mar
Marien-Campe/ Närrenfeld/ ist eine berühmte Cistercien-ftr-AbleyinWestphalen, welche von dem Bischoff zu MünsterHermanne, nul hulffe anderer benachbarten Grafen und Herrenan. I I8; gestlfftet worden^ Sc/b-rie». snnsl.psclerl,. I.9. ^ 867. ,
^Iffarketi^ale / eine Abtey in dem Luremburaischen, zwey stun-den von der stadt dieses namens. "
Marien-Einsiedel / (sihe Einsiedel.)
Marienfließ / ein Adelich Fräulein-Stifft in der Prieanik,inder Marck-Branbenburg an der Stepenitz, gehört dem Könige inPrensseu.
Mariengarten/ ein Lutherisches Frauen - Kloster in demBraun,chwergrschen Furstenthum Calenberg, unweit Göltinqengelegen. "
Marienhusen / eine der Cron Pohlen gehörige kleine stadt,welche m der Llefländischen provmtz Letten, an einer see, so daselbstin den fluß Rositlen fallt, gelegen, und mit einem schloß versehen ist.An. i ?77 nahm sie der Ezaar, Ivan Bastlowitz, ein, und gieng mitden ernwohnern übel um. 2-,/. rop> i^v.
Marienmünster/eine Benedictiner-Abtey, in dem BißthumPaderborn .
Marr'enwde / eine Benedictiner-Abtey in dem StifftHildes.heim.
Mariensaal/ sonst Rönigin - Rloster / ein Cistercienser.Nonnen-Kloster in Alt-Brunn in dem Marggraflhum Mähren,wurde an. i;r; von Elisabeth, der Königin aus Böhmen , naheunter der vestung Spielberg 5 un-l>ret, allwo sie auch in dastger kircheunter einem erhobenen marmorstein ruhet. In dem Schwedischenkriege hat die Schwedische Generalität diesem kioster kein leid wie-Verfahren lassen, weil Elisabetha, diestiffterin, aus KöniglichemSchwedischengeblute ersprossen gewesen.
Mariensce / ein Lutherisches Jungfrauen «Kloster in demBraunschweigischen Fürstenthum Calenberg.
Marimstern / ein in der Ober-Lausttz, zwischenBantzen undCamentz befindliches Cistercienser-Nvnnen-Kloster , so Bernardus,Graf von Camentz und Bischoff zu Meisten an. 1264 gestlfftet,unddurch die wallfahrten, so man zu dem in dem dorffe Rosenthal ehe-mahls befindlichen Marien-Bildeangestellet,sehr bereichet worden.Es hat eine Acbtißm und einen Closter-Vogt, welcher an statt jenerauf den Land-Tagen iellwn nimmt. Ausser den vielen dörffern ge-hören dazu die beyden kleinen städte Wittichenau und Bernstädtel,davon jene der katholischen, diese aber der Lutherischen religionzu gethan ist. belclir. ttcr I^uknicx.
Marienstuhl/ (siheEgeln.)
Marienthal / ein in der Ober-Laußnitz, zwischen Görlitz undZittau , in einem lustigen thale, gelegenes Cistercienser Nonnen«Kloster, welches mit einer Aebtißin und einem Closter«Vogt ver-sehen. Künegundis, Königin in Böhmen , hat es an. ir;4 an demfiuß Reiste gestifftet, welche tunllsrion ihr gemahl, König Wences-laus, an. ir;8, und nachgehends Carolus IV, ingleichen verschie,dene nachfolgendeKayserals Könige in Böhmen cooürmiret haben.Es gehöret dazu das städtgen Oestritz an der Reiste, nebst unter-schiedlichen dörffern. belckr. äsr Hukmrx.
Marienthal / ein LutherischesKloster und Abtey unweit derstadt Helmstädt in dem Braunschweigischen , allwo allezeit einProfessor ssbeologi« aus Helmstädt Abt ist.
Marienthal / ( sihe Zimmern.)
Marienwalde / ein flecken und Amt in der Neumarck Bran«denburg, welches ehemahls ein Kloster gewesen.
Marienwerder / eine in der Landschafft Hockerland in demBrandenburgischen Preussen befindliche stadt, welche mit einemschlösse und amt versehen. Sie ltgt an den Pommerellischen gran-tzen, eine weile von der Weirel und i; von Thoren. Die Pohlennennenfie Omidzin / von einer insul, so nicht weit davon entfer-net, und auf deren Werder sie ehemahls soll gestanden haben. Mansagt, der Burggraf zu Magdeburg , Burchardus, habe sie in demizten f-culo, als er dem Teutschen orden mit einer ansehnlichenmannschafflzu hülste gekommen, auf seine Unkosten an den ort, dasie jetzo stehet, erbauet, und anfangs weixelburg genennet. Inden folgenden zeiten war sie der sitz der Pomesani,chen Blschoffe,biß sie an. 1529, nach absterben des Dischoffs Erhard!, dem Her»tzogtbum Preussen völlig einverleibet worden. An. 1710 hielten all-hier der Czaar und der König von Preussen eine zusammenkunfft.
preussbiss.
Maricnzell / ist 1) ein in Bayern an den Böhmischen grän«tzen bey dem schlöffe Premberg gelegenes Cistemcnser-Kloster, wel-ches an. izr4 seinen ansang genommen; 2) ein Benedictmer-Klo-sterzwey weilen unter Regenspurg, so an. i4;oaus einem priorsczu einer Abtey gemacht worden; ;)ein Denedtctmer-Nonnen»Kloster aufdem Eichsfelde, welches die Herren von Tassungcn an-geleget ; 4) ein zu der Abtey St. Lambert gehöriges Beneblctiner.Kloster, in der Ober-Steyermarck, an den Oesterrelchtschen grän-tzen, welches durch wallfahrten fieißig besuchet wird. Am 1284bat Burckhardus, Abt zu St. Lambert, allhier eine kirche derJungfrau Maria zu ehren erbauet, welche um die mitte des i7tenlecuü von dem Abt Benedicto prächtig erweitert worden. PetrusLambeckius hat hiervon weitläuffkig gehandelt in seinem visrio
iscri ikineriscieUenL. L»cel. L. 8 . k. l, r.
N^KIss 8 , ein gewisses Fest, so vor zeiten von den Venetianerngehalten wurde. Die gelegenste»! hierzu war diese: Die r,mer,welche an das Venetiamsche gebiete gräntzen,und damahls der
mar
SrNSzLLE lm L,».i°.«
vun ein ewiges gedächlniß von dieser that aestisstctmochte, ordneten sie ein fest an, welches allemah?den Nn f br aeArecwurde, da man zwölf der schönsten jungftauen prächtiaam^"bete , mit welchen em mnger mensch, in eines Enaels aellalrdurch dle gantze stadt tantzte. Nachdemdiese c---m°wen m die r°°lahr langbeobachtet worden, schaffte man sie endlich in währ nbemkriege.wwdcr die Genue,er wegen einiger dabey vorgeganaenenm'ßbrauche ab. Gle.chwoh! aber bliebe dieses davon üdrigchak de?Dogemebst den Raths-Herrn,am 2ten fedr. alle jähr eine prächtige77 «77^" zu unsrer lieben frauen zu hallen?? ate.
I ^arWatt / eine kleine stadt in Schweden , in West'Gold-rand zwischen den seen Meter und Wencr, ohngefähr4 me lm vondem ersten, ist von dem Könige Carolo IX zu ehren seiner g mahlinAnna Maria erbauet worden. ^ "
- M^igalante / eine von den Antillischen insuln Barkoventom Nord-Amerlca. Sie ist sehr fruchtbar, sihet von aussen wie einwaldlein aus,und wird seit an. 1648 von Frantzosen besessen,welcheeme vestung darauferdauet haben.
Marignan/ (Marggrafvon) sihe Medicis/ (Ioh. Jacob.)
Marignano / Merignano / lat. und ^leie.
n.anum. eine kleine stadt am fluffe Lamdro, in dem Mayländischengebiet, weche den tttul eines Marggrafthums führt, und demMar.chese <le Medici gehört. Sre,st wegen des sieges berühmt, weichender Konig in Franckreich Franciscus I,ohnweit hievon an. ,<i;wieder die Schweitzer erhielt, ingleichen wegen einer Niederlage,welche an. 1524 die Frantzosen daselbst von den Spaniern erlitten.
Marigni/ ( Enguerand >e Portier ä-) Graf von Longueville,Staats-Mmkster unter der regierungKönigsPhilippi IV des schö,nen. Seine familie war eine von den ältesten in der Normanvie,und wohnte in dem gecken Lions, zwischen Vexin und dem landevon Bray, allwo deren vornehmstes stück Rose, war. Ehe sie dennamen Marigni angenommen,führte sie den von Porlier.Nach ge-wohnhett aber selbiger zeit nahm der grvß-vater unserEngucrand,um das jähr 1180 diesen namen seiner mittler zu ehren an, als wel-che aus diesem Hause entsprossen. Er brachte sich durch seine «>««.ten an dem Hof gar frühzeitig in Hochachtung, welche er durch dietreue und glückliche Verrichtung der wichtigsten geschäffte von tagzu tag vermehrte. Der König machte ihn zum Cammer-Herrn vonFranckreich und tumcspitsin über basLouvre,wie auch zum Inten,danten über die finantzien und gebäude,gab ihm auch dieGrasschafftLongueville. Dieses alles konten seine feinde nicht anders, als mitneidischen äugen ansehen, unter welchen absonderlich sich des Kö-nigs hruderCarolus,GrafvonValois,befand,welcher ihn auch end.lich, jedoch erst nach dem tod des Königs unter seinem söhne Ludo,vico X,stürtzte.Denn weil ermeldterKvnig Philippns IV durch dieerhöhung der müntze,und die vielfältige auflagen sich bey den unter«thauen in solchen baß gesetzt, daß dieselbe öffentlich rebellirten, sonahm dieser Carolus von Valois gelegenheit seinem jungen vetterLudovico X vorzustellen, paß man daß volck nicht besser wiederumbefriedigen könt, als wenn man die schuld auf des verstorbenen Kö.nigs vornehmsten Minister würffe, und ein exempel an ihm ll-rrmr-te. Hierzu kam, daß als in einem wegen adhelffung der unruhenangestellten geheimdenRath Carolus wegen der noch kuctz vor demtod Philippi eingegangenen grossen geldern zur stund von Marignircchnung haben »polte, und dieser ohne sich lange zu besinnen ant-wortete, wie er das klareste davon ihm dem Grafen von Valoisselbst hätte auslieffern müssen, dieser den Marigni so,ort lugenge.strafft, aber von ihm mit eben dergleichen rede beantwortet worden,welches Carolum dermassen erbitterte, daß er ihn fast in gegenwartdeS Königs erstochen hätte. Marigni ward hierauf gefangen ge-setzt,grosser untreue in Verwaltung derfinantzen beschuldiget,un ihmalle in voriger regierung so wol wegen drückung der Unterthanen,als auch in dem streit mit dem Padst Bonifacw VIII begangeneexcsssen beygemessen. Es ward auch weder ihm, noch seinem bru-der, dem Bischoff von Beauvais , erlaubt, sich zu verantworten.Und endlich, als der König reiche, ihn mit dem cxwo zu bestraf-fen, brachte es der GrafvonValois durch neue beschuldigungen derzauberey dahin, daß derselbe zum galgen verdairnnt, und bie -xe-cueion an. I; l5 an ihm vollzogen wurde. Es bereute aber diesesverfahren bald hernach so wol der König, der durch ihn einen ver-ständigen Minister verlohreu, als auch der Grafvon Valois selber.Denn der erste vermachte des Marigni kindern ic> tausend pfundlL ttstammt undK leiste ließ uach ftinem tod einegrosse mmm-geldes den armen austheilen, und befahl, ^bey,u sagen. Bittet
'Kobannem Ertz-Bifchoff zu Beauvais , hernach Ertz-Blichvffzu
M-e- 5 -»I. bitt. a«
M,»
-sk-