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käme. Bey den Spaniern und in den vereinigten Niederlanden,wolle sie niemand mehr aufnehmen,und also muste sie nackCölln rie-hen , allwo sie nach 12 monaten 1642 in grosser dürfftiakeit i ,,, sisjähr ihres alters starb, mmassen sie fast nichts hatte, als was ihr dieJesuiten gabenMeLe^. Kitt. cls ttsnr. IV.
/oe iiitt. 6e I.ouis XIII. Xlemoires <Ze u Kesence
^,zr. cie.Vlscl. memoirer. <ie recucil <ie-
^>vur >L äekcitts <te >L Leine Ivlere. * ^
Maria von Guife, Claudii I von Lothringen , Hertzogs vonGuife und Antometta von Bourbon tochter, wurde den 4 auq anid)4 an den Hertzog von Longueville, Ludovicum II, vermähletwelcheran.i; ;7 dieses zeitliche gesegnete,und sie als wittwe hinter»ließ. L>ie wolle nachgehends den König in Engelland , HenricumVIII,nicht heyrathen,vermählte sich aber,aufdesKönigs inFranck-reich,Franctsci I,ernrathen,mit dem König in Schottland , JacobsV,so damals ein wiltwer und der schönste Herr zu seiner zeit war,weichem sie; kinder gebahr, nemlich 2 söhne, die beyderseits qantzjung wegstarben,und eine tochter,mit namt-nMariasso nachgehendsKonigin in Schottland wurde, und nur 8 tag vor ihres vatters todauf die welk kam. Hierauf verlangte sie gedachter Henricus VIIIaberma! zur gemahlin, allein sie schlug es aufs neue ab. Was ihrleben anlangt, so wird selbiges gar auf verschiedene art beschrieben,und sie theils geruhmet, theils und zwar meistentheils nicht allzuwol von ihr gesprochen. Nach des Königs Jacobi V tod suchte sieden Regenten, welcher der Grafvon Arran war, immer nach undnach aus dem satte! zu heben, und succcckrte ihm so dann in seinemamt. Damit aber der Graf nicht so gleich vor den kopff gestossenwerden möchte, wurde er zum Hertzog von Cbatelleraut in Franck-reich gemacht, und bekam jährlich 12000 Pistolen. Diesem nachnun wurde die verwittibte Königin an. i;;yvon den Reichs-Stän»den zur Regentin von Schottland erklärt.Da sie nun also die regie.rung in den Händen hatte, w ölte sie auf einrathen der Frantzosenneue Magen machen; allein das volck widerstund mit solcher be-ständigkeit, daß sie von ihrem vornehmen ablassen muste. An. i;;?bewegten die Frantzösischcn Abgesandten die Königliche Regentinzu einem krieg wider Engelland,weil die dasigeKönigin Maria eini-ge li-ouppen in dieNiederlande geschickt hatte,daselbst ihrem gemahlwider Franckrerch beyzustehen. Zu solchem end wurde ein renä^,vom bestimmet, worauf der Regentin trouppen die Engelländischegräntzen verheerten,und gegen das schloß Warck anrückten. Alleinweil dieses ohne derStande bewilligung geschahe,gieng alles zurück.Da nun also die Regentin sahe, daß ihr dieser anschlag nicht gelun-gen,die Schottiänder auf solche weiß unter das Frantzösische jochzu dringen,schlug sie vor, ihre tochter an den Dauphin von Franck-reich zu vermählen, und also ihren zweck durch ein ander mitte! zucrlangen.Hieraufschickte dasParlament,auf desKönigs in Frank-reich verlangen, eine gesandschafft ab, dieser fach wegen zu tracti-ren, da dann denjenigen, welche auf des vatterlands wohlsahrt sa-hen, und dafür sprachen, gisst beygebracht wurde, daß einige davonsturben;JacobMurray,ber jungen Königin natürlicher bruder,kamdurch büiff einer starcken und guten natur noch mit dem leben da-von. Mittlerweil fielen zwar die Engelländer in die orcadischen in-suln ein,wurden aber durch ein ungewitter wieder zurück getrieben.Darauffieng die Regentin an die Protestirenden zu verfolgen,ver»dämmte Walter Milln zum ftuer,und verjagte Paul Meffen,einenvon ihren Predigern, ins elend. Daher vereinigten sich die Prote-stirenden,um allesamt vor einen mann zu stehen,und gaben sich selbstden namen der conZreZscion. Darauf liessen sie bey der Regentineine schrifft eingeben, worinnen sie vorstrlleten, wie sehr mansie drückte,unter andern aber begehrten,(1) daß derGottes-dienst inder mutter-sprach gehalten werden möchte; (2) daß das volck seineeigene Prediger erwählen, und daß diejenigen, welche ihrer wählvorstünden, vorher derselben leben und lehre untersuchen möchten;und (;) daß man alle ungelehrlen und ärgerlichen kirchen-diener ab-setzen, hingegen andere tüchtige Personen an deren stelle verschaffensolle. Dieses jagte die clerisey sehr in Harnisch, so daß sie vorschlug,eine Miffmsrion mit den Protestirenden anzustellen, welche diese mitder bedingung, wofern man ihnen die heil. schrifft zum richten lassenweite, willig annahmen. Allein, ob ihnen schon einige freyhell ver-gönnet wurde, so fuhr doch nichts desto weniger die clerssey fort,dieProtestirenden anfalle weise zn krancken, wie sie dann unter andernIoh.Erskin,Herrn von D»n,einen damals sehr grossen und ansehn-lichen mann,aufdas schimpflichste tractirten, als selbiger das scharf»
fe urtheil wider die Protestirenden Prediger zu lindern anhlett.Siesetzten aber seinem ansuchen einige alte katholische gesetze entgegen,welche sie drucken, und an die kirch-thüren anschlagen liessen, wor-über unter dem volck ein qelächtcr erreget wurde. Hiernachlt bear-beitete sich die Regentin dahin, daß die Schottlandische crone rnFranckreich geschickt werden möcht, um ihren schwieger-sohn, denDauphin, zu crönen, welches auch endlich bewilliget >vurde.AUelNderGralvon Argile und Jacobus,derKönigtn bruder, welchen le -dige hinüber zu dringen aufgetragen worden, übereilten sich damitnicht, sondern zauderten eine zimliche zeit, weil sie sich nichts gutesbefahren kanten, gestalt die junge Königin von Schottland Michdamals dieKönigljche wapen von Engeüand nach der Kontgin Ma-ria tod sich, als deroselben rechtmäßige cron - erben, anmaffete.
Ihre mmter, die Regentin, bekümmerte sich auch nicht viel mehrum die gunst der Protestirenden, sondern kehrte überall das rauyehervor. Solchem unheil vorzukommen, schickten leidige omlgeLw-
vutirte an sieav,um wider das nächsteParlament zu procelti^en,wei-ches den 9 may gehalten werden solte; allein es hieß, diei^mc-in-ten soffen verjagt werden,sie möchten auch predigen was sie wollen.
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Als sie nun einwendeten, daß man ihnen gleichwohl das gegemheilversprochen hätte, versetzte sie weiter: was Fürsten und Regentenversprechen, daran sind sie nicht weiter verbunden, als so fern esihr inrer-ML leiden will. Allein die abgeordneten wiesen ihr mitgrossem muth, daß sie solcher gestalt ihr auch alle treue auszukündi»gen befugt seynwürben, da sie dann erfahrendürffte, was vorgelegenheil daraus entstehe» tönte. Diese mn »'»»»
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was feige,
mN-tEn daß die einwohner zu 8. Johnstön dicRefor^
Mitte rellgron angenommen,schickte sie alfofort ihren aufseber^bin.dtefeneuerungen zu verhindern, und beorderte den Lanbvoat il/^nPred-gerin gesangliche hasst zu setzen. Allein da?fAe/daßgehorsam leistete, cir.rle sie alle Protest»^ 7 D.P cdiger m dem gantzen Reich den nächstfolgenden 1° manzu Sterlin vor ihr zu erscheinen, worauf sich alle Protestanten re-loivitten, eme allgemeine Versammlung anzustellen, und sie dabinae ^ "e sich nun solcher gestalt in einer grossen men"
Waffen, verjanimleten, wurde der Regentin etwasbang, und sie versprach nichts wider ste zu remNen, wodurch siedann ihre völlige zusammenkunffr verhinderte. Da aber die zeitkam, currte ,re seidige vor ihr zn erscheine», und da solches nicktst/llHahe, erklärte sie sie in die acht. Der Protestirenden Depurir-ler, weil er sahe, baß sie wider ihre zusag gehandelt, machte sichaus dem weg, und lrafden Adel von Strathern,Angus und Mernst^nä^rfott bey einander an, weil sie bey so gestalten sachen nichttraueten, und daher sich fertig hielten,der gewachst, man ihnen an-chun dorffte, zu widerstehen. Mittlerweil that Knor vor ihnen zuPerth eine predigt,wodurch er sie in ihrem eyfer sehr stärcktezwie esdann nach der predigt,da die Herren mit einander zu mittag speise,tch/ sich begab, daß das volck alle zeichen des katholischen Gvttes-dtensts in der siadt zerstörte und niederriß,wvrzu sie sonderlich durchemes gewissen pfaffens vermeffenbett angetrieben worden. Sol-cher gestalt nun wurden alle klösier niedergerissen, jedoch dergestalt,daß die im gewehr stehende Protestanten keine Hand an den raublegten, ssnderndie Mönchen gantze wägen voll gold und Wer weg-führenliessen. Als die Regentin dieses hörte, schwur sie, baß siedie gantze stadt mit feuer und schwerdt zerstören wolle. Die bürgerzu Couper rn Fife hatten die denckmale der Päbstlichen ceremonienausgleiche weise ausgerottet, deswegen schickte sie nach Hamiltonund nach den Grafen von Argile und Athol, daß sie mit ihren Un-terthanen zu ihr kommen sollen, ließ auch unterdessen ihre »rrweriszusammen dringen. In dieser noth schickten die grossen in Perth zuihren Mitten, woraufaus der benachbarten landschafft, wie auchnoch weiter her eine grosse menge volcks zu ihnen sich versammleke,insonderheit aber derGrafvonGlencarn mit r;00 mann zu fuß undPferd,von der westlichen gegend,welche tag und nacht über wüste ungebergichte örtermarschirten,um sich mit ihren bunds-genossen nochvor der schkacht zu vereinbaren.Der Graf von Argile und JacobusStuatt,der jungenKönigin natürlicher bruder,waren die vornehm-sten Vertheidiger und schutz-Herren derNeformitten religion,hieltensich aber dennoch bey der Regentin auf,in Hoffnung,einen gütlichenvergleich zu treffen,und waren widrigen falls sich mit ihren brüdernzu vereinigen entschlossen. Die Regentin war sehr begierig zu fech.ten, da der Protestirenden noch wenig beysammen waren; alleinda sie von den Frantzösischen spionen benachrichtiget worden, daßes schiene, als wenn in der Protestirenden lager mannschafft vondem Himmel herab regnete, weil deren in kurtzer zeit eine sehr grossemenge zusammen gekommen,schickte sie den Grafen von Argile undJacobum Stuart ab, mit ihnen zu tractiren, welche ihrer seits denGrafen von Glencarn und den Herrn von Dun zu solchem werck ab»ordneten. Hierauf nun wurde von beyden theilen bewilliget, daßdie Schottländische rrouppen von beyden feiten abgedanckt werden,dicRegentin aber mit ihrer mir-die freyheit haben solle, sich etlichetag lang in der stadt zu ergötzen; die Frantzosen anlangend, so sol-len selbige der stadt nicht näher, als biß auf; Meilen kommen, unddie übrigen streitigkeiten sotten in einem Parlament abgethan wer-den. Hierauf zogen die Protestirende wiederum nach hauß, undwaren froh, daß sie die fach ohne blut-vergieffen zu einem solchenausaang gebracht hätten. Allein so bald die Königin m die stadteinzog, feuerten die Frantzösischen svldaten aufeinige burger in ei-nem gewissen ercker, und tödteten einen jungling vorn; whren,dessen leichnam man vor die Regentin brachte, welche nichts mehrdazu sagte, als daß es ihr leyd wäre, daß es den söhn und nicht denvalter getroffen hätte. Hierauffkehrte sie alles um, straffte einigebürger um geld, verjagte andere ins elend, setzte die reglments-per«fönen ab, legte eine besatzung in die stadt, und als man sie lhres ver-sprechens erinnerte, gab sie zur antwort-daß man den ketzern keinenglauben halten mäste. Dieses brachte sie bey jeder,nan ,n Verach-tung, so, daß der Grafvon Argile und Jacobus Wtuatt, welche sichdurch diese offenbare Verletzung des getroffenen Vergleichs beleidigetru seyn hielten,und ihre ehre vertheidigen wollen,auch noch über die-ses von ibr verfolgt ^ den benachbarten Adel zu 8. Andrewsversammleten, und den übrigen ProteWntell ibre gefahr vor äugenstellten, gestalt die Königin in dem anmarsch Wider sie begriffen
R 2 a von CMetteraut, und den Schottlandern, die es mit ihrer