Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

Z58 man

Mame / !ak. itt-llums, eine stadt in dem Zou vernemcm der i-lells ?rancc in der diötks Chartrcs an der Seine / allwo eine LAllLgsund ein nre6c!i->> ist. Hadrianus Valesius hält diesen ort mit gros-ser Wahrscheinlichkeit für dar Petromantalum/ so in dem bekann-ten !ri->c^-o er.-Mmw vermeldet wird / Massen die läge und enrfer-nung der örtern/ wie wir sie da angesetzt finden/ sich sehr wohl dazuschicken. Nur bleibet noch einiger zwcifel übrig/ weil die stad! schonim laden unter dem namen Mcdunta bekannt gewesen/ wel-cher thon mit dem von Petromantalum sich gar wenig zusammenreimet. Sie hat schon um die mitte deS io n-cuii ihre besondere Her«ren gehabt/ und namentlich denen Grafen von Wertn zugehöret;biß / da diese mit Graf Gauticr ausgestorbcn / die stadt unter Kö-nig Philippo I an die cron Franckreich gediehen ist. Zwar wardie schon denen jüngeren Prmtzcn/ auch Philipps genannt/ voneinem bruber/König Ludovico c^No zum i-pp»-'2ge gegeben. Al»ein da sich dieser daiinoch gegen den ältern druder cmpörcte/ ihmämt seinen übrigen ländern wieder genommen; »ach welchem sieimmer mit der cron vereiniget geblieben. Vormals hatte die stadt«ine cikadelle / welche Hcnricus IV auf anhalten der Pariser nider-rcissen ließ. Die daselbst befindliche WtifftL-kirche wurde von ferno,einer königlichen Frantzösischen Prinyeßin / gestiffket und erbauet /als deren >oonum--,nu>n noch biß ll-w auf der seile des hohen altarstuschen ist. Der König tu Frankreich/Carolus V /stissreteallhieran. iz/s ein Colestiner-klvster/ wobey ein Hügel zu finden/ der we«gen des daraufwachsenden besten Frantzweins berühmt ist.

c. Z. De/c«-. ^r/k. ch- *

Mantcgna/ (Andreas) ein berühmter mahler/ war von Pa»dua gcbürttg. In seinerjugend soll er der schaafe gehütet und grosseInst zum abreisten bezeuget haben / weswegen mau ihn dem JacobsSquarcioni m der mahleren zu unterricht! übergab. Allein er über«iraffin gar kurtzer zeit seinen lehrmcister/ und verfertigte bereits indem i/dcn jähr seines altcrs gar feine stücke / deswegen ihn auchLudovicus Gonzaga zum Ritter machte. Nach diesem arbeitete ervor den Pabst Imwcentmm VIII/und starb zu Mantua an. i; > 7 .

ttÄ/Mr vik. lle pjc. N-lloH vic. lle kit. Vcner. keüs. cnrr. lle; ?emcr. Zcc.

Mantello / ein flecken im Veltlin an der Adda unterhalb Tra-hona geleaen. Es gehet allhier eine brücke über die Adda. Der Her«tzog von Rohan hat an.;6 allda eine starcke korrillcrrion gegendem torrc Ul kucm» aufgerichtet. *

Mantinea/ eine stadt in Morea/in der provintz Arcadia/ist von der Thebauer schlacht berühmt/welche zyl unter demkvmmando des Epaminondas daselbst gehalten wurde / allwo die-ser tapffere mann dieLacedcmonier und ihre verbündete zwar gäntz-sich in die flucht schlug / aber mitten in dem sieg mit einem wurss-xfejle durchschossen worden; so daß er wenige stunden hernach todesverblichen. Einige halten sie vor das heütige Mendi. Diese stadtwar anfänglich mit fünfferley einwohnern aus andern städten be«setzet / und wurde von den Argivern mit einer mauer von Ziegelstei-nen umgeben / welche Agis / der König von Sparta / rutnirle / da«r den fluß hinzu trieb / hernach durch die gemachte br-cn- in diestadt hinein drang/und selbige eroberte; nachachends bekam sieden namen Antigonia von Antigono/ Philippi/des Königs inMaeedonien Vormund / und Persei vater. Der Kayser Hadrianusaber ließ ihr den alten namen Mantinea wieder beylegen. A-r«/ m

sic^ll. norir. vrb. anrig. llelcr. lle >r Flores. *

Manton / Thomas / ein berühmter Englischer krcsbz-rcriani-scher Prediger/ wie auch H. schnffchl>oÄoe, war an. 162-, zu Law-rence Lvdiard tu der Grasschafft Vommerset von einem Predigergebühren. In seinem 1; jähr gicng er studircns Halden nachOp-furt/ daselbst er inscoiieg. aufgenommen ward. Das

prcdig.amt fieng er zu Culliton in Devon an; hernach bediente ereine kirchc in Midleser/und endlich zuLonden die kirchen 10 covenr.Q-raen Als EaroluS 11 wieder ins reich kam / wölke er gern sicheont'ormirm / wann die lleclsrLkion betressend die kirchen-sachen zueinem gcsatz gediehen hätte; weil aber solches nicht erfolgt/ gieng erwieder mit ausschlagung eines vcc.>n-is zu den vuri^nem. Er mu«sie wegen »o» coiU»r!i>uät leyden/ wie er dann auch ekwan deßwe»gen ins gefäugniß gesetzt wurde; doch hatte er viel fürnehme Her«ren zu Patronen als den Hertzog von Bedford und Lord Wharlon.Er starb den >8 ort. an. 1677 / und hinterließ den namen eines dervorncmsten Predigern seiner zeit; wie ihm dann 0. Bakes / so ihmdie leich-red gehalten/ ein aufgewecktes urtheil/schöne eindildungS-kraffl/ starcke acdächtnnß/ flieffende wMrcdcnhcitundtreflichege-lehrsamkcit zuschreibt. Ertz.BlschvffUsserius pflegte ihn - Vowml-- 1 VU 5 zu nennen / d. i. ein solchen / welcher wußte die luk-tl->nc2 vieler -uluminum in ein engen begriff zusammen zu bringen.Don ihm,hat MAI: ?rsccicL> rommcnc^,-. über die cpistel Jacobsund Judä. Lmecrylunuiurellivivum. Unterschiedliche ieich'Und an-dere predigten nach seinem tod sind wohl; com, predigten und an-derer moralischen trartatcn / von ihm aus tag.liccht gegeben wor-

dell. kunül'. lerm. okl). ^ncon. Oxon.

secounr. vfciAt. Ivlimlil'.

Mantua / ist eine Italiänische stadt in der Lombardcy/ undzwar die yaiwt-und residentz-stabt/ fast in der mitten des Hertzog-thums gleiches namens- «Hie ist aufdemvesten lande gebauet,wirdaber mit cuiein fee, so durch anstretung des flusses Mincio gemachtwird , umgeben, dabero man nur überbrücken, deren stc'4 hat, inselbige kommen kan.Sie begreifft in ihrem umfange ohngefehr 4Italiänische meilen, dar 8 tdore, >8 kirch-sl>icIe,4o geistliche Häuserund eine Indem-schule. Des Hertzogs vallast ist wegen seiner grosse,der darinnen sich befindenden schöne» und kostbaren meuklc», wie

auch wegen der r-r,c«cen-kammer, desAv-guiiMen-faalsund wo«

man

gen anderer stücke zu mercken. Unter den geistlichen gebäuden ver-dienen die Dom-kirche, ingleichcn verschiedene andere gesehen zuwerden. Die cupol^ von der Dom-kirche ist zum theil vergöltet,und theils blau bemahlet. Die Dominicaner, Jesuiter und anderekirchen, das rach-hauß, diemühle so von denen rr Aposteln zubena-met ist, und auf der brücke nach Verona zu stehet, und die manufa-cturen dieser stadt sind unter den ausländern zur gnüge bekandk.Nicht weniger ist sie wegen ihres alterthums merckwürdig, undiebl man vor, daß sie n 8 ; jähr vor Christi gebührt, und also vielundert jähr eher alsRom gebauet worben.Durch ihr vvrtheilhaff.tes lager und gute «tadelte kan sie gar wo! vertheidiget werden,wel.ches um so viel leichter geschehen kan, je mehr dieFrantzvsen,nach-dem der Hertzog dieselben an. 1701 eingmomewzu Verbesserung dert'orciücLrion beygeiragen-Die zahl der emwohner sol ordcntl.sich bisauf zoooo belauffen, welche mchr wenig vermehret worden,als derHertzog Ferdinanbus an. 162; eine Universität daselbst aufgerich-tet , und sonderlich den Teutschen vortreffliche privil^gi» ertheilet.Es ist auch daselbst ein Bischöflicher sitz, und ist der Bischoff einerder vornehmsten in Italien . An. 1629 bekrigten die Kayserlichenden Hertzog Earolum I von Mantua , als welcher durch des Königsin Franckresch Ludovici hülffe dem Kayser Ferdinand»!! hie beleh-nung mir dem gedachten Hertzogthum abzwingen wolle,worru sichaber derKayser nicht verstünde,indem diejer Hertzog wegen Reversund Rhetcl ein Vasall von Franckreich war. Den ,8 jm an. i 6 ;oeroberten die Kaystrliche Generalen Colalto und Aldringer diesestadt, und die soldaten plünderten sie; da Penn zugleich unsäglicherschade an den schönen gebäuden geschahe, welchen Mantua nochnicht hat verwinden können. Hierbey wurde auch desHertzvgs pai-last geplündert, uud da selbiger 7 verschiedene gattungenvon meu-blirungen für jedes gemach hatte, ausser unzählich viel gemähl-den, statnen, cabinetten,silbernen und gölbenen tischen und 6 tafelnvon den kostbarste» edelgesteinen, so wurde alles mit hinweg genom-men. Immillelst besetzten die Venetianer die stadt, welche sie erstan. iLSa räumeten. Der Hertzog Carolus I V hat sie in dem Spa-nischen lucccil,mir.kriege den Frautzosen eingeräumet. Im übri-gen ist die stadt Mantua nach dem unterscheid her zeit verschiede,nen Herren unterworffen gewesen, und kunte sie sich niemals ihrerfreyhett so versichern, daß sie nicht wieder, sonderlich von den Tcut.scheu Kaysern, zu ihrer Pflicht wäre gewiesen worden. Der Kay.serHenricus II! entzog diese stadt der berühmten GräfinMatbildis,,einer enckelin des Grafen Theobaldt von Este, welcher sie KayserOttoIIsoll geschencket haben. Hierauf masste sich Mantuaeinervölligen freyheil an, die sie auch biß auf daS jähr 1114 behauptete,in welchem sie von der Gräfin aufs neue zu paaren getrieben wur.de. Wie aber diese das folgende jähr starb, bekam die stadt aber»mals luffl, erkemiete aber doch die odercherrschaffl des TeutschenReichs, in welchem zustande sie bis an.irso blieb, in welchem jah-reSardello cleVistonli vonGoito die oberste gemalt an sich riß.Nachfdessen tod wurden 2 zunfflmcister an. 1274 erwählet, davon der ei-ne Pmamonte a« Buonacolsi mit Hinrichtung des ander» in dee-herrfchafft sich und seine nachkommen veste gesetzet, biß endlich devletzte davon, Passerino Buonacolsi, im jähr i;r8 durch LudovicunrGoiizagam, dessen hauß sich nachgehcnds in der regierung erhalten,hingerichtet worden. Im übrigen ist Mantua unterschiedlicher be-rühmten leute, und insonderheit Virgilii Vaterland gewesen, daher»'sie auch von den Italiänern la Ziorioi» oder die ruhmwürdige-beygenannl wird. Im jähr 1^07 hat sich Mantua nebst dem gan»tzen Hertzogthum den rechtmäßigen Waffen des Hauses Oesterreichergeben müssen, ückcnm. Icri. II! öc UonL

IiiU. oller cllion, lli I«Lnr- lle AH» clu»

czt. Iclrnt. llilgwk. jurisll. Aerr Irsl. rega, iriner. Itrl.

r» p. ;or Ie,;. lleijcerss lrslis p.s;s-

Von dem NantuKnischm LOvscu io,

Nachdem die wahldes Pabsts Alerandri II durch die wähl Ca-dalöi des Bischoffs von Parma, welchen der Kayser Henricuslllunter dem namen Honorii II zum Pabst erwählet hatte, zweisel-hafftig gemacht worden, stellte man ein Concilium zu Mantua an.ioü4an, auf welchem Alerandri wähl bestätiget, und der Gegen»Pabst verdammt wurde. Der Pabst w'us H hielt daselbst eine c°a-t-r-nr-, um ein mitte! zu erfinden, wie der an-14;? angefangeneTürcken-krieg fortgesetzt werden möchte, und zeigte er grosselust ineigner Person wider den erb<feind zu gehen.

c)rro roai. r, p. Z47,;8Z> z8z rom.g concil. x.

H79. LLo-vr«- sll so. 1458 leg. LBi-e.

- Mantua. Das Hertzogthum Mantua , welches ein kehen desTeutschen Reichs ist,gräntzet gegen morgen an das r-rrkormm vonFerrara, gegen mittag an das HertzogthumMlrandola,an das-W-dencsische und an die kandschafften Novellara,Gustalla und DoM-lo; gegen abend an das Cremonesischestngleichen an das gebiete derFürsten von Sabioneda und von Bozzuolo; gegen Mitternacht andas Bresciamsche, und Verouesische, inglejchen an die Fürstevthu-mer Castiglione undSolformo.Die länge von abend bis gegen mor-gen trägt ungefehr n bis 12 Teutsche meilen aus, die breite abervon Mitternacht bis gegen mittag 7 oder 8. Die vornehmsten Mdarinnen sind derPo,derOglio,derWincio,dcrCrostola und dieSec«chia. Ausser diesen sind auch der Chiso und Tartaro bekandk. Die-se machen den Hoden überaus fruchtbar, so, daß man die schönstenfcld-und garten-früchte im Überflüsse hat. Absonderlich gerätd desflachs so wohl,daß man ihn in andere landschafften starck verführenkan.Der wein aber kommt selten zu seiner volkommenen reiffeMflder Po sich allzubald ergiesset. Die Pferde, weichein diesem landefallen, werden den Neapolitanischen fast gleich geschähet. Wasdir städte dieses Hertzvgthums anlanget, so sind ausser her reDentz

Mnlns