Band 
Dritter Theil
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363 mar

conLiii'o an. 1417 zum ersten Hertzog von Eleve/und können feinenachkommen,worunter auch die Hertzoge zuNevers begriffen/untevdem Worte Eleve weitläuffliger nachgelesen werden. 8 ax.

I. 4 c. 2.4. Lc-VSÄ, ^o^as. in oriß.ll 4 srcrn. cum noris kvleilloinil.Ä«-,-^evo/r«« in snnsl, circuU V^estjvIiLlici. 6e/e». suÄLr. kill. 8Ln-xelllsrri. OrvL«ö rer. Drallem. 1.8. L»öece»/. I. 7 c. l 6cz L>-k-

ckrnn» kpilc, Oin-llrug s^ucl kleidom.c. r rcr. 6crm LE,--/,.jn esll. AcnLsI. k^. ?. I. l, c urslrer OrLtcn-lLLl p. 1 leg.

Marck Lissa/ ein feines städtlein in derOber-Lausitz/ nahe ander Qveiß und Schlesifchen gräntze/z Meilen von Görlitz.Es gehö«ret denen vonDöbschütz zu. Hiebevor lag es ticffer Hemmer an demfluffe / weil es aber von desselben Überschwemmung/ sonderlich an.14)4 grossen schaden rrlitten/so haben die einnwohner höher hin-an gedauct. VoralterS stund dieses städllcin dem Adel. gcschlechtvon Konwitz zu / nun ist es aber schon über -oo jähr bey denenvon Döbschutz.Obglcich der ort durch krteg/brandt und pest zu ver-schiedenen malen in den äussersten rmn gesetzt worden/so hat er sichdoch immer wieder erholet; sonderlich hat er seit Luthcri rckllrmL-riv" in Schlesien und Böhmen sehr zugenommen; hat ungleicheneinen guten leinwand-handel/ auch sonst unterschiedene feine zube-hörungcn und commun guter. An. 1693 litte dieser ort großen scha-den durch brandt/ darinnen auch die kirche ruinier wurde/ doch istschon alles wieder aufgebauet worden. c>>o/se^ i.Lus. merckw.

Marcksuhla / eine in Thüringen eine meile von Eisenach / ge-legene kleine stadt / welche mit einem schlösse/ jagt-hause und Inst»garten versehen. Sie war ehemals die residentz einer Eisenachischenneben-linie/welche nachgehends die rcgierung erhalten.

Marck/ (Erhard oderEbcrhardGrafvon der) Bischoffzu Lüt-tich/warem söhn RodertSI/Herrn von Sedan.Er hattejich in dengeistlichen stand begeben/ungeachm er der älteste sohn war/und waran. izo6 durch Vorschub des Frantzösichen Hofes BlschoffzuLültichworden.Er hielt eS auch geraume zeit milFranckreich/dis ihn dieserHof selber aus der wiege warst. Man hatte ihm nemlich einen Car-dinais-Hut auszuwürckcn versprochen/ auch zum schein vor chn ge-schrteben/ingehetm aber einen andern dazu vorgeschlagen. Darüberergriff er die parrhey Königs Carls inSpanien/war demselben an.i;ro hauptsächlich zurKayser-wahl detörderlich/und machte die de-mühungen der Frantzösifchen Gesandten vor ihren König alle zu«nichte. Dafür erhielt er an. i?ri auf Vorschlag des Kaysers dieCardinals-würde. Er war einer von den eifrigsten Verfolgern derProtestanten / und an. 1524 durch sein ansehen/ das er in Frank-reich hatte/ grossen theils ursach/ daß Reuchlini buch von der Uni«versilät zu Paris verdammt ward. Er stard an.i?;8/nachdem ersich eine geraume zeit vorher sein leichen-begängniß jährlich bey le«bendigem leibe entweder aus abcrglauben oder aus Hochmuth haltehalten lassen. Man rühmet ihn als einen überaus klugen/ listi-gen und beredten mann« §/»//«»«« 1. r 6c,2» LleLt-r«,. ?. um.

ci« krance.

Marcley-Hill/ ein gewisser Hügel in der Engelländischen pro-vintz Hcresordshire/ wovon Camdenus und Speed folgende ge-schickt erzählen / daß eran. i;?l den z febr. an einem sonnabendum 6 uhr des abends sich mit einem grossen geheut und tumult vonseiner stelle beweget/ und um 7 ubr des nächsten morgens in die 200schuh weit fortgerücket sey/und solches; tage lang com.nuiret habe/so daß Kinnaston-Chapel nebst einigen bäumen/ zäune und schaaf-hürden niedergefallen/ und einige stehen blieben/ desgleichen 2land-straffcn in die schuh weit von ihrer vorigen stelle wegge-wichen/und die östliche theile wcst>wärrs/ die westliche aber ost.wärts sich gedrehet haben; desgleichen sey vieh-trifft auf die stelledes ackers/ und der acker auf die stelle der vieh-trifft kommen.

oder Ä.l^lvGON/z^XI>waren gewisse al«te Teutsche völcker und eine abkunfft der Schwaben , nicht aber derSlaven, wie einige ohne gründ vorgeben. Sie wohnten anfangsan dem Rhein und den örtern, wo die Donau entspringt. Nach«mals gicngcn sie wegen der ihnen allzu nahe» macht derRömcr,un-ter ihrem berühmten König Maroboduo , welcher an des KaysersAuguste Hof zu Rom erzogen worden,nach Böhmen , allwo dieBo-jer, ein Gallisches volck, fast in die üoc, ,ahr ruhig gesessen hatten.Eben dieserMaroboduns muste endlich,nachdem er von den seinigenverlassen worden,sich in derRömcr schütz begeben,da er dann zuRa-venna seinen auffenthalt bekommen. Diese ^»rconignni gjengenan. -68 aus Böhmen und Mähren,und schlugen die Römer,gleich-wie sie unter des KaysersAntonini regierung derselben 2oc>ocsscrleg-ten. Allein 5 jähr hernach erhielt der gedachte Kaysers. Antoni-nus Philosophus durch das gebet einerChristlichen legion den so be-rühmten sieg wider die czusclo; und i^rcomLnnor. Doch diese er-holten sich wieder,und nahmen Italien und Griechenland ein- Sobrachten sie auch an.2;2 Pannonien unter sich, hingegen müssen siean. unterliegen- Unter den Kaysern Valentiniano I und Va-lente bekamen sie wiederum neuen muth, und giengen biß nachAquileja ; von welcher zeit an sie sich immer mehr und mehr ausge-breitet, und mit andern völckern wider die herrschsüchtigen Römervereiniget. Endlich nahmen sie um das jähr ;9§ die Christliche re-ligivn an, und bekamen darauf von dem Kayser Honorio Jllyricnzu ihrem sitz.Doch blieben einige in ihren alten ländern, und hartenHermanricum zum König, welcher der Slaven König Radagaisowider die Römer beygestandcn, und nach dessen tod mit den Bo-then nach Spanien gekommen, allwo er das Schwäbische König-reich aufgerichtet, und an. 440 verstorben. Kurtz hernach über-schwemmten die Hunnen alles,so wol in Böhmen als Deutschland ,daß also kein wunder, wenn man nach so vfftmaliger Zerstreuung

mar

v>e,cs,onil macyrrgen vorcrs wenig meyr von ihrem ariffentW

Weiß. lÄcr/rr-sniisl, v/o 8.0m. I. 44.

snnLl. Lvjor. milcell,». regn, Vollem. Lre,

lllarz I. i c. r. geogr. snug. I. rc»; 6cc.

ist der name verschiedener Printzen,welcheTrithemius über die alten Francken setzet,so aber zimiich fadelhafftheraus kommt. äe orig. krLncor. ,

Marcou/ ein Frantzösischer Heiliger, von welchem die Königein Franckreich die gäbe, kröpffe zu heilen, sollen empfangen haben,gleichwie er selbst in seinem leben solche von Gott gehabt,auch nochin seinen reliquien, bis auf diesen rag erweisen soll. Um dieser ur-sach willen sagt man, daß die Könige von Franckreich allem«! ge-wohnt sind, wenig rage nach ihrer crönung, eine absonderliche an-dacht in der kirche des kiosiers Corbeny in der landschafft Lavnnvisanzustellen, allwo die gebeine diests Heiligen ruhen. Er war vonAdelicher ankunfft aus der stadt Bayeur in derNieder-Normandie ,und hatte sich von jugend an der frömmigkeit ergeben, worinnen eres auch so weit gebracht, daß durch seine predigten und durch seinexempel dasjenige, was noch in der Normandie von demHeyden-thum übrig war, vollends ausgetilgt würbe. Da nun sein gottse-liger eifer auch durch unzählich viel wunderwercke bestätigt ward,bekam der König von Franckreich Childebert,ein sohnCiodoväi feinverlangen ihn zu sehen. Er kam hierauf in begleitung unterschie-dener geführten, welche in seiner beständigen gesellschafft ein stren-ges leben zu führen pflegten, an den Königl. Hof, allwo er, gleichwieauch unterweges, viel rnirscul soll gethan, und von dem König, derihn mck grosser ehrerdietung empfangen und angehört, bey seinemabzuge einige schöne ländereyen in der gegend vou Caukance, umdaselbst eine Adrcy aufzurichten, zum geschenck bekommen haben,zu dessen Vergeltung man vorgibt, daß er die ovcrwehnte wuuder-krafft, kröpffe zu cur,ren, so wol Childederto, als dessen Nachfolgern,mitgetheilet. lull, äe vrsnce r. 2 9. 276.

Marcowitz / ein sthr vestes schloß auf einem hohen berge inUngarn , eine meist von Bart,M,gelegen. In dem 17 stcul« gehör-te es theils dergemahstn des Löckely, theilSdem Grafen Ecdödy,und gieng an. 1684 an die Kayseriichen mit --ccorll über.Man hältes für einen guten paß nach Polen » orwm. p5.

Marculfus/ wird für einen Parisischen Mönch gehalten,>vel.cher um das jähr 6Sc> geschrieben, da er bereits 70 zahr alt war.Man hat von ihm kormulsrum eccicllallicLrum libroz Uuoz,welche zuerst Hieronymus Bignonius an. 161; heraus gegcben/Und zugleichmit anmerckungen versehen. Von eben diesem smore folgte an.i66s eine vollkommenere ecNti»n. Dieser emeisc befindet sich auchin dem andern como der c^piculArium, welche Stephanus Baluziusheraus gegeben, wobey er zugleich seine nolen hinzu gefüget.

L/>k/»e Killt, «tes kill. lle krgncc. Lto/«». in incliculo SS. LelZü.kill. lirrer. p. zr6.

8. Marcus/ der Evangelist. Ob er wol einen Römischen ns«wen hat, soll er doch, nach des Heil. Hieronymi bericht, von Iüdi«schen aus dem stamm Levi, und zwar von der Priesterlichen linieherstammendcn eitern gcdohren seyn. Niccphorus sagt,daß er Pelrischwester söhn gewesen. Die alten stehen insgemein in den gedan-ckenchaß er einer von den 70 jüngern gewcsen.Epiphanius gibt vor,daß er sich mit unter denjenigen befunden, welchen die rede unsersHcylandes von dem essen seines fleisches und von dem trincken sei-nes dlutes, so sehr mißfallen, daß sie deswegen ihn verlassen; wie-wolMarciiS ausPetr! zureden bald wieder aufden rechten wegge-bracht worden styn soll. Allein wenn dasjenige wahr ist, was derHierapolitanische Bischofs Papms berichtet, baß Marcus unsernHeyland bey seinem leben niemals gehöret oder ihm nachgefolgt,sofället obige Meinung von freyen stücken hinweg.Vielmehr ist wahr-scheinlich, daß er von dem H. Apostel Pclro,welcher auch,wie einigedichten, stin tausspathe gewesen, zum glauben bekehret worden.Dieses ist gewiß, daß er stets auf seinen reisen um ihn gewesen,und halten einige dafür, daß er sich von ihm für einen schreiber ge-brauchen lassen. Nazianzcnils meldet, daß er sein Evangelium zuRom , welches er biß daselbst hin gcprediget, auf anhalten der indasigen gegenden sich aufhaltenden Christen, geschrieben habe. Eu-sedius berichtet, daß ihn Petrus in Aegyptcn gesandt habe, dasChristenthum daselbst zu pflantzen, da er dann seinen vornehmstensitz zu Alexandria genommen, und in dem werck des Herrn grossenfortgang gehabt habe. Eustbius, Epiphanius,Hieronymus, Baro-nius, und andere geben vor,daß diese neubekehrten die so genanntenS-tz-rTriöla, gewesen,welche von dem Philo in seinem buch Altwegen ihrer frömmigkeit und strengen lebens-artge-rühmet werden. Einige wollen der Mönchs-orden Ursprung uniccden Christen daher leiten. Allein die gäntzliche deschreidung desPhilo zeiget gar klärlich an,daß hier keine Christen zu verstehen,da-her kave mit gutem gründe dafür hält, daß es eine Indische stete,und zwar vermuthlich vou den Essäern gewesen,welche ein einsamesleben führten, und zu solchem ende sich in gärten und Wäldern auf-hielten, wiewol er dabey nicht leugnet, daß diese ihre lebens«artdem heiligen Evangelisten einen guten eingang zur predigt desEv-angelii mag gegeben, und ihre bekehrung erleichtert haben. Whieher hatte Marcus in denen gegen morgen gelegenen gegeiideuEgypti das amt eines getreuen Evangelisten verrichtet. Hieraufwendete er sich, wo man je seiner vorgegebenen marter-geschichlMderen warheit aber die gelehrteste, so Catholische als Protestierendezwcjffeln, einigen glauben zuzustellen hat,in die westliche landschall«ten von Libyen , allwo er gleichfalls mit grossem fegen geprediget.So dann ist er wieder über Marmarica,Pcntapo!is und andere da-herum gelegene barbarische und abgöttische örter, allwo er cvm-