Band 
Dritter Theil
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füdrt.Vondm Kaysern trifft man solches zuerst in des Ernten -n-sci ^ticmibur p. 146 cm, woselbst der KayferTrajanus Ew.Maiestatgenennet wird; wiewohl durch Lrajanum allda nicht, wie insge-mein dafür gehalten wird, der berühmte und grosse Kayser UlpiusTrajanus, welcher am end des ersten und ansang des andern ie-cui! geherrschet, zu verstehen ist, sondern allein der Trajanus De-cius, welcher erst in der mitte des dritten li-cM, nach Philippozum Kayserrhum gelanget; aber nach dieser zeit ist freylichder titul Majestät je länger je gemeiner, und sonderlich denen Kay-sern gar vfft beygelegt worden.UntcrdenKönigen hatschonThcodo-ricus in Italien sich in einem briefKöniglicheMajestät geschrieben,welchem erempel nachgehends viel andere gefolget. Doch und dieKayser und Könige anfangs nicht so-ccursc gewesen, daß sie nicht

auch andere titul neben diesem und statt desselben gebraucht. Dennda findet sich, daß sie sich öffters nur Durchlauchtiqkett , rxcsNsn-.^lsgnikcenr, Lnbiimttät und Hoheit geschrieben. Besonders aber istder titul Königliche würde mit und ohne der Majestät gewöhnlichgewesen, bis nachgehends die Majestät allein gebraucht worden.Wiewol man hier zu unterscheiden,wasKonige unter einander,oderwas der Kayser und das Reich denenselben gethan. Denn da hatdas Reich anfänglich den Königen nur Königliche würde gegeben,bis dasselbe arssdem Onvencz» Heilbrunn der cron Schwe-den und Engelland die Majestät zugestanden, welche dieftrwegenan. 1641 nach langen derathschlagunqen dem König von Franck-reich von dem Reichs-tag zu Reqenspurg gegeben werden music.Endlich haben bzeKönige in demWestphälischen frieden so wohl un-ter sich als auch vom Reich die Majestät bedungen, welche auch derKayser dem König von Franckreich aus der Reichs« cantzeley zu ge-ben versprochen. Die andern aber bekommen selbigen vom Kaysernur in Hand-briefen,nicht aber wenn die ausfertigung aus derKay-serlichenCantzley geschiehet, von welcher sie nur Durchlauchtigkeitbekommen,wie davon die exempcl nach dem Westpbälischen friedenbeydem sll virrisr. 1.1 t. 4 p. Lc Z89 zu le>en. pisrrrrrr

«je superiorik. rcrric. NersÄ I'. 1 p. 79z. LEcrr tisicbscsgs

tlicsr-. 4ke voill. c. tz. 6» llc jure kup-em. Lsrm-r-r». <le

cügnir. ?. I. z c. r tz. Z. -le reg. lec. L ecclct. 1. l

clsss 4 c. ; 7. *

Maignan / ( Emanuel) ein geschickter pkilowpkus > war zuToulouse aus einer alten Adelichen faimlie den -yten jul. i üo, ge-bohren,und in dem coii-gio der Jesuiten erzogen, worauf er in demi8ten jähre seines alters sich in denorden der Minimen begab. Denrurlum pililokopkicum hörte er unter einem Prott-Nore > namensRuffatio, welcher dem Anstellest unverrückt folgere, dabey aberMaignan keine gelegenheit vorbey ließ, sich allem dem zu wiederset«zen, was in der dieses alten pbi>okvpl>> Uec-ruilox für kam.Hierdurch setzte er sich so bald bey seinem proteNorc in sonderbareHochachtung, welche nicht wenig vermehret wurde, als gedachtersein Professor merckte, daß dieser sein clikcipul, ohne einen lehrmei-ster gehabt zu haben, sehr wohl in der mmstemsric beschlagen wäre.Man hatte desto mehr Ursache,diests an ihm zn bewundern,weil erim geringsten keine instrümente hatte,die zu erlernung dieser wiffen-schafft nothwendig erfordert werden. An statt des circuls darre erzwey kleine höltzergen, an deren spitzen er zwcy schuh -ahl steckcle,an statt des winckel-masses aber brauchte er ein höltzernes creutz.Gleichwie er aber bey erlernung der pKUolopllie nichts annehmenwolle, als was er vor wahr und deutlich erkennen kunte; also zog erim gegentheil in der ri-eolvAie nichts in zweiffel, ausser wen» Äri-stotelis meynungen zu erläuterung derselben falsch angebrachtwurden. Dieses alles setzte ihn in solche Hochachtung, daß ihm einexrokcllion aufgetragen wurde, welcher er so wohl vorstünde, daßsein rühm auch in fremde länder erschölle. Der General der Mi-nimorum berufftc ihn danncnhero a». i6;6 nach Rom , um daselbstebener Massen zu promiren. Seine geschicklichkeil in lvlsr/iew-ci,schen ersindungen undllcsiischen experi,nc,-ch machte ihn garbald daselbst bekannt,zumahlen sich zwischen ihm und dem berühm-ten prncr Kirchcro wegen der ersindung einer gewissen art von him»mels-kugeln ein streit ereignete, in welchem die ehre selbiger ersin-bung keinem abgesprochen wurde. Sein buch persprÄ-r» vor--ri^, so an. 1648 auf Unkosten des Eardinals Spada zu Rom ge-druckt worden, hat ihm ebener Massen nicht wenig rühm zu wegegebracht. In demselben erkläret er die art -cicfcopi» zu machen, dieer selbst erfunden, und erweiset durchgehends , daß er mit seinerkunst nicht hinter dem berge zu halten gewöhnet sey. Ja er pflegteden künstlern, welche ihn deswegen besuchten, gar gern alles zu ent-decken , was zu ihrer protcilivn etwas beytragen könte. Von Rom gieng er an., 650 wieder nach Toulouse zurück, da er dann mit all-gemeiner frcnde empfangen wurde. In eben diesem jähre wurdeer zum kravmcisl erwählet,ohngeachtet er, um seinen studicn besserabzuwarten,niemals einige cU^e verlanget hatte. Zwey jähr dar-auf gab er seinen curkum pbiiotopUicum heraus, darinnen er diepl^ücLm -lems-irsrem wiederum auf die bahn gebracht. Nach die-sem arbeitete er an seiner pwioiopiuL iscr-, davon auch der erste an.iü6r und an. 1672 der andere romur heraus gekommen. Als erden ersten an das tages-lichr gestellet,bekam er zum ->6verQr>« einenJesuiten , namens l» Louvere, welcher verschiedene meynnngen vonder tbi-i-Kura und schwere der cörver > von der gleiehheik der angui»-rum relliicittiL Lc rell-xionis und andere stücke an dem Maignan ta-delte ; dem aber dieser einen -ppeuMrem entgegen qesetzet, woraufnicht lange hernach, als der Jesuit sich zu verantworten aesuchet,sppenöix sicers gefolget, darinnen er das fnnckern der sir-sterne, dieHolländische glaß-tröpffen,und andere stücke gar artig erkläret. Alssich nun klo,ss. Ducasse in einer cl,Ne,rmio > von den besaaten Hol-ländischen glaß tropffen wieder ihn setzte, vertheidigte sichMaiqnanauch wieder diese», und kam also ein dritter «ppenllix heraus.Diesen

mai

folgten noch zwey andere sppcnclices wieder verschiedene feinawiedersacher, und diese fünfsppciwlcss sind an. 1672 zusammengedruckt worden. Im übrigen scheinet er auch mehr seine ruhe alsgrosse ehre gesucht zu haben ; denn solchen hätte er gelegenheit ge.hadc, aufdes Königö befehl / der seine inKrumekrrZ und cm-ioiitarenzu Toulouse an. i Süa mit grosser Verwunderung gesehen, nach Pa-ris zu kommen , und daselbst seine übrige iebens.zeit mit weitarös-,erm rühm zu zu bringen. Dochkameran.;7bivßals einsszL.8>cr dahin, da er dann mit den glichen ehren-dezeigungen empfan-gen,und in diepkito,optischen züsanunenkünffte bey demmeister kwn>. a-, Monmor mitgenommen wurde. Die gelehrtestenmamier seiner zeit befragten sich bey ihm,dadurch er denn fast keineeinige viertel stunde von der arbeit übrig behielt, und mercket manvon ihm an, daß er auch im schlaue nicht müßig gewesen, sonderndie clicoremLiL. welche er, nachdem er erwachet, aufeine bei, sichgehabte schwache tafel, sogul als es die nachtzugelassen, gemeini-glich zu schreiben pflegen, in schönster ordnn,ig völlig -lsmonüriret'Er erklärte auf eine neue art, wie bey dem meß-opffer nur brMund wem gesehen würde , obngeachttt man mit der Catholischenkwche glauben mühe, daß nicht mehr würckliches brodt und wein,sondern Verleib und das blut Jesu Christi zugegen wäre. Nemlicher hielt dafür, daß nachdem drodt und wein durch die segnuna desPriesters würcklich m den leib und blntChristi verwandelt worden,Gott die imprett.oii in den menschlichen sinnen, welche sie sich vvr-heco gemacht, da noch brvdt und wein zugegen waren, cominmreteEr starb endlich an. 167s den ry oct. Von abgedachtem seinemcuriu plwolopluco ist zu erinnern, daß er selbigen an.;r in 4 vo-lumiii.jn 8v». und nachgehends an. 1S7; mit vielen vermehrunaenin folio heraus gegeben. Sein leben hat der?^-- Saguens, seinUllcipul. an. 1697 unter dem titulve virs - moribus <Sc fcripriz n>pstriz Lin^nuelis Visignsni UoIokLiis orclinis ^Ii'nimorum, kkiiosopliiLtgue mstbematici pr«ggnnlliml elc-giuni, heraus gegeben.cnrreri-ns für Is pwiolopliie psg. 48, > Z<>> Z7- l-gg öc llLiis Ig pkch-

gue ?. l. c. rr. num. 47. lcgg. vie äs 6« Lsresr tom. r,

Z 79 , ;8c>. all an. 1649. Klcirioires llu tems.

Maigrin/ (Paul StuardCaussadeSaint) war einer Mden liebsten t^voriten des Königs von Franckreich, Henrici III,und einer von den schönsten jungen Lav-ii-r-, so sich damals an demHofe befanden. Weil er so unverständig gewesen, sich mit den gunst-bezeugungen einer gewissen Printzcßin zu berühmen, so passete ihman. 1; 79 im augusto deren schwager, welcher aus dem Hause vonGuise war, nebst etlichen andern auf, als er abends aus dem Louvrcgieng; da er denn z; wunden, theils mit Pistolen, theils mit degen,bekam, woran er nichts destoweniger erst den folgenden morgenstarb. Der König unterstund sich nicht, seinen tod zu rächen, ver-wandelte aber von derseldigen zeit an den Unwillen, den er bißherheimlich gegen das Guistsche hauß getragen , in eine öffentlicheftindschafft. Den cörper des Samt Maigrin ließ er in die kircheSamt Paul neben zwey andern von seinen tsvoillen,namens Que-lus und Maugiron, legen, welche 4 monat vorher in einem susv ihrleben verlohren hatten, und befahl, allen dreyen prächtige grab-mahle und von Marmor aufzurichten, welche aber 10 jährhernach von dem pöbel zu Paris tn stücken zerschmissen und sehrübel handthiert wurden, bitt. l. 66. nun krsnce

to>» -.,>»8.4;,.

tNaill-. dis geschlecht, besaß die herrschafft gleiches namensin Touraine , so heut zu tage unter dem namen Luincs zu einemHertzoglhiim und Paine erhoben worden, und war so wohl wegendes alters, indem es biß aufro glieder zählen kunte,als auch wegender hervorbringung vomebmer persohnen berühmt. Au. 1 n? batsich Jacobus von Maill- durch seine tapfferkeit wieder die Turckmbekannt geinacht. Denn dieser stritte wieder die ungläubigen alsTempel-Herr in einem weiffcn Habit mit gröster br^vour, so daßdic-se glaubetcn, er müsse der heilige Georgius seyn , welcher in ebendergleichen Habit sein schwerdt in der feinde blut gesärbet. Ja alsendlich die tapfferkeit der menge unterliegen muste, fanden sich ei-nige von den Türcken, welche dadurch ein tapfferes gcmülde zu er-halten Hoffeten, wenn sie den staub von stinem erblaßten leichnaMauf ihre köpffe streuen könten; andere waren gar so unverschämt,daß sie ihm, in boffming einige fruchtbarkcit zu erlangen, die ge-burls-glieder abschnitten. Hardulnus, Herr von Mail!-, zeugte mitAukoinctte von Cbauvigni einen sobn gleiches namenS, welcher vonseiner gemablin, erdin von Tour ilandri, eine gesegnete nachkom-menschaffr erhalten, die sich in verschiedene aste ausgetheilet. EinHerr aus dieser familie,namens Payenoder P-an von Maill-ave!«cher ohnoesehr vor vierdtehalb hundert jähren geledet, vermädlkesich mit Johanna, erb-tochter des ältesten astes von dem ba»>eBrezs in Anlou. die ihm Brcz- zugebracht, woraufseinc nachkom«men den titul Mailss Brez- gesühret. Das hauß ME bat sichauch indem röten l'scuiollgnLlillret; dennPhilivpusvon Mailsswar CLpirain über des Königs Henrici II leib-garbe, und gieng an.1548 nach Schottland , dajclbst die Königin abzuholen und nachFranckreich zu führen; nachgehends, nemlich an. 1 ;6o, bekam erbcfebl, den Printzen von Conde in arrest zu nehmen. Ein andererdieses namens verlohr an. 1;;; das leben vor Cambray. Claudiusvon Mailss kam an-1;87 in dem treffen bey Coutraö um,Cawlumhinterlassend, welcher ein vater worden des Marfchalls von Brez-wie hernach mit mehrerm soll gedacht werden. ^0»^ ->ux -a-clikionr cicz meuioircx tjs<7gsssin2ii O« HZinc«

progrer llcs fzmiilez lls krLNce. Lslls vsi per krsncvj päg-

il;i L47/S umcr rjem vvorre Krexc.

Maill--tzreze/ (Armandusvon) Hertzogvon FronsacmchCaumont, Marquis vvst Graville und Brezs, Grafvon Beaulon

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