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verschiedene kinder, unter welchen der älteste söhn auf erhaltenePäbstliche <tils>°nl^ion sich mit seiner nahen bluts-freundin,.Mar-garetha von Monchi, vermählet. leicmoires «j-ViUeUsräuin; r!»-üulre «je Lonlisminu^le Ltor/rere. /e /e /.<«-
Maimbourg/ (Ludovicus ) wurde an. i6ic> zu Nancn in Lo-thringen geboyren,unv von seinem vater, welcher Staals-Rath beydem Hcrtzog Carolo 1 H von Lothringen war, der Jesuiten --.tu«Marion übergeben. Er trat hierauf an. 1626 in deren lnciecat,und er-wiese gar bald eine grosse geschicklichkeit, weswegen er auch aufde-febi seiner obern die Kumsniors 6 gantze jähr gelehret, nach welcherzeit sie ihn zum predig-amt beruffen. Er verrichtete solches nichtne rühm in den vornehmsten städlen des Königreichs/und erwießsich sonderlich als einen hefftigen feind von der Übersetzung des neuentestaments ins Frantzösische zu Mons. Daher» auch nachgehendsdie Jansenisten aufseine reden wider die gedachte Übersetzung in ih-ren antworten gar hart loßgezogen haden.A -68i gab er eine Historievon demcsl vini5>no heraus,darüber er aber nicht allein von demRe -formirten/ sondern auch von seinen eignen glaubens,genossen, weiler die rechte der Frantzösischen Arche allzu hitzig vertheidigte/ ange-griffen worden. Was das ärgste, so stiessen die Jesuiten/um demPabst einen gefallen zu erweisen / ihn aus ihrer ioc,-rät,darüber ersich nachgehends in seinem testament gar heftig beschweret/und ver-langet/ daß alle diejenige güter/ welche seine eitern in das Jesuiter-roilsgium znNancy seinentbalben vermacht/ der Carthause besagterstadt abgetreten werden sotten. In der Vertheidigung mehr gedach-ter Übersetzung von Mons, so an. 1668 zu Cölln heraus gekommen,wird erzählet,daß er aufdem predigt-stuhl in der capclle deszu Clermont mehr die person eines comödiante», als eines Chnuli-chen Predigers agiret. Es war eben damals das Evangelium vondem guten Hirten, bey welcher gelegenheit er dann den unterscheidder Hirten zu den alten zeiten und derer, so heul zu tag zu dieser ver-ächtlichen lebens-art genommen werden, zeigete. Er führete ver-schiedene Patriarchen zum beweiß an, und kam endlich auf David,den er nicht allein von rovffbisaufdie füsse, sonder» noch dazu sei.nen Hund gar poßirlich abmablete. Er meinte, dieser Hund würdesichs für einen schimpffgehalten haben, wann er nicht inzwischen,da sein Herr, der David, sich an den Goliath gemachet, seine lavstserkeit wider die wölffe ausgelassen. Da machte er dann eine rechtepredigt von Hunden, und theilte selbige in 4 vuncte nach den War-tungen gewisser Hunde ein. Der erste handelt von den Englischen doggen, darunter er die Jansenisten verstünde; in dem andern Pun-cte stellet er einige grobe bauren-hunde vor, welche nur auf ihremmiste belleten, darunter er diejenige Prediger verstünde,welche zwarausden cantzeln grob genug loßzuziehen psiegen/sonsten aber gar we-nig proben eines rechtschaffenen eyfers ablege»; in dem drittenPunct verfiel er auf die kleine zottlichte Hunde, dadurch er die Aeblean dem hofabmahlete; endlich kam er auch auf die guten Hunde,welche die Jesuiten bedeuten sollen. Nicht weniger klage machtensie von gewissen sehr hefftigen schwüren, welche Maimbourg au?ver cantze! solle gethan haben, um die zubörer desto vester zu bere-den , daß die gemeldte Übersetzung von Mons voller irrthumen undVerfälschung sey. Als er aus der locis-mt der Jesuiten erlassen wor-den, begab er sich in die Abtey von 8. Victor zu Paris , allwo ihmderKönig eine ansehnliche peniion reichen ließ. Er starb auch daselvsteines jählingen toves den i z aug. i686,als er eben noch an einemÄrre, tckifme ckänglcccrre, arbeitete. Seine übrige schrifften sind rbände von gehaltenen reden; Historien von dem ärisnss.no; von denbilder-stürmern; von den crcutzzügen; von dem abendländisch nlckism,re;von der lrenniing der Griechischen Arche; von dem falldes Römischen Reichs; von der ssgue; von dem Luthcrthum undttsivinilmo; ein rrsÄsr von der Römischen kirche / und ein anderervon der regierung des Pabsts 8. Leonis; an-1640 hat er r pnner-y-ncosheraus gegeben; den einen hielt er dem König Ludovico XIIIzu ehren, weil er Franckreich der proccssion der juiigfraueri Mariauntcrworffen; der andere aber war eine lob-rede von den Königenin Franckreich überhaupt. Zwey jahr vorhero halle er eure leich-rede, die er dem Nicolao Zappi, einem Augustiner-Mönch, gehal-ten, zu Rom heraus gegeben. Sonst hat man auch von lhm l«rr--s«jc5 krLn<;»is LoMLi'ns, darinnen er die pflichten gegen den Pabst mitden pflichten, so man dem König in Franckreich zu erweisen schul-dig, zu conci!i„en suchet. Ausser diesen hat man auch von ihm ;kleine rr-Ä-rc: der erste, welcher den titul führet: merk,,«!- psci-
tigue pnur rsmene«' fsns clllpure les prvlellsns s Is koi tur >cpoinl «je I' knclisrillic.su fujer «je Is conrcllstion roucvsnr I- perpcrui,
ke lle Is toi «In M-ML myllero > ist zuerst an. 1670 zu Paris,und nach-gehends zum öftern gedruckt worden. Die Catholische geistlichkeitrecommeollirte diesen crglsssr, als eine von den 6 arten,die Hugenot-ten zu ihrem glauben zu bringen ; es haben ihn aber verschiedenewiderleget, unter welchen selbst ein Vetter dieses P. Maimbourq ge-wesen.Der andere handelt «je Is vrsie egiile «jc leUn cilirill; der drit-te «je Is vi-sie pscole «je vicn. Gleichwie aber seine Historie von demcstviniimo cnritsset worden ; also hat dergleichen mit seiner Histo-rie von dem Lutberthum der Herr von Seckendorff in seiner Klito-ris I uM-rsnMiii gethan. Solisten ist auch eine schrifft wider seineHistorie von dem ^risnilmo und bilder-stürmern unter dem titul:
«nrrecienx <j'eucloxe üc eucksrillc, für I'kiiioirc «je I'LrisniUneöc>'killoir-«jes Icoooclslles , herausgekommen, welche an. 1674zuParis verbrannt, nachgehends aber in Holland an. -68z wieder ge-druckt worden. Allein noch viel besser und gründlicher hat dieschwachheit und viele falschheiten der letstgcmeldten lle^ ico-nociskcs gezeiget, Job. Frid. Spanhemius in seiner ttilloris Im»,xinum reltirucs. So ist «uch seine Historie von derRömischen Arche,
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so in Holland an. 1688 vermehrt herausgekommen, nicht lmanaefochten geblieben, davon der 0. Boileau auwr jst. Man kan alle sehne wercke in iü volumimbus jn 4^0 zusammen haben.
Obgedachter sein vetterTheodorusMaimbourg trat zu denRefor-mirlen, und gab eine schrifft an den tag, darinnen er die ursach sei-nes entschluffes vorstellte. Der brief, welchen er von dieser NE^an seinen ältesten bruder geschrieben, ist an. lS;y gedruckt worden.Hierauf reunrw er sich nach Guienne und verfertigte daselbst einekurtze antwort auf des Cardinals Richelieu merii°«je, welche Sa-muel Mareflus an. 1664 z» Groningen heraus gegeben, darmnesdieser Maimbourg den namen R. 6- is Ruelle führet. Nicht langehernach bekennete er sich aufs neue zu der Catholischen reliaion,schrieb aber dessen ungeachtet wider das berühmte buch, welcheseine erktärung der Catholischen lehre in sich hält, und kl,. Bossuet,Bischvffzu London, , zum Urheber hatte. An. isg-gienger nachEngeUanb,und trat wiederum zu den Protestirenden,ließ auch seineobgedachlc schrifft wider seinen vetter den Jesuiten LudovicumMaimbourg zu Roterdam das folgende fahr drucken. Nach diesemwurde er Hofmeister bey einem natürlichen söhn des KöniMarvliH in Engelland, und starb zu London um das jähr 169;, nachdemer sich auf seinem tod-bette für die Socinianische lehre erkläret, r--
dibl. Lociei. ^etu p. ;67- -l«
Maimonides/oderR. Mosche Ben Maimon, ein gelehrterJude, lebte zu ansang des r zten teculi in gar groffem rühm, undwurde zu Locdova in Spanien gebohren. Seine studien soll er un-ter seinem vater, oder wie andere wollen, unter einem gewissenNabbt, namens Joseph, getrieben, und darinnen in gar kurtzer zeitso glücklichen fortgang gehabt haben, daß ihn nicht wenige mit nei-dischen äugen angesehen. Dieses bewegte ihn, daß er Spanien ver-ließ, und sich nachAegypten begab, dahero er auch nachgehends derAegyptlsche Moses msgemein genennet worden. Daselbst nunleh-rete er so wol zu Alcrandrien als Damafco, mit gar grossem zu-lauff, zumalen er von dem Ägyptischen Sultan , dem er aus einerkranckheit geholffen, grosse ehre cmpfieng. Er war nicht allein inden Ebraischen, Arabischen, Chaldäischen, Türckifchen, Medischenund Griechuchen ipraachen,sondern auch in der artzeney-kuust,undpiMoiopK,sehen wissenschafften, sonderlich in der m-rkemseic, wohlerfahren. Die Jüdische i'veoiog.e und rechte verstund er gleichfalsvor andern wohl, und schien gar wenig glauben den Talmudischenfabeln beyzumesscn. Durchgehends lässet sich aus seinen schrifftenschlieffen, daß er in des AristoteliL und derAraber schrifften vortreff-lich bewandert gewesen, daher» er sich auch in feinen urtheilen viel-fältig auf die heydnifche pluiosopine gründet. Hierüber nun geriether bey seinen glaudens-genossen in grossen verdacht der ketzerey, son.derlich durch das berühmte buch tvlore Nevocliim, darinnen cvzumendzweck die Handleitung zu dem wahren verstände der Worte in derheiligen schrifft sich vorgesetzet, dabey aber hin und wieder auf dierveuwZ sehe und piwnlupwsche msccrien verfällt. So bald besagtesbuch aus der Arabischen fpraache, als worinnen es anfänglich ge-ichrieben worden, der R. Samuel Aden Tibbon in die Ebräischeübersetzet, und dadurch den Juden inFranckreich bekant gemacht,bemühtte sich R.Salomon zuMontpellier nebst seinen disclp»ln,R.Jvna und N. David,mit grossem eifer den Maimon in die ketzer-rolle zu bringen,wiewol diese hierüber gar übel angekommen,indemverschiedene orte und i>nsß«>gcn in öslils oisrbvnenll diese dreyRabvinen in den bann gethan. Doch diese wurden in ihrem ciftrhierdurch nur desto mehr angeflammet, ihr vorhaben auszuführen.Ja sie beschickten die übrigen lynsgoZen j» Franckreich, und erhiel-ten von ihnen durch allerhand prseiiqucn, daß die ssn-goxeniuQsi^is desroo^cnll von ihnen in den bann gethan wurden. Alleindiese wollen sich auf einmal nicht unterdrücken lassen,sondern schick-ten in ihrem namen R. David Kimchi zu den E»s§oZen in Catals-nien und Aragonien , wiewol dieser auf der reise dieses zeitliche ge,segnet. Allein was er nicht mit seiner gegenwarc bat thun können,verrichtete er durch brasse, welche diesen cssd-Ä hatten, daß sich jetzl-gedachte i>„sg»gen mit denen in c-siils kgsrboneiiii wider die zuMontpellier vereinigten, worauf auch die übrigen Frantzösische»lynsßngen wiederum zu ihnen getreten. Der R. Salomo soll sichhierüber so entrüstet haben,daß er sich zu den Christen gewandt,undvon diesen begehret, sie möchten doch die ketzerey des Maimons un-terdrücken. Dieser lebte, wie bereits oben gedacht, bey dem Sul tan in Aegyplen wegen seiner wissemchafft in der mc-llcin in grol-len gnaden, weswegen ihn die übrigen kicllici gar sehr beneidet.Von banne» soll er sich nach dem gelobten lande gemacht haben,allwo er auch m dem 7ostcn jähr seines alters soll gestorben und indem obern Galiläa begraben seyn. Aus den anfangs-buchstabrnseines namens wird er mehrentheils zusammen gezogen Rambam genennet, gleichwie auch sonsten die Juden wegen seiner grossenwisscnschafft von ihm vorgeben, daß von dem Most, welcher dasvolck Israel aus Aegyvten geführet, bis aufseine zeit keiner seinesgleichen gewesen. Ausser dem bereits erwehnten sind vonseinen übrigen absonderlich bekandt sssä ckslslls, darinnen er dieTalmudischen lehren und also das gantze Hebräische recht in 14b»'ehern abhandelt; und endlich seine commcmsril in iviiiclinsjokssMN. Gedalias legt ihm eine gar grosse menge bücher zu, davon auchviele in die Lateinische spraache übersetzet sey» sollen. Dieies mgewiß, daß sein n-vockim von Johanne Burtorfio dem M»in das Lateinische vci-cirt worden. Von eben diesem werck »»ödemdarüber entstandenen streit können die episteln bey dem BurcorBin seiner inliirurione cplllolsri pjebrsics p. ;»> gelesen werden, l"'f. IZI. in fctisllcbcl. p. 4 ). in pr«f. IN lidwm
dsov»cliiw. iiill. cccles. VI. 'I'. v. z c. » lliss. 4 k'