Band 
Dritter Theil
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«M'sckMn / und die übrigen insuln sind den fremden insgemeinsehr schädlich: denn die stinckende Wasser so vieler cancile geben gar'Me dunste von sich/welche nebst ihren ungesunden frischen wassernpesiilentz-fieber verursachen. Es grebr auch zwischen diesen Atellvnsso viel erocodiste/ daß man sich nicht sicher aufs waffer wagen kauMan halt insgcmcm davor/ daß die einwohner dieser insuln ausCeilan gekommen icyn. Sie sehen ol-braun aus / und sind zwarklein / aber doch Wohlgestalt /die meisten geben nackend / ohne daßsie die schäm bedecket haben. Niemand darffbey ihnen lange haaretragen / als allem der Könrg / und die soldaten. Sie haben einenzimlichen gmen verstand/ und legen sich insonderheit auf die ark-ney und sternsehcr-kunst. Diese insuln dringen weder weihen nochMaide hervor / aber hingegen viel Honig/ granat-äpffel/ «wo-llen / pomcrantzen und cacoa oder Indianische misse. Der bäum /welcher diese letztere fruchte tragt / ist der nützlichste unter allen. Ergiebt einen fasst / welcher wenn er aufverschicdene arten zubereitet/oder zu verschiedenen jahrs-zmcn heraus gepreffet wird / öl / wein/butter/ milch oder zuckcr giebt / die frucht ist eine Mandel / worausdie einwohner brobt backen / die blätter dienen zum schreiben/und aus dem stam-holtze werden Häuser und schiffe gedauel. ManHai auch gewisse weisst schaalen m diesen insuln / die so schön sind/daß sie an einigen Indianischen ortern des festen landes vor geldpaßiren. Sonsten gehet die Mahometanische religivn im schwän-ge. Wenn ein cmwohner von diesen insuln eine reise nach Mcecagethan hat/ wird ihm erlaubet zum zeichen semer Heiligkeit einenlangen barl zu tragen. Alle diese insuln sind erblich / und es folgenallemal in der regrerung männliche erben mit ausschsteffung derweiblichen. Die vornehmsten einkünffte des Königs bestehen in denstranb-gütern; als welche er mit schlechter ehre ohne die geringstenachsrag preiß machet / und sogar die von schiff-bruch gerettete per.söhnen in die silaverey hinreißt. Sein tikul ist dieser: Sultan einKönig von i; provmtzlenilnd 12000 insuln. Im homung desjahrs i6°? überfiele der Konjg von Bengala diese insuln mit 16Galeeren / ohne daß der Maldtvcr einige Nachricht davon gehabt /ober sich zur gegenwchr rüsten können. Auch hinderte diesen die da.malige wind-Wc/ daß er nicht in die entlegene insuln entfliehenmöchte. Daher ihn die Bengalen mit ihren wohldescgeltenGalee-ren bald einholten/ und als er sich zur wehr setzen wölke/ mit einemspieß durchstachen. Die einige ursach dieses übersatt wäre der grosseauf die bemcldte ungerechte weise aus denen verunglückten schiffengeraubte rcichthum/ und sonderlich eine schöne anzahl stucke/nachwelchen dem König von Bengalen das maul gar sehr wässerte/unddie er auch allesamt neben dem übrigen sehr reichen raub mit sichweggeführt hat. Framois Pyrard von Laval aus Bretagne gebür-tig/ der bey dieser gelegenheit aus der Maldiver gemalt errettetworden / hat eine sehr nette und lesens würdige beschreibung dieserinsuln/ welche sonsten von denen Europeerenwegen dcmunlieffenMeer gar wenig besucht werden / herausgegeben. -ieLripr.

llesittrlcl. Kitt. cics incies. *

Maldon / lat. c-mriollunum. ist ein Engelländische stadt inder provmtz Esser / an dem fluffe Chelmer / ohngcfehr 7 Meilen vonder sie/ zwischen welcher und dieser stadt 2 kleine insuln liegen / mitnamen Norkheus undOsey. Allhier residirte Cunedeimg/ ein Brit-tischer Fürst / der zu Tiberii und Caligulä zeiken lebte / zu welcheneiner von desselben söhnen flöhe. Aulus Plautius / der RömischeGeneral unter Claudit regterung / stritte mit Caractaco / einemandern von dessen söhnen / und tödele ihn in der schlacht. AlsClau»diuZ an.C.4; m dem dritten jähr seiner regierung tn eigener Personin Britannien kam / demeisterte er sich dieser stadt / und wurde da-her LrirLnnicus gmennet / er machte selbige zu einer Romischen,co>lonie/ legte ein alt regimenk soldaten hinein/ und ließ eine muntzschlagen mit dieser Überschüsse: Loi. Lamalociun , das ist comm»L^mziociuneniis, wovon noch mehrere stuck vorhanden. Sonst wirddie stadt auch in einer alten stein-sckrlsst: L^oni» viLric-nss- beyge-nannt/ ohne zweifel/ weil die dahin geführte >- 8 >on den zunamenv,Är>x gefnhret hatte. Hernach vcrspühr.e diese stadt den grimmder Britannier unter Boadicea / der Königin der ^eener/ welchesie um das jähr Christi 6 z einnahm/ und verbrannte/ und alle«mer mit dem schwerdl erwürgen ließ; welches den Bntanmcrn beyder plötzlich erregten ausruhe um so leichter fiel/ als die stadl/ weilman sich von denen einheimischen nichts besorgte/ noch gantz ohnemauren war. Sonst wäre da ein sehr prächtiger temvel zu ehrenKavsers Claudii / und ein rhcatrnm zum bchuffder schausplelen/zu sehen/ welches alles der wuih des empörenden volcks zu gründrichtete. Jedoch bauten sie die Römer wieder aus/ wie aus demIcinepZritt e^hkÜLk. Eduür'd/ söhn / ein Sän)-sischcr König / sahe/ daß sie von den Dänen sehr rulmrek ward /re^-Ute er und befestigte sie mit einem castcllc. Zu Cambdciu ttitwar es eine wohlbewohnte stadt / so nur aus eurer straffe bestund /die aber eine qanke Englische meilc lang war', /ue hat das k>nv>,iegiun,, daß sie 2 dürger ins Parlament absehr-ren kan / und lsi mdem r; jähr Königs Caroli ll als eine Burggrafschafft dem Gra-fen von Essex gegeben worden. 2^-/. ' 4 - c. « l°g. >r. ,n

vitL AAnc. c 16. Lec-vexeL UcUc. cie Is ZrLncie krcrsZne.

.. Maldonatus / (Johannes) ein Priester zu Biirgos in Casti-lien/ lebte um das jähr i-r zo. Er schrieb gar sein (ateln / und gabauch/ andere dazu anzureihen/ p^L-ieim ->o

Deßgleicheii hat man von ihm einen kurtzen begriff rondemlebender Heiligen / weiches zu verschiedenen malen lledru^ worden. Erselbst rühmte sich gar sehr / daß er imt grosier ^

auf befthl des Bichsffs Iohannis Fonseca zu Burgos verbessert/ so daß kein einiger fehler meyr darinnen zu finden/ wel

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ches aber andere vor «ne ^

k,d!. »>ip. ^ ^ halte». LL-rr«i

x. Lällmons .ux u» komm.

madura an. aus einer ö ken adtti^n / p ovintz Erkre.

ehe er noch m die . c,c,ät gekreucn. Als er hstra^

ebener Massen zu lehren / nahm er alldan^chsibtt des gedachten ordens an. Das iah«- hernachZM aus »eichl seines Generals nach Franck.eich / und echteUlbst die r-n.ic.eopm- und einige zeit darnach die

solchen mgang / daß seine LuU!wces nicht platz genug für sich/ sich dahero 2 biß z.stund vor seinen/ ^"Ksvle er silost offters dadurch gezwungen ward /unter dem freyen Himmel zu prok-iren. Er hatte die ehre/ daß nichtlllaudens-gcnossen Bischöffe und andere ansehn-tche gclstllche / iondern auch von den Reformirten gar viel seine!eet,c>n'-s besuchten / und die Misten / weiche ihn in Person zu holen^-f-E^E^bettnicht hatten / liessen sich seinen u.lcsu.z von andernab chreiben. Von Parts machte er stch an. i?7° nach Poikiers /auoa « aber seinen rndzweck nicht nach seinem willen erreichte/under einige streingkeiim mit den Reformirten ge.vavt/ jlch wreoer nach Paris begab, «eine grosse deaierv / die per»Ionen von wldrrger religion zu seinem glauben zu dringen / trübihn nach Lothringen/da er dann / als er durch Sevan rcißte/ mrtmehr als 20 Reformirten Predigern dispmim / die er/ nach demzeugmß Genedrardi / alle soll stumm gemacht haben. Bey diesemso grossen rühm fehlte es ihm nicht an feinden / und wurde er nichtallem der ketzerey beschuldiget/ sondern auch angeklagt / daß er denkr-eim-mrn von 8. Andre darzu beredet / daß er seine rechtmäßigenerben hmdan gesetzt/ und den Jesuiten seine güier vermacht. Unterden Puncten, welche ihn der ketzerey verdächtig machen sollen / wa.ren/ daß er solle gelehret haben / es wäre kein glaubms-articul/daß die jungsrau Maria ohne erd-sünd empfangen wäre / welches.aber wider die Meinung der Theologischen saculkäl zu Paris liesse.Doch er wurde so wohl wegen der ketzerey von dem Blschvff P«rovon Gondi zu PariS / als wegen der an die Jesuiten gekommenenerbschafft von dem Parlament vor unschuldig erklärt. Dessen ohn.geacht sand er so viel hindernuffcn/ daß er sich entschlösse / PariS gäntzllch zu verlassen/ und sich zu BourgeS gantz und garaufdieauslcgung der Heil. schüfst zu legen. Diesen seinen emschluß de»kräfftigte nachgehendS ein träum / der ihm die stistung seines le.dcns/ biß er diese arbeit vollendet hätte/versprach. Eswu deauchdieser träum durch die erfahrung bekräfftigct/ üidem er zu Rom /wohin er von dem Pabst Grcgorio XIII zu versimgung der Grie«chrschen -ll.rioi. der 70 dollmetschec beruffen worden/ niwk langnach seiner ankunfft/ ais er mehrgedachte arbeit gleich vorhero bc»schloffen hatte/ dieses zeitliche an dem bauch-grimmen/ als welchesihm in dem «meldten träum ein erschienenes bild gezeiget/ geseg-net/ so daß man ihn an. -58; in seinem bette todt gefunden. Sowohl von seiner geschicklichkeit/ als von seinem eifer gegen die Pro»tcstircnden können seine schrifften ein miverwecfliches zeugniß ab-legen/ wiewol diese erst nach seinem tod heraus kommen/ darin-nen auch nicht alles seine arbeit ist. Es sind aber selbige folgende:

coM,»enkrrü in q. svLnßsI>N->.; commencsrii i» prvpkeras 4, z-ce-miLin. L»rucl,,Mecliiclem üc vLiiiel-m ; sxpvssrio psittau -oq; ep>-sso!s cte collsrionc Lellsnenss cum Lzlvinianis ; clilpur. cie ticie; liücc ll-c>Xmc>nit>us;commenrsrii in prLciouvs S.lcripr. l>t>ros V.r AN. 1677

hak man auch verschiedene tractate zu Paris von ihm herausge»geben / als da sind seine schrifften von der gnade / von der erd sün-de/ von der Vorsehung der gecechtigkeit / von der rrchtsirtigungund verdienst der guten wercke / seine vorreden / seine predigten /und briefe / weiche bey dem sind zusammen gedruckt worden.

Man hat auch noch verschiedene tractate von ihm in iol^c>. welcheman heraus zu geben die Hoffnung gemacht. Im übrigen finden sichauch unter seinem namen tumma cLiuum corüc,enr,L-, wie auch 6 N-

PMLNOI.UM Lc corrt-vv-csiLrum sseciisrum circs 7 eccleilg. K.0W3NX"

crLmcn» r. r, welche aber der Jesuiten vorgeben nach/ voller fehlecund des Maidonati arbeit nicht sind / wiewol andere gemigMicngründ zu haben scheine« / daß sie ihn zum des letztem ma-chen. Im übrigen gleichwie die Protestanten verschieden- Ursachen/sich über ihn zu beklagen haben/ daß er nemlichnM allein allzudefftla gegen sie gewesen / sondern auch dero Meinungen gar mchkaÜftiM vsttrage/ über dieses gar viel aus dem B-za unb Buceroohne ihren namen zu nennen ausgttchneden; also sind die ^esuilenselbst nicht allerdings mit ihm zuftledm /und ist sein namc/auSobangebeuteter ursirch/ der Sorbonne mch wenig verhaßt, c-^-

m ci.ro... rci 3N. -^8;, or>8 ix-r-s. I , c. 2 0.6.

bitt. I. 5Z L 7 -r-F^ -McM. r. - p. « 4 öc r. ; P z<-° sq.

xirmin. p. 18 . ci- icr.pt.

tt.sp -i« i» Suppi. oEN-r»!. g. ; i^n^c», N.sso.r-

criric,. clcs -c>chme..»t-urs ciu nouvrau rett. c. 42 P- 6-8 l°q. L Icttr-.cvois.b-bi. ll-ss. p-n ?. cxcrc.r. 3-1,

r"k3r°n... . .L^Ep. "»»' °°»i. »u-e.

M theil. Uu Mal-