Band 
Dritter Theil
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und legete die ersten proben seiner tapfferkeit an. iszZin Flandern ab, da er als diente. Das folgende jähr comman-

diere er, wie Anselmus berichtet, die Königliche galeeren,und nach-gehends dieschrffs-flotte; da er dann einen ansehnlichen sieg wiederdie Spanier in dem gesichte vor Cadix an. 1640 den 22 jul. erhielt»An. 1641 gieng cr als^mbsss^-ur nach Portugal !, und schlug dasfolgende jähr die feindliche flotte,welche zum enrsatz vor Permanentangekommen. Hieraufwurdeer an. 164; zumGroßmeister,Hauvt-und General-Aufseher über die schifffahrt und commercie-, vonFranckreich, wie auch zum 6ouv«neur von Brovage,den insuln MundOleron,wie nicht wemgervon Röchelte und dem lande von Au-is gemachet, ja gar zum Hertzoge von Fronsae und Pair vonFranckreich ernennet. In dem sept. deS folgenden jahrs verjagte erdie Spanische flotte, welche Roses entsetzen solle, und das jährdarauf belagerte er Tarragona , wiewohl vergeblich. Endlich wur-den zum 6enersl-l.>eurcnsk über die armee in Italien gemacht,«llwv er auch in der belagerung von Orbittello auf seinem schiffedurch einen canonen schuß den 14 >un. an. 1646 in dem rasten jährfeines alters getödtet worden. w lebe» ües Lsrlllnsis

kickslisu lib. 6. c. 6z. rom. r. p. sz8. tilg. cicr grsncls otklr.

,!e >L Louroone p. zr6.

Maill--Breze > ( Clara Clementia von) eine tschter desMar«schalls dieses namens, wurde an. 1641 an Ludovicuru von Bour-bon,Hertzog von Enguien und nachmals Printzen von Cond-, ver-mählet. Viele, welche nicht wohl aufben Cardinal von Richelieu ,der^s^cmoil-Hc von Brez- Vetter, zu sprechen waren, fchrien diese«Lkjzge als etwas ungewöhnliches aus, daß sich ein Printz von ge-blüte zu einer so ungleichen hcyrath hätte entschiieffenkönneu. An-dere legten diese schuld dessen vatter, dem Printzen von Cond-, bey,alS welcher aus furcht vor dem gedachten Cardinal in diese heyrathgewilliget hätte. Selbst der Printz von ConL- ließ sich von dem al-terthum und Adel dieses Hauses genauer lickormiren, da er dann al-les nach wünsch befand. Im übrigen vertrug sich der junge Printzvon Conde gar wohl mit ihr, gleichwie sie ihrer seits sonderlich anseinen unglücks-fällenmit theil nahm. Sie entflöhe mit ihrem soh,nezuihm nach Bourdeaux, wohin sie der Hertzog von Bouillonglücklich gebracht hatte. Hierauf kam sie wieder nach Hofe, undfiel so wohl dem König als der Königin vor die freyheit ihres ge-mahls zu fuß, allein sie konte nichts als nur dieses erhalten, daßihr freyheit verstattet wurde, wo ihr beliebte, hin zu gehen. Sol»chem nach nahm sie ihre rcrlrslle nach Montrond in Bourbonnois,von dar sie sich abermahls nach Bourdeaux begab, und als sie auchda nicht mehr sicher war, nahm sie ihren söhn, den Hertzog vonEnguien, zu sich, und folgte ihrem gemahl nach den SpanischenNiederlanden, von dannen sie auch nicht eher als nach demPyrenäi,schen frieden wiederum nach Franckreich gegangen. Sie starb end-lich an. 1694 zu Chateau Ronx in Berry , nachdem sie an. 167c,einer grossen gefahr entgangen war, da sie ein bleuer, wie man da»für hielte, mit dem dsgm angefallen und verwundet. ^

, lo 2i> Amüerbsm sn. iSAzA-clruclcr vvorll-n.sll<8lr. sux memoires os LsüelnsU rom. 2. PLA. 298. k-temolresl.. <Ü. t). U, bsnz lss leckres. i. s. cs^>. 14, 27,

öe I. 6. cap. zS. rom. z, lektr. ;zr. unter öcm vvork

Lrce^. *

MaM--ZZrez-, (Simonvon) Ertz-Bisthoffzu Tours, warein söhn Guidonis von Mache, Gouverneurs von Anjou. Er begabsich in den Cistercienser -orden , und wurde darauf Abt zu Lerouz,auch nachgehenLs Prälat zu Viviers , und endlich an. 15; > Ertz»Dischoffzü Tours, welchem Stiffle bereits an. 1400 Amelie vonMailli vorgestanden. Simon begleitete den Cardinal von Lothrin-gen auf das Lonclüum nach Trident, und machte sich daselbst durchseine guttäten bekannt. In der herrschafft Brez- ließ er einenvortrefflichen paüasr aufbauen, um daselbst in der einsamkeit denstudien desto besser obzuliegen; allein weil es in legung des grundesversehen war, siel das gantze gebäude über den Haussen, dadurchdenn alle menschen, die darinnen waren, jämmerlich zu tode ge-schlagen wurden, ausser daß der Ertz-Bischoff feststen unverletzthervor gezogen worden. Er starb endlich an. 1597 in dem Lastenlabre seines alters, unter andern schafften eine nette LateinischeÜbersetzung von 24 auserlesenen homilien des Bastln hinterlassend«

eilig. I. 4. L in QsII. Lliriü.

Elssaill- Brez-, ( Urbanus von ) Marquis von BrezS, rc.czpik-in über die leib-garde der Königin Maria von ki-ciicis »undnachgehends des Königs selbst, Ritter der Königlichen orden,Mar-schall von Franckreich, c-ouverneur von Anjou, td. war ein söhnCaroli von Maill«, Herrn von Brez-, welchen ihm seine gemah»li» Johanna von Tbeval gebobren. Er war, wie aus dem vorigenerhellet,aus einem alte Adeliche geschlechtesso mangelte es ihm auchan tapsserkeit nicht, gleichwohl muß man bekennen, daß so wohl zuseinem eigenen, als seines Hauses glück der Cardinal Richelieu , alsdessen schwester Nicole -lu Pleffis er zur gemahlin hatte, das meistebeygetragen, ohngeachter der Cardinal viel Verdrießlichkeiten vonihm ausstehen muste. Zwar erwiest er sich etwas kalksinmg wiederden Marschall selbst, hingegen zeigte er desto stärckere proben innerliebe gegen dessen Ander. Dann er brachte dem söhn die c> arg- n-ves Admirals von Franckreich und die würde eines HertzogZ von

Fwnsac zu wege, die tochter aber ClaramClcmentiam vermahlteer an den Hertzog von Anginen , wie von beyden bereits wemaust-tiger vorher gemeldet worden. Was den Marschall selbst anlanget,so diente er an. 1629 und das folgende jabr inP.emönt Zu ansang«es jahrs iSza schickte ihn der König Ludovicus Xlll an den Kv-big von Schweben, Gustavum Avolphum, nach Leukschland, ar»

»Misch- Nr.

Mbr machte ihn der König zum Ritter des Heiliges Geistes ^ An^.^cumm^-li.rre er eine armee in Teutschland, und entsaktm ^hr darauf führte er nebst dem Marschall von Cda«

tlllon daö-ommL->-to über die armee in den Niederlanden , da dmmdeyAveine die Spanier den kürtzern zogen; wstwohides fleges nicht recht gebrauchet, davon einige dieUneinigkeit derbeyden commandirenben Generals,ande.re aber dem ehrgeitz des Printzen von Oranien , als welchen es ver.drvffen, daß er nicht feststen an diesem rühm mit theil nehmen kön,nen, oder welcher, sowohl als die vereinigteNiederländer insgesamt -MN gesehen, daß die Frantzosen durch verschlinguna ds-«n Sparmchm Provintzen ihre nachbaren wurden , beylegen.Das folgende >ahr fielen die Spanier in die Picardie ein, ohne dasssie der Marjcyail « Brez- zurück halten können. Dessen ungeachtetveram er an. i6;s das gouv-rnew-m von Anjou, und an. 1642wurde er zum v>« k- von Catalonien ernenner, gleichwie ihmdurch besvrderung des Cardinals Richelieu noch viele andere ci,ar-8-n aujgetragen worden. Er starb endlich den i zten sebr. an-165s

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res lle LuüülnLU kam. r. psg. 298. '-4. Nill. llcs grsnll olllc.

psg. r;6. vie llu LsröliiLl äe Uiciieiisu l. c. ^7, rom 1,1. 6.

e» 6. rom . 2. ü»ismoircL ciu Äcur lls kontls. 6

El^aillezats / lat. ^sliescum, von den 2 siüssen >» Serre und fAutlse in latein Ssx-rlg und LirU,»- umflvssen, ist eine stadl inEanckrelch inNzeder-Poitousso vorzeiten einBischöflicher sitz war.Die Grafen von Poitou und Hertzoge von Guienne hatten vor die-semem jagd-schloß daselbst,weiches Guillaume Fierabras,der söhndes Wtlhetmi, zugenannt rsr- ck L-oup-s, erbauen lassen, weil derort gantz mit waid umgeben war. Bald hernach setzte dessen fohnWlhelmusMagnus ein Benedictincr kloster dahin umsiahr 1010;liesse auch allda eine sehr schöne Arche erbauen, und solche dem hei-ligen Hilario wkdmen. Das kloster selbst name an reichthum inkurtzer zeit sehr zu, daß es das reichste in Pvitu wurde; daher derPabst Johannes XXII anlaß name, solches an. 1; 17 in ein Biß-thum zu verwandeln, wobey er den damaligen und also den letstenAbt Geofroi Pvuverel zum ersten Bischossmachte.Doch blieb fon»sten die Abtey immer tm stände, und formten die Mönchen, wiein dergleichen fällen mehr beschehen, das Capitel der Domherren^bis endlich an. 1S48 oder nach anderen 1652 Bißlhum undiThum-stifft naher Rochelle versetzt, und die vorige kloster einkünffken demletsteren zu gelegt worden. Sonst hielte man die stadt vorzeiten fürveste, und ist sie lang von denen Reformirten als ein platz der sicher,heit, wie man sie nannte,besessen worden. 0» sonst

«l« sntigu. llez vüics. L. 6s!I. Lkkill. tom» Z.

MaiUi/ An altes und Adeliches geschlecht in der Picardie, füh-ret seinen namen von einem also genannten land-gut ohnweitAmi«ens.Nicolaus vonMaiüy -omm-nciirte an.isoL eine -tcscirckrieges-fchiffe, um damit die eroberung von Constantinopel zu befördern.Sein fohn Aegidius I, Herr von Maiüy, begleitete denKonig Luvo-vicum iXvon Franckreich in das gelobte land an. 1248. L-ein söhnAegidius II, genannt Gillon, zeugte mit seiner gemahlin^ohannemvon Mailly, von welchem hernach ein mehrers soll gesagt werden;Antonium, so die limenOrsignol nnd Conty aufgerichtet,und Aegl-dium,welcher der stammwater der Herren von Authuille und Mar-cais worden. Johannes I zeugte nebst Johanne dem jungernffo dlLlinien vonAuvillers und Fontaines aufgerichtet,Johannem II, dest»sen söhn Aegidius III an. e;üo gelebet, und mit Maria von Coucy,der erb-tochter- Auberti von Cvucy, Herren von Dronay, undhannä vvn Ville, Frauen von Droisi, das geschlecht fortgepflantzet»Sein söhn Colard ober Nicolaus,so in dem treffen bey Azmcourt a»1415 aelövtet worden/ heyrarhele Mariam von Mailly,die iym un-ter andern Johannem III geb. so sich durch die dem Konig CarolsVII geleistete gute kriegs-dienste bekannt gemacht,und «.1468 nochaelebet.Seinegetnahlin Catharina von Mammez,Frau von Caveuund Ravemhcrg, machte ihn zum valer verschiedener Ander, unterwelcheuJohannes I V,wie bald mit mehrerm soll gemeldet werden,die ordentliche stamm-reihe fortgeführet, HMmuö aderden äst derHerren von Auchi,Rumesnil,Aoneville iMbSourdo^auEb^eMt.

Mailly. Er starb an.i;o; den 22 may, nebst Adriano, Herrn vonRavenrberg,dem stamm-valer derHrn. vonHarcourt uiiLQuesiwy,Antonium hinterlassend, welcher sich durch lE wpsserAtt i no andere qualitäten grosses ansthen zuwege gebracht.VoiEinen ^wurde Nicolaus Artillerie-melster, und starb ohne sich zu veryeyra-thew Renatus aber, fo Ritter von 8. Michael worden, und sich an.15zr in behauptung der stadt Metz , wie auch nachgehends m eemtreffen bey 8. Denys und Moncontuor wohl gehalten, führte dasgeschlecht fort. Denn seine gemahlm Mana von Hangat0, gebabkihm Johannem, Baron von Mailly, ,0 an. 1,54 ,n «r ve agerungvon öiesdin das leben verlohren; ferner Theobaidum, weicher oa»

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Mahlte sich mit Maria Margaretha von Monchl/unb »rügte mtt.he