Band 
Dritter Theil
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rede zu schreiben, da es hingegen nachgehends zu Paris mit der pki.I»iopK>- nicht so wohl fort weite. Er that an.^unL 5; ein vaarftld-züge mit, und hielt sich hernach eine zeit lang bey demHernoaevon Bournoville auf, m welcher zeit er das Italiänische undSvani-sche ohne sprachmerster in grosser Vollkommenheit erlernte. An.1662 gieng er als Gesandtschaffts-secrcrLriur mit dem Hertzoqe vonCreqm nach Rom , und befand sich nachgehends bey allen Handlun-gen, die zwischen demRomischen Hofe und demGesandten über denHandel mit den Corsen gepflogen wurden, welches ihme dann ae-legenheit gäbe, eine sehr nette beschmbung dieses gantzen geschäfftsaufzusetzen, so zwar nach vielen jähren erst an. 1707 in druck kom-men , aber gleichwohl aufanhalten des Päpstlichen l.eg->ren zu Pa-ris verbotten worden, so daß das buch gar nicht leicht zu bekommenist. Weil er nach seiner Wiederkehr in Franckreich beständig mit denItalienern briefe in ihrer spraache wechselte, und dieselbe ungemeinzierlich schrieb, ward er 1667 zum mit-glied der Kc»-i-mlcn cleii»crusc- erwählt, wie ihm auch 1670 ein gleiches bey der Frantzdsi-schM äcsöcniie wiederfuhr, und 1678 erhielt er die Abtey von St.Laon-le Thouars. An. 1684 ward er Secrelgnus der j»

welcherbedienuug erden -zten dec. 171; gestorben. Er hat, wenner auch noch so gefährlich kranck gewesen, niemahls artzeney ge-braucht, sondern es allezeit auf die güte seiner Natur ankommen las-sen. Seine vornehmsten schrifflen sind eineFrantzosische Übersetzungvon dem Spanischen rrsöt-r des Nodriguez von der Christlichen Vollkommenheit; eine dergleichen von Cicbronis büchern ll-ciivi-tiriione; eine Italiänische von Anacreon . TrsikL cle >L zrsmm-ir-

krsn^oise, l'Uilloire cle i'LMirs cles Lsrkx; 5osl!ez krLiicojlbs, ttsli-«niier, ttsiioes ä: Lkpsgnoles. L« -r,re -ie ? Lsiks xsr lui-

w-me cisn; les mswoircrcle liksrsturc körn.i. ^

Marets / ( Rolandus cle;) ein berühmter Lritlcur und bruderJohannes lles Marets, wurde zu Paris an. 1594 gebühren. Erwar zwar hauptsächlich zu erlernung der rechtsgelehrsamkeit ge-wiedmet, und legte auch darinnen so guten gründ, daß er mit rühmeinen Advocaten abgeben konte. Allein diese lebens-art war viel zuunruhig, als daß er länger bey selbiger hätte bleiben sollen. Weil ernun ohnedem kein allzu geld-geitziges und ehr-begieriges gemülhehatte, beschloß er sich der gerichts-stuben völlig zu enthalten,und da-gegen in den iinroznioribus vollkommen zu machen. Er brachte esauch hierinnen so weit, daß man ihn wohl vor den nettesten undgeschicktesten scribenten seiner zeit halten konnte. Eine probe hier-von können seine vortrefliche in Lateinischer spräche verferkigteEpi-steln geben, welche er sechsten an das licht gestellet. Dahero sie auch«ach seinem tobe nebst einer Vermehrung durch die sorgfalt desLau-uoii und der beyden vsiellvrum aufs neue aufgelegt worden. Weilaber diese ecükion in Deutschland nicht wohl zu haben war, ließ sol-che voK. Rechenberg zu Leipzig nebst anderer berühmter männebkleinen schrifften gleiches innhalts, an. 1687 heraus gehen. Er leb-te ausser der ehe, hatte aber seiner schwester tochter, MarraM Pra-täaimoder clui-re,von kindheit aufbey sich,die er in der Lateinischen und Griechischen spraache sehr geschickt machte. Es waren wenigLeute zu seiner zeit in Franckreich,die ihn nicht einer besondern Hoch-achtung gewürdiget hätten. Nicslaus Aourbon, ein gar guter o-vcur, gestund aufrichtig, daßer sich sonst vor niemand als vor diesesMaresit cenMr scheuete. Maresius starb endlich zu Paris an. 16;;zu ausgaüg des decembr. in eiogio ipflus.

cisnL !ez mclsnß. 6'tM. öc litlsrLr. Llorbo/. poi)k>iL i i. k. 2Z.

xsg.r75.leqq.

Marets / ( Samuel <le§) oder Maresius , wak eist söhn Da-vid Maresn, Herrn von Ferret , welcher ordentlicher Richter zuOisemond in der Picardie war, und dabey auch andere wichtige

amter bediente. Er wurde zu Oisemond den 9ten aug. an. r; 99 ge-bohren und in dem izten jähre seines alters nach Paris geichlckt,woselbst er so wohl in Kumswvribus als in der niiilutopliie sehr zN nahm. Drey jähr daraufkam ernach Saumur , und kras,rte dieIbeoiogie unter demGomaro, die Hebräische spraache aber unteranleitung Ludoviei Capelli, kehrte darauf an. 1618 wiederum znseinem vater, und bald daraufgieng ernach Genf , umseine ssua.L'l'jicolvAjca ^usdtoivixen. folgenden jahvö Enm er wievev

nach Franckreich,und damit er sich im predigen üben mochte,begaber sich nach Paris . Hieselbst war er mit einem der vornehmstenPrediger, namens SamuelDurantius, wohlbekannt,welcher ihmrieth, daß er sich zum exsmine stellen solle, damit er in das Predlgi-amt könte aufgenommen werden. Nun hatteMarestus keine grossetust dazu, weil er zu der zeit noch sehr jung, und auch noch von sehrkleiner statur war; doch folgte er endlich diesem rath, pr«ism-rtesich dem ssnocio zu Charenton an. i62o,nnd bestund m demsehr wohl, so daß er nach Laon geschickt wlwde, daselbst einen Predi-ger abzugeben. Hierselbst hatte er mit den Catholischen viel zuthun,welche er durch einen brief,den er an eineosms,welche die rellgtonverändert hatte, geschrieben, sehr hefflig wieder sich m den hauiijchbrachte. Einige zeit darauf den izten sevt.an. 162; wurde er aufder gaffe von einem meuchel-mörder des abends angegriffen, undmit einem Messer in der brüst sehr hart verwundet , da denn einigemuthmassen wollen, als wenn es aufanstlffrendes Jesuiten Auvl-gni geschehen wäre. Weil man nun dafür HM, daß es vor ihn garzu gefährlich seyn würde, länger an diesem orte zu bleiben, wurdeauf einem ssnoNo 1624 für gut befunden, ihn nach Falaffe, >o anden gräntzen von Champagneligt, einjahr lang zlnetzen.Au^tei.morte brachte er kaum4Monate zu, als ernach ^dan an ^acovrCapelli stelle zum Prediger und ^ok-iHe berufen wurve,

wvrbcy man ihm verstattete, seine rrc-ll-aissche erst ein wen gzu reperirm, ehe er seine verrichtn««, als k"-okcss. r antrat. L>o er-hielt er auch erlaubniß, nach Holland zu gehen, da ^ denn ,u Lewden an.»; den griMum ^ues voLkorix annahm. Woraus er eine

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Mst nach Engelland that, und wiederum nachSedan zurückkehrtediesem ortevielwiederwäMaWdie gewogenheit des Hertzoqs von Bouillon, und diesonderbare Mde semer gemeine zu statten kam. Au -6r8 verbev.^^ete er sich Mit Abigael !c Grand, eines kauffmanns, Caspars-Grand, tochter, weil ihm sein bißhmger lediger stadbensm-ra-meme und -oU-Un vielen Verdruß erweckt, davon aber die e 'a ntlLchen umstände ein geheimniß sind, ausser daß man weißt, wie die?"A,^ag,mg erner gewissen ihme zuvor anderwärts angelraaeuend^taths, ihme grosse feindschafft, und einige schlimme, wiewohl sei-ner setts unverdiente nachreden, zugezogen. Er gab auch in demiel-blgm rahr sein erstes buch, pr-lb»Lc°nkr° >u kcvolklqenännt ber-aus, welchem nach der zeit viel andre schrifften gewiaet sind. An.begleitete er denHertzog von Bouillon alsFeld-Pcediger nachi dergleichen er auch das folgende jähr mir der mutier desletztgedachren Hertzogs that, die sich nach Holland begab, ihren bcu,d^'dm Prmtzen von Manien, zu besuchen, und Maresium als ih-ren Hof-Prediger bey ,ich hatte. Bey dieser gelegenheit ließ er sichein, und wurde zum Prediger der kirche zuMastrlchl beuchet; bey welcher iLMon er mit denCatholischen qeisi-lichm viel zu schaffen hatte, als welche die einführung des Refor-nurteU gottes-drenstesin diesen landen, wozu nebstandernMareflusvon den General-Staaten verordnet war,z» verhindern sich cyftigstvemuheten. Es kam noch darzu, daß der Hertzdg von Bouillonmit emer vzm-- sich verheyrathete, die der Catholischen rellgion zngethan war, nachdem er derselben versprochen, die Reformirte re-ligion zu verlassen, welches demMaresio nicht geringen Verdruß undardert verursachte. Denn er bemühte sich auf das äusserste, denHertzog bey der Reformirten reiigion zu erhalten, welches nicht al.lem vergeblich war, sondern erwachte sich noch dazu bey dessen ge«mahkn dadurch sehr verhaßt. Bey diesen umständen dielt es Ma-kesius für ein glück, daß er an. i6;6 nach Hertzogenbuich zum Pre-diger berufen wurde, an welchem orte man ihn auch das folgendejähr die prokettion an dem gymn-ü» daselbst anvertraute. An. 164averlangte man ihn nach Franecker, und an. 1642 nach Groningen ,welche letztere vocsrion er auch annahm, und den roten jan. dessel-digen jahrs die pkokellion daselbst antrat. Die Herren von Bern trugen ihm an. 1661 eine vocsrivn »ach Lausanne an, die er aberabschlug; gleichwie er auch die nach Montauban und Nach Mar»purg nicht annehmen wolle.Endlich wurde er an.167; nachLeydenvociret, dahin er sich auch würbe begeben haben, wenn er nichtdurch den tod daran verhindert worden wäre, sintemahl erden >8man diesesjahrs starb. Im übrigen hat dieser mann fast seine mei-ste zeit mit streit-schrifften zugebracht, indem er nicht allein wiederdie Catholischen und Socinianerstngleichen wieder den Eommnim,den Ladadie, Petrmn Serarium, der das tausendjährige reichChristi behauptete, und Hugonem Grotium, sehr viel und meistensmit grosser hefftigkeit geschrieben, sondern er zerfiel auch öffters mitseinen eigenen glaubens-genossen,als mit Voetio,Altingio,Dalläo,Witlichio und andern. Am meisten hatte er mit Voetio zu thun tdenn da dieser an. 1642 eine <iilpursti<rn tie iciulolsiki- ir>UircÄ»heraus gab, und darinnen eine gewonheit des Magistrats zu Her-tzoaenbusch, betreffend eine bruderschasst , so die Catholischen zuehren der heiligen jungfrau Marien hatten, und darein sie auch ei-nige Protcstirende mit weglassung solcher dinge, die diesen nichtanständig, hatten aufnehmen müssen, y-kttringiret, setzte ihm Ma-resius , der zu Hertzogenbusch war, aufbefthl der obrigkeiteinen -rsSsr entgegen, Ultter dem titlil i O-i-niw pie-3ki-L iinccri-ts.is opriwskum LUvsäuLeniiuiri in ncgorio lollstirsris, qu.? ä k, Vir-giue nomsn tisbck, rekibus verirste L: csrirsw , woraus der streit allbeyden feiten recht angieng,und so wohl mit ungemetnek hefftigkeit,als mit herausgebung vieler schrifften über 18 jähr gesührel wur-de ; woraufbeyde partheyen einmüthig aufdicCoccejancr loßgien-gen, als welche so wohl dem Voetio als Maresio zu wieder waren.Deb schrifften Maresti, die er beydes in Frantzösischer und Lateini-scher spraache heraus gegeben, ist eine gar grosse anzahl, daruntersonderlich zu mercken r (.ollcgium 'ttkcologlcum üve brcvc ssllLm»univerl« Mso!k>gi« ; bynoplls vekL csrtiolixgkquo lloÄrin« äe grsrisöc snnexis quLliionibus; koeZerskUm Nelgium orl!.oäoxum,iiv-- con-kclkionis ecclellsrum Lsigicsrum cxcgciis; /oksnns Pspills rellirms,llve snimsNverikvne» öc snnokskianss liilloric» sll Osvi6is Ulon^sIÜIihi-um äe)okLnnr?Sp>Ks; eXorcills, 6vs ö-exorcilmis liber iingu-Isris; clillerrscio 7?keo!oglcs cle uiu öi honors iscri wisillecii in cccis»giz rekormsris; bigs kensricorum cverir; episiois snrgpsIoZelicL pros^nocli nLkionslis OorclrscenB juöicio cle objsÄo pr^cieNinscionis ^1°tis»Iozus pscillcus - live ^Ülertstio Ibeologics cle ssncretilmo A re-conciiiskinnc psrkium in religione cliilicicnrium; lliüekkLrio cle Lnki»Lbrillo li Lrokio oppoüts ; concnrcÜe «liscors ö- ^nri-Lbrissus re-velstus. ikiclem conkrs 14 6rorium, UNd Piele andere.

-r,,/« in rbeskr.

Z>er»r t4c»ULncl. icirctieii - unö lckulen - Nsst ?. 2, csp, 4- §. Zr. psg.14- teqq. Lch,/e. ,

Marfee/ ein kleiner ort, an den gräntzen von Champagne,nahe bey Sedan , gelegen, welcher durch eine schlacht berudmtworden , so den 6ten jul. an. 1641 m leidiger gegcnd zwischen denfranzösischen rrouppen unter dem Marschall von (..hatcllon , lindden "«app-n des Grafen von Soiffons , vorgegangen, worinnchdieser das leben, jene aber das selb verlohren. L- k.ü. ac

I.on>s XIII> I>vr. 48.

tckroi-fsrio/ lat. ' wird eine gewisie verstümmelt^

llsru- aenennek, welche in einem von den Höfen des heutigen Cüpi-wlll Kom zu sXn ist. Sie stellt einen alte» mann vor, weicherMtdeM^ »nd mit Über einander qeschlarenen msi

seit halb erhöben altsdem ruhet. Einige stehe» in den

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