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Aione, Kk reZulss tlieoloAicar ac pliilotopb>cS5;c>z>ullula plii'losopliics;
/rnabspr-llarum, Tk^Ai'ax llve ollen-
Lonem primi kalt, /rrmimanorum ; pr«icüiones p-o pccicinlo con-tra Hrmmiuni; cjiicsptariones lle gkriuno vcro Oeo, örc. dabey aber ZUmercken, daß diese schrifftm mehrentheils erst nach seinem lobedurch dir svrgfalt eines Pohlen, namens Nicolai Arnolds so nach-gehcnds ?rofcssor Ttieoioßi« zu Franecker worden / heraus gekom-men. Lorcej»«ö orar. fnnedr. apull exill. ecclcl. L:
Hicolng. 4-rÄre» «jiar. §-r/-/e?r«, cle iitzris.
Makritius / ein berühmter Arabischer ttilloricu; , dessen stehEd. Pocoke offt bedienet, ist gebohren nach dem an. «-xir».- 760und namentlich laut Schalaloddin bericht am «- 769. d- i^an.Christi 1)67 und gestorben an.«. 840. d.i. an.Cbnstn4;6. Semvölliger nähme ist : lalcioUciin/rcUinecl, Lbn ^li,/riniacriü. Unterseinen wercken ist berühmt seine Historie von Aegypteu, seine gantzeHistorie, in 4 voium. bestehend, find sich in uibüorm i-cicienl?. (>iheLakai. patz. ZIY. Sonst hat er auch einen IkLÄLk cle »Uini's, ?oncie-tiKus S-wcnsürjg/rrabuw, wie auch andere dinge geschrieben, (sehe
Lacal. l.ei<l.pa§. ;;6.)
Malabar / ist ein land auf der westlichen küste der Indiani-schen halb-insul, disseit des Ganges, bey der westlichen gegend desvorgebürgeS Comorin , so bey dem vorgebürge Ramos angehet,welches aufder südlichen seile ro weilen von Goa entfernet ist,undsich bey dem vorgebürge Comorin endiget; Linschot berichtet, daßes sich in der länge aufic>8 weilen erstrecke. Es ist das fruchtbar-ste, volckreichste und temperirteste land in gantz Ost-Indien, undbegreifftvielKönigreiche in sich , welche nach ihren Haupt-städtengenennet werden, als zum erempel Angamcle, Calicut , Cananor ,Cockin, Coland, Travancor, Cranganor , Manigate, Porea, Ta.nor, rc. Die küste ist allezeit grün und mit hohen bäumen besetzet.Es ist eine grosse menge Pfeffer und Mimet darinnen zu finden.Vor zeiten wurde dieses land nur von, einem Könige bederrschec,«mjetzo aber regieren unterschiedliche Fürsten darinnen. Die Por>lugiesen und Holländer haben einige coioni-n daselbst, uno die letz-tem besitzen darinnen etliche ansehnliche städte. Die cinwobnerfind wohl gestalt- Die meisten sind schwach aber sehr braun. Siefind klug genug, excoliren aber ihren verstand nicht. Die M-cho-metaner find sehr betrügerisch, und die einheimischen einwohner,so von uralten zeiten her in dem lande gewöhnet, nicht viel besser.Sie sind nach ihren zünfften unterschieben, die erste zunfft ist derFürsten , die andere der Nambourier oder Hohenpriester, die dritteder Bramens, und die vierdte der Nahers oder Edelleute. Die Zi-ves bauen das land, und dürsten kriegs-waffen führen, die Mon-tanas aber oder fischer wohnen an den see-küsten , und leben vonfischen, welche man nicht würdig achtet, zu soldaten zu gebrauchen.Die Chetes oder weder und andere künstier und handwerckcr ma-chen auch eine besondere zunfft zusammen. Die Pouliats sind diegeringsten unter allen, und leben in kleinen von palm-zweigen ge-machten Hütten. Wenn ein Nambourg , ein Bramer oder Nahereinem Pouliat begegnet, besiedlet er selbigem aus dem wege zu ge-hen. Wen» nun dieser nicht alsobald weichet, börsten sie ihn miteinem bogen oder musqueten-schuß wegtreiben, und haben machtihn zu tödten,woferne sie nichletwaan einem prwilegirten orlcsind.Nichts desto weniger haben diese Pouliats offr viel gold und sil-ber. Denn weil sie wissen , daß die meisten Malabars ihr gcldzu vergraben pflegen, und nicht den geringsten theil jemals da-von wegnehmen, so suchen sie solches, und werden dadurch sehrreich. Folgendes gesetz wird bey den Malabars auf das ge-nauste beobachtet, daß nemlich niemand über den stand und diezunfft steigen kan, worinnen er gebohren worden,und er sey so reichwie er wolle, so darff er doch seinen stand nicht ändern. Kein frem-der darff durch die Königreiche der küste Malabar reisen, woser-ne er nicht einen oder mehr Nahers hat, die ihn begleiten. Reisetjemand ohne selbige, und wird ihm unterweges einiges leid zuge-füget, so straffet solches der Herr des landes nicht. Diese Naherssind sehr getreu, dergestalt, daß, wenn der mann, den sie begleiten,gelobtet werden solle, sie lieber mit ihm umkommen, als denschimpff haben wollen, ihn zu überleben. Dicienigen, so in einemhöhern stände leben, gehen mit denen, so geringer als sie sind, nichtum, und halten sonderlich mit ihnen keine Mahlzeit. Die kinder er-be» den Adel von der Mutter und nicht von dem vater, und werdenzu der mütterlichen, nicht aber zu der väterlichen zunfft gezählet.Die Printzeßinnen heyrathen Nambouries und Bramens; ihrekinder aber sind Printzen und cron-erben. Die Fürsten können kei-ne Printzeßinnen heyrathen, sonder Chahers, und ihre kinder findNahers und nicht Fürsten .
Die Malabars hassen die dieberey so sehr, daß sie offtmals einen,der nur ein wenig Pfeffer oder sonst etwas von dergleichen geringemwerthe genommen, zum tod vcrurtheilek. Alle streit-sachen oderverbrechen,so den tod verdienen, werden von den partheyen vor demKönig abgehandelt. Wenn denn der schuldige zum tod verurthei-let wird, so exeqm'rt man ihn alsofort, und schleppet ihn aus dempallast hinweg. Das amt der «charff-richter verrichten die Nahersvon der ga-ll-; sintemal sich ein jeder für eine grosse ehre achtet, desKönigs befehle auszurichten. Wenn der König stirbt, so folgt ihmder älteste unter den Fürsten in der regicrung, und also haben siewenig junge regenten. Wenn der König von Cananor aus seinempallast gehet,reitet er entweder aufeinem elephanren,oder sitzt in ei.nein so genannten pat^um. und trägt eine crone von maitiv goldein der gestalt einer Mütze,so bucaten schwer wieget.Hiernnt be-
fchenckt derKönig den Staaks-Minister oder obersten Stadtbalterdes Königreichs, und des verstorbenen Königs seine wird allemalin den tempel seines goties geleget. Anlangend ihre heyrathen, so
mal
dürffen bey ihnen die weiber so viel männer nehmen als sie wsllen-andecs als dieMahometanerzu thun pflegen,welche-unterschiedlicheweiber nehme«. Dahero sind sie von dem grausamen gesetze be-freyet,welches sonst bey den andern Indianern im schwänge ist, dasich die weiber mit ihren todten Männern zugleich verbrennen lassenmüssen. Die Mahometaner in Malabar stammen von den frem-den her, welche sich der Handlung halber daselbst niedergelassen, sin-temal die einheimischen, und insonderheit die Nahers oder Edelleu-te auf kein handwerck sich zu begeben, noch einige Handlung zu trei-ben pflegen. Daher gehet alles, was ins land hinein oder her-ausgeführet wird, durch die Hände der Mahometaner. Dk dörf-ftrstn welchen sie sich aufhalten, werden Larar; oder märckce genen-net. Die reichsten halten sich an den see-küsten oder in den gegen-den wo sich die flüise ins meer ergiessemauf, um desto bequemer mitden kanfleutcn, welche gemeiniglich Europäer sind, umgehen undhandeln zu können. Vor einigen jähren halber König von Däne.marck,weicher einige coiomen hier anlegen lassen , etliche llugiokrHec>>„8,L hieher geschickck,welche grossen fortgang in ausbreitn»»der Christlichen religion gehabt,und sind nicht allein inEuropa,son-derlich zu Hatte verschiedene dücher in Malabarischer wraache ge-druckt worden, sondern eS hat auch Varthvlomäus Ziegenbaicka. 1712 und iz eine Malabarische undPortugiesische buchdruckereyin diesem lande zu Tranquebar aufgerichtet, und die bibei in Mala.barische spraache übersetzt und drucken lassen. DcL»cci>c.i-eici,mb.
von oll Incücn. bellkr. von ^iaiabar.
Malabares oder Malavares / sind gewisse Indianische see.rauder,welche ander see-küste derJndtanischen halb-insul disseit desmeer-blijens von Bengala, und vornehmlich von der küste Malabara:> biß gcnSurat ihre rauberey treiben. Sie sind Mahometaner,undsehr grausame Christen feinp. Es halten sich ihrer gemeiniglich indie 2O-> biß 240 in den kühnen beysammen, und segeln hua-ironen,weise, so baß immer >o biß i; kühne beysammen sind. Sie unterste-hen sich Mit dein grosten kriegs-schiff zu streiten,denn sie durchbohrenes alsofort, und werffen viel carcaffen auf den schiff bvrd. Dieje-nigen aber, so ihre art zu streiten wissen, pflegen, so bald sie ihrerankunffl gewahr werben, die löcher des schiff-bords zuzustopffen,umallem schaden vorzukomen. DicstMalabares sind so abergläubisch,daß sie mit ihrer rechten Hand niemals etwas kothiges anrührenwerben. Sie lassen die nägel ihrer lincken band wachsen,und brau-chen selbige an statt eines kammcs, tragen lange haare,wie diewei-ber, flechte» selbige um ihre köpffe,und binden ein stück leinwand ineiner breyeckigtcn form darüber. in-llan. »iie.t>eL!ir.
Malabranca/ (Hugolinus) von Orvieto , ein Eremit von 8.Augustmi-ordemund nachmalsBiscboffzu Rimini,endlich auchPa-triarch zu Constantmopel, lebte um das jähr 1290. Er ließ sich vondem Pabst Nicolao IV brauchen, dieGriechische kirche mitderRö.mischen zu vereinigen, und verfertigte verschiedene bücher, unterwelchen das vornehmste, was er über den wagiMum iemcEum
commcnriret. LLo-Vtt« an. »91 L: »90 n. rs. TttkLemr««.
Malacca / eine halb-insul in Asten, welche der südliche theil derhalb-insul von Indien jenseit des Gangiü. Sie hat das König-reich Stam gegen norden, und ist sonst allenthalben mit dem meerumgeben. Sue bat 2 Koniqe, nemlich den zu Jbor unddenzuPata-na, welche alle beyde dem König, von Siam tcibutdar sind. Heytinberichtet, daß selbige 270 Englische meilen lang, zimlich breit, überalle Massen heiß,jedoch weder volckreich noch fruchtbar, aber wegenihrer Handlung, so sie fast mit allen uarionen treibet, sehr reich sey.An.i zoo bemühte sich derKönig von,Siam,von welchem Malacca abgefallen war, leidiges mit200 schiffen, zooo mann uud 400 e!e,phanlen wieder unter seinen gehorsam zu bringen, aber vergeblich.Die waaren,welche in diesem landegeholet werben,sind reiß,Pfeffer,muscat-nüsse, muscat-blumcn,diamanten, spanische röhre, u. d. m.Die haupl-.stadt gleiches namens,ligt an der meer-engc von Malac ca und hat einen berühmten Hase». Sie gehörte vor diesem demKönig von Ihor, nachgehends aber eroberte sie der Hertzog von Al-duquerque für die Portugiesen, weiche ein fort daselbst aufführten,und den orc zu einem Bischöfliche» sitze machten. Allein an-1640machten sich dieHolländcr davon meister,deren viele,wie auch aller-hand HeydcmMobrcn/Chineser nndPortugicsen darinnen wohnen.Sie hat eine vestuug, welche ungefähr 1 Italiänische meile im un-fauge hat. Die landschafft der Holländer erstreckt sich nicht über;Italiänische meilen um die stadt herum,und das übrige regieret einabsonderlicher König. Es regnet allhier das gantze jähr lang-biß; >nal iir einer woche, ausgenonunen im jan. ftdr. und man. Diemeer-enge vonMalacca ligt zwischen der halb-insul jenseit desEan-gis, und der insul Sumatra in Ost-Indien, erstrecket sich bey die122 meilen in die lange, und ist mit vielen insuln angefüllet, wei-ches die schiffarth dadurch gefährlich machet. LlEi-LL.
InUia». ri-ilc,
Malachiac-/der letzte unter den ir sogenannten kleinen Pro-pheten, war aus der stadtSopha in dem stamme Zabulon,wie Ep>-phanius von ihm berichtet, und lebte nach Zacharia , unter dem derandere tempel erbauet »vordem Weil sein name so viel als ein engnbeißt, so bat dieses Onginem auf die gedancken gebracht, daß er einwarhaffter und eingefleischter enget gewesen. Allein Hieronymu»und die übrigen väter sind dißfalls anderer Meinung, weil man son-sten auch schiiesseu könte, baß Hoscas Christus mühe gewesensemweil sein name so viel oder als Jesus ein Seligermacher heißt.Ei-nige stehen in der Meinung,daß Malachias niemand anders alsEstdras aewesen , welcher wegen seines heiligen und unschuldigen le>bens Malachias oder enge! zugenannt worden. Hjeronymus wudieses vorgeben weder verwertn noch billigen, wlewoi es Eujeo»
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