an.i8s; den rten dec. gebühren. Der vater verstarb ihm bereits indem 1 ;ten jähr seines alters, daher ihn sein druder vollends erziehenund reisen lassen. Hierauf wurde er an. 1619 von der »Won derProtestanten, als Gesandter nach Venedig abgeschickt. Nach seinerzurückkunffl trat er in gedachter um<>-> kriegs-dienste , und führtean. isro ein regiment von r°oc> zu fuß; weil aber die unw» hicr-aufwiederum zertrennet ward, übernahm er unter dein Marggra-fenzu Baaden-Durlach an. 1622 das commLnu» über üoo pferdeund looo zu fuß. Daraufkam es noch in eben diesem jähr zu derblutigen Wacht bey Wunpffen, darinnen dieser Hertzog, nachdemer sich zum dittenmahl ritterlich durchgeschlagen, und zwölf wun-den empfangen, den sren april seinen geist aufgeben müssen. 4-E.

sslloge.

^ertzoge zu Sachstn - Lauenbllrg.

Magnus II , Hertzog in Nieder-Sachsen, ein großmüthigerund fcharffsinniger Herr, war ein söhn Hertzogs Johanns IV,welchen ihm feine gemahlin Dorothea, Churfürst Friedrichs II zuBrandenburg , tochter, gebohren. Er war der erste aus dem Ma-nischen gefchlechte, welcher sich des Chur -tituls und wapens ent-halten. Er nahm auch neue lehn-briefe an, darinnen aber ausdrück-lich verabschiedet worden, daß sie weder ihm noch seinen erben andem streitigen rechte zur Chur nachrheilig seyn sollen. Von wel-cher zeit an diese ci-ulu> auch in die lehn-briefe der in der regierungihm gefolgtenHertzoge mit eingerücket worden. DieErtz-Bifchöffezu Bremen hatten sich seit einiger zeit des Hadeler landes angemaf-set, und zu feiner zeit stund Johann Rodius demselben Ertz-stifft;vor. Allein weil dieser wegen feiner niedrigen geburt gar wenig an-sehen bey dem Hertzoge hatte, so griff ihn dieser nebst dem Grafenvon Oldenburg an, und nöthigte ihn, daß er zu feinem co-lljurore >den Hertzog Christoph zu Draunschweig annehmen muste; so dranger ihm auch dasHabdeler-Iand wieder ab.Mitdiefem Ertz-Bischoffgieng es ihmzimlich wohl ab, allein da erden BifchoffHenricumzuRatzeburg,gleichfalls placken wolte, und unter dem prstexe einerVersöhnung an. 1817 harte bedingungen und einige dem Stifft sehrnachtheilige schrissten auspressete, wurde er von dem Pabst in denbann gethan. Zwar kehrte er anfangs sich wenig daran, und fuhrnoch immer fort, das Stifft mit feucr und fchwerdt zu verheeren;doch nachgehenbs muste er sich auf andere gedancken bringen las-sen, die abgetrungene schreiben zurück geben , den verübten schadenwiedererstatten, und nur zu frieden seyn,daß er durch Unterhand-lung Johannis, des Bifchoffs zu Lübeck , an. 1519 von dem bannbefreyet wurde. Erstarb hierauf an. i 84 ;, von seiner gemahlinCatharina, Hertzog Heinrichs des ältern tochter, Franciscum I zuseinem Nachfolger hinterlassend. tzerickk, wie Re

ltertrogc von rini Lkur-Zsclilsn gekommen.

8acklen l.Lueni>urAifciier üamm-trll. lslloge. k 4 . ?.

1.4, czp. ,2.

Magnus / Hertzog zu Sachsen , Engern und Westphalen inLauenburg , ein unruhiger und hitziger kopff, war ein söhn HertzogsFrancssci l, welchen ihm seine gemahlin Sibylla, Hertzog Hein-richs des frommen zu Sachstn rochier, an. l?49 gebohren. An.ic6, begab er sich in Schweden , und erhielt von dem damaligenKönige Erico, daß er ihm an. i?68 seine fchwester Sopbiam ver-mählen ließ, so daß das beylager an ebendemselben tage vollzogenwurde,als bemcldter König das seinige mit eines gemeinen Mannestochter hielt. Weil er aber merckte, daß ihm derKonig nachstellenließ,machte er sich heimlich von Stockholm,und schlug sich zu dessenbrüdern, Johanne und Carolo , welche bereits die Waffen wiederden König ergriffen. Hierauf rückte er mir ihnen vor Stockholm ,sind zog mit Hertzog Carl» den 29 sept. würcklich in diele stadt, dadenn König Erich abgesetzt, und an dessen stelle Johannes aufdenthron erhoben worden. Bey diesem neuen Regenten verblieb er ei-nige jähre, woraufer aber wieder nach Teutschland zog, und sehrviel unruhe darinnen anrichtete. Denn er machte an feinen bruder,Hertzog Franciscum den jüngern, grosse xEcnllon, und weil manihm nicht darinnen willfahren wolte, so warb er in den Niederlan-den volck, und rückte damit vor daß schloß Ratzebura. Allem ermuste abziehen, und wurden stine unbezahlten volckcr von demNieder-Sächsischen Cräyß Obersten zerstreuet, nachdem sie vor-her» die stadtRatzcburg ausgeplündert halten. Er selbst nahm seineiuflucht nach Schweden , da ihm denn mehrgedacbter Komg Jo-hannes das an. i<; 7 -z von den Schweden eroberte schloß Sonnen-burg auf der insul Oestl einräumte. Doch war er damit nicht zu-frieden, sondern nabmdemKönig inDänemarckdle insul Mone ab,unter dem vorwande, daß solche zu dem schloß Vvnneburg gehörte.Er gab den daselbst gefangenen Stadthaltcr, Clauß von Ungern,nach einiger zeit wieder löst, der aber zur danckbarkeck bey ser av«reife des Hertzogs nach Schweden ihm das schloß Sonnenburgabnahm. Nunmehro harte er auch seine gunst bey mehr gedachtemKönige in Schweden verloheen, weil er sich an eine mr>r--ue meng,und die rechtmäßige gemahlin nicht aUzuwobl hielte. Er musteauch hierüber das Königreich Schweden würcklich räumen ; «eine

und am 1874 gebohren worden^Mb^in S"?"'^ ^führet,sie an. 189i starb, weinu-r-^ ^»veden zuiuck, woselbstdem pferde in sein -'iaen sli,»,, ^?« darauf, indem er von

uU.

/ ( Johannes ) von den Schweden Stör aenanwL der Lalcimschen spräche Magnnm bedEtt^ c nNBWvsszu Uplüi IN vchweden , wurde zu Linköpina an. den

in geschickiichkeit wurde er bereits

^ >eines alters zum ^n->n,cc>von Linkdpina und»Mssenfch erlangte so wohl in weltlichen als geistllchen

Mss"^>afflen auf verschiedenen ^c^cm,-en in TcutWand undItalien , londerlich aber zu Loven, grosse gelehrfamkcit. Hieraufwurde ihm von Drenone Sturio, dem jüngern, aufgetragen) feineRom -lche» Hof zu übernehmen, bey welcher acle-genheit er auch die höchste würde in der rk-oiosi- zu Brmbisi, oder^U'gia, übernahm. Ank. 8 22 würd?» von^ X Hadriano VI und von dessen Nachfolger Elemente VIIm folgenden ladren nach Dchweden geschicket, daselbst a!s deunr.u-Apollo,,-N5 die in »er kirche entstandene streiliqkeiten beyruleaen -Aua"« S'Ucclich hierinnen, und trug der Könia Gustavusverrichtmig ein so gnädiges belieben, daß er ihm zudem Ertz-St>fft Upfal verhalff. Sein bruder, Olaus Magnus ,der kirche zu Stregneß, wurde auch nach Rom aeschi -cket, so wohl von dem ausgang der ihm aufgetragenenbericht abzustatten, als die bestätigungwegen des Ertz-Stiffts vondem Pabst zu erhalten. Diesem wichtigen amle stunde er 4 jährfür, und unterließ nichts, was zu aufnähme der Römischen kirchedienen tonte, fetzte sich auch der rcligions änderung mit grosser eyf-fer entgegen, wiewohl er dadurch nichts anders als des Königs Un-gnade verdienet.. Damit man ihn nun mit guter Manier aus demlande bringen mochte, schickte ihn der König Gustav nach Podien,um von dem KonigeSigismunoo feine tochter Hedwig zur gemah-lin zu erhalten, da man inzwischen in lemer adwesenheit der -etor-msr.on guten Vorschub zu thun Hoffete. Allein der Ertz-Bsschoffmerckte felbsten wohl, daß fein ansehen in Schweden zimlich gefal,len, dahero packteer alles ein, was nur fortzubringen war, sonder«lich aber des Reichs und derUpfalischen kirche historische Urkunden,und gieng damit an. -8-9, nicht aber an. i8;7,wie einige wollen,nach Pohlen, von welcher zeit an er nimmermehr in sein Vaterlandgekommen. Sein erstes war, daß er selbst »achRom reiste,und sichdaselbst zum Ertz-Bischoffeinweyhen ließ. Nachdem er seinen end-zweck erhalten, gieng er nach Dantzig zurücke, hielt sich daselbst vierjähr auf, und bemühete sich, durch briefe den König Gustav von derangefangenen religions-änderung abzuhalten. Jmmittelsi wurdeer an. i8?7 von dem Pabst nach Rom beruffen, dem concivo zuVicenza beyzuwohnen. Allein weil dieses Concilium hjß auf einebequemere zeit aufgeschoben worden,kehrte er bey dem Patriarchenzu Venedig , Hieronymo Quirino, ein, hielt sich neun monat beyihm auf,und verfertigte immittelst in 24 büchern ein ckronicon vonden Schweden und Golhen,welches nachgehenbs vonOlaoMagnyan das licht zu Rom gesteüet wurde. An. 1841 kam er in jetztge-meldte stadt, da es mit ihm wegen armuth dahin kam, daß er feinepferde verkaufen, und sich in den fpital zum heiligen Geist von demgelbe, welches der Pabst und die Cardinäle vor ihn zusammen ge-schossen , biß an seinen tod, der an. 1848 erfolget, erhalten muste.Ausser dem obgedachten rrsüst hat man auch von ihm iiiltorism

mcrropvlitgnslii teu Lpiicoporum öc^rcliispitcopornm llpszliengum,

wie auch epilloiLü ESS. Die Königin Christina in Schweden batan. 1649 dm berühmten Jobum Ludolphum nach Rom geschickt,daselbst, wo möglich,die Schwedische monumemL > welche, wie ge-dacht , Johannes Magnus mit sich dahin genommen, zusammenzu suchen, allein es war nichts mehr anzutreffen , und folte schonvor zimlicher zeit alles in Pohlen seyn gebracht worden , weil sichdie dasige Könige derselben schrissten in ihren ansprachen an dieKrön Schweben , welche sie durch die gantze helffte des -7tenLculi gemacht , vermeynren zu bedienen. in annsi. eccisl.

sn. i8ro. n. 70. in ckron. riiesi. vit« kiunisn^.

LtcFe»,«, in ckron. Lx»' 5 c. 8ueci«. in exemplir memorgb.

genris 8uec. c. ;8- P. -o;. 6e in noris scl Anonymi clirnn, Lrciiiepilc.UplL>. >,. in 8uccis lircrars. in «ic/cripr. Luec. in p-r-

n»lK sn. 1691. monrrl. unrerrell. sn. 1689. p. 10Z8. Li-Fe-

7«, in iivpomncm, all 8uec. lirer. *

Maanus/ (Olaus) des kurtz vorher gedachten bruder, undSecre-Lims. war anfangs Probst zu Slrengncs m seinem vaterlan-de, begleitete aber nachgehenbs seinen bruder m dem elende, darin-nen er auch an. ,848 nach dessen tobe an seine stelle von dem PabstPaulo III zum Titular-Ertz-Bisthoff zu Upfal gemacht wurde.Eben dieser Pabst schickte ibn auf das c°nc,i,um nach Trident sel-bigem beyzuwohnen,und ließ ihm etwas monathlich zu seiner unter«baltuna reichen. Sonst bekleidete er auch die stelle emeS^->>°".-.ru Lütkia bey St. Lambert. Nach diesem hielt er sich zu Rom bißL fein ende auf, und wurde in dem Spital ver heil. Brig.tta un-

in pateiniicber spräche zu Rom, Antwerpen,Bafel und sranckflirtheraus gekommen, sondern auch in die Teutsche, Engltfche^nd