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oder wie er bey andern zu finden:
ci ßlt ^Lrgol. noble OLmoilstls,
Deux ioi§ mgniee < 8 e rnorks ^ucslle.
Doch sie überstand dieses ungewitter glücklich/ und wurde von Kö-nig Henmch dem VII m Engelland auf das herrlichste empfangenVon dar grenz sie auffs neue zu schiff/ und kam endlich in Span enan; aber sie lebte kaum ein halbes jähr mit ihrem gemahl in derehe /so starb derselbe an. 1497. Der kummer/ den sie darüber em»pfände/ war so groß / daß ihr die leibes.ftuchk darüber adg eng.Hierauf wurde,sie an. izoi an den Hertzog Pluliberttim II um,Savoyen vermahlet / welcher aber gleichfals r whr hernM starbDaraufkam d» Printzeßin wieder nach den Niederlanden zurück/und wurde daselbst zur oouve>-n2--rln erkläret / welchem wichtigenamt sie mit grosser klughert furgestanden; wie ihr denn insonderheitder zu Cambrai 1529 geschlossene friede grossen theils zugeschriebenwerden muß. Sie starb im jähr darauf an. i z zc> den i dee. undward ihr Hertz zu Brügge/ daseingeweidezu Mecheln / verleibaber zu kou^ en meL begraben / wo sie ihrem letzten gemahl einkostbares grabmabl aufrichten lassen. Sie hat» eine ä-v,». die hießw 5 >>ttun°.fort,me Ltt-une, womit sie aufihrc dreyfache Vermählunggezielet haben soll. Sie war «ne schöne / angenehme / geistreichePrintzeßin / die rn gebundener und ungebundener rede zu schreibenwüste / wie man den von ihr einen äi/cour; äs »8 M5om,»e8 L 6- kvie hak. So hat auch von ihren scharffsinnigen reden und klugenVerrlchtUNgeN >e t«2>oe elN buch UNter dem titUl couronne brLsßari.!»que i;49 heraus gegeben. SEke»-,« llili. äs Lrelle A äs LLvoz-e.
Margaret« / von Frankreich / Hertzogin von BerriundSavoyen/ war eine rechter Königs Francisci I in Franckreich/undwurde an. 142; gedohren. In ihren jungen jähren brachte sie sichgrosse fertigkeit m der Griechisch und Lateinischen spräche zuwegcn/gleichwie sie auch in allen andern anständigen qualitäten sich voll-kommen zu machen suchte. Die gelehrten fanden sichern schütz bey> ihr / welchen sie durch den kod Königs Franeiftt I ihres vaters ver-lohren zu haben schienen. Als sie durch die Vermählung mit demHertzog Emanuel Philibert nach Turin an. i?zs gekommen / unddiesem ihrem gemahl / zu schlechtem vergnügen der Frantzosen/ alleseine biß dahin in Frantzösischen Händen gestandene Piemontesischelande wieder zugebracht hatte / war diese stadt ein rechter sammel-platz von gelehrten leuten. Als der König Henricus III aus Polen wieder zurück kam / cmpficng sie ihn zu Turin mit aller ersinnlichenehre/zog sich aber durch ihre allzugroffe bemühung das sciten-stechenzu/ woran sie nach zustossung einiger anderer deschwerlichkcitenan. IZ74 den I4sept. gestorben. >0 vics Lmsnusi. runiberli.
/^o«o^2lligncs äs krsncs 6-: äs 8zvo>s. biüoirs
äs krsnce. bitloir. äs Lzvo^e. bibliocd. ieinin.
Margaret« / Hertzogin von Florentz/Parma und Piacenza /Qouvernslicin der Niederlande / Kaysers Caroli V natürliche koch.ter/ welche er nur einer Dame aus Flandern / mit namen Van-gest/an. i?22 yezeuqet/ und sie im ansang heimlich erziehen lassen/ bißerste nach z jähren aus staats-w^str- vor seine tochter erkannte/und an den Printzen von Ferrara versprach / welches aber hernachzurücke gieng. Hingegen ward sie / ehe sie noch mannbar worden/Aleranderu von Medicis beygelegt / und nach dessen lobe/ ob siegleich sein Nachfolger Cvsmus begehrte / Octavio Famese zur ehegegeben/ welcher ungleich jünger als sie war/daher sie sich ansang»lieh über ihr seltsames Heyraihs-glück gar nicht vergnügt bezeugte.Jedoch ward sie eine zeirlang hernach mit ihrem jungen gemahlwohl zufrieden / und gebahr ihm auf einmal 2 söhne. An. i;;9machte sie Philippus ll zur Regentin in den Niederlanden. Siewüste selbige bey damaligen gefährlichen conjunüurcn mit grosserklugheit zu regieren / und war alles in gutem zustand/ biß der Her»tzvq von Alba hinein kam / und durch seine grausamkeit die gantzeNiederlande meine schädliche unruh stürtzke/ deßwegen sie 1567ihren abschied suchte und erhielt/ worauf sie nach Italien zu ihremgemahl gieng. Sie starb endlich an. 1586 / nachdem ste zuvor diefreude gehab! / ihren söhn / den berühmten Printzen von Parma /nach dem Don Juan von Oesterreich / zum oouvcl-nem von denNiederlanden erwählt zu sehen. Sie war eine Printzeßm von tref-ssicher klugheit / welches sie absonderlich in reglcrung der Nieder-lande erwiesen ; wäre von männlichem gesichtc und Menschaff»ten/ gestalt sie an der odcr-lippe einen bart hatte/ Murrt vempodagra geplagt / wegen ihrer starckcn glieder m männlichemHabit vollkommen als ein mann ausiahe/ und sich mrt lagen/ rettenund andern dergleichen crgetzlichkeiten am liebsten belustigte.
äs bcllo Neig. tM> tut rempons. /Nt. «e Lo/re,
Margaret« / Hertzogin von Burgund. Sie war eine tochterRichardi/ Hertzogs von Dorck/ und Cacilia/ deren vater NudolphNevil/ Graf von Westmorland gewesen. 2U ,brudem hatte sieEduardum I V und Richardum lII/ deOerseiks Konige von Engelland / und Keorgium / Hertzog von Clarence. rrhf 6 emah warCarolus der kühne / Hertzog von Burgund / und zwar von an.1468 biß auf das jähr 1477/ dasiechnin sD lE bey Nancy
einbüffele. Sie hatte keine kmder von ihm/ trug uar emeve»sondere sorgfalt vor die erziebung derjenigen / welche Maumllia.nus I mitMaria (der cintzclen tochter ihres gedachmi g-maylv vonseiner ersten qemahlin Jsabella von B°urbon) sicz uqek ha »/ wo-durch sie bey den Niederländern und Burgundtrur stch M v"l lmachte. Ihr gemahl hatte ihr nicht nur W me baar geld^dem auch an statt eines leidgedinges viel ansehnliche landerevenge
gt-offem ansehen bey den benachbarten
?en^,?v i N^M das ^^^^ n mawoauen
Venrieus VI! / König von Engelland/ enliureiü» m.ir/ m-n.it?sst /tusi, sie nicht nur der rochier ihres bruvers Eduardi I V nie»mals vergeben wol»/ daß sie um demwPNt/ sondern auch tag und nacht darauf sann/w,e ü
wieder herunter stülpen möchte. Zu solchems that sie dem bckruger / Lambsrr Wamucl/ welcher stcy vor ihres»n nnü Htrtzogs von Clarence söhn / Eduardum / Gra.
fen von Warwlck/ ausgab/ allen mmiilichen Vorschub/ und schickiet^UMer andern r°°o mann von Terttschen truppen zu hülffe/ un-^Mttt fte wohl wüste/ daß er nichis weniger/ als der rechte GrafNEamick wäre. Ja/ als Henneus VII diesen Simuel nebstseinem anhang, erlegt hatte / richtete sie m eigner Person / mit garsonderbarer muhe und Verschlagenheit/ einen andern benüger ab /welcher unter dem namen Perkms oder Peter Wardecks sich nochbekanter/ als der erste / gemacht/ und vorgeben «miste/ daß er Ri»Aardur/ Königs EduardilV anderer söhn wäre. Demselbenbmchte sie durch geld/ volck und i ccorllmsnäärMns! an dem Fran»tzostschen und Schottländischen/ wie auch an andern höscn/ einenjeyr grossen c^ä.c und einen so mächtigen anhang zuwege / daßHenricus VI! grosse muhe hatte/ehe er an. 1498 ihn miterdrückenkonte. Die Höflichkeit/ welche dieser König dadurch erwieß/ daßer in dem Proceß wider gedachten Perkin der Hertzogin von Bur-gund garnicht erwehnen ließ/ mach» diese Fürstin «was mäßigerin ihrem haß wiederihn. Siestacb an -50z. o-1.2^ um, n Ln.
ZIec. tom. l p. 7,io> zr>4;. «'s ümsn. Lusvrc,
I-. r p. 46-.
Margareta/die maultasche/wegen ihres weiten un unförmli»wen mauls/ zugenannl/ war eine erdttochter Hertzog Heinrichszu Karndten und Grafen zu Lyrol / welche ihm seine gemablrnAdelbeit / eine Hertzogin von Braunschweiq / gedohren halte. Alsihr vater dieses zeitliche gesegnet / wol» sie zwar den völligen besitzvon dessen Hinterbliebenen lande haben;alletn sie muste sich mit Ly-rol vergnügen/ und geschehen lassen/ daß derKavser LudovlcuSaus Bayern das hauß Oesterreich mit Kärndten belehnte/ warumdie Land-Stände sechsten diesen Kayscr ersuchet halten. Weil nunMargarets wohl sahc/daß ihre Unterthanen wenig liebe zu ihr hat-ten / wurde sie überaus gegen sie erbittert / und suchte die Kärndtermit feuer und schwerdt heim. Es gelunge ihr auch / daß sie verschie-dene schlösset,' etndekam/ in welchen sie/ gleichwie auch in den osie.nen dörffern und stecken alle würckungen der grausamkell seyen ließ.Es kam auch zu einem rechten treffen/ dämm d» Oesterreichs »gesinnten den kürtzern zogen. Sie wohnte den belagerungen mrh-rentheilS in persohn bey/ um ihre soldatm zu grösserer tapfferkeitdurch ihre gegenwark aufzumuntern. Als sie eben vor dem festenschloß Osterwitz in Kärndten lag / kam ihr ein schreiben von ihremschwtegcr-vater zu/darinnen ihr der getroffene vergleich mit Ocster»reich kund gemacht wurde / worüber sie aber ein gar schlechtes ver-gnügen bezeug». Doch muste sie es geschehen lassen/ und sich wie-der «räch ihrer refldentz Jnspruck begeben. Sie hatte sich an. -; 29noch bey »breiten ihres vaters mit dem Böhmischen Printzen Jo»hanne/ der ern bruder Kayser Carls des iv war / vermahlet; alleindieser Herr war viel eines zu stillen gemüths/ als daß lich ihr unru»htger sinn mit ihm hätte vertragen können. Deßwegen muste sichder gute Johannes beschuldigen lassen / als wäre er zum ehestandeaantz untüchtig/ ohngeachkek die erfahrung nachgchendsem andersgewiesen. Ihren zweck desto leichter zu erhalten / liesse sie sich unterder Hand mit dem gedachten Kayser Ludovico aus Bayern in trac-ta»n ein / welche dahin Stengen/daß dessen söhn Ludovicus der al-tere sie zur gemahlt« nehmen sötte / gleichwie sie tm gegenkherl sichverband / die Grafschafft Tyrol tbm zuzubringen. Der Kayjer /welcher einen so fetten bissen nicht gern wol» fahren lasten/willigtedarein / und also muste Johannes / er wol» oder wol» nicht/dieehescheidung geschehen lassen. Hierauf nun wurde an. - ?4-den 10febr. das beylager prächtig vollzogen/ wobey der Kayser Ludovr-cus nebst vielen Hertzogen / Fürsten und Grafen m persohn erschie-nen. Dieses war merckwürdtg / daß sie bey der Vermahlung ihrenschlever / weichen sie/ nach gewobnimk damaliger zelten / als einevermähl» Printzeßin/ getragen / mit grossen caremomen in derkirche aufden aliar leg» / und einen jmgfer-trantz aumtz»/ mttbenaesügter prmeüsnon, daß sie annoch eine uuvilletz»jungfer wä-re/ ohngeachtet sie bereits 10 gantze jähr in dem ehestande gelebek.Mit diesem andern gemahl nun /, welcher bts an. i ;6i stteb«/zeug» sie einen söhn / namens Memhardum IV - welcher ad.r zugrossem leidwesen der mutier 2 jähr nach des vater- tode gestm den.Doch geben einige vor/ daß dieses ungerechte weid aus blouer rach-
gter vater und söhn mit gisst bingertchtet kM»
nackaebeuds selbsten gar sehr betrübt haben soll. Rummyro yatteMargarets zimlick ausgetobet / pMero enMoß sie sich Ensnlloaener unterreduna mit ihren Landstanden / vero erv-cl»aenthuLcÄ an d» Ertz-Hcrtzogevon
Oesterreich / Nudolphum / Albettum und I»opowum / als »tbtt»
aedack» Grafschafft ein / und begab sich nach Wien / allwv sie an.
Marckaretb«/ eine aemahlin Graf Hermanns zu Henneberg,».ätzv-a Wen ^wrentis IV von Holland und Seeland«,nd
ve^en na eKenn us Hertzog von Brabant war.tvchter underbüt/Sie wol» echem armen weibe kein allmoftn mittheilen, son-