Band 
Dritter Theil
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von dessen Händen. Allein dieses verhinderte keines weas, dasnicht wenig tag hernach, nemlich den zten martiisthr gemahl wäreabgesetzt,und hingegen der abgedachte Graf von March, unter demnamen Eduard, I V , aufden thron erhoben worden. Um dieses wie-der umzustossen , gieng sie mit einer armer von üoooo mann ihrenfeinden, welche um einen dritten rheil schwächer waren, entgegen -daes denn an bem palm - sonntag an. 1461 bey Taunton zu einemblutigen treffen kam,worinnen ;S776 personen(mit denen,so in eini-ge» scharmutzeln die 2 nachsi-vorhergehende tag geblieben) aufdey-den theilen ihr leben verlobren, Eduardus IV aber den sieg davontrug. Henricus VI flöhe nach Schottland,indessen daß Margaretssich zu ihrem vater rechte, und allen »sinnlichen fleiß anwendete,demselben sowohl durch auswärtigen, als durch einheimischen ll-c-curz wieder zu seiner kröne zu verheißen. An. 146; that sie einenneuen versuch; allein ihre crouppen wurden bey Levells geschlagen,und ihr gemahl gefangen genommen. Sie selbst entkam mit genau,er noth nach Schottland , und begab sich von bannen abermal, nebstihrem Printzen Eduard, zu ihrem vatter in Franckreich. Daselbstfand sie ein Mittel, an. 1470 den mächtigen Grafen von Warwick,Richard Nevil, welcher tnßher ihr schädlichster feind gewesen war,auf ihre feite zu ziehen; da denn derselbe,nachdem er seine tochterAn-namM ihren Printzen Eduard vermählt, dem König Eduards I V den ,4 april an. 1471 bey Barnet eine schlackt lieferte, worinnen eraber das leben und den sieg verlohr. Eben denselben tag landete dieKöniainMargareta mit einigen rrouppen zu Weymouth inDorselshire.Wiewol sie nun,da sie den unglücklichen luccekdes jetzt-gemeld»ten ireffens vernahm, alsbald in das ?riv,lehrte Cistercienser -klosterzuBewly inHampsdireflohe,so ward siedoch durch das zureden eini.ger Lords zu einem neuen versuch aufgemuntert, bekam auch einensolchen zulauff, daß vielleicht Eduardus I V hätte unterliegen müs-sen,wenn er nicht beyzeiten ihr über den hals gekommen, und den 4may des letztaedachten jabrs in einem treffen bey Tewksbury, fowoivon der wahlstatt , als von ihrer und ihres Printzen Person, Meistergeblieben wäre.Ihr Printz ward alsbald ermordet, sie selbst aberimtriumph nach Landen geführt, und ihr gemahl in währender ihrergefangenschafft daselbst gleichfalls des lebens beraubt. Nach verlauffeinigerzeitrantzionirtesiechrvatermit;oooocronen, dieer, iner-manglung eigener Mittel,von demKönig von Franckreich zu solchemend borgen müssen. Den Überrest ihres lebens brachte sie bey jetzt-gemeldten ihrem vatter zu,und zwar aufeine gar armselige art,weilderselbe anders nicht, als an tituln, reich war; bis sie endlich an.1482 mit tod abgieng. kill. äek^Liice. Lrvr OEe/'r iite

osll. Henry VI sri.lc. Lövvsrll IV.t 24 ^r«Fe«»'t Iite okL. Lllvvsrll IV,ckronielcr.

Königinnen in Franckreich und Navarra .

Margaret«/ die älteste tochterRaimundiBerengarii V, Gra»fenvonProvence undFortcalquer,undBeatricis vonSavoyen,wur-de auferbaitene Päpstliche cki^eni-lrion an. 12; 4 an denKönigLudo-vicum IX in Franckreich vermählt. Weil sie sich mit ihrer ehrgeitzi»gen schwieger-mutier Bianca nicht vertragen konte, folgte sie ihremgemahl an. ,249 in das gelobte land,woselbst sie auch einenPrintzenzur weit brachte. Als ihr vatter verstorben, machte sie pn-ienkonaufdessen Hinterbliebene lande,weil aber solche der vater seiner jüng-sten tochter, Beatrix, vermacht, warb zu Verhinderung eines kriegsihre schwester an des Königs ihres gemahls bruder,Carolum,nach-maligen König von Neapel und Stellten,verheyrathet; wiewol siediesem dennoch vieles streitig machte. Als ihr gemahl an. 1270 denletzten creutz-zug vornahm, blieb sie in Franckreich, führte aber dieregierung nicht, weil sie niemals zu staats- geschafften gezogen wor-den. Im übrigen war sie sehr gutthatig, stifftete einige kloster undstarb zu Panßan.128;. virs§. kullovici./

zfLkoiff ikici, kill. genes!, krsnc, kill. lls

krsnc. r. r p. 284 leg. kill. lle?rovence.

kill. cie krsnce t. r col. rz leg. öc 270.

Margaret« von Burgund/ Königin von Franckreich, einetochter Robert! II, Hertzogs in Burgund , wurde an. an denKönig Ludwig von Navarra vermählt, so nachgehends auch unterdem namen Ludovici X zur crone von Franckreich gelanget. Manbeschuldigte sie einer unrechtmäßigen liebe,und überführte sie nach«mals gar des ehebruchs. Derohalben wurde sie gehangen geletzt,und an. r; i4wit einem bettuch erstickt. K«-».

Margaret«/ eine gemahlin Caroli IV, Königs von Franck-reich, und eine tochter des Kaysers Henri» VII aus dem hauß Lu-rembourgidie er mit Margareta,einer Printzeßm von Brabant, g»zeuget.Carolus IV vermählte sich mit ivr an. i;22,nachdem er semeerste gemahlin,Blancam,aus dem hauß Burgund,wegen ehebruchsverstoßen. Sie hingegen war eine eben so,keusche und tugendhaffte,als schöne Fürstin, muste aber aufeine klägliche art,m dem drittenjähr nach ihrem beylager, ihr leben endigen. Denn als sie nachMontargis fahren wolle, ward sie umgewvrffen, und dadurch dersöhn, mit welchem sie schwanger gieng, in ihrem leib getodttt, wo-von sie selbst bald daraufsterbenmuste. Eimgehaben geschrieben,daß man so wohl sie selbst,als ihre frucht,mit gisst Hlnqerichtet.^hrcörperist bey denDominicanern zuMonta^ls,oder,wledie chromcvon Flandern meldet,bey den orllekers zuPans begraben worden.

Kill, <lc krsnce rom . 2 x>. ;8o.

Margaret« von Valois/ Hertzogin von AlenM , undnachmalige Königin von Navarra,wurde zu Angoulesme an. 1492den l 1 april gebühren,und an des Königs Ludovict XII Hot lorgsai»tig erzogen. Nachdem ste erwachsen, wurde sie an. i an oenHertzog von Alencon vermahlet,welcher mit deinKomgFranci co 1^,ihrem druder,in Italien zog,und sich hernach, als dteser Herr m ver

. war 272

schlack bey Pavia gefangen worden. r>, ^

aus gutbefinden der damaliaen ^ meng

abgeordneten des Reichs jeldstiachMabrMn^""'^-^gen ihres bruders erledigung m > ^ ^e-

nahm sich der fache mit grossem enllr nn ^ helsten, undsichern gele.ts fast verflog war " m.d siedeKlveI.L'runaLterhalten kante, ichlen es, ob habe man sie mllflffsv7anaäfa2!L ^i mansich auchibrerperfondrmächttgcnL,da rrsieo kvpff fortzugehen, und in einem raa i'o weltrn

^nst in; oder 4 ragen geschehen wäre burcdwckche geschwind,gke-t sie gleich an dem lag, da da" sicher ae eitaus war, auf der srantzö,ischen gräntze anlangte. Nachdem um^wtederumauffteyenfuß gestellt morden, vermählte erstewegen der ihm erwiesenen trebe,au!s neue an Heimeiim von AlKret,König von Navarra , an.-527. Gleichwie eribrnochmwährew^" s^ängluß, im fall der Königlichen mutter etwas menschliches^Msmn solre, d,e regierung aufgetragen, welche sie auch nebst ge-dachter Königlichen mutter zu jedermans vergnügen gefübret Siewnr ane gelehrte osm-, welche geschickte leule sehr w"m ich!!

Fader, und Gerhard Rouffehaus welchen ver

letztere gantz gewiß der Reformirten lehr beygepflichtet, der andereaber wegen leidiger ebenfalls sehr beargwohnet ward, waren vorallen andern ihre k-.vnr.-en ; wie man denn sagt, daß sie der Re-formirten religion nicht »»geneigt gewesen,indem sie selbigen,nach-dem sie deswegen vertrieben worden,alle sicherheit verschaffet, auch«AKomg Franc,fco dereinst den rath gegeben, Melanchthonemnach Franckreich kommen zu lagen. Ja als sieden !c.i>i-

ck I smc p-cker°sse heraus gab, begegnete ihr die Sorbonne zuPariß so unhöflich, daße sich bey ihrem bruder, dem König Frau,»fco, deswegen zu beschwüren genöthiget befand. Sie erwiekauch ein sonderbar beliebe» zu lesting der heil. schr,fft.An ihrem en-de, ,o an. i? 49 erfolget, soll sie sich zu der Römischen kirche bekannthaben. Ohngeachtet sie aber niemals gern von oem tod redenhorte, so fand sie sich doch aus cmiullrät einsmals bey dem ende ei-ner ihrer cammer-mägblein ein, um zu sehen, ob die feele, wenn sieausführe, keine anzeigung von sich geben werde. Sie bediente sichzu ihremffmkuioeinerfonen'blumemit diesen wvrlenwon -nk,,or»securus, und einer lilie zwischen 2 perlen mit folgenden Worten: Ml.rsnllum nsrur« Opus. Man hat von ihr verschiedene fchrifflen, un-ter denen diejenige, so den lilut Heptameron führet,ein zeugu ß vonihrem muntern, aber zugleich eitein gemüth geben kan. Sämtlicheihre fchrifflen sind unter dem titul: kurzer,»- k-ki^ ,uer,rslles krinceller , rre8 illukre Kksvsrre gu> i;47 herallß ge-

kommen. Von ihren linder» überlebte sie Johanna,die an den Her-tzog von Eleve vermählt worden. ^ 4- co/e

äes llsmss illullres. kill. eccl. I. l. Ko»'. Kill orr. >L

proZrsl ksres. l. I. 7 c. Kill. Ks kon, Lesrn

Lc dlsvsrrs p. r x. 17 öcc. un-

ter llem vvorr k 44 VkllllL. *

Margaret« von valois/ war Königs Henri» II inFranck-reich tochur, gcbohren den 14 may an. 14 42, und ward nach demtod ihres oalers an ihrer brüder Francifci II und Caroli IX Hof er-zogen , endlich aber gebraucht, die Hugenotten in die fall zu brin-gen. Denn zu dem end vermählte man sie 1472 den 18 aug. mitHenrico, König von Navarra,wiewol ste schlechte lust zu dieser hey-rath hatte, indem sie schon geraume zeit mit dcmPrintzen vonGuifeein liebes-verständniß gepflogen. Dannenhero sie der König unterbedrohung des klosters zwingen,und wie man sagt, ihr bey der trau.ung, als sie ihr ia-wort nicht von sich geben wolle, mit gemalt denkopffbeugen müssen. So balle auch der Pabsi um diese verbin.düng zu hindern, um sie vor den Königin Portugals wiewohl ver-gebens, werben lassen. Man hatte zwar bald hernach vor, zu einerehescheidung zu schreiten,weil aber Margareta nicht gestehen wolle,daß ihr gemahl unvermögend sey,kam biß zu keinem schluß,wiewohlsie sonst eben nicht viel von ihrem gemahl hielt. Denn da ste zwarmit ihm am Hofbleiben muste, spielte sie doch ihre heimliche practi-cken meistens vor sich, zuweilen auch zu seinem schlechten Vortheil.Am meisten aber suchte ste ihres jüngern bruders,des Hertzogs vonAlencon,angelegenheiteli gegen denKönigHeinrjch III zu befördern,welches ihr bey diesem viel haß und Verdruß zuzog. Als ,um dasjähr 1476 der Hertzog von Alencon so wohl,als auch der König vonNavarra heimlich von dem Hof und zu den Hugenotten glengencheßsie zwarHeinrich III anfänglich als eine verdächtige persim gefangennehmen, muste aber bald anders mit ihr umgeben,, weil sein brudernicht fried machen wolle, bevor ibr genug geschahe. Jedoch er-laubte man ihr nicht zu ihrem gemahl zu reijen. Sie that hierauf1477 eine reifem die brunnen nachSpa,um dem vorhaben des Her-tzoas von Alencon in den Niederlanden einigen Vorschub zu geben;wie ste bann würcklich durch ihre leullellge mameren verschiedene

bat ste,wie andere sagen, dazu gezwungen. Soviel ist gewiß, daßlle an. 1978 von ihrer mutter dem König von Navarra zugeführtworden-da ste denn eine zeitlanq sehr wohl mit einander lebten, wielle denn auch an 14 79 ihren gemad! zu einem neuen relig,ons-krtegberedm belffen Sie lebte damals zu Nerac , und hatte vor den °rteiniae "-E ^ät »langt, wiewol ihn doch Biron tw Vorbeygehendevemü lle An. 1 82 begab sie sich wegen ewiges w.derwil-,/nä kA^. ik. und ihrem gemabl nach Pariß, kante aber auch

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