Band 
Dritter Theil
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Z64 war

verfiel er m den irrthum Paust Sämol-teni. und lehrte/ daß Christusals das Wort, keines Wegs ein wesentliches wort sey, sondern nurein solches wort, das man ausspkicht/und also, daß dieses Wort undGott eins,dannenhero auch keine Personen in bet Gottheit zu findenwären. Es hätte also dieses wort seinen ansang, da es von demVater ausgegangen und mensch worden,würde auch nach dem jüng-sten gericht, wenn das Reich Christi auffhören würde, von dessenleib abgeschieden,mit Gott wieder vereiniget werden-. Dieser irri-gen Meinung halber wurde er an.;; 5 auf einer Versammlung derBischöffe zuIerufalem zur redgefttzt,darrdann sehr beschämt wur-de, und sein buch zu verbrennen versprach. Weil er aber solchesnicht that,wurden seine lehrsätze aufeinem SMollo zuCokistantinopelverdammet, und er seines Blßthums entsetzet; auch schrieb manan die gemeine in Galatien , daß man seine büchcr fleißig zusam-men suchen, und dieselbigen wegschaffen solle. Dem Eufebioricnti trug man auf, den Marcellum zu rekuMen, der ohnedem vonihm am meisten war angegriffen worden, welches auch Eusebiusthat, in den; büchern,die er wider ihn schrieb,unb die noch heutigestags vorhanden sind, davon die drey letzter» insonderheit den tttul<Ze eccieiiziiicL i'Neolog!- führen. Hierauf begab sich Marcellus,als er vertrieben war, nach Nom, und brachte seine sache bey demdamaligen Pabsi Iulio an, der auch seine Widersacher nach Rom cirii-lezweil aber keiner derselbigen erschien,nachdem sich Marcellusschon ein jähr und) wonach daselbst aufgehalten, und er auch in ei-ner schütz - schlifft seine Meinung erkläret, wurde er in die gemein-schafft der kirche aufgenommen. Ja er wurde an. Z 4 ; durch denschluß des Loiicllii ZLnä-cenüs Lblolvirt, indem er vorgab, daß manseine Meinung nicht recht verstanden, und also auch nicht recht für-getragen. Dieses ist gewiß,daß er sich eine zeitlang anstellete, alswenn er es Mit den rechtgläubigen hielt, nNd sich mit deraucmlcätdes Julii und Athanasii schützte, welche ihn in ihre gemeinschaffthätten aufgenomen,weicher letztere gleichwol, so bald er erfuhr, daßer in der lehre nicht richtig wäre,mit ihm keine gemeinschafft hat ha-ben wollen. Wie denn auch Marcellus endlich kein bedencken trug,öffentlich seine Irrthümer zu bekennen, Und dahero einmütbig vondenen rechtgläubigen verdammt wurde. Es sind zwar einige, wel-che meinen, daß er niemals unter die rechtgläubigen gehört, unddaß er allezeitdie lehre geheget,welche bald daraufvon demPhotino,zu grossem schaden der kirche ist ausgebreitet worden ; denen abervon andern widersprochen wird.Es starb dieserMarcelluS in einemsehr hohen alter um das jährEli hat unterschiedene schnffteuverfertiget, als eine wider den Asterium, Und eine andere Ue lukje.Klone Oomini )elu CtiMi, aus welchem sich weitläufftige excee.prs bey dem Eufebio Lllverlus und lte Lkeolocfs eccletir^

lllca befinden. Seine epilkola spoloßeris 26 )uliu,n, Bischdff zuRom , liefet man annoch bey dem Epiphanio. Lpoluß. 2.

epiliols tia:rcii 72.

LoLome»««. in vlkä XtllsNLfii» in crirlcs

/tnri - Lrron. all an. Z4.7.

Marcellus / (Christophörus) ein Venetianischer Edelmannund Ertz-Bischoffzu Corfu, war in dem 16 leculo wegen seiner ge-lehrsamkeit und gottesfurcht so berühmt, daß er sich von dem PadstClemens VII die höchsten ehrensslellen versprechen konte»Zu seinemUnglück befand er sich damals inRommls diese stadt von denKayser-lichen geplündert ward,da er den Spaniern in die Hände gerierh, dieihm alles das seinige nahmen,und ihn selbst gefangen führten- auchweil er das von ihnen gefederte löse- geld nicht erlegen konte, ohn-weit von Gaieta auf ebenen seid an einen bäum andunden, wo sieihm alle tag einen Nagel abschnitten. Er müsse also in diesem trau-rigen zustand, vor grossen schmertzen, und aus Mangel einiger Nah-rung sterben. Übrigens weiß man von ihm, daß er dem LoncliloLElLno beygewohnt,und exercitLkiones in 7 priores plrlmor geschrie-ben. llc IltLtsr. inkLlicitske. Xo»r^ bibl.

Marcellus/(Marcus Claudius) einNömischer kriegs-held,soum das jähr der stadt Rom gelebet, und wegen seiner tapffer-keit berühmt ist, war das Haupt einer ansehnlichen familie in Rom ,und f mal Bürgermeister. Er wurde das schwekdt der Römer,gleichwie Fabius ihr schild genennet. Er bekriegte die QsNox, undlödtete ihren Heerführer, vlrillums-um, mit seinen eigenen Händen,und ward dadurch der dritte, welcher die ehre erwarb,, dem JoviTeretrio die sogenannten ffolls op>m2, das ist, die waffen und klei-dere, welche er als Römischer Feldherr dem von idm getödtetenFeldherren der feinden ausgezogen, zu bringen und auffzuhän-gen; da solches vor ihme nur allein Romulo Cornelio Cosssbegegnet. Ferner bezwäng er die Jnsubrier, und nahm ihreHaupt, stadt Mayland ein. Desgleichen eroberte er auch Sy-racusa nach einer ; jährigen belagerung, gestalt die vortreflichenl»en des Archimedis, seine -r^que» so lang fruchtloß gemachthatten; wiewohl auch Marcellus seiner seitö viel vortrefliche m».cklnen, dergleichen die Römer zuvor nie gehabt, zu brauchen ge-wußt, Und zu solchem end die geschicktesten leute aus Griechenland beschrieben hatte. Nichts desto weniger suchte er hernach diesengrossen mann bey dem leben zu erhalten, und als er hörte, daß erbereits bey der eroberung mLiUcrirt worden, betrübte er sich sehrüber seinen tod. Ungeachtet aber dieser tapffere mann sich höchstunsträflich aufführte, so wurde er dennoch von denen Syracusa-nern aufanstifften seiner feinden zu Rom verklagt, als ob er nachder Überwindung gar zu hart mit ihnen umgegangen wäre. Er ver-antwortete sich aber stehenden fusses,so,daß er mit grösser ehre vomRath loßgesprochen wurde verziehe auch den gemeldten Gesand-ten, als sie ihm hieraufzu fuß fielen, und ihrer gantzen stadt sehrgroßmüthig; daher sie ihn, und nachdem auch seine Nachkömmlin-ge zu ihrem schütz-Herren erbaten, selbigem zu ehren das fester-

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L-lica anstelleten, auch den schluß machten t so offt er, öder jemandaus stlNer nachkommenschafft in Sicilien käme, selten die Syrac».janer, zu bezeugung ihrer freude, mit kräntzen bekrönet, denen avt-tern dafür opffern. Marcellus selbst wurde gleich daraufan. 54-furs vterdte mal zum Bürgermeister erwählet, und Hannibali enl-gegen gesetzt; da er anfangs verschiedene mal mit zweiffelhafftemgluck wider denselben föchte, und zuletzt auch das seid neben ekljchwo sowaten verlobt. Doch wie der mann von einer unqemeinenGroßmüthigkeit war, so mußte ihm eben dieses den weg zu einemsehr herrlichen sieg bahnen. Dann als er sein kriegs.volck, daß siesich so leicht »n Unordnung bringen lassen, hefftig ausgescholten undbeschämet, führte er sie gleich des andern tags von neuem an denfemb, nicht ohne grosse bestürtzung des Hannibalis, und schlug denendlich nach einem der schärfsten gefechlen mit Verlust von mehrals acht tausend mann in völlige flucht, und machte dadurch C.Fa-biogelegenheit, die wichtige belagerung der stadt Tarentus unge-hindert fortzusetzen. Man erwählte ihn hierauf für das z mal zumBürgermeister, nachdem er schon das Soste jähr erreicht hatte. Erfand aber in diesem amt seinen tod. Dann als er da von neuemwider benHannibal geschickt wurde,dorffte zwar dieser keine WachtgegenMarcellum wagen,hatte aber das glück,als bevde kriegs.heereum Bantia und Venusia wider einander stunden, baß er Marcel-lum nebst seinem amts-genoß Crispino in einen Hinterhalt lockte, dasie nur um einen gewissen ort wohl zu besehen ausgeritten waren,wodey nach einem heftigen geftchl der wenig bey den RömischenBürgermeistern befindlichenreutern gegen etliche looofemdeMar.cellus endlich mit einem breiten sperr in die feite gereimt, tod vompferd sancke. Als sein cörper in des überwinders Hände gerathen,ließ er demselbigen alle ersinnliche ehre erweisen, und seine gebeinenach Rom schicken,die aber unterwegs, weil sie in einem silbernenkrug getragen wurden, von einer rott räuberischer Numidier, nachwegnehmung des gefässes ausgeschüttet worden,daß sie nicht moch-ten in Marcelli vatterland und bey seinen eitern beygesetzt werden-wiewol dannoch einige Scr.vMen das qegentheil gemeldet haben.Das Marcelli,che geschlechte, so ein äst des Claudianischen gewe-sen, war zu Rom unter den pisbejissehr berühmt,und beklei-

dete zum dfftern die Dürgermcistcrltche würbe. Zu den zeiten desCäsars schlug sich N. ClaubiusMarcellus zu des Poinpeji part'hey,wiewol ihn Cäsar wiederum begnadiget, deswegen Cicero eine lob-red an den Cäsar gehalten. Sein söhn mit ihm gleiches namens, soan. 7ZL die Bürgermeisterliche würde bekleidet, vermählte sich mitOctavia, des Kaysers Augusti schwester, und zeugte aus dieser eheeinen söhn, so eben diesen namen geführet, und au. 780 zum bau-Mcister gemacht, auch von Augusts wegen der grossen von sich gege-benen Hoffnung allem ansehen nach zu seiner nachfolg, und also zumRömischen Kayserthuin bestimmt worden, starb aber bald hierauf,als er mit des gedachten Kaysers tochter beylager gehalten. i-iE

l. 8-24, 2; ör 26. ü,o. Qc-rs.

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. Marcellus/ ein da-llicus von Bourdeaur, lebte zu den zeitendes Kaysers Theodosti an. ;88. Er schrieb lle cmplri-

cir,- pkvUciL, rLrloiiZlibM, ", e^>.m cliron. wellic,

llctcr. mell«

Match/Märchfeld/(sitze Msvall.)

March/ist ein ungefehr z stund langes läudlem oben amZürich-fte, darinnen Lachen und Grynau ligen. Die eimvohner sind ge-freyt, und haben ihren eignen Rath und gericht. Sie müssen überalle jähr bey der lands- gemeind zu Schwytz um deren besiäligunganhalten. Es wurde vor altem von denenGrafen zuRappecschwylbeherrschet, und als Rudolph der letzte Graf anfangs des 14 c-cuilohne männliche erben abstarb, kamen die ländcr an seiner lochtetElisabeth söhn Graf Werner zu Homburg am Hauenstein. Alsnun auch diese Grafen an. 1 jLy mit seinem söhn dem jungen Gra-fen Wernley ausgestorben, fiel das land an Graf Hanß von Hab-spurg zu Lauffenburg, als seiner mutier schwester söhn. Diesen nunberedte Ertz- Hertzog Otto von Oesterreich, daß er ihm die Marchzu eigen abträte, und solche wieder zu lehn vom hauß Oesterreichnahm, dem sie hernach wieder heimgesallen ist. Weilen obbesagteeGraf Hanß an. i; 50 die mord-nacht zu Zürich (wovon an seinemort) hat anstellen helfen,und sechsten in der stadt gefangen worden,sind die Züricher für Rapperschwyl gezogen, haben schloß und stadterobert,geplündert,und nebst derMarch mit feuer und schwerdtver-heert. Hernach an. 140, indemunsinnigenAppenzcller-krieg,habendie Appenzcller die March in wenig tagen ein - und dem hauß Oe-sterreich weggenommen, und solche von freyen stucken denen vonSchwytz ihren Heistern geschenckt,denen sie annoch gehöret,und hatKayser Sigmund sie amisti? mit dem blut-bann begnadet.

Iib. ü i;ü 8. cliron. XILLr. ?. l sll snll. izza.

1425, 14,;- cliron. ke->LLr. I. 8 csp. 4. *

March/ (Grafen von) in Engelland. Unter dem wort Marcher Marches verstund man ehemals die zwischen der Cron Engei-ad und dem Fürstenthnm Wales streitige grantzen,zu dcren-cim--»rLrioa gleichwie auch zu Unterdrückung der von beyden theilen zusorgenden lnko!eocien,man die mächkigsteHerren,welche in seldMchdarschafft ihre güter ligen hatten, verordnete, und zwar imtm tikulLordsMarchers,deren jurlsölKion und gewalt in dem zuge-snetett uMriSsehr groß war. Man fienq nachgehends an, sierasen von March zu nennen, und dieser letzte titui ist devbehai cn>rden,ungeachtet nach der Vereinigung des Fürstenthums wa esk demKönigreichEngelland die denen Lords Marchers verliehene-oriratgäiitzlich verloschen.Alle diejenige,welche biß zu ansang rest-cuiiGrafen vonMarch gewesen,sind folgende: r) von

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