Band 
Dritter Theil
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und anderer berühmten krksnken Meinung zuwider läufst. Ande-re, als wicBibliander,halten ihn furZachariam. Er befleißiget sich,das volck zu erkänntniß des Hundes Gottes, zu dem glauben an denMßiam, und zur b.usse zu ermähnen; bestraffet aber hauptsächlichden geitz und nachlaßigkeit der Priester, und weiset, daß die wahrtGottesfurcht nicht so wol in opffcrn und äusserlichen cereMonien,als in Verehrung des Göttlichen namens und auüübung der pflich-ten gegen den nächsten bestehe. Er besiedlet dabey die beobachlung»es gesttzes Mosis, und verkündiget die ankunfft des Ellas - eheChristus kommen würde. in -Krön §. ae e. u>.

I. ,s c. ;6. s. in Xl-Isck. c. I. p,bi. I. 1 ^

je lcripr. eccletl LerÄeFF. Lüebir. bibl.

Malachias / ein Ertz-Bischoff zu Armagh in Jrrland, lebteindem 12 iecu!l>, und ist wegen semer Heiligkeit , wegen der ihm zu«geschriebenen wunderwercke und wegen der mit dem H.Bernharbdgepflogenen freundschaffl berühmt. Er war anfänglich ein Mönchund bald hernach Abt in der Adtey zu Bangor, welche er inweitbesseren stand setzte, als er sie gefunden, ward nachdem BischoffzuComer, Upilcopu. Lomersnks, Und endlich zum Ertz-Bischoff vonArmagh erwählet, welches amter aber wieder niederlegte, um emllnter-Bischoff in der kirche zu Down zu seyn. Der Pabst Jnno-cenlius ll hielt sehr viel von ihm, weiches er ihm ,attsam zu verste-hen gab,als dieser Prälat einsten nach Rom kam; wie er ihne bannzu seinem Gesandten m Jrrland ernannte. Allein er starb in semerWiederkehr an. 1148 zu tzlawoaur in des Bernhardt armen, welcherHinzu ehren eine leichen-rede hielte, die in einer kurtzen bcschrei»hung seines lebens bestund. Ausser dem hatte Bernhardus ; brie-fe an ihn geschrieben, nemlich den; iz,;, ;i7len. Man schreibtihmdieprovhezeyung von den cU-i-LÄerwus der künffugcn Päbstezu, so vonCölestino II anfangen, welchen er mit diesen worlen be-zeichnet : ex cLli.o I'xb-i-is, gestalt dieser Pabst , dessen eigentlichername Guido llsi Castello war, auf einem an der Tyber gelegenenschlösse gebohren worden. Über dieses hat 8.Matachias auch nocheinige andere bücher gcschrieben.Im übrigen ist birst prophezeyungnebst des CiacconU erkläruug, so biß aufden Pabst Urbanum VIIgehet, bey dem Arnolds Wioa in seinem ngn» vica-1. >1 c. 4s zu le-sen- In dem i? kecuio ist niese prophezeyung mit angefügter ausie-gling viß auf den Pabst Alexandrum VlI heraus gekoinmen-Manhat auch eine Italiänische cwcion davon. Es sind aber die gelehr-ten sehr zweiffclhaffier me-nuug, ob Malachias der urheder dieserpropdezeyllng sey. Die Cathonschc» sprechen ihm solche gemeinig-lich ab, und bemühet sich absonderlich Claudius Franciftus Mene-trter in einem eigenen buche solches darzuthum Dieses hat iTChrt-stianusWaqneraus dem Framröslschen ins Teutsche übersetzet undunter diesem titul: Elaudii Franclsci Mmetrn gründliche Wider-legung der von Arnold» Wion für des inländischen Btschoffs Ma-lachiä arbeit ausgegebene prophezeyung, an das tages-lichc gestel.ltt. Hingegen bemühet sich Samuel Andreä in seiner historischen

llllguiimowllesucceil.^gwiis?anc,6cum Aoaisnorum, secvnlluin p,L-

voiLrivnem j^lLlscin-e lll^ber-io sötcripiLm > die an. l671j ZU Mak-purg herausgekommen, selbige dem Malachia zu vinlliciren. Vonden letzterwähltett Päbsten hak er folgende kennzeichen angegeben.Nemlich den Pabst Alexandrum VIII bedeutete er durch das i>«-lrüium; pwnirencis Zloriots, welches man darauf hat deuten wollen,daß nemlich dieser in seinem gantzen leben den Frantzostn gewogenwar, aüfseinem tod-bette aber deswegen dusse gethan, weiches erLurch die bulle, so er wider sie heraus gegeben, bezeuget. Jimocen-iium XII sollen dik Worte kiMrum in ^>c>ck» bedeuten, weil an demWg seiner erwählung vor allen thoren jn Rom Spanische reulerstunden,gleichwie auch vor diesem seine familie einen rechen in demwaapen geführet. Der Pabst Clemens XI Hütte die Worte «or»cncumllLti. Hierauf folgen noch 22 solche nachdenckliche reden-Nachdem nun noch 22 Päbste dem Römischen stuhl vorgestandenseyn werden, soll Petrus II, ein Römer, auf demselben sitzen, wel-cher seine schaafe in vielen trübsalm weyden werde-worauf derjüngstetaakommen, und Rom milder weit vergehen solle. Indes-sen ist nicht zu vergessen, daß alle diese dem gegenwärtigen Mala-chiä zugeschriebene Weissagungen nicht allein dunckel und vlelerleyverstand fähig sind, so baß es fast Unmöglich fehlen kan, m eines je-den Pabsts leben und geschichten einige umstände anzutreffen,auf welche sich dergleichen spräche mögen ziehen lassen - sondernauch, daß solche in mehreren mLnuicripren mit anderen so spruchenals gemählden von den zukünfftigen Päbsten untermanget seyen,welche eine klare anzeigung geben, daß vor;. 4 uiw s^o jähren dieHerren München in den klösteren sich gar zu grope freyheiten ge-nommen haben, dergleichen vorwendende propheceyungen Nach ei-genem belieben zu vermehren und zu verändern. >»

ioliuz vics. M-o-r,«-snnsl. <?>: msriz-r. vik. konrit.

ae icrlpt- 4vg!i«. monLtl. unrcrrell. all an 1s3A ^>. liz? lcg-

L all an. >6s! p. 5-g. <S- 8>r. lls Äl-yll- I. Z c.io.

ltt« I. t lle tcripr. ijz-bc-n I. i p. ;; <Sc eommsnt. lle ?r«lu>. tt>oern.p«14. Kiü. lirLin-- p. 461 j erl^ere desjecsc lisrrsckend. Qu-

rop. si. »rZ secj. O/r». 6^/. in Oilll de

^Ldiesu ds ls <Houk de Kome, öcc. *

Malaga/ lak. ktalac«. eine stadk an einem berge in dem Spa­ nischen Königreich Granada, welche nicht groß, aber volckreich ist,und ein vortrefliches »rlenai und einen schonen Hasen hak, so ourcyr aufjetzkgevachtem berge ltgende citaöellen beschützet wird, derendie eine ^jcarrrvL, die andere aber o,b>a>kare<, heissel« Sie hat ei-nen Bischofs,unter den Crtz.Bilchoffzu Granada gehörig,undcrel-bet gute Handlung, absonderlich mit ihrem köstlichen wem. ManAder darinnen noch unterschiedene prächtige gebaude, welchevondrn Mohren übrig geblieben ; wie denn die stlffrs-k»rche,io vormals

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maj bab-n, «Mch

und;°SoandereverdervteoderNnbrauchdmLLe. So?)Luchdurch erdveben grossen schaden erMlen, indemRonnen-klostervbn gründ aus rum>,er, irooHäu-ser gantz umgekehret, und mel mehr hart beschädiget wurden Man

^ schaff- -» dem Ln üb»'Zschuh hoch aufgehoben worden. §r^l>o >- c. j

Locv, I. L.Z4« llelic. cic I' Llz-LZne x».

^Zmlagchtte / ein Möbrjsches Königreich auf der käste vonGuinea antt-pvllLsgelegen.^

MaiäMoecs/lat» lvt°rka«2ucum. eine insül, Ungefähr 2Teut«sche meMn von Venedig . Voralters haben die VenetiamscheHcr-tzoge daselbst -e!.ll,»t. So ist auch ehemals ein Bischoff allda ae-we,en-welcher sich aber, nachdem auf dieser insul die fte an. iwrgrossen Ichaden gethan, nach Chiog.sia gewendet. Die grossen schif-ft pflegen M dem Ha,ett vonMalamocto,weicher sich bey einem dorf-fe gleiches namens befindet, uttv sehr geraum ist, gemeiniglich etn-zulauffen, und ihre grosse zurück zu lassen,worauf sie erst,

weil hernach das wasier nicht liess genug, nach Venedig gebrachtwerden können. Es bestehet auch fast das gantze Ufer dieser insutaus lauter Hafen. Im übrigen begreifst sie ungefähr; Italiänischemeiien in die länge und 4 biß zoo schritt in die breite. Die Venetia-ner sehen sie an als einen ört, an dessen krhaltung ihnen ungctneiiiviel gelegen, und haben sie danuenhero wider die feindliche an-alleaufallerhand art bevcstigen lassen. §- E-r vllie öerexubi.lls V°m-

ie p, 4 Nxz. Sclisn^I. llcs Icriegs in >, 4 l. 541.

Malans / ein schöner wohlerbauter flecken in dem rs gerichten-bunv m Graudundten nicht weit von dem Rhein . Er ist wegen desdaselbst wachsenden guten Weins berühmt, und im ott. 1684 baldvöllig abgebrannt, nun aber schön wieder aufgebauet.

Malapertius/ (Cäkblus) ein Jesuit zu Bergen in Hennegatigebvhre», lehrte mit grossem rühm zu Douay, und verfertigte vielschafften, beydes in gebundener und ungebundener rede. Er hat sicheinige M in denen Jesuit» coi-eßür m Polen aufgehalten, und all-da feine verse dem HrmtzM Ladisläo des Königs Srgismundi Ilksöhn zugeschrieben; war sonsten auch ein guter ^sMemr-icu-. undstarb zu Madrid den i nov. an. iSzs, verschiedene schrifften hinter-lassend, als da sind i llL vcmis i. 2 in verstN; commenc. in i> K. prio»

res Luelillir; tzicmenr» zeo«ekki»j iakirukioii« «tichmetic«; pt-sÄi-

^UlleiacL ; llllsrs Nsl; »ckicL» eine lateinische ll?rLgt>Lllie SsllLciri-Lieg!« Über das leyden Christi, ^MccllLlies. Ac hibl. !c>c.

-I. öclgs *

Mülaspitta/ eine kouv»LiE UarggkafschaO i« Italien , undzwar in der prvvintz Tvscamen, nahe bey dem Genuesischen ge-biete, so eigentlich die Marggrafschafft Massa ist, welche das haußMalaspina ehemals besessen, aber an, i?;s durch heyrath an dashauß Ctbo gekommen. Einige sagen,es stamme das geschlecht Ma«laspina von dem Hause Sackn», her; andere geben vör,daßder stiff«ter desselben ein junger ov-iiei-gewesen, Hugonis des Grafen vottMayland söhn, welcher an. S4§ Siegsridum,ben Fürsten von Luc-ca und Massa, mit einem langen schlvartzen Vorn umgebracht ha-be, daher der name Malaspma gekommen sey. Noch andere führendieses geschlecht von Alberico yer, dessen in dem 8/6 zu Pavia ge-haltenen Concillo gedacht wird.Dieser zeugte Wencum II Marg-grafen von Italien , dessen söhn Aibericus III, Marggtafvon To-scana und Herr von Massa, ic. war. Selbiger soll sich mit Cumssa,des BereNgarit III gemahlt» schwcster, vermählet haben, aus wel-cher ehe Wtlhelmus Malaspina-Maeggrafvon Lllmgianv undCak-fagnatto, Herr von Bobio , rc. gebohren würden. Dieser diente un-ter dem Kayser Otkone wider die Saracenen in Calabria, und ver-mählte sich mit Gibergä Guimari, des Fürsten von Saiernö toch-ter. Äbizzo, sein söhn, stunde dem Kayser gleichfalls getreulich b»,und ließ sich zu verschiedenen wichtigen geschähen gebrauchen-Erstarb um das jähr ios§, Azolinum hinterlassend, ivelcheitdemKay-ser Henrrco II seine treue erwiesen, und ein vater worden Moms,Marchesen von Italien z dessen söhn Conradus Malaspina hat dasgeschlecht sorkgepflantztt, und gibt man vor, daß sem svhrr Jsnar«

dus mitUecheigaura, e,nerKömglichmPrmtzeM, von Sm°.n-ewObizzonemMalaspinaM gezeuget, welcher ^ KMer Hennco Vwider den Pabst nicht beystehen wolle z aber dannsch von lelb-geMwohl rr-Kiret würden ist, und die bestätigungsemer rr^enden le.den erhalten dak. Sein söhn Morello oder Moneeüo MalajpiMtverfiel an. ii72Mit den Genuesern in krieg, war aber so ungwck-Ilch, daß, wolle er anders friede haben,er PiettaCoperta sammt bettsee-bafen Lenice an sie abtreten muste. ÜNter lernen söhnen richt»eConradus den stamm der Marchesen von Villcnrünca aur, gleich-wie Wilbelmus, der älteste söhn, das geschlechte Malaspina fort-geführet Dieser letztere war sehr unglücklich, vcrlohr den grolreN