Band 
Dritter Theil
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verdächtig, welcher sie nicht allein an. 148; nach hauß ziehen hieß,sondern ihrauch noch über dieses auf offener straffen mit durch,suchung ihrer fachen und gefangensetzung einiger von ihren leutengrossen schimpff anthat, welches zwar anfänglich ihren gemahlsehr stutzig machte, daß er von Henrico III eine erläuterung dersach, und wo feine gemahlin unschuldig, isriskÄioa forderte; wosie aber dergleichen schimpffverdient, sie wieder zu sich kommen zulassen, oder für seine gemahlin ferner zu halten weigerte. Jedochward er zuletzt gezwungen,sie wieder anzunehmen, wiewvl er dabeygnugsam mercken ließ,daß er keine Hochachtung vor sie habe. Die>esund zugleich die begierde, ihrem bruderdem König Verdruß zu thun,veranlaßte sie, daß sie 1585 gegen ihren gemahl unter dem vorwand,daß er von dem Pabst in den bann gethan sey, dre Waffen ergriff,und die stadt Agende ihr ohnedem statt ihrer mit gisst gegeben war,besetzte. Jedoch brachten es die Königlichen unter den einwvhnernzum aufstand, daher sie sich über HM und kopffaufdas berg - schloßCarlat flüchten muste. Als sie sich aber auch hier einer vcrrathereybesorgte, und deswegen abermals entwich, ward sie unterwegensdurch den ki-i-M- vonCanillac gefangen,und aufdas schloß zuUffongeführt- Allein sie fand geiegenheit, den , der sich in sieverliebt hatte, zu hintergehen, ihn aus dem schloß zu treiben, undsich desselben selbstzu bemächtigen, wie sie es denn biß 1605 inne ge-habt. . Ob sie sich nun wohl solchergestalt selbst von ihrem gemahlgesondert, dieser auch unterdessen durch absterben ihres bruders zurFrantzösischen cron kommen war, wölke sie gleichwohl von keinerehescheidung hören, bis nach der Hertzogin von Beaufort tod, wel-cher sie ihren platz nicht gern einräumen wolte. Denn als dieselbean. 159s gestorben war,suchte und erhielt sie solche bey dem Pabst .Weil sie aber doch nach der ehescheidung gern wieder an dem Hofgewesen wäre, entdeckte sie dem König des Grafen von Auvergneheimliche practicken mit den Spaniern, die sie ausgeforscht hatte,und erlangte damit, daß sie an. 1605 nach Paris kommen durffte,allwo ihr von ihrem gewesenen gemahl und dessen neuen gemahlinalle ehre wiederfuhr. Sie starb auch daselbst den 27 mart. an.1615. Sie war eine schöne und verschlagene, dabey aber sehr un-keusche Printzeßin, wie man ihr denn gar blut- schände mit ihrendrüdern beymessen wollen. So viel ist gewiß, daß sie sich zeit ihresehestands mit vielen liebes-abentheuren gewaltig beschimpfst,dahersie auch ihres gemahls ausschweiffungen so gedultig ansähe, auchwohl gar seinen msi-retien jn kindesrnöthen beystund. Ja selbst inihrem alter, ob sie wohl die meiste zeit mit andächtigen Übungenund studieren zubrachte, konte sie doch nicht gantz ohne galante-rien bleiben. Man weiß nicht, daß sie jemals kinder gehabt,wiewvl von etlichen behauptet werden will, daß sie einige unehlichezur weit gebracht. Sie hat von ihrem leben bis auf das jähr 1582selbst Nachrichten geschrieben,welche man nach der zeit gedruckt hat.

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-tsmes illustre;. *

Lönigin von Schottland .

Margaret«/ Königin von Schottland / gebohr/nan. 149°.Sir war eine lochtet des Königs von Engelland Henrier VII undElisabeth«/ deren vater Eduardus IV gleichfalls König von En-gelland gewesen. Den 25 jan. 15°; ward sie mit dem Könige vonSchottland / Jacobs IV . durch einen gevollmächtigte« vermählt/und brachte demselben 10000 pfund sterlingS als eine mitgäbe zu /dagegen ihr 2000 zu ihrem leidqedinge versichert wurden. An. 151;verlohr dieser ihr gemahl die schlackt in Floddensield gegen die En»gclländer / und zu gleicher zeit sein leben / nachdem er sie vorher zurRegenlin und vormünderin des mit ihr erzeugten und damals nurzweyjährigen sohns/ Jacobi V ernennet halte. Dtr Schottländcr/welche vorher noch niemals eine stau hatten über sich herrschen las-sen/ bestätigten diese Verordnung / gaben ihr aber gleichsam zumMit-Regenten Jacobum Beton/ Ertz-Dischoff vonGlasko undCantzler/ nebst dem Grafen von Huntley/ von Angus und vonAran. Ihr erstes war / daß sie dem Königreich Schottland von ih.rein brudcr / dem Könige Henrico VIII von Engelland / friede zu-wege brachte. Hicrnächst / da kaum 6 monat nach ihres gemahlsrode verflossen waren/verheyratheke sie sich wieder an ArchidaldumDuglaß/ Grafen von Angus/ einen von denqrösten Herren inSchottland . Bey ihren Unterthanen verursachte dieser ein allgemei-nes Mißvergnügen/ zumahl da dieser neue gemahlsir bey der gc-walt einer Ncgrntin zu erhalten suchte / ungeachtet sowohl JacobiI V testament / als der Stände cinwilligunq / sie auf den fall einerneuen Vermählung davon ausgeschlossen hatte. Alexander Hume /Groß-Cämmerer/ formirte gegen solche eine starcke par-

rhey/ da es denn auch endlich so weit kam/daß Johann Stuarr/Hcrtzog von Albanien / von dem Schottischen Parlament zum Re-genten erklärt wurde. Dieser ward durch den Lord Hrpburn/ Gra.fen von Vothwel/ sowohl wider den Grafen von Duglaß / als wi-der den gedachten Hume gereitzet / weßwegen diese beyde sich verei-nigten / und den jungen König / Jacobum V > unter dem vorwan-dc/ daß ihm derneue Regent nach dem leben und nach der krönstünde/heimlich nach Engelland zu bringen anstalt machten. Al-lein der Hertzog von Albanien bekam Nachricht davon/ und schick-te sowohl den jungen König / als dessen mutter auf daS schloß zuSterling. Wiewohl er sie nun beyderseits daselbst genau bewachenließ / so fand dennoch der Graf von Duglaß ein Mittel / seine ge-mahlin davon zuführen. Er flöhe mit ihr in Engelland / blieb aberauf befehl Henri« VIII in Northumberland / allwo bald hernachferne gemahlin eine tochter gedahr. Hume war zugleich mit ihnenentwichen/ ließ sich aber so treuhertzig machen/ daß er wieder zu-rück kehrte / da er denn als einer / der an dem tode Jacobi IV ur-sach gewesen/ ingleichenwegen vielerconcutiiouen/. nebst seinem

mar

druder enthauptet ward. Nach ihrer niederkunfft an.i?16 kamMargaret« nach Londen / allwo zu gleicher zeit ihre schwester Ma-na / so an den König Ludovtcum XII von Franckreich vermähltgewesen/ sich rinfand; da denn ihr bruder Henricus VIII ihnenbeyden zu ehren viel freudcn-feste anstellte. An. 1519 gieng vermö-ge der tractaten/ welche ietztgedachterHenrieus VIII mitFrancis-co l geschloffen/ der Hertzog von Albanien zurück in Franckreich/und uderueß die Regemen-stelle von neuen der Königin Margare-ta / welche auch deßwegen mit dem Grafen von Duglaß wieder inSchottland kam. Wegen einer jungen Schottischen o-me ward sieauf diesen ihren gemahl eifersüchtig und zugleich so sehr auf ihn er-bltterl /daß sie an. 15 21 / wider ihres bruders willen und ime-esss,dte zuruckberufiung des Hertzogs von Albanien vermittelte/ dem-selben die-llm-nikr-mon des Reichs übergab/ und bey dem Pabst ordentlich verlangte/ von dem Grafen von Duglaß geschieden zuwerden. Hterbcy gründete sie sich auf ein gerächte / daß ihr gemahlJacobus IV nicht solle würcklich in der Klodvenfieldischen Wachtgeblieben / sondern noch unbekannter weise am leben seyn. Jhrbru-der hintertrieb dieses mal solche ehescheidung / konte aber nicht ver-hindern/ daß nicht der Hertzog von Albanien den Grafen von Du-glaß nebst dessen bruder aus dem Königreich Schottland verbannethatte. Zu ausgang des jahrs 1522 gieng dieser Hcrtzog in Franck-reich/ um von dannen wider Engellanv hülffe zu holen/ brachteauch solche das folgende jähr / gieng aber / nachdem Margaret«einen stillstand mit Engelland zuwege gebracht/ abermal in Franck.reich.. In währender dieser seiner abwesenheit ließ Margarets wi-der dre zusage / so sie ihm vorher gethan / an. 15 24 den zunac».nig vor mündig erklären. Bald darauf kam der Grafvon Duglaßnebst fernem brudcr wieder in Schottland / fand aber seine gemah-lin noch immer so ergrimmet / daß sie durchaus nichts von ihmwissen oder hören wolte; ja es fehlte nicht viel/ daß sie nicht die Ge-sandten ihres bruders/ der sich seiner annahm/ hätte in arrest brin-gen lassen. Weil sie sich auch eben damals in die gute gestalt Henri-ei Sluarts verliebt hatte/ welcher zwar aus einem hohen Hause/aber ohne vermögen und ohne einiges ehren-amt war / so vermehr-te sich ihr haß gegen den Duglaß/von dem sie endlich zu Rsm i oderwre Leslez? sagk/durch den Ertz-Bischoff von 8- Andrews) geschie-den ward/ worauf sie den gedachten Henricum Stuart/ welchenJacobus V einige zeit hernach zum Großmeister von der -rullen-machte / würcklich heyrathete. Sie und Duglaß ko-mirten hernach2 mächtige kEionen /welche die versöhn des jungen Königs / undfolglich dre Verwaltung des Reichs / gleichsam um die wette einan-der aus den bänden zu reiffen suchten / wobey Duglaß meistens dieoberhand behielt. Unter andern erlegte er an. 15 rs bey Linlithqu»dte troupprn der Königin Margaret«/ welche ihr neuer gemahlrommsiutltte; als aber Jacobus V ein Mittel gesunden/ an. 1527aus seiner gemalt zu entkommen / berief er ein Parlament/ welchesden Duglaß nebst seiner familie prokribirte. Durch die macht/ wel-che er noch in den Händen hakte/ nöthigte er diesen seinen König/daß er einen stillstand auf; jähr mit ihm eingehen miste/ r-m-.resich aber nachgehendS in Engelland/ allwo ihm Henricus vm eineansehnliche xcni-on gab / biß man ihn nach Jacobi V tobe inSchottland rcNimirte.Die Königin Margaret« starb an. 15 40 undward in der Carthäuser-kirche zn Perth begraben. Durch sie bekamihr urenckel / Jacobus VI - nach dem absterben der Königin Elisa-beth das recht zu der krön Engelland. ve mu. «i'ün§>°c. -om.

l x. HZ, » 7 ,1;;, 187. 2 Z 4 .4Zr.

L-önigin von Spanien .

Margaret« / Königin von Spanien / war eine tochter Ertz-Hertzog Karls zu Grätz/ wurde an. 1584 den 25 der. gebohren/und an. 15 99 an den Konig Phtlippum III m Spanten vermahlet/da denn der Pabst Clemens VIII selbst bey ihrem durchzuge buchFrrrara die trauung verrichtet. Sie machte verschiedene gute M-tunqen /und starb an. 1611 den; 0 oct. nachdem sie ihrem gemahl; söhne und 2 töckter gebohren. Es haben sich verschiedene grosselenke bemühet / sie mit lodrcden zu beehren, -/-cq/k-i-r e>oZ.<ter

«ts-oes illuttn.

6ertz0ginnen von Savoycn/ Floreny /Burgund/ rc.

Margaret« / eine tochter des Ertz-Hertzogs und nachmaligenKaysers Maxtmiliani I / wurde an. 148° den i-, jan. gebohren /Nach dem rode ihrer mutter/ der Mariä von Burgund / wnrvesie im zweyten iahre ihres alters nach Franckreich geschickt/um da-selbst/ vermöge des an. 1482 zwischen dem Ertz-Hertzog und demKönige inFranckreich Ludovico XI aufgerichteten friedens/an demFrantzösischen hofterzogcn zu werden / damit sie nach erlangtemtüchtigem alter den O-uMn, so nachmals unter dem namenCaronVIII den Frantzösischen thron besessen / heyrarhen solle. Meinohnqrachtet diese heyrath auf beyden feiten bestätiget Morden /gieng sie doch nachgehendS wieder zurück / und Carolus VIU Wsich an. 1492 > eine erdin von Bretagne / beylegen / mw

schickte Marqarctam im folgenden jähr ihrem vater nach haust/bey welcher geiegenheit diese Printzeßin / so noch nicht das 14 Mrrreichet hakte / ihre empsindlichkcit über den ihre so unverdient be-wiesenen schimpff/ als sie eben die Frantzösischc gräntzen verlassen/und auf die Flandrische feite wetten solle / mit sehr nachdrücklichenWorten / und die weit über ihr alter waren / zn verstehen zu gebengewußt hat. Hierauf wurde sie an. 1497 an Johannem/ IM»"in Spanien/rmmädlel ; doch ehe sie noch in dieses Königreich kam/müsse sse auf dem meer einen gar harten ssurm ausstehen / und wensie nicht gedachte ihr leben zu retten / verfertigte sie sich folgende ar-tige grabschrifft: .