Band 
Dritter Theil
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mar

falls das reich Gottes verkündiget, zurück nach Alexandria aekom.wen, und hat die Arche daselbst mit treuen Nachfolgern im vredia.amt versorget. Allein um die österliche zeit, dadcsAegyptis. abaotlSSerapis fest begangen worden, hatte das voick aus bündem eifervor solchen abgvtt, den heiligen Marcum unter währendem Gottes,dienst mit gemalt angefallen, ihn mit gebundenen füffen durch diestraffen der stadt blß an den Bucelus, einen hohen seifen nahe ander see, gefchleppet, und so dann folgende nacht in ein gefangniß ge-morsten, da ihn Gott mit einem himmlischen gesichle erquicket, undzu seinem leiden gestarcker. Des morgens hatten sie gleiche und nochärgere grausamkeit gegen ihn ausgeübet, bis sei» fleisch von den dei-nen abgerissen gewesen,, und er unter ihren Händen seinen geist auf-gegeben, worauf sein corper vollends verdrandt worden. Doch sei«ne jünger haben die gebeine samt der asche genommen,und nahe ander stätte, all wo er zu predigen pflegte ehrlich begraben. Die Vene.tiancr haben seine reliquien, wo man nur deren gewiß hat versichertseyn mögen, von Alerandria nach Venedig mtt grosser loienm-ät ge.bracht, allwo sie noch biß jetzo mit der grösten ehrerbietigkeit ver-ehret werden. Wie sie dann ihm zu ehren eine von den stattlichstenund prächtigsten Archen von der weit zu Venedig erbauet, und ihnzum schütz-Patron angenommen haben. Wegen derzeit seines mar.tyr-todcs sind die scribenten nicht einig. Jrcnäus behauptet,daß erPetrum und Paulum überlebet hade.Es ist aber nicht unwarschein»sich, daß er gegen ausgang der regierung des Kaysers Neronis die-ses zeitliche gesegnet. Die Ursache, warum sei» Evangelium zumWem das Evangelium 8 . Pecri gencnnet worden, ist diese, weil erdasjenige, was er von Perro gehöret, darinnen treulich aufgezeich-net, und es ist merckwürdig,daß er Pein, seines lehrmeistersffchwä-ren fall mit sdnderbahren umständen bemercket. Was die zeit an«langet, wenn es geschrieben worden, darinnen stimmen die scriben-ten mit einander nicht überein. 8 . Hieronymus gibt vor, daß dasletzte capitel dieses Evangelist oder doch wenigstens ein stück davonin allen Griechischen erempiarien gemangelt habe, und von einigen,als ob es mit den andern Evangelisten nicht einstimmte, gantz undgar verworffen worden sey,zeiget aber dabey,wie alles mit den übri-gen Evangelien gar wohl überein komme. Ferner ist auch streitig,ob er es in Griechischer oder Lateinischer spraache geschrieben habe.Was das leiste am meisten zu bestärcken scheinet, ist eine zu endeder Syrische!! Übersetzung desselben beygefügte anmerckung. DieVenelianer rühmen sich, das Lateinische or.ginLi. so mit seiner ei.genen Hand geschrieben worden, zu haben. Allein die duchstabensind durch die länge der zeit so bleich und buncke! worden, daß mansie fast nicht mehr lesen kan. Svnsten wird ihm auch eine illu»gic fälschlich beygeleget, ä 6 vsrc. kLrsll I. § c>^/s-

!. 6- I. 2. kill. c. 1^. ik. I. z c. ^1^/-

in siomil. ; 8S in i^xrrk. Lrero». 6e llciprur. eccl. in pksions Üc3>ibi; virs ipiiuz spnll Xiili-n. p. 6e k-sr.

WLrr;r, 8. Lpu6 8ur. 266. -f. s^>r. 5ox.ome». L»ro-

m«ck. Kill. Iirsr. öc Lncig. z^-all-

8. Marcus/ ein Pabst , von Nom gebürtig, lkccsllirte SylvestroI an.;;6, saß aber auf dem Pädstlichen stuhl nur 8 monate und 22tage. Die leinen »amen führende epistei an den Athanasium undan die Aegvptische Drschvffe, wird von den gelehrten für eine ernze-schobene schrifft gehalten. Solle sie aber aufrichtig seyn, würde dar-aus erhellen, daß er ein allgemeiner Bischofs heißen wollen-

in vir. kamst. p. 21. in snnni. Ln. z;6. I.x 6s Uvm.

konris c. 14. «st« LstyÄs. LsrAkFF. bist. kLpm. 9. ri.

Marcus/ein Ertz-Bischoffzu Epheso, wohnte an. i^s demLonciiin zu Florentz bey, allwo er die trcnnung derGriechischen Ar-che wegen des ausgangs des H. Geistes von dem söhn vertheidigte,und die Lateiner der ketzerey beschuldigte, weil sie behaupten, daßder H. Geist nicht allein von dem oater sondern auch von dem lohnausgehe. Nachdem er wieder zurück nach Constantinopel gekom-men, fand er überall bey den Griechen beyfall. Man hak von ihmwegen dieser fache 2 episteln und --pim hiioZyllllL. Leo ^4/4, . 6s

cons. ecclell'. orient. öL Z c. r r. in tutr.

vsrs unionis non ver», kill. kspscus ^>erioll> Z d. I4l.L^2,e

kill. kttcrsr,

Marms / ein oisconu« der Arche zu Gaza z lebte zu ende des 4und zu ansang des tten lecuii, schrieb anfangs bücher ab,und wurdedarauf von dem Bischoff Porphyrio zu Gaza , welcher sich bey demheiligen grabe aufhielt, in dienste genommen. Gedachter BischofsPvrphyrius schickte ihn erstlich nachThessalonichsseme guter den ar-men zum besten zu verkauften,und hieran fan.; 98 nachEonstanlino-pei,bey demKaystr Arcadio um hülffe wider die ungläubigen anzu-halten. Der Heil. JohannesCdrysostomusM welchenMarcuü sichdeswegen s66rsiiirle, trieb die fache bey dem Kayler mit gewöhnli-chem eifer. Pvrphyrius gieng an. 402 selbst nach Constantinopel,und wurde von Marco begleitec.Man hat von ihmbey dem Surio aufden 26 febr. darin aber Metaphrastes hin undwieder etwas eingerücket, Kill.

Marcus / ein Bischoff von Arelhusa, war einer der vornehm-sten Vertheidiger der Arianer. Er befand sich um das fahr z ;2 ausdem<^oncsiio 8irmienli, allwo er das glaubens-bctänlnisi, jv mandamals heraus gab, aussetzte. Wie er dann auch nachgevends beyunterschiedenen gelegenheitm seinen eifer suc dieAriamsche rellgwnbezeiget. Man sagt, daß er Julianum im anfange der regierungdes Constantii aus der gefahr, die ihm bevorstund errettesader un-ter seiner eigenen regierung eine schlechte delohmmg bafur bekom-men. Denn als er noch unter dem Constantto emenvrachllgmqo-tzen-tempel hatte abbrechen und zerstören sasiett,!viirdeeeoon^!Ula-no verdammet, daß er ihn wiederum auf icme Unkosten w ie ambauen lassen. Da nun solches unmöglich war, er auch ohnedem,

mar

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bald, schlugen ihn erbärmlich, und schleppten »yn durch vBmdes manns-und weids-personen, ja die linderNicht, wie sie >hre granlamteii gen uWm Widers'au Mssbnik!^nstk-?" ^a» ibm mit kleinen stricken die ohrcn adschniltestdn in di»

sLV^^'"Gmmitihmwie mit einemball sp L

-u'Älece. Als er über und über vmvunott wär!aber noch lebte, beichrnierte man seinen gaiinen leib mitss!"2umd hieng ihn >n einem korbe in bie höhe,worauf m von denund wejpen angefallen und sein fleisch mit grossem schmernenDieses trug er mit solcherbeständigkeisi da?crumstehenden sagte, er wäre gleichwol nun erhaben, u-w!^lsirrdi,ch-gesiuneteai.f ver erde, weiches ein zeichen waS'man an beyden theilen für eine dclohnung davon tragen würdeseinen geist aufgab. Er wird dieser seiner be^u""blgceit halber gar sehr von demGregorioNazianzeno gerühmet,^vaus "We schsiesskn wollen,baß er sich vor,einem ende noch vonder Ar lau i scher, ketzerey bekehret habe. or-r. 1 m ,u.

Iianum irtK. LLcies.I.lL. e. L3. c.

in LnnLi. <^c.

Marcus/ ei» einsiedler, lebte in dem gten und ansang des rteneculr, und war unter denNttrtcnsischeii Mönchen wegen seiner hei.ligkett m soiiderdarem ansehen. Wie er dann wegen seiner sanfft«Vsttt), lnaßigkeit, und andern lugenden gar sehr gerühmet wird.Die schnffi hat er so fleißig gelesen, daß er das gantze alle und neuetestament «-emor-rer hersagen konle. Man glaubt, daß er ein Egy-ptier von gedurt gewesen sey. Ee starb m einem sehr hohen alter,und hat sehr viele schrifften hinterlassen,davon zwar einige zweiffeln,ob sie nicht vielmehr e,nem jüngernMarco,welcher unter dem Kay-ser Leone um das jähr 920 geiebet hat, beyzulegen seyn; welchesdoch von andern billig verworffen wirb,sintemal diese schrifften vondem Photio angeführet werde». Es sind aber diese schrifften Haupt»sächlich seine st««,».als llc j>srll»o öc leZs s^iriruLi,; cie kiz, pu-

iLnr, ex opcribus 5 e juitiLcsri; 6s x«mremu; 6e b^pritmo; pr^cepl»

kLlulLNL Lll dI>cuisum;csj)icul^rciiiperLnt>L; und andere, hie sich ZN stimmen in der dlbUinkecL pLrrun, destnden. coäicem tiilluriä I^.iuüucs. 6s scribroribur scclsü

<7«2,e Lc.

Marcus/ ein bekandter ketzer in dem n >-cula, war zwar ein6>lcipuideSValentmi,sllfflete aber unter den Valentinianern einebesondere seckecheffen anhänger tasrei,« wie auch trisrcoüi gencnnetwurden. Irenäus redet dergestalt von ihm, daß man schlieffen kan,er habe noch zu seiner zeit gelebet. Seine lehr-säye unv irrthümerkamen zwar in dem gründe mit den Valcnlinianijchen iehr-sätzenüberein, und harre er mir den ;o Lvull>us,dle er durch ?o duchstabenvorbildete, sehr viel zu thun; doch that er noch seine besondere Mei-nungen und einfalle hinzu. Er wird auch insgemein der zaubereybeschuldiget, wodurch er ihm ein grosses ansehen zuwege gebracht«Ja man sagt,wenn die ra^cvlli das heilige abendmahl härten hal-len wollen,wäre vvrhero durch ihre zauber-künste derweisse wein ineinen rothen verwandelt worden. Von der gottlosen ledens-art die-ser leute, wie sie die reichen und schönen weider verführet,durch sie.bes-träncke dieseldige an sich gezogen,grosse unzucht und andere doß»heil verübet, wissen die alten gar viei zu erzählen. i. - c. 9.

f,6e prsicsipk. sUvsci, llLcsl, c. )o. 6s llLrell r.

42. IiL-rs/ /e in nc>r<L 26 8. p. 6;c> isq. 6 > 5 -

. fern 6s ii.isl. Vslemin. sääics >mro6. kill. pklloi. I kr. p 4Ü4 llq.

Marcus/ ein andrer ketzer in dem 4ten iecuio, welcher die ketze»rey der Priscillianisten nach Spanien gebracht. Er war, wie manvorgibt, gebürtig von Memphiü in Egypten, und reiste hin undwieder, die irrthümer der (-»ollicorum, denen er zugethan war,auszubreiten. Insonderheit kam er nach Gallien , woselbst er vielanhänger bekam,indem er in seinen lehr-sähen der Wollust zäum undzügel ließ.Von bannen gieng er nach Spanien,woselbst er sehr vreiweibs-personen verführet, darunter die vornehmste Agape hieß.Es soll aber auch He!vidms,der rebner, seine parthey angenommen

haben, midist von beyden Priscillianus unterrichtet worden, von

welchem also die Priicillianisten ihre benennung haben.

36 Lre6^,Li. Lciverl'us ?eIsZium. Iiilror. L^crE 2 c. 44.

s6 3nnum Llirilli z8,. crirics Luii-Lsro.i. s6 »o. Lllr.

z8i §. IZ.

Marcus/einBischoff von Ciudad lls Puerto oder Porto lnPor-tugall, war von Lissabon gebürtig,davon er auch den namch qefuy-ret.Er begab sich gar jung in den Franclicaner-orden, l^kegar bald in sonderbare Hochachtung, so baß man ihn emmurotqiicherwählte, eine chrontck von dem gedachten 'ct "iden^^

that deswegen eine reise nach Jlal!eu,undnack^verfertigte er davon ; theile, wiewol lhin noch inehr zu,,e,cyrnde»werden. Der Eönia Philippus II in Spanien gab ihm an. i?8ldasBißthum Porto; worauf er 4 jähr bernach die wnllumwnsscvuoll^ss an das licht stellte. Er starb an. 1; 9 r '

6e tcripc. ttispsn. äcc.

Marcus / ein Münch zu Monte-Caßino , lebte in demu!°.und übersetzte das leben des Heil. Be^dicti, weiches der heiligeGreaorius geschrieben, in verseil. Diese schrifft ist an. > 192 Mitdes Prosperr Martinengi gepichten zu R°ln heraus gekonnmn.

6s icripr. ecttst. c. ZZ. >n -Äsr-v 0',- ,

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