Band 
Dritter Theil
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diente doch zuketst selber den Genuesern wider ihre feinde, und starbum das jähr irzo.Sein enckel Gabriel hinterließ Svinettam Ma-taspinam, welcher durch den Castruccio Castracani aus seinem lan-de verjaget wurde, und sich nach Verona renken muste< allivo ihmder Printz ll-i-s Scaia sicherheit verschaffte. Er baute auch daselbsteinen prächtigen pallast, muste aber meistens ein ihm gantz widri-ges geschick erfahren. Doch war solches seinem söhn Azolrno etwasgünstiger, und setzte dieser sein hauß nach dem tod des Castruccw ingar guten stand. Dessen enckel, Spinetta II,wurde von Carslo IIIvon Neapolis mit dem Hertzogthum Gravina in dem besagter^-nigreich beschencket, welches er aber balv wieder verlohren. e^einenckelAntoniusAlbericusMalaspina,vermählte sich nach erhaltenerPäbstlicher an. r^iS mit Johanna Malaspina, Mar-

quisin vonFivizzano,seiner nahen anverwandtin, und zeugte mit ihr6 söhne. Unter diesen ist Gabriel der stamm-vater der Marchesenvon Fosdinovo worden, Jacodus aber hat das hauß Malaspinaerbauet. Er brachte an dieses Carrara , Montia und Lavenza. Un-ter dem Ludovico Sfortia bekleidete er an. 1470 die stelle einesLieutenants, und erhielt sich auch in der freundschafft der Floren-tiner. Von seinen söhnen ist Aldericus zu mercke». Dieser setztesich bey dem König Earolo VIII in grosse Hochachtung, und bekamvon ihm nicht nur die MarggrafschafftFivizzano,welche dieFloren-ttner btßber in ihren bänden gehabt hatten, sondern auch das Her-tzogthumGravina.AlleinalsgedachterKönigCarolusVIIIausJta-lien wieder nach Franckreich zurücke kam,verlohr er wiederFivtzza-no und einige andere örter.Es vermählte sich Albericus mit Lucre-tia, einer tochter SigismundivonEste,und zeugte mit ihr; töchler.Die jüngere davon, Thadea, heyrathete den derühmcen Bojardi,Grafen vonScandiano. Die älteste wurdeScipionivonFiesch! bey-geleget , welcher auch nach ihrem tod auf erhaltene Pädstliche ll>-tpeiilLcion an.i;i5 sich mit ihrer schwester Rlchardis vermählle.Erstarb an. 1520, eine emsige tochter dinterlassend, welche um dasjähr 1540 des Grafen Vitalino Visconti von Boromeo gemadlinworden. Richardis aber schritte zur andern ehe mitLaurentio Cibo,Grafen zu Fiorentillo,welcher nachmalsMarchese vonMaffa wor-den. Solisten hat sich auchaus diesem Hause Germanus oder Ger»manicusMalaspina,Bischoffzu 8-Severo in dem Königreich Nea-polis, bekannt gemacht; der Pabst Clemens VIII schickte ihn an.i? y; in der qualität eines Nuntii zum König Sigismundo 111 nachPolen , allwo er aber nicht sonderlich angenehm gewesen, und ent-stund von ihm das sprüchworties würde doch wol kein doriffspina)gut werden, und wenn er auch von Rom leidsten käme. Mit ebendiesem cKar-Äer gieng er nach Siebenbürgen zu dem CardmalBa-thory, den er aber, um sich dadurch bey dem Kayser Rudolpho IIverdient zu machen soll aufvie schlacht-banck geliefert haben. Heutzu tag hält sich dieses geschlecht am Kayserlichcn Hof zu Wien auf.

Malatesta/ (Sigismundus) Herr von Nimmt,war ein ?Kllo-fopkus und »iiiaricuL, auch em guter soldale, und einer der vortrcf-lichsten Generalen zu seiner zeit. Allein daneben beschuldiget manihn,daß er sehr gottloß gewesen, alle religion verlachet, und der sec-len Unsterblichkeit geläugnet, auch nichts zu lbim unterlassen, wassein -nrercii- und seinen ehrgeitz zu unterstützen vermocht.Hierdurchmachte er sich die Päbste zu feinden, so daß Pins I I an. 1462 ihn inden bann that, wodurch sein gemüth cmiqer^massen gedändigetlvurde.DieserMalatesta schlug,uebstFcauciscoOforzla,AnionioOr-delaffi, den Herrn von Forri. Desgleichen bekriegte er auch seineNachbarn, und erhielt allezeit sieg wider sie. Nachgebends mach-ten ihn die Venetianer zu ihrem Geneml Darausgieng er in Mo-rea,und eroberte von den ungläubigen svarta,nebst einigen andernörtern mehr. Nachdem er wieder zurück gekommen, wurde er zum'General der Senenser und Florentiner gemacht. Daraufführte erden krieg wider den Pabst Pium II, war aber nicht glücklich darin-nen. Endlich starb er den s oet. an. 1467,da er; i jähr alt worden.Er Hinterlist viel Ander, und unter andern Robcrrum Malatesta, sogleichfalü ein zu seinerzeit berühmter General war. Anfänglichdiente er dcnVenetianern und hierauf c»mmLi>Mrte er des PabstsSirti I V armer wider Alphonsum, den König von Napoll,und des-sen bunds-genossen, welche er 011.1482 schlug, Hieronymus Riariosoll ihm kurtz daraufmitqifft vergeben haben,gestalt er an. 148; die-ses zeitliche gesegnete. Der Pabst ließ ihm zu edren eine statue zuPferde in der 8. Peters-kirche aufrichten. Die Malatestische fami-lie war vor diesem sehr berühmt und mächtigzwie denn unterschied-liche Häupter davon zu Pesaro und Rimini regieret haben. In derletzt benannten stadt haben sich die Malatcsti über 200 jahr-lana er-halten. Rachgehends nahm sie Clemens VII dem Pandolfo Ma-lalesta,welcher zu Ferrara in grosser armuth dieses zeitliche gesegne-te. Die Malatcstisthe famjlie ist in den Venctiaiiischen Adel aufge»nommen worden. Ausser dem oberwehnten Sigismundo und Ro-berto sind noch; andre, nemlicb Carvlus, Malatesta Malatesti,und Galeottus, aus diesem geschlecht, als Generals in den virilstender Nepublic Venedig gestanden. Kill. gouv. 6-.iist.

L: onig. lli: tamig. ck Ir»l. 77 in comm^r,7c-

Malaxus/ (Johannes) lebte zu Constantinopel an.l?78Sein elend und armuth hat Gerlach von Constantinopel an Marli-num Crusium berichtet, wie er »emlich die kinder in einer armseli-gen Hütte gelebret,worinnen etliche gedörrte fische, als sein gantzervorrath von'sachen, zu sehen gewesen, bücher abgeschrieben, dasgeld aber, so er damit verdient, an ein glaß wein zu wenden pflegen.Er schrieb die Historie der Patriarchen von Constantinopel in Grie-chischer svraache, welche der Labbeus in dem co-nore der Byzan-tinischen Historie heraus gegeben hat- Kill. Lr«c»

Malchin / ist eine kleine stadt in dem Mecklenburgischen Für-stenthum Wenden,hart an den gräntzen deüPommerischenHertzoa-thums Stettin , an dem Cummerowischen sie, gelegen, wo der MPene aus demselben wieder heraus kömmt. Sie l>gt an einem soengen paß, daß man kaum mit einem wagen füglich hinzukommenkau, in einem morastigen gründe, und hat zu beyden feiten hohe sel-ten. Eine starcke meile davon ist ein andrer see, welcher von ihr derMalchinsche see genennet wird/ Diese stadt hat durch ftuer vielschaden erlitten. Hpogr. 8sx. >»f. p. ,8°.

Malchion/ ein Prister zu Antiochien , lehrte die rede-kunst mitgrossem rühm, und schrieb einen erspar wider Paulum Samvsa-tenum, wie auch eine epistel an denPabstDwnysinmimuamendeszu Anrwchien an. 270 versammlete» f- iroäi, welche von demEust-biv angeführet Wird. I. 7 UM. c. rz L lle scripror.

ecciei',

Malchow,ist (i)einekleinestadt nebst einemamte, in demMecklenburgischen Fürstenlhum Wenden,zwischen dem Plawerseeund dem Calpinischen see,an einem arm von diesem letztem,gelegen.Es befindet sich ein Adeliches inngfrauen-klosrerdarinnen. (r) EinKönigliches Preußisches lust-schloß in der Mittelmarck, 2 stundenvon Berlin , w ehemals dem Freyherr» Paul von Fuchs gehörethat. ruf. l8o.

Malchus/ war nach Suidä bericht, ein sophist zu Bnzantzmndlebte, wie Photius meidet, der zugleich vorgiedt, er wäre aus derstadtPyiladelphia gebürtig gewesenen dem ; llculn unter demKay«ser Anastasio. Eden jctztgedachter Photius berichtet, daß er 7-chcr von seiner Historie gelesen, welche von, 17 jähr desKaysersLeo-nis angefangen, und sich mit Julii Nepotis tod an. 480 geendiget.Er lobet ihn wegen seiner reinen und netten schreid-art, und nennetihn ein Muster eines vollkommenen historien-schreiders. Suidas berichtet, daß seine gantze Historie von Constant.no angefangen,undsich mit Anastasio geendiget habe. Man bat noch 2 schöne ll-xmen-

dieser htsiorie in ecioßls leßsclunum. Solche sind an. iüo; Grie»chifch durch u>2villcm ttoellkeilum, und an. 1648 mit des CiNito-clari Lateinischer übefttzung durch Henricum Valesium heraus ge-geben worden. in bibliork. c. 78. lle kill. Lmc.

i. r r.ri L,'e/»er in bibl. 77 «»c^r«-- lle lcilyt. k)2L»t.

Maldeghem /eine ansehnliche familie in Trabant / von wel-cher Eugcnluö Ambrosius von Maldeghem/ Baron und Herr vonLeyschott/ rc. Ritter von 8. Jacob und Königlicher SpanischerOdrister und Feld-Marschallvon der cLvslienc an. ,68z den Gräf-lichen cksrsüer erhallen. Er wird in dem Königlichen -kplomar-angeführet / daß seidige von altem Adel sey / und seil ;oo jährenher durch ihre vortrefiiche und getreue dienste sich bey den Landes-Herren verdient gemacht. Übrigens hat sie ihrer Herrschafft Ste-nuffct den Grästlchrn titul und namen Maldeghem beygeleget. An.1717 ward ein Graf von Maldeghem ^rtaats-Rath von Trabant.

7 /e>-eÄs?r rrr-cr 7 ,,nö«?rr p. 100.

Maldera/ (Jacodus) Dischoff zu Antwerpen / wurde zu Leen-wc-satiit-Plerre / ohnwett von Brüssel / an. i;6; den -4 aug.ge-bohren. Er studierle nachmals in letztgedachtcr stadt / wie auch MDouay und Lövcn / allwo er endlich nicht ohne rühm die ik-olox«geichrct/dlß er an.itzii gar BischoffzuAntwerpenwordk. Er stun-de dieser würde biß an.i ü;; vor/in welchem fahr er diese zeiMkcwgesegnet/ verschiedene schrifflen hinterlassend. Unter diesen lind:

commenrsr.s in csnricL csnucoru.ii; lle abuku rcllriÄioniim mcuisii-

uru; llc llgillo cvnfellianis fsc-Lin^nralis, öcc. Johann Haineler/Domherr zu Antwerpen / hat ihm eine leichen-redc gehalten / da-rinnen sein leben wcuiäufftjgcr zu finden. An-

dreas und andere legen ihm in ihren schrifften grosses lob bey.

Maldivische insuln/Iat. KtLilliv».-inlliiL.sind einige Alialischeaus dem Jndlaiilschen mecre gelegene insuln / welche gantz.nabebeysammen liegen/ und gleichsam wie 1; rrauben aussehen / >0 A!»tolloas genannt/ und durch meer-engcn von einanderuMMMdeilwerden. Gedachte 1 z krauben oder so viele Haussen kleiner nähr bey-sammen liegender insuln / welche sich von norden gegen suden aus; oder ;°o mcilen erstrecken / werden folgender Massen genannl:Lrilladov Malis (so die Portugiesen ob-xa a-im-; Helge»)Mllladove/ Madove/ Pgdypola / Malos-Madon / Ari-Ätttt-lon/ Malc-Atollon (worunter Mole die vornchmsie von mimMaldivischen insuln mit begriffen ist) Polisolu / Molnque/ Ait-landoux / Callomadour / Adounigtir / Sovadov/ Avon und po-ve-Maluqiie. Die 2 letzter» werden nur vor eine gerechnet/unv äsezusammen haben einen König / welcher gemeiniglich zu Misteren-dirck. Die lufft ist in diesen insuln nicht übermäßig heiß/vb lle woyunter der linie liegen / welches von den langen nachten hertoiium /in welchen viel thau fällt / wodurch die tages bitze gemaßlgtt wns.Cs giebt allbier schöne schneckcn / schwartze corallen und amvm.Im übrigen haben diese insuln ihren nameu von den beyden Wör-tern Male und Divc. Das erste ist der namc der voriiedmstm lnsii /und das andere heißt in der Maldivischen spräche / so viel aism elusul. Sie wurden an. 1:07 entdecket. Das daran stossrnde i mder see wird von den schilfern das Maldivischc meer geiicunct. Cl -ae zehlen dieser insuln mehr als 12000 / allein man weiß deren au»zahl nicht gewiß / wie sie dann öfflers auch eine klippe unt vvt eminsul nehmen. Sie liegen alle in einer geraden linie. Die'l wUnannte AtelionS werden durch 12 grosse meer-engen von küM c