Band 
Dritter Theil
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Hieraufaber verfiel er m einige Verdrießlichkeiten, darfm-i!polis verließ und fich nach Rom begab. DerCardinalAllok^«^^

rinvetterdesPabstsClemenMVlLweiche^

royen greng, nahm ihn mit sich dahin. An diesem? bMA,«sonderlich die gelehrten leute hoch, und Marini setzte sich Ach einedemHertzogeCaroloEmanuel^bey demselben,daß er chn zumNitter der orden8.LazariunoMo, ^In machte. Ermuste auch ;» Turin bleiben, welchen ort«TrfreyiMig wiederum verließ, indem er viel neider daselbst hatte, dieihn nicht nur bey dem Hertzog verläumdeten, sondern ihm auchgar nach dem leben stunden. Unter solche» war Murrvla echer dervornehmsten, welcher dem Marin» einen salyrischen ledens lauffaufsetzte,dem aber Marine in einer schafft lepsi'kLtte antworteteund ihn zum gelacht« des gantzen Hofes machte. Hierauf kam eoderKonlgmMaria 6° Mebicis inFranckreich zu gefallen nachParisund gab daseist sein gebicht vonAdonis heraäs.^ Von Paris beaader fich nach Rom,und von dar nach Reapolis,und wurde an bevdenorten gar wohl empfangen. Er starb auch an dem letst besagten or'te an. isr? den matt. verschiedene schrifften hinterlassend; als

ßüy » I-ikL, LMLKO^L , MäriklML, !)o(LOsL^Lle»luzul-ri, mar-Ii, Lcrc, evsrie, k. z; pLneßirico gpspL l.coe XI -xaaeAirico s tvlLNL äs Ivieäici; >1 rirratto äi O. C-wIoLmLnu-IIo.vuI«s-li8ZVoir;p2iieZirico3l kS8lno;ez,»LlLw3i. cioL ls prsoci» con-solL», nclle norre äi l-uäovico XIII, Xe äi kcsnciL, Sc äi -innzä' Lu-kri-; il bslleco äelle müde, nelis nons cii/ilfonll, ä» Lite Principe<li I.loäenz , L vonnL Isabells Infsmsäi Ssvoyn; svnctti epirzlami.ci.Is Srmpoßns, äiviL in läili kavololl L psstorsü ; !s «Llcri» , äi-Sints in pirwre üc fculture, L lirsZc cic gi'lnnoccnt-, piicms; Ximenuove; eglngke bofcsrcccie ; I'jralis sllllrrs ; Iraere gravi, sr§me, etsc-re ; Ir 55crrL,invetcivs L «zuLitio minillci llell'inxzlnrs , cvn äuslerrere Leere; XLßgugxlic,-l cii Ssvoj»; äiccrie Lere z, Lrc-laß. ä'kuomi,, leerer. 7«/>erL/u in mus kill r?Le/,-r, keat. ä' kuom.lercer. Lr^rLrL«« pin.»imsg. c. l6. To/-/--», biblrvrli. kg-Lpolirsna p.iz; Lcillirioni p.

8. Marinus / ein Dalmatier von geburt, von dem die RepublicDant Marino den »amen führet, (sihe Sant Marino.)

Marinus I, Pabst,so von andern Martinus Il genennet wird,von Galeza, einer stadt rnToscanien gebürtig,wurde den 28 dec.an.882 auf den Apostolischen stuhl erhoben,und fokgete nach JohanniVIII. Er starb den -8 jan. an. 884, nachdem er Photium und sei-ne »Ä-i verdammet hatte. Ehe er Pabst gewesen, hat er; legacianesim namen der Römischen Arche verrichtet.

CLco»,«,. in vir. ponrif. XoinLnor.

Marrnus II, von andern Martinus III genannt, ein Römer,wurde nach Stephan» VIII oder IX an.94; zum Pabst erwählet,und soll an. 946 gestorben seyn. in Lrmal. ecclcll

Marinus von Neapolis in Samarien gebürtig, ein sehr ge-lehrter pbiioloplius im Ven feculo, war Proclt äücipu!, und bekamdessen schule nach ihm. Damit er nun an den tag legen möchte,wiehoch er seinem lehrmeister verbunden wäre, beschrieb er desselben le-ben beydes in gebundener und ungebundener rede, welches letzterenoch bis -Leo vorhanden ist. Man hat lange zeit nur einen theil da-von gehabt, biß endlichIoh.AlbertusFabrlcius znHamburg solchenbenebst dem andern an. 1700 heraus gegeden.Damafcrus bezeuget,daß er in der prollmäiori pmiosopsiL nicht wen gekommen sey. §«--

-in. äs IMac. L poec. OrLLis. in prolcgow. eäit.

NLrinl.

Marinus Barlettus/ (sihe Barletius.)

Marion/(Simon) Königlicher Advocat bey dem Parlamentzu Paris , war von Revers gebürtig. Erlangte nicht nur in derrechts,qelehrsamkeit,sondern auch in den spraachen und Kum-ni»«-bas grosse geschicklichkeit, dadurch er sich dann in ungemeiue Hoch-achtung fetzte. Seine beredsamkeit zeigte er zu jedermanns Verwun-derung,und können davon seine heraus gegebene -ÄM^forenlss ei-rre probe aeben,so daß derCardinal ck> Perron dafür hakt/nach Cice-rone sey unter den Advocaten des Marions gleichen rn der bered-samkelt nicht gewesen. Er starb endlich an. iüo; zu Paris , r«««-bist, üu remp.?e^ro»L^s, eloges?. 2 .

Mariperto/ (sihe Malipiero.)

Maris/ Bischoffvon Chalcedon in Dithynien, verlohr wegenhohen alters sein gesicht. Dessen ohngeachtet^gieng er nach Lon-stantinopel, als ihm von der gsttlosigkeitdes Kaysers Jukam Nach-richt gegeben worden, welchen er vorher so offt bey den Übungen derChristlichen religion gesehen hatte. Indem """tage der Kayser der glücks-göttin opferte, straffte er ihn Mntilchwegen feiner atheisterey und abfalls.Weil sich nun mkanushterbeyals einen kkiiofopkum erweisen tvolte, steüeteertzch an, als ob ^solche beschimpfungen großmüthig verachtete,und UEee"MAdiesegottts-läsierunq hinzu: dem seymmw-eihm wolle/sowird dir doch deinGalilaerdem gestchr mchtWredergebemHierauf antwortete Maris: ich danckechm dafür/weil ichmich für glücklich halte/ daß ich drch mcht statt. Dakehrte ihm der Kaystr den rucken zu, wolle e">e pbllojopdlfche ge-dult an sich sehen lassen, und antwortete lhm nicht ein wou mepr.kill. ecc>. I. z c. ir. kill. äs äriLNilw.

Marivaut/ (Johann i'Jsle-) war einer von den Officiers,welche sich um denKöniqHenricum III befanden,da er an. i> 89stadt Paris bwguirte, und stund bey diesem Herrn mnichtgemMi,gnaden,weil erin vielen gelegenhciteneine sonderbare tapferAit bte sehen lassen, wobey er nicht nur überaus hertzhafft, sondern auch

mar Z89

Memein starck von leibe und in den Ritterlichen Übungen sehr ge.ßhickt war. 28 ie nun bey der oberwehnten biogusä- gar oft zu ge-schehen pflegte, daß erner aus der stadt jemand von der Kömallchmarm«, oder jemand von dieser einen aus der stadt zu einem abfon-derllchen kamvssausforderte; also kam auch dicfemMarivaut eins.mals dielust an,dergleichen zu versuchen,und zwar mvan eine stun-de zuvor, ehe sem König durch Jacob Clemens tödtlich verwundetward. Auf seine erklärung, daß «gesonnen fey,denv-mcn Meh-ren mit jemand aus Pari« eine lantze zu brechen, ließ ihm Claudi-us von Marroles wissen,daß er den folgenden tag auf dem ftloe hin,ter den Carthäufern wider ihn erscheinen wolle. Dieser Marroleswar ein sehr geschickter Cavalier,welcher bey rurnieren und ringren,neu öfters den preiß davon getragen, im übrigen aber weder feinesgegenparrs alter noch dessen stärcke-noch auchdcssen erfahrung hat,«.Wegen dieser Ungleichheit deforme sich derHertzvg voaMayenne,daß der Königl.Ritter die oderhand behalten,und vas vvlck zuPariseine unglückliche deutung für ihre parthey daraus ziehen möchte;dannenhero er zweymal versuchte,ob er oeuMarroles zurück haltentönte. Allein dieser fand sich edrenhalben verhindert, feinem einre,den bey sich statt zu geben, versicherte auch den Hertzog,daß er denMarivaut unfehlbar lösten wolle, wenn derselbe mit offenem viiir.wie er ihn bey der ausforderung gesehen, und wie er wegen feinesblöden gesichts ordentlich zu reiten pflegte,aufbeii kampfplatz käme.DerHertzvg gab ihm also,weil er sich gar nicht wolle abwendig ma-chen lassen, die gesuchte erlaubniß. Den folgenden tag,welches der2 aug. war, erschien Marivaut aus einer fatalen ungedult und ausbetcübmß über seinen eben damals gestorbenenKönig, lange vor devbestimmten zeit an dem abgeredeten orte, und weit «hin vorkam,daßsein Widerpart zu lange verzöge, so ließ er ihn durch einen trompet«seiner Parole erinnern. Marroles, weicher sich eben durch den Rit.ter von Aumale waffnen ließ,gab zur antwort: Marivaut hat grossetust zu sterben;;» gleicher zeit fetzte er sich auf, und ritt nach dem be-stimmten platz. Sein lccunäänc, Ig Ehastre, ließ 2 lantzen brin-gen, und verlangte, daß Marivaut sich eine davon erwählte. Erverwarff sie aber beyderseits, mit dem zusatz,,daß sie eher ür weider«rocken als für Ritterliche lantzen x^luen könten, und bat sich aus,daß er sich einer lantze bedienen dürffle, welche er für wenig tagenden Parisern abgewonnen hätte. Marroles gestattete ihm solches,nahm aber vor sich eine lantze, die eben so leicht war, als diejenigen,womit man nachdem ringe zu rennen pflegt. Bevde >-cm,-iEen,nemlich!-> Cbastre und Chatillon,welcher letstere Marivauts seinerwar, liessen hierauf, bey einer unzählichen menge von zufchauern,durch zo° man einen kreyß fchliessen,theilten wind und sonne gleich«und bekräffkiztcn die abrede, daß dem uberwinder frey stehen solle,mit dem überwundenen nach feinem gefallen zu verfahren. Nach-dem mit trompeten ein zeichen gegeben worden,renneten beyde khei-le gegeneinander. Marivaut, welcher sich aufseine stärcke verließ,leate feine lantze ^ -cc-llMarroles aber,welcher sein vertrauen aufseine geschicklichkeit setzte,verhielt sich mit anlegen und mit nehmunzdas rempo nicht anders , «ls wie bey einem ringrennen. Der erstebrach seine lantze an seines feindes cuiraß, welcher darüber verrücktward . Hingegen Marroles verrichtete feinen stoß so künstlich undmit solchem glück, daß er seine» gegner durch das offne Er m VaSauae traff, auch das eisen der lantze ,0 liess hinein trieb,daß es nebstdem stumpf darinnen stecken blieb und hinke» zu dem köpf wiederberaus aiena. Marivaut, nachdem er von dem pjerde gefallen, leb-te etwa« noch eine halbe vierteisiunde, und sagte vor seinem tod:s würdezwar ein glück für ihn gewe,en seyn, wenn erden sieg da-von getragen hätte, aber auch ein groß ungluck, wenn er seinen Ko-ni., hätte überleben sollen-Marroles überlieferte des überwundene«?ver an dessen llcünäMren, nahm für sich weiter nichts,, als bes-f-n deaen und pstrd, und kehrte damit als im triumph zurück nachallwo ein allgemeines frohlocken über diesen sieg entstund,

An Unfall Marivaut um LiN grosses vermehret.sL^i»ll.äe tzrsnce lom.; p. 827,828.

5 irarius ^OUILOKS. von seinem vatterland Aeqmcost i»<>Äien^evaenan»t, lebte zu end des izten und ansang des Enru Dariß die k>K> 6 - und msrksmLt.c unter demIa-. nc, snä und kam nachqehends an denMantuanifcheir

und, nd lelb'g"-'-"Ud ^ellatüwcden, nachdem vorher»

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