Band 
Dritter Theil
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3,6 man

Mpinische, Bußlorifche, Rottennarische, Quisbernanische, Prit-bernowische, Ramansche, Drostdowische, Trinickische, Sternini-sche und Parparsische; von denen aber keine weiß,was sie eigentlich,ausser der mit-belehnschafft,mit den übrigen vor verwandschafft ha-be. Die Arnhausische ist wieder in die Arnhausische ( welche erlo-schen und deren güter in fremde Hände gerathen) Poltzinifche,Pop-pellowische, Collaztsche,KerstimscheundKrückenbeckische(so ausge»sterben,und deren güterder Kerstinifchen als nächsten vettern Heim-gefallen) getheilet worden; von welchen allen man aber auch nichtmelden kan,wer ihr gemeiner stamm-vater gewesen, noch wie sie voneinander gesondert worden. So viel weiß man gleichwohl, daß be-reits an. i; 70 Christoph, auch noch vor ihm Henning Mannteuf-fel Kerstin und Krückenbeck besessen, und auf ihresttzige nachkom-men in gerader linie fortgepflantzt haben. Die Colpinifche, Duß»dorische, Rottennarische und Quisbernowische sollen mit der Arn-hausischen ihrem vorgeben nach einen stamm-vatter gehabt haben,welches aber andere vor gantz ungewiß halten. Eltzovius gedrucktzweyer linien Manteuffel, so an. -riß in Mecklenburg gewöhnet.So findet man auch, daß an. i-88 ein Ritter, namens HenningMannteuffel,und an. 1299 und gleichfalls ein Ritter,namens

Johannes Mannteuffel, gelebt habe. Heinrich Mannteuffel, derein tapferer soldat genennct worden,ist an. i;; 7 des Hertzogs Bo-gislai Land-Vogt, und Engelcke Mannteuffel der Hertzoge Bogis-lai Barnimi und Vratislai, gebrüder, Ober-Cammermerster undRath gewesen. Antonius Mannteuffel war an. i; 9 9 Hertzogs Do-gislai, Rath, und Eckard Mannteuffel an. i;6r ein L-aonicus zuCamin. Engelcke, Wilcken, Jobst Weißke Mannteuffel haben umdasjahri;72, iz/pund 1449; Antonius Mannteuffel vonArn-hausen, ein Ritter, an. 1496 ; Eckard Mannteuffel aufArch undPoltzin, derer Hertzoge Erici und Bogislai X Rath, an. 1484; undGerd oder Gebhard und Dietrich Mannteuffel, beyde von derArn-Hausischen linie, an. 1496 gelebet, da sie mit dem Hertzoge Dogis-lao X in das gelobte land gezogen ; Curdl Mannteuffel von Arn-heim war an. 1,7; Ritter ; Erasmus Mannteuffel von Arnhau«sen aber anfangs des Hertzogs Bogislai X Hofrath, hernach wur-de er an. 1,21 zum Bisthoffzu Camin erwählet. Er hatte zu Bo-logna studieret, und den rühm eines gelehrten Herrn. Zu seiner zeitwurde die Lutherische religion in Pommern eingeführt, welche erzwar anfänglich hart verfolgte,endlich aber doch selbst annahm,undbiß an fein ende vertheidigte. Er starb an-1,44 den i7ten jan. zuBast, so jetzt Casimirsburg heist., und ein zum Bißthum gehörigesamt-hauß ist, an einem schlag-flasse, und ward zu Cörlin begraben,obwohl sein gedächtniß-mahl zu Peltzin zu sehen ist. Wilcken undHanß von Mannteuffel haben die an. 1,29 von den Land-Ständenan den Churfürsten vonBrandenburg gestellte verfchreibung,gleich-wie Afmus und Michael Mannteuffel die renovskion derselben an.1,74 mit unterzeichnet. Carsten Mannteuffel von Arnheim waran. i,,; bey Churfürst Moritzen zu SachfenObrister, hernach beyden Hertzogen von Pommern Barnimo dem ältern, und JohannFridrichen, geheimer Rath, Hof-Marschall, Oberster, Land-Vogtzu Greiffenberk, Stifftifcher Land-Rath und Obereinnehmer. Erwird gerühmt, daß er sich an. -, 6) in Halland auf feiten des Königsvon Äännemarck wieder den KöniginSchweden fehrtapffer gehal-ten habe. Eckard und George Mannteuffel haben um das jähr i,8Sund 1627 gelebt, und den damahligen Pommerischen Hertzogenals Hof-Junckere gedienet. Afmus Mannteuffel war an. rüzoRittmeister, und der letzte von der Arnhäusischen linie. CarzeMannteuffel von Poltzin klonte an. »,2z. Asmus Mannteuffelvon Poltzin aber hat an. 160; des Hertzogs Barnimi, gleichwieGerhard Mannteuffel an. 1621 des Hertzogs Ulrichsleich-begäng-nisse mit beygewohnet. Dieser hatte drey söhne, Eccarden, der zuPoltzin wohnte und einen eintzigen söhn hatte, Bernd Ewalden,welcher an. 1680 Churfürstlicher Brandenburgischer Ober-Forst-meister in Preussen war, und keinen männlichen erben gehabt; undGeorgen, denn der jugend gestorben, also daß die Pöltzinifche liniezu anfange dieses-8ten Kcuii aufschwachen füssen gestanden. DieKerstinische hat sich noch am besten erhalten.HenningManntcuffel,dessen oben erwehnet worden, ist der erste, den man davon antrifft,ob man schon nicht sagen kau, daß er derselben stamm-vatter gewe-sen. Sein söhn Christoph Mannteuffel auf Kerstin undKrucken-beck lebte an. »;7o, und hinterließ einen söhn, namens HenningaufKrückenbeck, der an. 1400 gleichwie des Hennings söhn, na-mens Wltzke oder Wezlav, an. 14,0 gelebet. Henning Mannteuf-fel, Wezlavs söhn, aufKrückenbeck und Kerstin, Drehnov, Nestin ,Gandelin, Trirecke undKrühne hinterließ an. -494 vier söhne, na-mens Heinrich, Wizke, Lorentz und Christoph; dieser, so Kerstinund Drehnov zu seinem antheil bekommen und an. i,z, gestorben,ist der erste von der familie, so die Lutherische religion angenom-men. Henning Mannteuffel aus Kerstin und Drehno,, Christophssöhn, halbem Ritter-Orden in Liefland , hernach ChursürstAlbrech-ten von Brandenburg , desgleichen Kayser Carln V als Obrist-Lieu,tenanr gedienet, und endlich unter König Heinrichen von Franck-reich an. 1,69 und an. 1,70 2000 pserde commandiret, ward aberan. 1,71 den rten febr. von einem seiner eignen leute schelmischerweise erschossen. Sein söhn Christoph auf Kerstin, Krückenbeck,Drehnov, Nestin, Trinecke, Gaudelin und Krühne, ein sehr klugerund gelehrter Herr, brachte gedachte lehn-güter, so in 102 jährennicht einem allein gehöret halten, zusammen an sich, und wolle kei-ne bedienung oder ehren-stelle annehmen, sondern blieb auf seinenguter«, allwo er an. 16)4 starb, und 4 söhne, namens Henning,Anton, Niclas, und Jacob, hinterließ. Die beyden letztem, (undzwar Jacobus, nachdem er dem Churfürsten zu Sachsen , dem Kö-nige von Franckreich, und endlich dem Churfürsten vonBranden-burg als Oberster gute dienste gethan ) starben an. is;g und an.

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r66; ohne erben. Henning Mannteuffel aus Krückenbeck aber fetz-te die unter seinem vatter mit der Kerstinischen linie vereinigte Kr,-'ckenbeckische linie aufs neue fort, und hinterließ an. 1642 zwey söh-ne. Der älteste, namens Henning, starb zu Paris ohnverheyrathet;der andere, namens Christoph,war anfangs zweyer HollsteinischenPrintzen, und nachgehends des Erb-Printzen Johann Fridrichsvon Wurtenberg Hofmeister, wurde aber, als dieser aufder reise inEngelland gestorben, von dessen vatter Eberhard III zum geheimenRaths-Prandenten,Ober-Hof-Marschall undOber-Vogt zuMar-bach gemacht, welche ck-rg-,, er auch biß zum tobe dieses HertzoaSrühmlich bedienet. Er begab sich hernach nach Straßburg , undstarb an. 1689 unbeerbet, ob er schon zweymal verheyrathet gewe-sen. AntoniusMannteuffel aufKerstin,des obgedachtenChristophssöhn, war zwar ein gelehrter mann, wolle sich aber, ungeachtet ersehr darum ersucht worden, in keine welt.händel jemals mischen.Erwar an. 199; gebohren, heyrathetenachmahls LuciamElifabethenvonGoltz (aus dem in Pohlen gelegenen Hause Claußdorff,) undstarb an, iü6c>. Sein söhn Christoph Arnold auf Kerstin, Krücken-beck, Gandelin und Kruhen, Königlicher Preußischer Land-Rathdes FürstenthumS Camin, hat zu Franckfurth an der Oder, zu Tü-bingen in dem co>!-Z>o iiiustri, und zu Straßburg studieret, undFranckreich nebst andern ländern durchreiset. Nachdem nun dieKruckenbeckische männliche linie mit vorerwebntem Ober-Hof.marschall des Würtembergischen Hofes zum andernmahl erloschen,fielen ihm derselbigen lehne als dem nechsten vetler anheim, ausge-nommen das gut Neßinffo deß verstorbenen schwester bindern durcheinen conrrsL auf gewisse art abgetreten wurde. Mit seiner gemah-lin Elisabeth Clara von Bombn, hat er 14 kinder gezeuget, dereni i in der kindheit gestorben. Die übrigen drey sind : Ernst Chri-stoph, Freyherr von Mannteuffel, Königl. Pohlnischer und Chur -Sachsischer.vünittc,,auch gewesener Lnvo>e exr-sa-MnEM demDanllischen und Preußischen Hofe, gebohren den 271m jun. (8teajul.)an 1676; Antonius Bogislans, gebohren an. i68c>den rtenfebr. (1; te» sehr.) welcher; iahr in Leipzig studieret, nachgehendsunter dem Könige von Preussen krieges-dienste angenommen, sel-bige aber wieder guimret, und unter Chur-Pfaltz capüsin gewor-den ; woraufer an. 1704 in der belagerung von Lindau an einemtödtlicheu schusse sein leben geendet; und Sophia Charlotta, so an.1669 zur weggekommen. Übrigens ist von denen von Mannteuf-fel nicht zu übergeben, daß sie nebst den übrigen Pommerischenschloß-gesessenen jederzeit den Grafen und Freyherrn gleich geach-tet gewesen, auch noch biß jetzo auswärts also betitlest werden, un-geachtet sie selbst, nach Pominerischer und Pohlnischer manier, sichsolches tituls nicht zu bedienen pflegen. Lx gcn»i. Ec» a-r-r vv»

klsnnrcuckcl.

Mannus/ ein söhn TuistonjS/ und berühmter Held bey denallen Leutichen/ben man nach dem tobe wegen seiner meisten unterdie Göttergezehlcthat/ wieTacituscrzehlet. Manhat hernachdessen bild noch lange zeit bey den Rnglanern verehret/ und zwarin der gestalt/ wie bey den Römern derJanus abgebildet wird.

üb. 14 Ocrm. meci. <üss. 8 §. 4.

Manoleffo/ eine alle Abstiche familie/ welche ursprünglichaus Candicn ist/ und unter den sogenannten nomn m v-n-xis einenplatz hat. Aemilius Marcus Manolesso hatte an. 1997 die Her-tzogliche .'--of-llionem pbilolbpüjL zu Venedig / welche keinem an-dern / als einem edlen Venctianer /pflegt gegeben zu werden. Ebenderselbe hat auch eine Historie von den Türcken geschrieben.

</e /-> bist. ttu gouvcrn. cle Vcnile p. 547.

Manosque / lat. br-nuekc-, eine stadt in Provence / liegt aufeinem fruchtbaren boden / ohngefehr eine meist von der Dumme/in der ciiocer von Sistron. Einige suwres hasten diesen orrvorPIl. Bormanicumoder Alaunicum/ dessen in Antonini reise.be-schreivung und in der c-biüs gedacht wird. Andere

haltest ihn vor Machao oder Machaovilla/ dessen Gregorius?»-ronenfis und Paulus Diaconus gcdcncken. Jedoch ist dieses allessehr ungewiß; das glaublichste aber/daß die stadt ihren rechten Ur-sprung denen Grafen von Forcalquicr zu dancken habe; wie siedann auch zu der Vigucr,- von Forcalquier besonders gehöret.Die-se stadt ist vermuthlich von den Barbarn zerstöret worden/ welchein Provence öffters eingefallen sind. In dem 8lcn lccui» wurde sievon den einwohnern/ welche sich in; biß 4 benachbarten kleinendörffcrn aufhlrsten / aufs neue aufgebauet. Manosque gehört denMalleser-Niilern/ nachdem es ihnen von dem Grafen von Forcal-quier anfangs zwar nur für die helffte/aber hernach an. 1208 durchGraf Wilhelm von Forcalquier gantz und vollkommen gescheuchtworden; da sonsten diese Grafen sich vormals in dieser stadt/ allivssie einen pallast hallen/ gemeiniglich des wintersüber aufhieltenAnietzo sind darinnen 2 kirch-spiste nebst verschiedenen Wem.Sonderlich aber eine Lomm-iMcnc, wovon der Lommz»cie«jewei.len die würde eines Ballivs und o-xna ooix von Maltha beklei-det. Auch findet sich der leichnam Gerhard« des ersten stiffters desorbcns von Jerusalem allhier begraben / nachdem? solcher seit demverlurst von Rhodis dahin gebracht worden ist. Der P. Jean Co-lombi/ ein gelehrter Jcsuil / hat die Historie von Manosque / sei-nem vaterlande / heraus gegeben. An. 1708 im sept. war bey dieserstadt ein merckwürdiges erddcben zu spuren / indem ein »abgelege-ner fruchtbarer berg 9 tage hinter einander dermaßen erschüttertwurde/ daß er plötzlich einfiel / und etliche menschen mit den beer-ben schaafen / wie auch 2 kleine dörffer verschüttete. An welchemorte man nachgehends kleine Neffe scen gefunden / auch bey nachteinige feuerflammen/ so aus der erde Herfür gebrochen/ wahrge-nommen hat. *

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