Band 
Dritter Theil
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372 mar

gedancken, daß Jupiter Panarius durch diese käme sey pr«rent>rtworden / andre aber halten sie vor eine figur des Rheins , oder derbey Terni vorbeyflieffenden Nera / oder eines andern fiusses. Den»amen cieriviren einige von einem ort zu Rom - ^srr,s ko-um ge-nannt , allwo diese kscue anfangs gestanden haben soll. Bey densatyrischen einfüllen der Jtalianer wird insgemein Marfvrio mitPasquino redend eingeführt, welches vielleicht daher kommt, baßman einige schrifften , deren Verfasser unbekannter weise andre ha-ben anstechen wollen, an diese ttsrus, da sie noch an einem offenenorte gestanden, ebenso wohl als an desPasquini seine, hat an-zuhtssten psiegcn. Ll-i/ro» lercre r6- Deüc. /' /// ,

xsg. 70.

Margan / soll der name zweyer von den alten BritannischenKönigen gewesen seyn. Der erste, dessen regierung man in das jährder weit z 169 setzt, wird vor einen enckel des Königs Leir,von des-sen tochter, Gonoril, einer gemahlin Maglauni, Hertzvgs von Al-bania, ausgegeben. Derselbe soll erstlich seiner multer schwcster,Cordeilla,von dem throne gestoßen, und hernach der andern schwe-ster, Regans, söhn, Cunedagium, um seinen antheil an dem groß-väterlichen Reich zu drmgen getrachtet, hierüber aber cron und le-ben verlohren haben. Man sagt, daß die Grafschafft Glamorgans.hire, in dem Fürstenthum Wales , ihren namen von diesem Kö-nige bekommen. Der andre soll ein söhn des Königs Archrgalli ge-wesen, und um das jähr der well ;7r° auf den thron gestiegenseyn, aufwelchem er sich sehr löblich verhalten.

»s/t. LtrÄo», tust. ok LnZl. book I - Urirgn.

8. Margareta/ eine gottsfürchtige christliche vsme ausKlein-Asien. Ihr vater Aedesius war ein heydnischer Priester zu Antto-chien in Pisidien , und wolle mit grossem eyfer seine tochter in derheydnischen abgötterey aurerzogen wissen, dessen ungeachtet be-kannte sich dieselbe zu der Christlichen religion. Der ungläubigevater unterließ nichts, was sie davon abbringen möchte. Er ließ ihrbauren-kleider machen, und schickte sie damit auf das seid, derschweine zu bäten- Allein ihre standhafftigkeitwar viel zu groß, alsdaß sie hierdurch hätte wanckelmüthig werden sollen. In wichen,zustande traf sie einsmahls Olibrius,ein General von der armee desKaysers Aureliani, an ; weil sie nun sehr schön war, und mittenunter den bauren-kleidern etwas ungemeines hervor leuchten ließ,führte er sie mit nach Antiochien , allwo ihr mit Versprechungenund dräuungen wegen der Christlichen religion, sehr hart zuzcietzttwurde. Man mochte aber thun, was man wolle, und sie au f dasallerärgste martern, so konte man doch keine zaghafftigkeit bey idrverspüren. Derohalben wurde ihr um das jähr27; den rarenjul.der kopff abgeschlagen. Als die Frantzosen an 1098 A»Uvch,eneinnahmen, liessen sie derselben rciigwcn nach Franckreich über-führen. Doch ist die erzehlung von dieser weids-persohn nul vielenfabeln vermischet, und beruhet durchaus auf gar schlechtem gründ.

Lönigin in Dänemarck/ Schweden undNorwegen :

Margaretha/ Königin in Dänemarck,Norwegen und Schwe-den , war eine tochter des Dänischen Königs Waidemari II l, wel-che er mit seiner verstoffeneu gemahlin, Hedivig, da man ihm die-selbe heimlich beygeleget, gezeuget hatte. Sie vermählte sich an.izsr mit dem König in Norwegen Haquino VI, und gcdahrihmOlaum VI,welcher von seinem vatter an.i;8-> Nor >vegen,von sei-nem groß - vatter aber an. i zys das Königreich Dänemarck erbte.In dessen Minderjährigkeit führteMargareta nicht allein die regie-rung, sondern wccellirte ihm auch, daeran. i;87 in dem 21 jähreseines alters mit tobe abgieng, in beyden Königreichen. Weil sienun fest bey sich beschlossenen ihrem wittwen-stand zu verbleiben,soließ sie ihrer schwcster < tochter sohn,Ericum,einenHertzog ausPom-mern, an. 1;88 zum Mit-Regcnten erklären. Gleich daraufzerfielsie mit demSchwedischenKönigMerto;denn well sie o-L,eni,on aufdas Königreich Schweden machte, und sich würcklich eine Königindavon schrieb,indem ihr gemahl desKönigsMagniPrintz qewesenzsoverdroß es Albertum dergestalt,daß er kein bedencken trug, sich einenKönig über alle zNordischeReiche zu nennen,und; cronen im wapenzu sichren. Nach vielen aufbenden selten vorgegangenen schmäh-worten kam es an. l;88den ir sept.bey Falcköping in West- Goth-land zu einer Haupt- schlacht, darinnen Albertus,liebst seinem söhnEric», gefangen und erst an. i;9? auffreyen fuß gestehet ward.Weil er aber dabey versprechen müssen, daß er innerhalb ; jährenentweder Stockholm abwetten und auf die cron Schweden verzichtthun , oder in crmanglung dessen 60000 marcksilbers an die Köni-ginMarqarcta bezahlen woltezso legte er lieber die ccone nieder, ab-sonderlich da er sahe, daß die gemürher seiner Unterthanen gäntzlichvon ihm abgewendet waren. Hierauf ward au. 1)96 das König-reich Schweden mit Dänemarck vereiniget, und an. 1,98 auf demgrossen Reichs-tag ein ewiges büuduiß beschworen, daß alle; Nor-dische Reiche jederzeit von einem eintzigen König sollen beherrschetwerden. Nach diesem regierte Margaret« mit grosser glückscligkeit,bis an ihren tod, welcher an. 1412 den 27 oct. erfolgte, als sie ausSchleßwich nach Seeland segelte. Ihr cörper ward zu Sora beyge-setzt , nachgehends aber zu Rotschild beerdiget. Sie wird von denScrikencen Semiramis Dame- gencnnet, und ihr vatter soll öffters ge-sagt haben,es habe die natur einen irrthum begangen, und ein män-liches gemütb mit einem weiblichen leib vereiniget. Von denSchweden hingegen wird sie nicht sonderlich gelobet, als welche essebr übel ausgenommen,daß sie zu dem obcrwebnten Eric» gesagt:Schweden sott euch nähren/ Norweczen soll euch kleiden/und Dänemarck soll euch wehrenzdaß sie mSchweden aufjede

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feuer-städte, ja einsten aufden schwantz eines jedweden Viehes, un-endlich auf ein jedes paar eheleut einen gewissen rrMmgelegetchaß siekeinen Schwedischen Herrn zu einem lehn oder schloß kochen lassen,ausser den eintzigenAbrahamBrodensohn,welcher beschuldigt wird,daß er mit ihr in genauer Vertraulichkeit gelebt,und noch bey ihremleben auf Erici »Mr-, durch das schwerdt sein leben verlohren; undendlich,daß sienach dem abgedachten beyFallköping erhaltenen sieg,den Schweden zum schimpffeine müntze prägen lassen, auf dereneiner leite der Königin drust-bild,und auf der andern ein weiblichesgeburlhs - gliev gestanden; wiewol einige davor halten, es sey diesesnur einO mit einem pünctlein gewesen,und habe die stadtOrebro be-deutet, woselbst die müntz geschlagen worden. o«v. s, 8uc-.

I. 7 c. Z9. ckron. t)an. ?. bili. van.

eial. rur Lclivv. tiill.L/r« rlicizur. nummor. 8ueco-6oikic.

Königinnen in Engelland:

Margarethe; von Franckreich/ Königin von Engelland, wareine tochter des Königs Ludovici des jüngern und der Constantiävon Eastilien. Sie wurde an. nso durch einen iraLiak, herzu Neu-burg in der Normandie vor sich gieng,an Henricum den jüngern,ei-nen >ohn des Königs Henrici ll in Engelland, versprochen, worausan. r 170 das deylager erfolgte. Allein sie verlohr ihren gemahl an.ai8;, worauf sie 2jähr hernach zu verändern ehe mit dem KönigDela lll in Ungarn schritte. Doch der tod machte sie auch hier garbald zur wittwe, daher» sie eine reise in das gelobte land vornahm,allwo sie zuAcre an. 1196 dieses zeitliche gesegnet.

Margarethe des Königs von Enqelland Henrici VI gemah-nn, eine Fürstin von sonderbarer schönheit, von ungememem ver.stand, und von mehr als männlichen muth, welche aber dem Eng«lilchen Reich unaussprechlichen schaden zugezogen. Michael s-i»Pole,Grafvon Suffolck, beredte den gedachten König, welcher sichallbereir mit einer tochter desGrafe n vonArmagnac in weit vertheil-haffcigere craÄ-een eingelassen hatte,diese Printzeßin von ihrem val.ter, Renato von Anjou, titular- König von Neapolis, Sicilien undJerujalem, zur gemahlin zu begehren; woraus sie zu ausgang desjahrs 1445-;» Tours an den gemelkten Michael u- >- Pole, welcherden lilul einesMarggraftn vonSuffolk kurtz zuvor empfangen hatte,als Königlichen gevoümächtiqten, getrauet, den 22 april aber an.1445 zu Svuthwick inHampshire an denKönig selbst vermählt,undden nachst.solgenden zo may inWestmünster gekrönet ward.Ausserdem , daß der König nicht das geringste Heyraths- gut mit ihr em-pfieng, muste er nicht nur zu ihrer prächtigen abholung alle unköstengeben, londern auch ihrem vatter die beyde landschafften Anjou undM »ine in Franckreich abrretten. Auf ihr anstifften und dem mehr-erwehntenMichael isPole,damaligenHertzog vonSuffolck,zuge.fallen ward Richardus,Hertzog von Aorck,welcher bisher die Engli-sche co.oquecen in Franckreich tapffer vertheidiget halte, mit seinemgrossen unw.llen,von bannen zurück beruffen,und hingeaenEdmundBeauforc,Hertzog vvNS0merset,an seine statt dahin geschickt, wcl.cher aber durch seine üble conlluir-: die gantze Normandie , und alles,was die Engelländer in Franckreich besassen, fast nichts,als Calais ausgenommen, in kurtzer zeit verlohr. Den um Engelland überauswohl verdienten Humphredum, Hertzog von Glocestcr, brachte sie,weil er ihre heyrath auf alle weiß widerrathen, in ungnad, undnach vielen Verfolgungen beförderte sie gar seinen tod. Hiernächsierlangte sie eine vollkomene herrschaffk über ihren gemahl, und weilderselbe von einem überaus frommen und ruhigen gemüth war,auchsie recht hertzlich liebte,so ließ er zu,daß sie seine person und das qan-tze Königreich nach ihrem eignen gefallen regieren burffte. Allesdieses gab anlaß zu einem starcken Mißvergnügen so wol unter dengrossen, als unter dem genteinen volck, und der vbgemeldte Hertzogvon Aorck, welcher theils wegen dessen, was mit ihm und demHer-tzog von Sommerset vorgegangen,sich rächen, theils auch sich selbstden weg zu dem thron unter der Hand bahnen wolle, ergriff endlich1552, unter dem gewöhnlichen vorwand des gemeinen besten, dieWaffen. Seine parthey trug kein bedencken, die Königin einer un-ziemlichen Vertraulichkeit mit andern, sonderlich mit dem Hertzogvon Suffolk , zu beschuldige» , und als sieden iz oct.an. 145; emmPrintzen, namens Eduard, gebahr, gaben einige denselben vor einunehlichs, andere aber vor ein eingeschobenes kmd aus; welches al-les gleichwohl bey unpartheyjschen Personen keinen glauben fand.An. 14? 5 gewann dcrHertzog vonDorck eine schlacht bey 8. Albans,bekam den König selbst in seine gemalt, und brachte es dahin, daßihm durch einen parlaments-schluß die würde einesReichs-pro:->-ri> anvertrauet wurde. Allein die Königin entzog ihm diese su--,«.tät noch in eben demselbigen jähr, führte ihren gemabl von Londen nach Convcntry, und richtete es auf solche art ein,daß an. 1458 derHertzog von Aork sich vergleichen muste. Als derselbe bald hernacheinen neuen aufstand erregte, ließ sie ihn, nebst seinem anhang, deshochverraths schuldig erklären. Doch sein söhn Eduard, Graf vonMarch, schlug den 9 jul. an. 1460 die Königliche armee, zwischenToucester und Northampton , so,daß bey loooomann aufdem platzblieben , auch der König selbst aufs neue in feindliche bände fiel.Die Königin Margarethe, flöhe hierauf, nebst ihrem sohmund nur Sandern Personen, iii Wales, von bannen aber in Schottland , wobeyman ihr unterwegs in Lancashire alle ihre ungefehr,ioo°>>marck werth, hinweg nahm. Dessen ungeachtet brachte sie einestarcke arme« zusammen,und in einer den zo dec. an. ,460 beyWa-kefield glücklich vor sie abgelaufenen schlacht hatte sie das vergnu-gemchen Hertzog von Aorck selbst getödtet zu sehen. Das folgendejähr den 17 febr.behauvtete sie bey 8 .Albans eine abermaligewider denGrafen vonWarwick,und befreyete zugleich ihren genE

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