Band 
Dritter Theil
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mar

Lurch einen rühmlichen märtyrer-tod seinen begangenen f-biarwiederum erlebet habe. Solches soliden asten aprilan -04 ae-schchen seyn. Es wird aber dieses alles von einiaen in zwe ffelzogen, und ist wohl ausser streit, daß die -Äa des Lonclli, Sinuessa.ni, so man heutiges tages hat, erdichtet, und dahero alles, was vondem jetzterwehmen concwo gesagt wird, gar schlechten gründ bat -das andre aber, was man von dem fall Marcellini meldet,kan nicktschlechterdings verworffen werden. Wenigst hat schon Pabst N -colaus I , die,e geschlcht als unzweiffelhafft in seinem brief anMichael den Kayser zu Constanlrnopel angezogen, und aeschiebetauch deren Meldung in dem Römischen Auch Habens die

Donatisten nicht zwar im ansang ihrer bändeln, da die fach wohleinige zeit mag verborgen geblieben seyn, aber doch bald hernach de-nen Catholischen vorgeworffe» ; wodurch dann der vornehmstegründ deren, so die that läugnen, von dem stillschweigen der Do-natisten hergenommen, auf einmahl verschwindet,

dLpr.c. i/.?crir.von, cap.-6. in viris konriScum c. 8.

in annsl. in Kill. ecclcs. 5cc. clltHrc. 20.

in crikics ksron. sll L. c. zc>2. liiüoirs «Ze l'LglissI. 7!

cap.*

Marcellinus / ein Priester, welcher nebst Faustino des Ur-sicini parkhey annahm, so an. ,67 wieder den Pabst Damasum er.wählet wurde, und auch wieder diesen Pabst eine schmäh-schrifftheraus gab. Er trat hernach zu der Luciftrianer parthcy.

illSNNLl.

Marcellinus / c°me5 oder Graf zu genannt / weil er Grafvon Jllyrien war / lebte unter dem Kayser Justiniano / und schriebeine chrvnlcke/ welche von an. Christi z?s angehet/ da des Hier»,nvmi seine sich endiget/ und biß zu der 4 Bürgermeisterlichen regte«rung Iustiniani/ welches das 8tc jähr seiner regierung / und das5 ;4ste jähr unsersHevlandcs war/fortgesühret wird/hernach aberbiß an.; 66 conrinuiret worden. Cassiodorus sagt/ daß Marcelli-nus auch 4 bücher von den städlen Constantinopcl und Jerusalem heraus gegeben habe. Antonius Schoonhovius ließ gebaute chro-nicke in dem > 7ten l-cuio wieder auflegen / deßgleichen ist sie auchvon Josephs Scaligcro und andern mehr/ heraus gegeben wor-den; jedoch ist die eöilioo des?. Sirmondi/so an. 1619 herausge-kommen/ die beste. llivio. IeÄ. c. 17.6c r;. IM.

Lak. I. r. c. 19. Ls-v« kill. lirerar.

Marcellinus / ein KayserlicherinbunusundStaaks- 8 -cre-t-rim, war'rr bunus inAfricazurzeitdesheil. Auqustini/ welcherihn so hoch hielt / daß er ihm seine; bücher von Vergebung der fün-den/nebst dem cMtm vom geist und duchstaben/ wie auch dem herr-lichen werck von der stadt Gottes zu schrieb / deßgleichen auchumer-schicdliche bricfe an ihn abgehen ließ / worinnen er seine Hochach-tung gegen ihn an den tag legte. Er war ein sehr kluger und ver-ständiger mann/ ünd wünschte mit grossem eyfer / die Afrikanischekirche/welche durch die spaliung der Donatisten zertheilet worden/wiederum vereiniget zu sehen. Daher als derKayscrHonorius eineconscrenrr zwischen den Catholischen und Donatisten anzustellenverordnet hatte/ erwählet« er diesen Marceüinum dazu/ daß erselbiger rn semem namen beywohnen sollte. Da geschahe es nun/daß er den ausspruch für die rechtgläubigen that / worüber sich dreDonatisten dergestalt erbitterten / daß sie ihm nicht allein schuldgaben/er wäre von den rechtgläubigen bestochen worden/ sondernauch nach seinem qäntzlichen Untergang trachteten. Daher alsMa-rinus an 4;; in Africam kam/ desKaysers armee wtederHeraelta-num/ welcher eine empörung daselbst angerichtet haue/zu com-msolliren / verläumdeten sie Marccllinum bey ihm/ daß er es mlden rebellen hielte/ darüber er denn den kopffhergeben nmste. Erwird mil unter die Märtyrer gczehlet. s. 6 « gek. -onrr.

Lwer. §. I. z. conc. in snnal. L. O. Zio-

zu, ?i;öc in Marter, all cklcm 6spr>iis.

Marcellinus / von geburt ein Engelländer, war ein Dene-dictiner!Mönch, und wnrde nebst einigen andern zu den Fneßlan-dern geschicket, selbigen den Christlichen glauben zu predigen. Ersoll auch diesem seinem amte in die 70 jähr nachkommen seyn, unddas leben St. Suiberti nebst andren schrifften verfertiget haben.Er starb um das jähr 766. lle lcripr. /wzi. x. >;r.

vira 8. 8mi,crr. all ll. 2. wart. in »ppsrsc. lack.

^errr lls scri^kor. krist

Marcello / eines von den vornehmsten alten Adelichen ge-schienten zu Venedig . Nicolaus Marcello ward an. 1466 zumkrncurakor von Sän Marco und an. I47l, nach des llttcoiat L,ronabsterben, gar zum Doge erwählt. In währender seiner kurtzen re-gierung bevestiglen sich die Venetianer in dem besitzdesKomgreichgCypern , und nöthigten die Türcken , von L-cntari unvemchteterfachen abzuziehen. Er starb zu ansang des ,ahrs '478 , und bekamzum Nachfolger Petrum Moccnigo. An. i ;i6ward Petrus Mar-cello Utocuracor von Sän Marco, und zIvar auffe^ordentlich, A .i;z? gelangte Hieronymus Marcello qlelchialls ansserordenmchzu dieser würde, und an. 1; 9; gab man Petto llvrocursror stelle, welcke der neu-erwahlte Doge MarinlisGnmangehabt. Laurentius Marcello ward an.-6;6 rn dem berühmtentreffen bey den Dardanellen als 6c,i°ra,-ca^m zur fte mck em rstuck-kuqel erschossen. Weil er nun um die Mpub llc sich sehr verdient gemacht hatte, so stellte man zuVenedlgihm 7?, v.'ten!loknncs leichen-begängniß an, man ließ ihmman machte seinen druder Hieronymum !»m Ritter mit der guiv^neu siole, und seinem andern bruder, Bernhards, gab man einevor sich und vor seine kinver. Dieser 6 °--^-->-c>Mam rau-renlius Marcello hatte in der erwehnten ^ Marcello ^eiNMseiner nahen artverwandten, namens Johannem Marceuo ,

mar 262

WZLZWMLLLZ

u^hdeln turtz zuvor die Türckische see-räuder n Vene^tiantsty ichlffgenommen, und allen darauf besindlicken>,/r.Mn-nd.e kopffe abgesthlagen hatten. Weil aber damalsZ 77.7 ^er pforle leben wolle,so wardAntonius wege qe-

dachter Unternehmung nach Venedig vor dieAvoaadvrs ci-l, i?won

»derer,.ch dermassen kränckte,daß er uuterwegZaL

^aeobus Marcello, als coMiia, ,ui der sixnone, »g,,

Pisten Nachdruck sich denen wiedcrsetzten, sov «euer familien in den Venerianischcn Adelsiauv m

hindern suchten. Im übrigen sindoch viel andre von dieser fami!, 7 . 7 ! »wbaisMn und andern ansehnlichen ämtern von ihrer Rcvu-blic gebraucht worden. igll. llu Louvetn lleVenile

78 , rr;> 4?, .46;. ^47.

- >' ^arcellus I, Römischer Pabst, ein gebohrnerRömer,folg-te oem Marcellino zu ausgang des nov. an. ;o4 in der Päbsilichenwurde, und theilte Rom in 20 titul ober kirch-spiele, worinnen dieraceckumeni oder catechismus-schüler getaufft, und die Märtyrer be-graben werden sollen. Marentius, ein grausamer kirchen-feind,verdammte ihn darzu, daß er die post-pferbe in einem elenden stallean der laud'strasse warten muste. Allein ohngefehr 9 monate her-nach brachte ihn seine clerisey von bannen hinweg, und führte ihnm das hauß einer wittwe, mil namen Lucina. Als Marentio sol-ches zu ohren gekommen, ließ er diepost-pferde dahin bringe», undzwang ihn eben die vorigen dienste zu thun, da dann ihm der qe-stanck des orts, seine biöffe, und anderes elend, das leben nahmen,welches er den i 6 ten jan. an. ;c >9 beschloß. Es ist eine Evistelvorhanden, die er an die Bischdsse in Äntiochim, und eine an-dere, die er an Magnentium soll geschrieben haben, welche manaber vor sehr verdächtig hält. llc ecclet. s- p»llr. porcll.

pag. uz. L/o»4e/. censt epik. ?onri5. ZAZ, ^7. ja sii.

nal. öc

^kssarcettus II , ward sonst Xirrcellus Qervinvs genannt , undwar zu Fani gebohren. Sein vatler hieß Richardus, und hattesich durch die -Kroioßle sehr bekandt gemacht. Derselbe hatte die-sem seinem söhn die Päbstliche würde aus dem gestern prvphezeyet,und Marcellus bauete daraufso viel, daß er seiner mutter, die ihngern heyrathen gesehen, durchaus nicht folgen wolle. Er kam miterPaulo III nach Rom , und ward von demselben wegen seiner gelehr-samkeit und guten Wandels an den hof gezogeryallwo er ihn in wich-tigen Verrichtungen brauchte, wie denn aufihn bey der l-zallon, dieverjünge und noch unerfahrneCardinalFarnese 154° bey demKay-ser und König in Franckreich verwaltete, alles ankam, gestalt erdemselben deswegen auch mitgegeben war. Er trug wegen dieserVerrichtung den Cardinals'hut davon,da er vorhcr schon Bischoff zuNicastro gewesen.Hernach schickte ihnderPabst/wegen seiner gros-sen erfahrung, ernsthafften unveränderlichkeit und unverdrossenenbemühung aufdas Concilium nach Trident, als siinen Legaten, daer ihm aufgewiffe Masse bessere dienste leistete als sein coU-Z», derCardinal lls vioakc-. Die Farnesen hätten ihn gern nach Pauli IIItod zum Pabst gemacht, wenn der Kayser nicht wäre zuwider gewe-sen.Es grenz aber solches doch endlich an. 1;;; nach Julii III todan.Marcellus wolle nach geschehener wähl seinen namen nicht än-dern, vorgebend, daß er so wenig denselben, als seine litten abzule-gen begehre. Man erwartete von seinem verstand, ehrlichkeit, un-strästichen wandet und ernsthafftigkeit viel, allein weiser sich in derheil. woche mit den kirchen-cercmomm allzusehr bemüht, war ihmdurch eine kranckheit zugestoßen, die ihn den zo april, 21 tag nachseiner wähl, im ;;stenjahr seines alters ins grab riß, wiewohl aucheinige gemuthmaßt,cs sey ihm gisst beygebracht worden. Er hatteeine ernstliche kirchen-retormscion vor, und sagte öffentlich, daß kei-ner von seinen vorfahren, dem Päbstllchen ansehen so wohl gera-then, als die, so auf eine solche --ekormrtwn gedacht. Hernach wol-le er die glaubens - streitigkeiten auch im ernst durch das concllmmheben, welches,wie er sagte, bisher nicht recht angefangen worden,weil man auf den gründ der irrungen nicht zu gehen begehrt. In-sonderheit war er willens eine qestllschaffl von hundert geschicktenleuten aufzurichten, davon jeglichem ein jahrgelö von ;°o golkgul-ben aus derPäbstlichen kammer gereicht werden joltc,mit der eydll.eben bedinqung, nicht nach einer höher» wurde, noch nach weitemeinkünfflen zu trachten, ausser daß ihnen die Cardmals-wurde nachbefinden ihrer Verdienste unverlchiossen seyn solle, iedoch, ohne deß»weqen bemeldte gesellschafft zu verlassen. Und aus dieser zahl alleinwolle er die nuncimuren, legarionen, gsuvernsmcme, und IN lummaallebevienungen des Römischen stuhls besetzen.

I. L4>/-,/« LoncN. 1.2,;. >. I-, 26.

Marcellus/ ein Römer, welcher anfangs Simoni dem zau-barer anaebamien,darc>ufßch aber unter die lehre deo ApostelsPr-tri beaeben ^ - und wurde endlich mit dem

märtvrert°dgek'ö->et. Allein so wohl dieses, als daß er den streckPetri Mit dem gedachten zauberer und andere stucke geichnebm, ist

gar sehr uogeivlß.^^-"«-

Marcellus / Bisthoff Z» Ancyra in Galatien , o^Mte an.

, , 7 ^fdomco.'ci>i-^> rano.wie emiqe mil wahr,chemlichen grün-den dartbun. Dieses ist gewiß, baß er sich an. z a; auf dem c °»c.-,io laic«woselbst er die lehre der rechtalaubigen wl.der^ e Arian?r frig veriheldigte. Nachgehends, als er den Aste-

LwKL-lM^ ,« « m-m«! -»If-M-N w«.