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die wider Chur -Bayem KganZene ReichS-acht erledigten Fürsten-ihum Mindelheim belehnt haben. Ulm/ Landau/ Bern -Caffel undSarburg wurde noch diesen feld-zug von demHcrtzog erobert/wiewol vor Landau der Römische König und nachmalige KayserJoseph in eigener höchster Person commandirt. Der Hcrtzog aberhat auf seiner ruckreise nach Engelland durch Berlin fernen weg ge«nommm / woselbst er mit jhro Königl. Mayestat von Preussen we-gen Überlassung einer gewissen anzahl völckern an Engellandkuiiret. An. 170; / als das vorhaben langst der Mosel und Maaßin Frankreich einzubrechen / durch die späthe anruckung der Kay-sertichen undReichs-armce zu seinem grösten Verdruß zernichtet wor-den/ und der Hertzog mit denen Englischen und Holländischen völ-ckern wieder in den Niederlanden ankommen/ scr^uirte und ero-berte er die feindliche linie in Brabandt/ woraufdie -mpottsncc ve«stung Soul Leuw und Sant Vliet an die Mitten übergegangen.An. 1706 erfolgte die blutige und aufseiner seilen siegreichebey Ramilies in Brabandt / allwo feindlicher seits der Marschallvon Villcroy samt dem Churfürsten von Bayern commandirte/dero verlurst an todten/verwundeten und gefangenen sich auf 18022beloffen; innert sehr kurtzec zeit aber hierauf die städle Löwen/Brüssel/ Mecheln/ Lier/ Damm / Villvorden / Gent/ Brügge /Oudenarde/Antwerpen / Alostund andere mehr der feindlichengewalt entrissen/ mithin gantz Brabandlsamt dem grösten theil desSpanischen Flanderns König Carl unterwürfftg gemacht worden.Noch über dieses wurden die vestungen Ostende / Menin/ Denver -monde und Ath mit gewalt eingenommen/ der König in Franck-reich aber hiedurch veranlasset durch den Churfürsten von Bayern an den Hertzog und die General.Staalen friedens-vorschlage ge-langen zu lassen / so aber/ weil man Französischer seits nicht so vieleingehen wolle/ als die Allierten sich befugt achteten zu fordern/keine weitere folge erreichet. Dem Hertzog von Marlborough wur-den indessen bey seiner ankunfft in Londen / allwohin er jeweilennach gecndigten seinen feldzügen sich verfüget / nebst vielen ehrcnbe-zcugungen / seine ihme von der Königin überlassene herrschafftWodstock/ zusamt dem pallast und llepenllcntzjm von Blindheim bey ermanglcnden männlichen erben auf seine obecsagte älteste roch-ier versichert / anbey auch neue kostbahrrüberreicht. An.1727 hat sich wenig merckwürdiges in den Niederlanden/ allwoder Hertzog wiederwählen das comwLnlln geführet/ zugetragen/auffert daß nachdem er seine reise nach der Mitten armer durcheinen grossen umweg / nemlich durch Sachsen / um mit dem Königin Schweden Carl dem XII eine conf-remr zu halten / und Vene zuvermögen mit seiner in dasigem Churfürstenthum bey Alt-Ran-siädl stehenhen armee / nichts den hohen Mitten nachtheiliges zuunterfangen/vorgenommen/ervon höchstgedachtcm glorwürdigenKönig biezu alle Versicherungen erhalten; die Frantzösische armeeaber krasser unter dem csmmsnlla deß oucllc Vendome/ welchernach seines Königs imemion der vorigen Generalen vermeintes ver«sehen reparircn und verbessern solte/ m dero sehr vortheilhafftcnund wohlverschantzten lager zu Gemblour an/ ohne daß er wäh-rend den qantzcn fcldzug nur berührten vucll- Vendome zu einiger-cÄion zu bringen vermocht; hergegcn hat er die folgendean. 1708 merckwürdtg gemacht durch das treffen bey Oudenarde /allwo er die Frantzösische armer/ so zwar wiederum der Hertzog vonVendome commandirte/ ihme aber 2 Enckel von Franckreich/nem-ttch vuc cic Bourqogne/ und Ouc cie Berry an die seile gesetzt wor-den/ widermahlen dermaßen geschlagen/ daß feindlicher seits derverlurst auf 10000 mann todter und gefangener sich erstreckt/ zu-gleich zooo vcrwundte gezehlet / wie auch;7 sahnen/ 52 standar-icn/ samt 7 paar paucken erobert worden. Weit wichtiger aber wardie gleich daraus unternommene und glücklich geendete belagerungder sonst vor unüberwindlich geachteten vestung Lisle oder Nyffel /bevorab wann man die unvergleichliche borrigcLrioner und cikLllei-t-r, deß neben so vielen andern der erfahrensten Frantzösischen Of-siciersdarin gelcaenenMarschallsvonBouficur/nravour und klugeanstatt/ die zahlreiche besatzung / die enllcgcnhcit der von feiten derMitten hierzu bcnöthigten Arrin-ric/samt noch vielen andern ange-schiencncn bivternussen in reiffcs irachsinnen ziehet/dcffcn ohncrachterfolgte die übergab der stadt / wornach/ als vorher der fcind durcheine schleunigen marsch und treflich angestellte und ausgeführte pas-sierung der Schcld und anderer von ihme besetzter flüsscn und Pässenvon der belagerung Brüssel abgetrieben / und die der Mitten ar-mee völlig gesperrt ivegcund zufuhr wieder geöffnet worden/ auchdie dasige feste cir-ll-me fallen mußte. Odschon nun der Christmo-nath fast zu ende liess/und dieser wrntcr überaus rauch war; so trie-be doch der Hertzog die Frantzoft« noch vor bezichung der quartie-ren aus Gent und Brüggcn/ darinnen sie unter lEocK-fast einegantze armee liegen hatten. An. 1709 belagerte und eroberte er an-fangs die stadt Dornyck/ und schlug hernach die Frantzosen bevorer noch vollend sich mit PrintzEugenio co,gurren konte/dey Mal-plaquet/ allwo sie bey 122000 mann siarck zwischen 2 wäldcrn/ ineinem dreyfachen rcrr-nckcmc»r vcrschantzl lagen/folglich ihr lagereiner rechten vestung ähnlich / wie nicht weniger ihre gegcnwehr sotapffcr/ als sie immer beschaffen seyn tonte/ gewesen/ hieranfwarddie belagerung von MonS vorgenommen / und dero vollführungdem Erd-Prlntzcn vonHcffen-Casscl nnnmahligenKönig in Schwe-den überlassen / die belagerung selbst aber bedeckte Eugenius undMarlborough / biß die »vergab den 20 oct. erfolgt. In eben x .esemjähr ließ Franckreich neue friedens-vorschläge thun/ und in den-selben die rellllution der gesamten Spanischen Monarchie offeri-rcn / welches sowol als einiger an dem Englischen Hof ncu einge-schlichener't'o>r-s>oder besser Iacobiten/boßhaffic inNm-u-ionez gegenden Hertzog alberest einigen einganq bey der Königin gefun-den / dero er solches leicht admercken tonte / dessen vhngcacht
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aber an. 1710 sich m Holland ringefunben / und mü den FraG.fischen abgeordneten über den vorhabenden frieden mEttm anbraaber wahrgenommen / daß von selbigen statt eines fricdens andersnichts / als rwistigkeit unter den Allierten / samt Verzögerung deroMtgs-opeistionm gesucht werde/ weßhalben er selbige beyzeiten ab,gebrochen / hergcgen die belagerung der stadt und vestung Dona»vorgenommen/ so 2 monath hernach sich ergeben / gleich als auchBcthune nach ausgehaltener belagerung von >-> 6 wochen
gethan; wornach ferner Aire und 8 . Venant sich vor Messungdes feldzugS bequemen mußten. Doch mochte aller dieser glücklichefortgang nicht verhinderen/ daß / als Marlborough gewvhnlicher-maffen seine reise nach Londen angetretten / Mylord Peter,borough ihme das erste hauptsächliche Mißvergnügen öffentlich ver-ursacht / indeme er so wohl wider diesen krieg insgemein / als ge-gen den Hertzog und die seine /i bevorab wider Mylord Godolphmbittere klagen geführt/ und selbigen incMpirt exorbitante geld-sum-mcn der n-rion abgenommen / und sich damit bereichert zu haben;allein dero nachmalige ^ulliiicariones, insbesondere diejenige / soder Hertzog selber gegen solhane ohnbcfugte deschuldigungen ver.fasset / welche auch in offenem stuck anzutreffen / entladen sie ge-nugsam alles Verdachts einiger m-ilvertLrion, obwohlen eine gar zugenaue «conomie ihme zuweilen beygewohnet/ die vielleicht denenwenigen Mitteln/ welche er in seiner fugend besessen/ und dem Man-gel/ worinnm er sich mehrmalen befunden hat/ mag zugeschrie-ben werden.; Wein lcrsterer fcldzug beschalle an. 17 n/ da wohl nie-mand etwas wichtiges von dessen unternehmen vermuthet / aner-wogcn der eingefallene todes-fall Kaysers Ioscphi / und der Fran-tzosen au dem Rhein zu Verhinderung der vorgenommenen Kayserswähl gemachte bewegungen / auch einen grossen theil der Alliertenarmee dahin gezogen / gleichwohlcn that er in den Niederlanden somanchen den feinden impenen ->dlen marsch/daß er endlich mit seinenvölckern vor die stadt Bouchain rücken / und selbige glücklich ein-nehmen konte / worauser wieder nach Engelland verreiset/ aberalldort alles in verwirk - und verkehrtem zustand angetroffen.Dann daß das neue bi.müenum/ von bemcdie Königin gäntzlicheingenommen gewesen / über die von dem Hertzog währendemkrieg gezogene geltsummen / wegen welchen er doch schrifftljchest«»/ daß sie ihme theils von außwättigen unter seinem cowwLn.clo gestandenen lruppen freywilltg überlassen / und alles von derKönigin selbst approbirt worden/, theils aber die aus Engellandgezogene guLlttonirte summen/ zu nöthigen correlponUcotzstn/ gleichals die vorhergehende Englische Gmerals/und sonderlich der glor-würdige König Wilhelm selbst gethan / von ihme verwandt wer-den / prollucst-t / eine scharffe lnqulimon gehalten / und auf seine-»rcllsrL so wenig als übrige lullillcLkioo geringstens nicht rclleÄirtworden/ so daßer bey ersechung eines mit Franckreich nicht nurwürcklich projsLtirlen denen bisher gehabten ablichten gantz wiedri-gen frtedens / sondern auch gewisser vermuthlich zu des kr«r-n<lc-i-ten erhöhung gemachten anschlagen / samt ftmer familic/welchenun insgesamt aller gehabten ck-r^cs beraubet worden / sich überMeer in die Niederland / und nachgehcnds nach Teutschland / wieauch seinem Fürstenthum Mindelheim unter aller orten empfange-nen höchsten chr-bezeugungen verfüget/ auch nicht ehmder seineruckreise nach Engelland angetretten / biß der friede erstlich von sel-ten Engell-und Hollands an. 171; und das folgende 1714 jährauch von dem Kayser und Römische» Reich / nach von feiten dieserlüstern obschon unter sehr lapffercr gegcnwehr / unglücklich geende-ten ci»mpLg,>c, als welche sie allein übmiommm/vollmd geschloffen/in Engelland aber neue Zerrüttungen unter dem neuendann auch die Mischung des krön-schatzmcisters Grafen vonOr-fort / wie auch letstlich der Königin lod/ samt glücklicher pr«cizmi-rion jetzt-regicrender Groß-Britrannischer Majest. zumKvmgan.1714 erfolget / da er dann bey seiner zurückkunfft inLonden mitohndeschreidlichem frolocken zu Vergnügung aller rechtgclinnten em-pfangen und eingeholet worden. Im scpt. selbigen jahrs langte derneue König selber an / und setzte den Hcrtzog unter allen gnaden-bezeugungM alsofort in alle ferne vorige a^-Eten eyn/ stließ da-gegen zur stell den vuc oOrmoud der gehabten bedtcnungen/ wel-cher nebst dem v-comr- <Zc Pollingbrock das folgende jähr aus Ln-qelland weichen mußte / da zugleich der Graf von Oxford zu ge«länglicher hasst in den tour gebracht worden. Von solcher zeit airhat der Hcrtzog von Marlborough noch 4 jähr die sunÄ.on» stimdedtmnngen verrichtet / worauf nebst den atters-beschwerdten amdie folgcrunqen seines hicdevor eingenommenen unmuths und ve^drusses sich hervorgethan/ und in seine lelstere langwmge mivtödtliche kranckheit ausgebrochen / an dero er als zuvor wegen verihme zugeflossenen flüssen einige zeitlang grosse abnemmung de-Ver-standes bey ihme vermerckct worden / endlich den 27 jun. an. i/rr«r. 7z die schuld der natur bezahlet. Aus dieser deschreibnng /welche zu Umgehung aller weitläriffligkeiten / aufdas genauste «n-gcschrenckl ist / lassen sich zwar seine Verdienste in etwas/ doch veyweitem nicht so / wie aus denjenigen schilfftcn/ in denen lern MMlebens-lauff umständlich emhattcn / und dero eine aus seinen eige-nen mc,i>or,.i!iei! ausgezogen/ an. 172; zum Vorschein kommen/ vk'urtheilen; daß ihme aber der rühm eines solchen hciden/deMlWdas alterthum selber nicht änderst/ als in geringer anzahl/anzuMren vermag / nachschake / davon sind alle unpartheylsche gcimiwccgewiß überzeuget. Seine pcrsohn und leides-gestalt schickte sich stireinen so großen Generalen trefiich wohl; Massen er nicht nur in ei-ner jugcnd eine der schönsten/sondern auch bey zunemmendem auervon denen ansehnlichsten Manns«versöhnen seiner zeit gewejen ist.Welch herrlich und kostbahrc dcgänqnuß und leichenyeprang uvc^gens diesen Hcrtzog nach ftinem «bleiben gehalten worden / «Mwie viel Lxiceäis von meisten berühmten orten von Europa WM zu