Band 
Dritter Theil
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Z6r mar

I-cn^i, guc>6 ackverlur priinum »pur Okrikirns- toucoräis: e6,6it;reipvnllo nccetkäriL Lc ver» 26 mLleäicuiri üknim krrrrum Nci6ctkcr-ßcns ; 26 reipongoncrii Or>Ä. Cürillopb, bekrclii 6e Ircrr coenr«^-e77o-/'s^k«; spoloßis übn concorcki« ; 6iss>uk2riones l'bcologic«lie prLci^uis 6oÄrin-c LbriüisnL comroveriiis curn ponribciis encbiri-6lo krLncilci Lotten oppoiir«. Ibeol. Lpxsrat. 26cxill.

^Igrbgcb.

Marbach / ( sihe Marpach.)

Marbodäus/ ein Frantzose, war aus der provintz Marne gebürtig, und soll in dem uten s°clo gelebt haben. Man hat vonihm einen tr2Ü2k in gebundener rede 6c Zemw2rum I2pi6umque pre-tiolorum kormij, N2kur2 6c viridus > welcher zu Cölln mit den an-merckungen ^Ilsr-li 6mkelo62mentis und biÄoni VilinZcntis an»I?;y heraus gekommen» L,-rcc»c,ttö Lc//ov«c. !. 9. ssec. NLkur. c-e/-

bibl. 6c poer. I.2k. 6cc.

Marbodus/ einBisthoffvonNennesin Bretagne, warmdem uten und i-ten kc-ui» bekannt. Einige machen ihn zu einemEngeiländcr, andere aber zu einem Frantzvsen, welche letzteremeynung auch durch seine grabschrifft bestätiget wird. Er befandsich an. 1096 aufdem Loncillo zu Tours, gleichwie er an. i ii4demConcil!» zu Troyes beywohnere. Endlich trat er in den Mönchs-orden , und starb an. urz, verschiedene schrifften hinterlassend,unter welchen ein gedichte über das hohe lied Salomonts,das lebendes heil. Laurcntii und andere. -xill. do. 6c 2°°. L-»eLc---

in csr. c. ,<y. §,4:7. §e»e»/.>.4.bibl.s2c. 6c 6c icn'pc.

-VnZI. 6c bitt. I.sr. I. 2. c. 44.6c c. 6- 6eboct.

Marca / (Petrus 6e) Ertz-Bischoff zu Paris , wurde zu Gentin der provintz Bearn den 24ten jan. i;y4gebohren, und in seinerjugend bey den Jesuiten auferzogen,bey welchen er auch den gründin der ?büolc>pk>e legte. Hierauf-^^inc er drey jähr die rechtsge-Iehrsamkeit,und wurde an. 1615 ein mit-glied des höchsten raths zuPau; da er dann der eintzige war, der sich zu der Calholischen reli-gion bekannte, indem die andern alle berReformirten zugethan wa-ren, welches sich doch gar bald geändert hat, so, daß im gegentdeilkeiner darzu gelassen wurde, nachdem man diesen obersten rath inein Parlament verwandelt, der sich nicht zu der Calholischen k-rchebekannte, zu welcher Veränderung Petrus 6- Marca gar ein grossesmir beytrug. Erwürbe daraufkr^ii-l-nc des Parlaments an. isri,und nachdem er an. i6;r seine gemahlin, die aus dem alten Hausederer Vicom-cs 6e Lavedan war, und mit welcher er viele kinder ge-nüget , eingebüsset, beschloß er, sich nicht wieder zu verheyrathen,wodurch er sich in den stand setzete, die ansehnlichsten geistlichenbedienungen zu bekleiden, smtemahl ihn auch der König, nachdemer ihn an. 16z 9 zu einem Staats-Rath gemacht, drey jähr daraufzum Dischofflhum von konserans nominbte. Denn erhalte sichdurch seine Historie von Bearn, welche er an. 1640 heraus gab,nichtwenig beliebt gemacht, und wurde dabero vor tüchtig gehalten,noch in wichtigern fächern die jeder zu führen, wvrzu auch folgendegelegenheit die Hand both. Es hattePetrus Puteanus durch seinenn-2ei2r von der freyheit der Frantzösischen kirche, den RömischenHofzimlich siiarmiret, indem einige daraus schlössen, daß dieses ver-bothen wären derjenigen spaltung, so der Cardinal Richelieu fürhärte, als welcher dabin sich zu bearbeiten schiene, in Franckreichein p-crisrcbzc aufzurichten,damit diesesReich hinführo nicht mehrvon dem Pabst 6cpcn6lren möchte. Hierzu kam, daß ein gewisserFrantzösischer ibcologus, namens Hersens, unter dem namenOprsr, Q2IÜ > eine schufst heraus gab , darinnen er solches bestä-tigte, und hinzu fügte, der Cardinal Richelieu hätte bereits einengrossen mann auf seine feite gebracht, der schrifftlich diese fache ver-theidigen solle, und daß wäre Petrus 6- Marca. Dieses erwecktebey dem Hose nicht wenigen Verdruß, indem man wohl wüste, wiesehr man sich beydem Römischen Hofe damit würde verhaßt ma-chen. Derowegen,damit man dem Pabst allen argwohn benehme»möchte, wurde'Pctro 6-Marca bcfehl ertheilet, ein besonderes buchzu verfertigen, und darinnen zu zeigen, wie durch die freyheit derFrantzösischen kirche die ehrerbietung, welche man gegen denPäbst-lichen stuhl hätte, nicht vermindert würde. Solches that er auch,indem er an. 1641 seinen N2Ä2r6cconco-6>2 I 4 ccr 6 okii 6c impeni,live 6c libcrrstibur ccclclla- OrNicanA: heraus gab. In demselben be-mühete er sich zwar sehr, die fache so einzurichten,daß er beydes derFrantzösischen n-non und dem Padste gefallen möchte,er konte aberdennoch seinen enbzweck nicht erhalten, indem der Römische Hofmcht mit allem zufrieden war. Dannenhcro, als er bald daraufzum Bischofflhum Conserans ernennet wurde, fand er sebr grosseschwürigkeiten, ehe er die conllrmsrion von dem Pabst erhalten kon-te. Ja er müsse au. 1646 ei» eigen buch drucken lassen, darinnener seine meynung nach dem sinn des Römischen Hofes erklärte, wo-bey er einen sehr demüthigen bricf an den Pabst schrieb, und dem«selben in allem gehorsam zu seyn versprach; da er dann endlich an.1647 die Päbstlichen bullen erhielte. Vorhero aber an. 1644 warer nach Catalonien als Oenc^l-vill-aror und Ober-Aufseher ge-schickt, welches amt cr biß an. 16; i mit grossem vergnügen derUnterthanen in dieser provintz verwaltet, und in dem gedachten jährsein Bischoffthum in besitz nahm. Im folgendem jähre wurde erzum ErssBitchoffvon Toulouse ernennet,weswegen er abermal ei-nen sehr demüthigen briefan den Pabst schrieb, indemdieserrLNkis-kion ohne sonderbare gewogenheit des Römischen Hofes nicht kontevor sich gehen. Er erlangte auch seinen endzweck, und nahm an.

pollclllon von diesem Ertz-Bischofflhum. In dem folgendenjähre war er bey der allgemeinen Versammlung der geistlichkeir inFranckreich, wobey er sich zimlich hart gegen dieJansenisten erwieß,indem er mit seinem schaden erfahren hatte, daß man den Römi-schen Hof nicht beleidigen tönte, wenn man nicht eine nachdrückli-

mar

che wiedervergeltung davon tragen wolte. Darum wolte er ffu,nun besser in acht nehmen, und keine gelegenheit, seinen erster Uden Römischen stuhl zu beweisen, vorbey streichen lassen. Erwollehierauf an. -üz8 seine beständige rcsidentz zu Toulouse nehmen.doch weil ihn der Konig zu einem Staats-^-mllcr machte bekamer eine erhebliche Ursache, noch länger bey Hofe zu bleiben, wie erdenn auch demselben aufder reise nach Lyon folgte.Nachdern er derverjammlung der Stände in Langueboc beygewohnet, begab er ßcban. 1659 nach Toulouse,und pr-ciicwte der VersammlungderStär^de dieser provintz,so lange derKönig daselbst gegenwärtig war.Dasfolgende jähr begab er sich nach der Grajschafft Roussillon,daselbstnebst den LommMnis des Königs in Spanien die gräntz-streitia-keiten zur richtigkeit zu bringen, worzu er vor andern geschickt war,weil die fache unter andern auf die-orerp-c-«!»» einiger örler indem Strabone und Pomponio Mela ankam. Hieraufthat er einereise nach Paris , woselbst er den 291m junii an. issr starb, nach-dem er kurtz vorhero diePädstlichen bulle,- zudemErtz-Bischvfflhumvon Paris erhalten, worzu ihn der König freywillig ernennet hatteSeine noch nicht heraus gegebene schrifften überließ er Stephan»Baluzio , der sich auch mit grosser sorgfalt bemühet hat, selbige andas tages-licht zu stellen, und die bereits gedruckten auf das bestemit seinen noten und anmerckungen wiederum auffegen lassen.Was das werck 6e concor6>2 tsccrclotii 6c imperii anlanget, hat sel-biges Baluzius an. I6S; so wohl mit seinen 266iric>nibus und no!^als auch mir einem gantz neuen romo, der vorher noch nicht gedrucktwar, vermehret, nach des aurorst tod heraus gegeben, und aufsneue an. 1669 selbiges drucken lassen, in welchem fahre er aua, ewi-ge ci,tH,kLriones besselbjgen ecbrt, dergleichen er auch ferner an.1681 gethan, da er noch andere clllleE.vnc- und opulcui-Lesselbi-gen, als 6c llelomctc 6c 6c g-n-ciogi» Qüriki; 6e sllvcnlu klzgorum26 c ürillum, 6c 2N Iii R.-ßcs kuccinr; 6c llngulLri primrcu pciri, her,

aus gegeben. Worzu noch ferner an. 1688 kam: ttiss-n,».

llveüimcs üÜssaoicur, Koc cst, 6c t-illoricLllelcriprioc».

csIoniL, Kuiciiioiiis, 6c ciccumjaccnkiuw populorum, Luwrc ilmiirilll-m» viro 1-crro 6c ^Zrcs. So hat auch Baluzius das leben diesesMannes ausführlich zu beschreiben ihm fürgenommen,davon er be-reits eine probe gegeben in einer Epistel an den Sorbiere,6c v>l-,

rcbur ßelliz. morssuz, 6c lcchxis jllullritümi Virjyerr, 6e welche

zu Paris an. 166; in 8vo gedruckt worden. Der Abt Faget hatgleichfalls dessen leben beschrieben, und mit einigen seiner ssst-r».ri»nen heraus gegeben,worüber aber zwischen ihm und demBaluzioein streit entstanden. an. ,68r. pLg. Z27.

in Q2lÜ2 Lkr,iHLN2 I. 6« liom.

mcr illullccs. p. 14. icgg.ellic. pzrill

Marcella / war eine von dem vornehmsten Römischen frau-enzi,inner, ivelche unter des heil. Hieronymi aufffcht lebte, Albinätochter. Sie wurde 7 monat nach ihrer Hochzeit w ttwe, und wol-te hernach nichtmehrheyrathen, ob ibrwohl ihre freunde, wie auchandere vornehme leute, und unter anbern der BürgermeisterCerea-lis, berste selbst zur ehe begchrete, deßhalben sehr hart anlagen.Sie führte ein einsames und von der weit gantz abgesondertes le,ben, und da sie mir dem heil. Hieronymo einmal in bekanntschaffigekommen, sprach sie ihm niemals zu, da sie ihm nicht einige frage»aus der heil. schrifft vorgeleget, in deren erkäntmß und verstände siesehr zunahm. Sie wiedersctzte sich auch den Origenisten, welchesich damals in Rom einzunisteln begunten, und starb bald darauf,nachdem Rom von den Gothen eingenommen worden, nemlich sn.

409. 8. vic. tits-ccl. 26 ?rinc>piuin epill. 8- 6cc. Le»-

cenr. 4. «. 10. kill. belaß. 1.1. c. r.

. war ein fest, welches die einwohner derstadtSyracusa in Sicilien dem M-Marcello und seiner familie zu ehrenhielten, als welcher sie in seinen schütz genommen, und mit aller-hand löblichen anstalten versehen. Verres hat es nach der zeit abge-bracht, und an deren stabt zu seinen ehren gleiche spiele unterm na,wen Vcrrera anzustellen besohlen ; über welche Unverschämt-heit Cicero sehr spottet, und schiltet; wie dann auch diese saubereVerrer, kurtz genug gewähret haben, Lr«ci2 keriatL. Lic.

in Vc-c. *

Marcellianer/ ( sihe Marcellus/ Bischoffzu Ancyra.)

8. Marcellin / ein schöner und grosser stecken in Dauphin--

Marcellma / eine gewisse unverschämte weibs - perfohn,welche unter dem Pabst Anicelo an. 170 sich bemüdetc, die Gno-stische t-Äe, der sie zu gethan war, in Rom einzuführen. Siesoll sich ihrer schönheit und klugheit bedient haben , die recht-gläubigen durch ihre geilen Wollüste, welche sie zu grund-sätzen ih-rer religion machte, zu verführen. §- üb. i. cax>. 24.

»»»«« ÜLk. 27 .

Marcellin» /des heil. Ambrosii fchwester, welcher der PabstLiberius den schleyer der jungfrauschaffrgabmnd dabey eme schönerede hielte, welche der heil. Ambrosius in das ;te buch seines tra-ctats von der jungfrauschasst mit eingerücket hat.

Marcellinus / ein Römischer Pabst, luccclline dem Cajo umdas jähr 296, da die kirche von den grossen Verfolgungen ein wenigruhe hatte. Doch als diesclbige bald wieder angiengchetraffes auchinsonderheit Marcellinum , der sich aus furcht des todes bewegenließ, den heydnischen göttern zu opffern. Da solches geschehen Zöl-len sich ;oo Bischöffe, andere setzen 200, zu Sinuessa , einerMnicht weit von Rom gelegen, versammlet haben, welche Marcelli-num zu sich beruffen, der alsobald seinen fehler erkannt,und >o wohlvon sich selbst, als von den Bischöffen soll verdammt worden seyn-Man thut ferner hinzu, daß er darauf sich für die heydnifchenRlch-ter gesteliet, mit grosser tapfferkeit ein dekanntniß abgelegen mw