Band 
Dritter Theil
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mar

Kfüllrl. Es fällt ei» gewisser fluß hinein, auf welchem zwischenGranava und dem Mericamschen meer-busen Handlung getrieben

wird. llellr. Lmer.

Maragnan/ lat. iolkl- xiscsmLns. eine kleine inful in süd-Aimrica, auf einem Golfo, welcher sich in die nördliche küste vonBrasilien erstrecket, wo der guß Miariins meer fallt. Es giebt dar,innen Man, Pfeffer, balfam, toback und baumwolle, und ist mitlustigen waldigien Hügeln angefüllet. Sie hat eine stadt gleichesnamens, und ist selbige die Haupt-stadt der e-picsnis Maragnan,welche in L-m- zwischen denCapitanien Para undSiara gele-gen ist. DieFrantzvsen hatten dieses land vormals in besitz,wurdenaber nach der zeit von den Portugiesen heraus getrieben/welche an.jetzo meister davon, gleichwie auch von Brasilien , sind. Das fort, 8.l.ouis llel genannt, ist das wichtigste in dem gantze» lan.

de. An. 1641 wurde selbiges unvermuthet von den Holländern er-obert,aber von denPortugresen nachgehenbs wiederum weggenom-men. In den obgedachten meer-busen fallen; feine flüsse, nemlichder Mounin, Taboucouri und Miari, welche sehr groß und schnellsind. Der viele auf der östlichen feite der insul befindliche fand ver»ursachet,daß man sehr schwär in denselbigen gelangen kan. Dielufft daselbst ist sehr heiter,und weder allzu hitzig noch zu kalt.Wenndie sonne von dem cropico LLpricorni zurück nach dem cropico csacrigehet, so regnet es aühier meistentheis 40 tage ober noch länger,welches ihr Winter ist, und im sommer blasen die ost-winbe von dersonnen aufgang biß zu deren Niedergang, und sind um den mittagam stärcksten; Es gibt viel brunnquellen darinnen, und der erdbo,den ist so fruchtbar, daß er von sich sechsten, ohne arbeit der men-schen, in grossem Überfluß Indianisch körn hervor bringet. r-«-, 6--

lcr. Hmer. p. 612.

Maragnan / ein grosser fluß in süd> America , welcher von ei»Nigen Taura genennet wird.Ec entspringet aus dem see Chinca -o.cbs in Peru , und fällt,nach Petri Tcxeira berichten der Amazonenfluß. In einigen neuen resse-deschrechungen hingegen wird berich-tet, daß dasjenige, was von diesem fluß erzählet worden,wenig war-best in sich habe, gestalt es mehr ein meer-busen als fluß sey.

Maramaurus/ oder Maramaldus/ (Landulphus) von ed»len Neapolitanischen eltern entsprossen, ward anfangs Ertz-Bi-schoffvonBarhund hernach von Urbano III zumCardinal-OiLcvno.mit dem titul8.Nicolai >» carcerc,erklärt, doch bald darauf von ebendiesem Pabst , als ein anhänger seines feindeö,des Königs von Nea-polis,Caroli von Durazzo, aller seiner würde» entsetzt. BonifaciusIX relllmi-te ihm dieselbigen, und brauchte ihn mit grossem nutzenin unterschiedenen wichtigen >e§»rione», sonderlich den streit derMalatestischen familie,wegen des gebiels von Urbinofingleichen diein den Königreichen Neapolis und Sicilien entstandene innerlicheUnruhe zu stillen. Innocentius VI! machte ihn zum Legalen vonPerugia. Gregorius XII aber,weil er dessen beginnen nicht billigenwolle,erklärte ihn von neuem aller seiner ehren-stellen verlustig. Erhingegen sagte diesem Pabst allen gehorsam aus gierig mit andernCarbinälen nach Pisa,allwo ihn dasLsnciKum völlig rcllm-irte,undan den Kaystr, wie auch an die Stände des Teutschen Reichs alsLegaten abfertigte. Johannes xx.-.m schickte ihn an. 1410 mit ei-nem gleichmäßigen cKsrLillor in Spanien . Endlich reifere er mitdem letztgemeldten Pabst auf das c«»cil>»m zu ssostnitz, und starbdaselbst den 16 oct. an. 141;. Er wird unter die gelehrten Cardi-näle seiner zeit gezählet, hat auch -lc cklims-e aboienllo ein ansehn-lich Volumen geschrieben. lull. klll.pon-

tik. 6c L-rrclinsl. elenck. Lsrcl. lull.

Marandus/sJohannes) ein Wahrsager aus den gestirnemwarvon Bourg in Bresse gebürtig, und lebte in dem 1 ;ten llcuio. Ersoll dem König Carolo viij» Franckreich die unter ihm entstandenercbeilion und sonst auch die trennung der Römischen kirche lllglei-chen die kriege derEngelländer mit den Frantzosen vorbervcrkundi«get haben. 6«rc^e»o» kill. 6e Nreüe. vie 6e kouis XI.

Marano/ ist eine wohlbevestigte stadt an den gräntzen vonIstrien,nebst,einem haftn,so seit an. 154; der Republic Venedig zu-stehet. Als an. 1617 die Venetianer mit dem Ertz-Hertzoge vonOe-sterreich,Ferdinands, krieg führten,wolle der Lsp.rsmMassy diesenort den Kayserlichen in die Hände liefern; allein sein anschlag wur-de hintertrieben. 0« Lk«»/, s>c.

Marans/ eine stadt in Franckreich, in der landschafftAunis anderSeureNivrtoise,ligt mitten in einem moraste,hat em schloß,undist 7 Meilen von Rochelle entfernet. In den einheimischen kriegenhat dieser ort vieles erlitten.

Maranta / (Nob.) ein bekandter Rechts-gelehrter in dem 16llcuio. war von Venafro gebürtig,und also ein landsmann von demRömischen Poeten Horatio. Er hat um das jähr 1520 zu Salerno mit grossem rühm die rechte gelehret. Sein surcum lpecuMm, 6,-

ipurLkones, reperitiancs sind VVN seine»! svhN P0MP0NI0 aNS licht

gestellet worden. Er soll auch die l-ksism s-i-rnkL»-». verfertigethaben, wiewol diese schrifft gewiß alter ist, und schon ms ende desuten, oder zum ansang des 12 lecuio gehöret. 6ec!Li-.>s§.

mrerp-er.l, r. «

Maranus/(Guilielmus)ein Frantzösischer Jurist hat die rech-te ;8 jähr lang zu Toulouse gelehret, und ist an. 1621 unktenjähr seines alters gestorben. Seine sperr hat man zusammen ge-druckt. De»)-, kibliorkcgue kill. 6es rmcurs 6e 6rcm r. l.

Marata/ ein klein Königreich in Nord-America, ligt nahe beydem Königreich Mexico, und beydem so genannten verweis.

oder rothen meer. geoAr.

^ mar ;6r

eine kleine stadt in der lAri-eNia-Non ^^^^^^bnennet wirb, ist

ges berühmt, weichen vaselbst 1°°°° AtheMenf

wtver eme Persische armee, welche von Datis und Arkavbei-negGeneralen des Königs Dar» a,,gefüh «7 wu^

600000 mann, a. L. 264 in dem ;ten jähr der ?2sten olnmv erhiel-ten.»-^«- l.6. ....

geogi-. r»ki^, I. r c. iz p. *

^rsbkinu; oder kiorsksnnu-, die kleinste un.V2 Nutzen. Zwey derselben machen einen sckL

vo, vier einen gurrko, Z4 euien resl 6s vellon, und; lo einen reri 6s

Reich/tk^'" von achten,das ist/liachTeutscher müntze einenAlchsthaler. Ungeachtet-» »->-»--> fast gar keine solche msrLvc6i§mehr zu ,ehen sind, ,0 wird dennoch ordentlich in Spanien von denraufleuten in ihren handels-büchcrn,ingletchen bey der KöniglichenEss'öme und ausgäbe, darnach gerechnet. Wenn in Spanien ein buch heraus gegeben wird,pflegt man ordentlich dessen tare vor-an zu drucken, nach welcher gemeiniglich ein jedweder bogen aufs mrrLveöis kommt. Der Name ist von den Mohrou,welche ^mo-rs v,6cs gehe,ssen, entstanden; indem diese völcker, da sie sich ausAmca in Spanien eingefunden, die landes-müntze nach sich selbstgenennet. Andre haben dafür gehaltenes sey dieses Wort vonem Mohr, und von Kor-no, der raub, zusammen gesetzt: weil mannemlich viel dergleichen müntze von den Mohren ersseutet. Manfindet m den Historien keine ältere Meldung der -»-^vecHs. als nachder a. l2i2 wider bieMohren besochtenen b^sili- 6e l-s kgrv.is.Voneinein König von Castilien oder von Leon, welcher Alphonsus ge,herssen, und dergleichen kleine müntze schlagen lassen, bat man sievor alters auch Alonsos oder AlphonfoS genennet. Es find auch inde» alten zeiten silberne, ingleichem güldene müntze» geschlagenworden, welchen man den namen Ltsr-ve6i-beygelegt.

14, X. cis

Marbachius / ( Johannes) wurde an. N21 den L4april znLindau gebohren. An. 1 ->; 6 begab er sich nach Straßburg , allwoer der erletnung der sprachen und freyen künste drey jähr oblag.Nach verfliessung derselbigen kam er nach Wittenberg , und wurdedaselbst an. 1541 , gleich daraufaber nach Jena zu dem

«lirconLk bcruffen, welchem amte er ein jähr fürgestanden. An.i;4?wurde er zu Wittenberg , nachdem er vorhero unter dem pr« 66 iakurksri 6 !lpmiret,voüoriKsoiogiX. Woraufer zu Ißny demPau--lo Fagio, welchen er vorhero in der Hebräischen spraache gehöret,in dem predig-amte gefolget. Von hier bat er feine climilllo» wie,derum aus , weil man den Zwinglianern nur gehör gab, kam an.154; nach Straßdurg, und wurde daselbst bey Sr> Nicolaus Pre-diger. Sechs jähr darauf wurde er nebst Johanne Sieidano aufdas Loncilium zu Tridcnt von dem Rath selbiger stadt geschicket.Allein weil man dieses damals aufgehoben, kam er an. i;;2 wie-der nach Hause, und wurde an Caspar Hedions stelle zum vornehm-sten Prediger und k-ollkur der heiligen schrifft ernennet. An» 1; ?6ward er von dem Churfürsten Ottone Henrico in ver Pfaltz nachHeidelberg beruffen, um in selbigem lande der religions-änderungvorzustehen ; gleichwie er das folgende jähr auf den conv-nrnachWorms geschicket worden. Endlich wurde er zumvecE des -oi-legii rkomsni und immerwährenden kpkoro der scrllsmie verord-net , woraufer an. i; 8 i in dem üosten jähre seines alters dieseszeitliche gesegnet. Mit seinen colleßkMartyre und Zanchio, welchebekannter Massen der Reformirten lehr cyftig beygethan waren, hater vielen streit gehabt, und nicht wenig beygetragen , daß beydeStraßdurg verlassen, und sich anderswohin begeben. Der ansangderunglücklichm zweyung und hefftigen zwistigkeit wegen der lehrvon der gnaden-wahl ist vornehmlich aus dem zwischen ihme undZanchio obgcschwebten Händeln herzuleiten. Man hat von ihm ver»schiedene schrrfften, als da sind: v- mirs-uM v-ri- öc kM, 6 >>u 6 >-

cs»6is ex Verbs vsi; rrsÄscioneio inrerioris öc excerioriz komm» exvcrbo vei- 6 e c«n»l1omini voIulr>inL2 ; concionem 6 e sKcio kpif-copi. v-r.lkcol Q-iw. k'-eber«-rkcsrr. i» Lxxrrr.

tu s6 Spill. Ivlsrb»ck. p. 24. llgg. *

Marbachius/( Philippus) ein söhn des vorhergehenden,warm Straßdurg an. den rslen april gebohren. Als er mStraßdurg genügsamen gründ geleget hatte,begab erch am i;?»aufdie Universität zu Basel, von bannen er an. i;-/-nach Tübin-gen , und das folgende jähr nach Franckfurl und Rofiock gegangen»an welchem letzkern orce er auch an. , nachdem er vorhero an.1<:?S inBasel den grallum ^Ägillri bekommen hatte, von deriZschen erlangete. Weiler nun sehr bekannt

wurde, so ließ man ihn nach Grätz als Lo» L-Äor beruffen, undnachgehends beförderte man ihn an stelle daftlbst. Wer.

aufer sich an. i ;?6 mit Catharina, Thoma Haußsteins, des Ertz-von Oesterreich Leib-K>c 6 ic! tochter, verheyrathete, undH t Wlken i/k »der erreuaete. An. i;?y »ahm er in Bafel dentitul eines voätoris an, und begab sich nach Heidelberg , um die ihmno dem Churfürsten in der Pfaltz, Ludovico, aufgetragene

Z coileoium lLo--nci->- anzmrett-n. Von hiev

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^ »l,da er seinem amte wohl vorgestanden, biß durch

dm roÄmk^ Marbachu, ane

in ^».»Ldnra erlediget, und selbige an. I?y;imt rhm^k e e eK^^^^ nun verwaltete er biß an ,em en-de« " -611 verstorben

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