Band 
Dritter Theil
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Wgkeichm that, war ihr thron auf einmahl befestigt. Als sie nachdiesen begebenhetten der gewohnheit nach von dem Tourzu Lvnd 2besitz nahm, ließ sie verschiedene gefangene, und vornehmlich Ä-,phan Gardmern loß, den sie wieder in sein Bißthum zu W nckisiereinsetzte- und zum Cantzler von Engelland machte. Ihre aaimer/giming über gab es fast Mit nichts als mitbestrafungder^soibrbey lebzerten ihres vaters oder nach Eduardi tod zuwieder aewesenwaren, ingleichen derer, die fest an der Protestantischen lehre blet-ten, und Mit der rckormL-Mu.zu thun. Ihr erst Iverck waren die le 'chen-c--re,»on>en, so sie ihrem verstorbenen bruder halten ließ, dabe»sie jedoch gegen ihres vaters anbencken einen solchen hak bereuate!daß sie verbot, der gewohnheit nach vor ihn zu bitten, und wolleneinige gar sagen, sie habe ihn ausgraben und den staub von seinemrörper verstreuen lassen, welches jedoch keinen sattsamen gründ batHierauf wurden zuforderst die abgesetzten Bischöffe Römischer re-Iigion wieder m ihre Blßlhumer gefetzt, und die weltlichen Herren,so ihr angehangen, mit ansehnlichen bedienungen versehen, Indem December des i5 ? z jabres, knrtz nach ihrer krbnmrg, beruffcefieiin Parlament, welches alle wieder des Pabsts ansehen und dieM-mische religion unter den vorigen regierungen abgefaßten aeftkeaufhube. Darauf wurde die messe wieder in allen kirchen einge-führt, und kam der Pabliche Cammerer Commenbott heimlich zuihr, mit welchem die Wiedereinführung des Römischen qottes»diensts abgeredt wurde, und wiewohl sie im anfange noch den titul»als Haupt der Englischen kirche, beybehielt,ward doch derselbe 1554nach des Cardmals Poli ankimsst,tm Parlamente von ihr abgelegt»woraufdas Königreich völlig wieder unter Päbstüche gewalt ge-diehe, und von dem banne durch bemeldten Cardinal ioßgesprvchenward, weswegen eine ansehnliche gefandfchafft nach R01N gieng.Hiernächst setzte man die verfoigung gegen die Prorestanken eifrigfort, und wurden ihrer viele, darunter auch der Enz-Bijchoff Trä-nier war, zum feuer verdammet. Es hätte die Königin gern auchdie inguUmon in Engeüand eingeführt, wenn sie sich nicht einesdurchgängigen aufruhrs besorgen müssen, wiewohl sie dennoch mirstel fand, unter einem andern «amen und durch gewisse zu auffuschlmg der ketzer verordnete eben diß auszurichten.An.

i;?4 ward die Vermählung zwischen ihr und dem Könige in Spa-nien Philippo vollzogen, woran der Kayser sehr lange gearbeitethatte. Maria war zwar vor sich eben nicht geneigt, diese heyratheinzugehen, und hätte, wenn sie sich ja vermahlen sollen, lieber denCardinal Polum oder den biarguis von Courtney gehabt. Alleindas staats-inrcrells und des Kaysers Überredungen bewogen sie end-lich, und da das volck nicht damit zufrieden war,sondern durch eins^ursuoa aus dem unterhause des damahls sitzenden Parlamentshie fache noch zu hintertreiben suchte, hob sie das Parlament auf,und der Käyser gewann indessen mit zwölftonnen goldes die stim-men des künsstigen. Es ward auch in dem ehe-vertrage ausdrück-lich ausgemacht,daß Philippus zwar seiner gemahiin titul mit brauschen, in regierungs«sachen aber durchaus nichts zu sprechen habensolle. Im übrigen erlangte diese heyrath ihren zweck nicht, inmas-sen keine erben daraus erfolgten. Denn ob wohl die Königin an-fänglich meynte, sie sey schwanger, deswegen auch im nov. an.r ;?4öffentliche gebette angestellet wurden,so sahe man doch im jun.i 555,daß die einbildung von einer kranckheit hergekommen , welche ihkeine gefchwulst am unterleibe verursacht. Indessen war diese Ver-bindung Ursache, daß die Königin 15z?den Frantzoftn, ihrem ge«mahl zu gefallen, den krieg ankündigte, und etliche taufend mannhülffs'völcker nach den Niederlanden schickte, darüber aber die En-glischen den Hafen Calais verlohnn, welchen sie länger als 200jähr inne gehabt hatten, und im übrigen gantz keine Vortheile er-hielten , ausser baß sie 1558 an den küsten von Bretagne die kleinestadt Conquest verbranntem Es thaten sich unter ihrer regicrungeinige innerliche Unruhen hervor, die aber bald wieder gedämpftwurden. An. 15 54 erregte einer, mitkamen Thomas Wiat, we-gen der heyrath der Königin einen gefährliche» aufstand inKent,kam auch schon mit etlichen taufend mann nach Londen,weil er sichüber umerwegens zu lange aufgehalten, war indessen fein anhana,den er in der stadt hatte, zerstoben, und er wurde - als er durch dreVorstädte marfchirke, von den Königlichen umringt / gefangen undnebst dem Hertzoge von Suffolck,der auch mit wiffenichafft um die-se fach gehabt hätte, enthauptet. Die Printzeßm Eluabeth kam mverdacht, als ob sie an dieser verrätherey theil gehabt, ward auchdeswegen gefangen gefetzt, und würde vermuthllch das leben habenlassen müssen, wenn nicht der König Philippus '^dasselbe nebstder fteyheit erhalten, aus beyforg daß auf solchen fall die Schott-ländische Printzeßin Maria nebst ihrem gemahl dem Komg mFranckreich hernacher in Engelland Lcccweren, mithm veyveKönigreiche Frankreich und Engeüand aufdcro erben ,/alls sie de-ren erzielen wurden, fallen möchte. In eben diesem lavre gab sicheines müllers söhn vor den verstorbenen Eduard aus, kam aber msgefängmß, ehe er sich noch einen anhang machen Ante, und wardan. - 5 5 5 gehangen. Endlich kam an. r 5 5 7 emer , mit namen Tho

mas Stafford, zu schiffe in Nord-Engellanü an, und beEsich des fchlosses Scarborough , suchte auch das volck unter demverwände,daß EngellandSpanischer herrschafft unterworffu, u ur-de, aufzuwiegeln. Weil man aber von seinen awchlagen schönem',ge zeit vorher aus Franckreich Nachricht erhallen, wmd er m jechtagen unterdrückt,gefangen und enthauptet.Maü meynt, es habendie Frantzoftn hinter diesem unternehmen gesteckt, d^ew auchMa.

tia gelegenheit genommen, mit ihnen ^ brechen. MttSchgediehe eS an. 1557 auch zu einigen wettläusfttgke tten, «'dem b'eReqentin durchaus krieg mit Engelland haben >E, undd-e behihr befindlichen Frantzoftn auch wurcklich den anfaligziiftindselig-Atm machten. Allein weil die Schottischen Stande dazu mcht

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daher ungesund gemacht hatte,und ,'ss^e zeitgen des verlusts von Calais veiniate meisten aber, we-

heyrgths-giucke ist noch zu mercken, daß sie, a!s ein kind vonfahren, an den Kayjer Carolum V versprochen worden der?E ducch dieses mittet ihren vatter in ft.n bündmß zog sie aberhernach, da er der cron Engelland wohl zu entbehren vermengbrß> Unter Eduard» VI warb derKäyser um sie vor dc nAr!n^"b" PortugaU, es waren auch die ehe.vcrrräaeschon gantz richtig gemacht, und weiß man Nicht eigentlich,wärmnL'E vor sich gegangen. Indessen muste doch berLunedurg, der zn eben dieser zerr um sie andickt, dieser uriachcnder zuruck stehen. Ihrer gemüthtssart Nach, war sie jür'tran"ake.t"v.b ernst haffugkeil geneigt, beständig in ihrem vornehmen und«»»erschrocken. Vor aller Üppigkeit hatte sie e.nen abscheu /iebte ft corbentNch und erzeigte sich in der religion andächtig und eysriaAllein,hr ungluck hatte sie erbittert uno unruhig gemacht, so daßsie m den letzten jähren ihres lebens fast unerträglich war, und wares daher um so mel weniger zu verwundern, wenn sie, zumahl bei-den» eyfer vor ihre religion, mchrenihests jnr grausamkeit gesthrit.

ten. Lnnsl. rer. /«,§!. Iu,t. ä'^nslec. n-tt

Maria / Königin von Engeüand, eine gemahiin Wilhelmi III,gebohren m dem pallast von St. James den ;°te» april an. isür«Ihr vater war Jacobus, damahliger Hertzvg von Porch und nach-mahls der andre dieses namens, König von Engelland, ihre mutieraber Anna, eine rochier Eduard» Hide, Grafen von Clarendon undGroß-Cantzlers von Engeüand. De» Jen nov. an. 1677 ward siezn St. James durch den Bischofs von Londen , Henrich Compton,an Wilhelmum, Priützen von Oranien , vermählt, mit weichem siezu ausgange desselben monars nach Holland über gieng. Nachdeman. 1685 ihr vatter den Englischen thron bestiegen, und den schlußgefastet, die regierungs-form itt seinem Reich zu ändern, auch in-sonderheit die wieder die tzatbolssche daselbst eingeführte strassge,setze abzuschaffen, bemühet? er sich sehr, ihre und ihres gemahlö ein.willigung hierzu zu erlangen. Alleen es war vergebens, und da end-lich dieEnglische risrion zu beschützäng ihrer täglich mehr und mehrgekränckten freyheit die hülffe der General-Staaten und gedachtenihres gemahis sich ausbaten - fand sie solches ansinNen nicht nurkeines Weges unbillig, sondern ließ auch geschehen, daß, nachdemdie besagte nstton ihren vatter der cron verlustig erklärt, und sieden Lten febr. an. 1689 in Engelland angekommen, aian ihrem ae»mahl und ihr die Königliche würde auftrug, welche ihnen auch denizten febr. durch eine lwcnne l»rvc>sn>Lnon . und den uten aprildurch die gewöhnliche cröüung auf solche art übergeben ward, daßWilhelmus gantz allein doch in ihrer beyder namen, die regierungführen, und diejenige versöhn, so unter ihnen die andere überlebenwürde, völlig in betn Reich wcce-llrm solle. Vorher waren sehrviele von den Lords und von den gemeinen - welche ihr gantz allein,oder doch ihrem gemahl nicht anders,als durch sie, den scepier über.antworten wollen, welchen sie aber auf solche art anzunehmen sichweigerte. An. 1690 im junio gieng ihr gemahl nach Lrriand, undüderließthr unterdessen dieLllmwikrznon der regierungs-geschaffte.Das nächstfolgende jähr, ingleichen an. 1692,169; und 1694 , ge-schahe dergleichen, so lange der König Wilhem die armer in denNiederlanden in eigner versöhn wieder die Frantzoftn comm^ rlir-te- dasie denn mit nicht geringerm eyfer, als verstand, sich dirsicherbeit unv den Wohlstand ihres Reichs auch insonderheit dieein-führüNg besserer sitten, angelegen seyn ließ, wobey sie unterschiede»nen Nachstellungen, vornehmlich an. 1692, glücklich entgieng. DeNsiten dec. an. 1694 ward sie zu Kensingtoa mit den kinder-pockenbefallen, worzu noch so viel andre gefährliche zuMe kamen, daß sieden 28len des gedachten monats, zu ungemeinem leid-wesen, sswohl ihres Königlichen gemahls ( von dem sie niemals ein kind ge-habt) als auch ihrer Unterthanen, mit tode abgieng; wsraufmansieden 5ten mark.an. 1695 indes Königs Henricl VIIcapellezuWestmünster beerdigte. Sie war zimlich lang von persobn - ange»nehm von gestalt, majestätisch und doch dabey leutselig m lhremweftn, sehr erfahren und eyftig in ihrer religion, ftug von natnr,dürcherfahrung und durch fleißiges lesen »ordentlich und emsig mihren Verrichtungen , liebreich und keusch m anftbung ihres ge.tnabls, autthälig gegen die armen, gelassen so wdhl bey gutem alsbev bösem glück, M summa eine Fürstin, derer gleichen man, auchnach dem zeugniß der meisten bon ihren feinden, sehr wenig finden

LNLMorv läte ,

Nöniginneii von Franckreich.b- 'wtgroHrivrchlMmcem^hs gchadr sie Lubovi.

hanNa, des KoniasLudovmX ,-^chs jähr hernach

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