Band 
Dritter Theil
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M mar

lings.Jn den; provintzenMidleser,Susser nndSurrey mag er nachseinem gefallen jagen, zu welchem end eine gewisse anzahl vonbunden vor ihn unterhalten wird. Die erfetzung unterschiedenerämter, welche in währendem seinem regiment sich »erledigen,kömmt ihm zu. So offt der Königliche thron v-c-m wird,ist er dervornehmste cron-bediente, und schreibt in solcher gu-inät seinen na»men vor allen Pairs und hohen beamten. An dem crönungs-tagverrichtet er die timSion eines Königlichen Oberschencken. Wenner nach verlauss eines jahrs sein amt niedergelegt, nimmt er wiederseinen platz unter den Rathsherren, und zwar gleich nach denreni-aen, welche vor ihm die ehre gehabt, Lord Mayors zu seyn. LL-r«.

»erl. L: ncvv üsrL okLresr Lrir. clelic. 6c ls gr. Lrel.

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Maire/(Jacobus le) ein berühmter see-fahrer,welcher die obenbeschriebene meer- enge entdecket hat. Er comm,n 6 ,rte 2 Hollän»bische schiffe, die eintracht und das Horn genannt, womit erden 14iun.an.1615 von demTerelabsegelte. Mandat eine beschreibunzvon seinen reisen, die er von dem Terel an in America, von bannendurch die süder-fte nach Java, und von Java wieder zurück in Hol»land gethan bat. Es ist selbige an. 1622 zu Amsterdam Frantzö-sisch in 6ziio unter andern Amerikanischen reiß- beschreibungen imdruck heraus gekommen.

Maire/ (Eudo >e) des Königs in Franckreich Philipp! I Cam.mer-dicner, zu end des 11 i-cuil, war der einige von desselben die-nern, welcher sich anbot, des Königs gelübd zu vollbringen, unddahero zu fuß in einem Harnisch und mit einer sacket in seiner Handin das heilige land gieng; nachdem er wieder zurück gekommen, gabihm der König Cbalo-8. Mard 8>oderMedard unweit Etampes einschön gut, nebst diesem pri v-n-gio, baß beydes seine männlichen undweiblichen erben von allen auflagen frey seyn sollen,welches sie auchseil dem genossen haben, biß derKönig Henricus IV solches aus derursach auffgeboben,weil die anzahl deren geschlechteren,welche vondiesem Ende ie Maire abzustammen vorgaben, sonderlich in derlandschaffl Deausse sehr groß war; und hingegen kein einiges unterder zahl klar beweisen konte, daß es gewiß von dem privilcgirtenstammen absprossete. umverk. lug. *

Mairnes/ sihe MerniS.

Maironius / (Franciscus) ein berühmter Franciscaner, ge,bürlig aus Provence in Franckreich,welcher in dem 14 seculo gelebt,tin dsscipul JohannisScoti gewesen,und wegen seiner sonderbarenGelehrsamkeit in der ZriioisKsschen ptniollrpkic den zunamen voüorMUMM»«» bekommen. Er bat unterschiedene, so wohl ideologi-sche, als ptulolttplusche schrissten heraus gegeben, und unter anderndasjenige, was man inder Sorbonne zu Paris Soi-Konicsm mrgngmzu nennen pflegt, eingeführt, indem er gewohnt gewesen, diejenige,welche als relpo» 6 emen lliipurirt, von; bis 6 uhr des morgens, bisum 6 oder 7 uhr des abends mit opp->m>en zu ermüden.

»n. i; 5< 6e s»6. ksriss

Maisieres/ (Philippus >-) ein Cantzler der Königreiche Jeru»salem und Cypern, war ein Frantzoß, und nicht ein Venetianischeroder Sictlianischer Edelmann, wie einige schreiben, gebühren an.i z'27 in der 6i«cc§ von Amiens. Nachdem er seine «lock» Lblolvirthatte, verließ er sein vatterland, und begab sich in Andreä, des»nigs in Sicilien, und Alphonsi, des Königs von Castilien , dienste.Hieraus kam er wieder zurück in seine heymat,und wurde zu einemDom-Herrn der kirche zu Amiens gemacht. Sechs jähr hernachieng er ins gelobte land, nachdem er vorhero die Christlichen Für..Icn zu bewegen gesucht hatte, daß sie gleichfalls das creutz auf sichmhmemundmiteinandereinenzugdahinthnnmöchlen. Nachdemer hinein gekominen war, nahm er bey den ungläubigen,welche da»mals unter sich zertheilt waren, kriegs-dienste an, damit er dadurchwie starck sie wären,erfahren,und zugleich ihre art zu streiten lernenmöchte. Als er ein jähr lang in solchen Diensten gestanden, begaber sich inCypern zu dem König Hngone I V von Lusignan, welcherdie Saracenen zu bekriegen willens war. Allein dieser Herr starbbald hernach auf einer reise, die er zu dem end vorgenommen, daßer die Abendländischen Fürsten zu solchem werck mitziehen möchte.Ihm lucccclirle Petrus I, welcher sich desMaisieres anschläge wohlzu nutz zu machen wüste, und selbigen zum Cantzler seiner König-reiche ernennte. Maisieres war an. i;6;mit bey der belagerungder stadt Alerandria,und da solcher ort erobert worden,gab ihm derKöniq den dritten theil von der beute, um damit einen neuen Rit-ter-orden zu eroberung und erhaltnng des heiligen landes zu stifften.Allein die Christen verlohren in kurtzer zeit dasjenige wieder, wassie durch ihre tapfferkeit gewonnen hatten. Nachdem Petrus I er-mordet worden,schickte desselben Nachfolger PetruS II,Petrinus ge-nannt, den Majores,als abgesandten zu dem Pabst Gregorio XI,welcher ihn ein gantzes jadr bry sich behielt. Von dar kam diesergrosse mann an. 1;72 in Franckreich, und nahm bey dem KönigCarolo V dienste an,welcher ihn zu seinemStaats-Cantzler machte,und ihm die auferziehung des Dauphins oder nachmaligen KönigsCaroli VI anvertraute. Als er nun diese cllirZc bediente, wurde erder well überdrüßig,und beschloß seine übrige ledens-zeit in demCö-lestiner-kloster zuParis,welches dazumal nahe bey dem Königlichenschlösse war, vollends zuzubringen. Nachdem er nun hierzu vondem König urlaub erhalten, ließ er sich an. i; 80 in einer ecke diesesklosters ein gewisses zimmer bauen, ohne einen Mönchs-Habit an-zunehmen, noch sich zu einem gelüdde zu verbinden. Carolus V be»ehrte ihn öffters mit seinen vitäen, und wenn er etwa von Paris ab.wesend war,fragte er ibn fchriffclich um rath über wichtigeReichs»geschäffte.Carolus VI,welchcnMaisieres gedachter Massen auferzo-gen, -rk.mirte ihn gleichfalls sehr hoch, und bewilligte aufsein aus».

mal

chen, baß der gebrauch, da man denen zum tob verurtherlten übLthätern das sacrament der busse verweigerte, abgeschafft wurde,wie aus deinem» vom 2 febr. an. 1)90 erhellet. Nach einiger zeitmuste er seine einsamkeit verlassen, und nach Avignon gehen, umbey dem Pabst Elemente VII anzuhalten, daß das fest der reini«gung der heiligen jungfrau Mariä nach dem exempel der Morgen»ländischen auch in der Lateinischen kirche angeordnet werden möch.te. Da er nun solches erhalten hatte, gieng er wieder zurück in seinkloster, aüwo er nebst andern schrissten 2 sehr herrliche bücher zuUnterweisung des jungen Königs Caroli VI schrieb. DaS eine titu-liere er diepilgramschaffc des armen pilgrams, und das änderndenträum des alten pilgrams. In dem ersten giebt er schöne lugend,regeln, um zur wahren ehre zu gelangen,und in dem andern zeigt erdie Mittel,wie man die unter den Christen damals e,gerissene Un-ordnungen vermeiden solle. Lmrsii 6 er mcmoir« ?. bl-

dlivrlicguLire 6er Oleltm. s?srir,

Maitland / (Johann) Cantzler von Schottland . Seinbruder war Staats-Secrec-riur. starb aber indem geiänaniß an1 sihe Lidingdon.) Durch diesen fall sahe er sich in seinemgluck zimlich zurück gesetzt. Doch wie er ein sehr geschicktermannwar, und bey Jacobs Sluart, Grafen von Arran,des Königs Ja-cvbi VI k»vor>ten, fich zu inünuiren gewust hatte; also erlangte eran. i; 84 durch dieses letztern vermrttelung das stams, icer-t»««,welches durch die achts-erklärung des Abts von Dunsermlingwarvscanc worden. Bald hernach erhub ihn der König zu der würdeeines Barons von Thirlesian , und an. n87 machte cr ihnrumCantzler seines Reichs. Weil er sich in diesem amrc sonderlich demunruhigen Grafen Smart von Bothwell wiederfttzte, dieser aberzuletzt gleichsam mit gewalc die oderhand behielt, so sahe sich derKönig genöthigt, diesen Maitland, nebst andern Ministern vondem Hofe zu entfernen. Dieses zog er sich dermaßen zu gemüthe,daß erden ;ten oct. , nach einer zwey monathlichen kranckheitmit tobe abgieng, nachdem er vorher von seinem Könige eineigen«händiges und über alle «nassen gnädiges schreiben empfangen,worinnen derselbe unter andern gesetzt, daß seine und seines Reichtwohlfarthvon des Cantzlers wiedergenesung 6-pen6ten. DerRil-ter Melvil redet nicht allezeit auf eine gar zu vortheilhafflige artvon ihm. Hingegen andre geben ihm den rühm, baß er unver.gleichliche gaben besessen , sonderlich aber einen ungemeinen ver«stand, eine grosse gelehrsamkeit, einen standhaffien muth, undeine unverbrüchliche treue gegen seinen König und Wohlthäter.

c.tiurck. ok Lckorr!. 1^««»

liik. 6'6-igI. rom. - xsg. -79,407,4,54, 456, 517, 571.

mcmoirs.

Maitre / ( Aegidius le) Herr von Cincehour, erster Präsidentbey dem Parlament zu Paris . In seiner gebnrts-stadt Paris er,ward er gar bald den rühm eines grossen Redners und vortrcflichenNechts-gciehrten. Daher machte ihn der König Franciscus I an.154.0 zu seinem General-Advocaten. Zehn jähr hernach ernennteihn der König Henricus II zum Präsidenten Mortier, und an.1551 zum ersten Präsidenten. In den rcligions-r-c-M«» suchte erbiß an seinen todsso an. i; 62 in dem 6; sternahre seines alttrs erfol.get, das lmekeüe der crone zu befördern. Tonst sind auch aus demHause des le Maitre verschiedene grosse Staats-leute entsprossen.Unter diesen hat sich sonderlich Johannes 1« Maitre, prallem suMortier, bey dem Parlament zu Paris gegen das ende des istenf-cuii bekannt gemacht. Er hielte es ziemlich lange mit der >>zu-,doch so,daß er in die schlimste absichten, welche dieSpanier und diePädstliche l.-8-ten dabey hegten, gar nicht willigen wollte. DerHertzog von Majenne brachte ihn an den platz des berühmten undunglücklichen Drissonii, als dieser von einigen rasenden löstenwäre ausgehänget worden. Wie er nun hernach der Versammlungder Ständen zu Paris an. 159; beywohnete, und ihme neben 6»Vair die Überlegung der schlüssen des Tridentinischeu concjin. undob selbiges in Franckreich einzuführen wäre, als worauf auch derPädstliche i.ezzc gar sehr dränge, anbefohlen worden ; mißriethe»sie es beyde ernstlich, und nicht ohne gefahr. Noch einen grösserendienst erzeigte er demKönigreichdarinn,daß, nachdem« er in dergemeldten versammlung deutlich gesehen, wie die Spanier te«Frantzösischcn Nation gern einen fremden König aufdringen woll«ten; er daher geiegenheit genommen, den so berühmten als wich«tigen schluß des Parlaments zu beförderen, darinnen die wähl einetfremden Fürsten zu der crone vor ungültig erkläret ward. Der Kö-nig Henricus IV ließ ihn nicht nur bey der . welche ihmvon dein Hertzoge von Majenne, einem der vornehmsten Häuptervon der lixue. anvertrauet worden, sondern machte auch um se>-net willen an. 1594 die ?te Präsidenten-stelle. Zwey jähr daraufist er gestorben. bist. 1. zz. ö- lull. 6«

krsncc. e!o§. äerkreo,. kreL6. lijüoir-6er?re66.6u?V°

lem. ösk^ris. *

Maitre/ (Antonius le) wurde zu Paris an. 1608gebobre«.Der vatter war aus dem geschwebt der oddemelbten Mailres;die mutier aber Catharina Arnauld, eine schwester der berühmte»Arnaulds, worunter einer den zunamen 6'Andilli getragen, derandere Bischofs zu Angers , und ein dritter der bekannte vorherSorbonne gewesen ist. In dem Listen jähr seines alters fieng erbereits an das recht zu treiben, und legte von seiner lebhafften l>Aredsamkeit gute proben ab, dadurch er sich dann, gleichwie aucsdurch die wisseuschafft in den geistlichen und weltlichen scribenten,in grosse Hochachtung gesetzet. Nachgehends beförderte chn derCantzler von Franckreich zu der stelle eines Staats-RalhS, unsboth ihm auch die -b-rgs eines General-Advocaten bey dem Parla-ment zu Metz an. Doch indem er die beste geiegenheit hatte ,^0»