mal
vicht sonderlich zuschlagen. Und da geschahe es von ungefehr, dass
ihm das buch des Cartesi- von dem menschen in die Händel
welchen E»-'em er bis dahin noch nicht änderst, als aus einiaenin den auffgabe» ferner gewesenen lehrmeisteren daraus cj-irie,, orleren gekannt hatte. Bey lesung der ersten blätteren sahe Male-branche furs erste mal, zu welcher art von studjen und wiffenschaff-ten ihn die natnr absonderlich tüchtig gemacht hatte. Er sienaalsoerst recht an die pk.ioioMiL zu studieren,da er das -6 jähr seines al-lers würcklich erreicht hatte. Hierauflase er die schrifften Cartenimit solcher auffmerckfamkeit und begierde,daß ihn auch darüber dashertzklopffe» anzukommen pflegte, meclirirse dabey sehr viel, undnähme dergestalten in den pkstolkokischen wissenschafften zu, dasser im zehendcn ,ahr hernach seine anjetzo so bekandte reck-rckevenrL ans licht stellte, welches buch wegen seiner aründlich-keit und der anmuth, mit welcher alle die darin» enthaltenefachen vorgetragen worden, mit einer allgemeinen Hochach-tung aufgenommen ward, daher man es auch ins Lateinischeübersetzt und etliche mal in Franckreich und Holland aufgelegt, un-ter welchen auflagen dre beste ist, die der -uwr selbst an. 1712 in 4«luaci-r-bänden heraus gegeben,wie dann zu dem anfänglich herausgekommenen theil, gleich im folgenden jähr an. 167; auch der an-dere,und nachhero noch mehr ansehnliche Vermehrungen gekommensind; ohne die strert-schnfften zu vermelden, welche er, um seine indiesem buch vorgebrachte Meinungen, da sie von verschiedenen leu-ten angegriffen wurden, zu beschützen, ans tag-lichl gegeben hat.Als er auch ferner rn seinen cunverlLtinnz ckrenennes gewiesen hat-te,wie weit man in seine weise zu xkilollopkllen gehen töne, oder wiesich sein pli.ioldpiiischrs ssllem- mit derChristlichen religion verglei-chenliesse,ließ er sich in die Materie von der nalur und gnade ein,unschrieb deswegen sein buch 6« is nsmre L cle >» gr-ce. Allein darüberkriegte er mit dem Arnau 'd, zwischen welchem undMalebranche
der bekandte k.Quesnell eine Unterredung veranlasset hatte,welcheeigentlich zu dem darauf erfolgten feder-krieg den anlaß gegeben,instreit; Massen Arnaud mit qroffer hertzhafftigkeit wider ihn die fe-der ansetzte, wicwolihm Malebranche auch nichts schuldig blieb,und m unterschiedenen tractaten,sonderlich in 2 bänden von driefen,seinen gegner widerlegte. Wobey ins besondere zu mercken, daßerstlich Arnaud an statt die neue lehr des k. Malebranche vonder gnade anzugreiffen, anfänglich vielmehr die Meinung diesesmanns wiberfochten, nach welcher er in seiner Lsckercke vielfältigbehauptet, daß der mensch alle ding in Gott sehe, und aus derselbegen lehre viele sehr böse folgen hat ziehen wollen. Und fürs andere,daß, als fünffjahr nach dem tod des tvl. Arnaud 2 dessen neue driefein den druck kamen, darum des ?. Malebranche gedancken, so wohlvon denen i<lc>s, worüber, wie gemelkt, schon vorher zwischen ihnengestritten worden, als über die belustigungen des menschen lur >eswLivrr. wegen welcher den Malebranche vorher schon der bekandteFrantzöstsche nkiwtopiivi Kcg>; angegriffen hatte; daß damahlender. k Malebranche neben deantwortung der gegen-grunden seinesWiderparts auch in einer angehängten kleinen schrifft,so er imin>I>rtconrre >L krevel,c>c>n^ in gröstem ernst auf sich genomen,zu erweisen-daß KU.Urnaud von keinem der unter seinem namen gegen ihnMa-iebranche, in druck gekommenen büchern Urheber oder Verfasser seynkönne,weil Arnaud bey gewissem anlaß mit denen höchsten bctheu-rungen versichert,daß er sich jeweilen beflissen hätte,seines gegenrheilsMeinung in dessen wahrem und eigentlichem verstand zu nehmen,undas gröste abschcuen gehabt, solche änderst als er sie in der that zuseyn glaubte, vorzustellen. Worauf dann Malcbranche also bauetc:weil die aus seinen schrifften angezogene stellen entweder offenbargestümmlet, oder deren verstand mit fleiß falsch ausgedeutet, oderandere gar nicht ehrbare künste wären gebraucht worden, um sowohl die bücher als deren Verfasser verhaßt zu machen; so konteeinmal der so den theuren schwur mit gutem vorbedacht gethan, diebedeutete streit-schrifften nicht verfertiget haben. Nach dem buchllur Is Iisrure L: Is grsce stellte Malebranche seine encreri.ns lur I,werrpli^ligue >L rekßiou aus licht» Er ward nachgehends in ver-dacht gezogen, als ob er in der Materie von der reinen liebe der Mei-nung des Ertz - Bischvffs von Cambray beypflichtete, welche be»schuldigung er aber in einer kleinern schrifft von sich ablehuelc, undals ihm der u. Lami schuld gab, er habe sich selbst widersprochen,demselben den rrsÄscile lömour lle Oieu entgegen setzte, Kurtz vorseinem tod gab er seine rellexionz lur IL prcmotion pk^llque heraus»Er hatteauchan.1708 ausgegeben: Lnrrerlen ll'un >^!allopkc ^krc-tien öc cl'un llkiiollopksckiiioirz wozu ihm der bekandteBstchoffddnRosalie, welcher als das Haupt der Chinesischen mstkouen sich dazu-mal in selbigen ländern auffhielte, den anlaß gegeben, indem er ihnversichert, daß die Chineser seine pistiolopluc hoch hielten, u»d sol-ches werck von ihm unter diesem volck etwas fruchten wurde.Sonjthat er auch schon an. 15 84 sein 1 rLice -l- iviorsie ausgegeben, dar-inn er alle pflichten des menschen, auch so gar dieiemge, welche son-sten dem Christenthum gantz eigen geachtet werden, aus mnen be-sonderen principü 5 herführet. Wiewol er nöer physikalische undgeometrische Materien nie keine absonderliche ichrlfften verttrtlqet;so mag man doch ans dem, welches er aus beyden wissenschafftenin seine andere bücher, vornemli ch in die reck-rckc a- venre elnge-bracht, ohne mühe erkennen, daß er dicselblge mgrad besessen habe; >vie dann auch in denen wöchentlich bey ivmgehaltenen Versammlungen der gelehrten von solchen dingen sehrviel ist gehandelt worden. Die s^stemie ic,enccs batte idn zu ei-nem >zcg<iemicn tionnr^rio erwählt. Er starb an. 17l ^ zu 4. Ndl 'Seine frömigkeit und auffrichtigkeit hatten ihm eben so vie! rühmzuweg gebracht, als seine gründliche gelehrsamkeit und weitlauff,tlge wissmschgfft. ^
1cic»cer. ^
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rii lobn Roge.
Engclland,aetr"u!>cd ^ 'h.anv dem eroderer, Komg von
WWMWWZ
wäre lchon zulänglich, daß er zu bauß aufeine geziemende art lebenkonte, und^cinnacl; lrüge er bstkcü eedencken'audre "
Uvren. Sein lohn Robcnus war dißfalls andrerdmE^ mit nach Engclland übergieng, und durch dien-)M'^edurersc»,vermögeninderNormandicgm sehrveunchrte. Des Komqs Wilhelmi jvhn und Nachfolger, Henricus I,
nebmsien^r^ Bsschoffvon SaliSdur», zu seinem vor-
neymiken Staats-rxlinigcrgn welcher 5unÄ,nn er sich nicht weniaer
als durch seine cremplarZkleidung und andern dingen beliebt und be-rühmt machte. Dessen ungeachtet irmste er das gewöhnliche hof-gluck erfahren, und weil er wider den König sich in eine rcbelüoneingelassen, w siel er in ungnad, und starb nach con6l»r,on aller«einer guter, in grosser armuth. /,?/?. «f
vol. k p. n;, - -
N^s.s.LOs. 118 , vderHenimerli/ (Felir) s. Hämmerlin.
Mallersdorff/ ein reiches Bencdictiner-kloster im BißthumRegenstmrg und dem Bayerischen land - gerietst La»dau, welchesGrafHeinrich von Kirchberg und sein söhn Ernst an. 1109 gestiff-tct, hat sehr viel Abeliche begräbnisse.
^sallxpikkr / ( Claudius ) 8ccrcr,,n'm der LLLtlemle ,
war von Pariß gebürtig. Gleichwie er von Natur einen mun-tern geist hatte, also war es ihm um sv viel leichter,sich m der gelehr-samkeit hervor zuthun. Zwar thaten ihn seine eitern anfnngs zu ei«nem Königlichen Finantzen - Sccrer»rlo, aus liebe zu den stu»dien blieb er nicht lang bey ihm. Hieraufwurde er Secrer-nus desMarschalls vonBassompierre, und nachmals bey dem Cardinal vonBerulle, wiewohl er dieses letztem dienste qnittiret, und wiederumindievorigen getretten. Er starb um das jähr 1647, nachdem erindie (vjahr alt worden,nnb verschiedene schrifften in gebundener undungebundener rede verfertiget. llLnDUstoire cle t'scM-mi-
kran^oile.
Malloni/ (Daniel) ein Mönch von 8. Hieroiiymi-ordewwaevon Brescia gebürtig,und lebte zu ansang des i6tm ssc>,i>. Nach,dem er zuRom so wol in den kiiiloiopkischen als i'vcoingisclwn wis-ftnschafften, nach art selbiger zeit, guten gründ gelegt, that er sich imstilpukiren hervor, da er denn durch seine geschicklichksit sich gutenrühm zuweg gebracht. Er hatte kaum das ;c> jähr seines alters er-reichet,als er seine iclioiLsticrm lstlstlotiiecgm heraus gab. Solistenhat er auch eiuclllzrionLs in lligmar» Domini nostck )elli < 7 krill, ver-fertiget, und ist um das jähr l6i 6 gestorben. Man muß ihn mitThoma Malloni, welcher ein geschickter Prediger gewesen, und diestelle eines Dischoffszu Scbenicobekleidet, nicht vermengen. Die-ser lebte um das jähr 1640. pinacc-rb. I c. 76.
mull kill. biki. kikl. cur.
Mallus oder Mallum/ heißt in den mittlern zeiten ein ortunter freyen Himmel,da die Richter und Schövpen zu gewissen zei-ten öffentlich geeicht hielten. Es kommt von dem TeMsthen wortMal her, und wird in den alten Teutschen gesätzen sehr viel ge-braucht. ^ r, 408. *
Malmedy / ist eine berühmteAbtev Benedictilier-vrdens,wel-che an den gräntzen des zu dem Trifft Lüttiq gehörigen Marggraf-thums Franchimontund des Hertzoqtbums Llirembonrg, an demfluß Rechte, ligt. Remaclns, ein Bistboff von Tongern , hat die-sen ort von dem Australischen König,Sigcberto II, verehrt bekom-men,und ein kloster daselbst gestjfftet, welches crk!-!mm,-i^ium ge«nennet,weil er es nemlich ä msto mun<l->verjr» d. i. von dem,was all»da böses gewesen, gereiniget. Eben derselbe Bischofs stiffrete her-nach die 2 meilen davon gelegeneAbten Stabto,weiche nachgehendsmit Malmedy verknüvfft ward; doch so,daß sich die Aebte von allen
tagen pflegen sie aufder geistlichen Fürsten-bancr, zwischen Prumunb Corvey, ihren sitz zu nehmen. Zum ansang des -8 seclik hakCarl Zoseph, gebohrner Hertzoq von Lothringen , und BlsthoffvonOßnabrüg, nachmals aber Churfürst von Trier , diese 2 Abteyeu mbesitz genommen, nachdem sie vorher sehr viel zahr nach einanderallemal demjenigen zu theil worden, welcher Bischoffvon Straß-burg gewesen. - > «.
slTaliueoburv / lat. letLillumens« r«nod!um, eine Cngeuan»dische stakst in der nord-westlichen gegend westli-chen ufer des flusses Avon, an den gräntzen GwA
ster, 74 Englische weilen von Londen gelegen. Dieser mi hal jei
nl»n Olimen und urivrunZ hek von N(llduIpdd,^Nem
bohren. Dieser ort 'st noch bch /^rücken über den fluß, von