mar
ehren eingeloffen / kan niemand / so von dergleichen aufferordentN-chen beakbenbeften / so wohl aus den mtimqen / als andern öffent-lichen staats-schrifften / sich zu erkundigen pfleget / verborgen seyn.
> mein. clu kemxiz. Lc. ^
Marles / ein orr und kleine Grafschafft im Hennegau / welcheErtz-Hertzvg Albert an. 1627 für das Hanse Nvyelles errichtet hat.*Marlesfield / (s. Macclesfield .)
Marlianus/ ( Mimondus) lebte zu den zelten Ludsviei XIIin Franckreich,da man ihn für einen der gelehrtesten männer seinerzeit gehalten. Manhatvvnihmüelcripcione-uv-rcium OWIi« !v-
corum, populoeum, öec. <zun L-etseem L 7 ?»ciruin -ccurrum.die
meistens an den eäicivnibus von dem Julis Cäsare befindlich ist.
Marloco/ Mapna/ eine stadt in der Engelländifchen provintzBuckingham, so diesen «amen vermuthlich von dem vielen margeloder kreide, so in der bastgen nachdarschafft gegraben wird, bekom-men hat.
Marloratus/sAugustinus ) ein Prvtestirender Prediger ausLothringen gebürtig,war anfänglich ein Augustiner-Mönch, dabeyein sehr gelehrter mann und vortreflicher rcdner. Er begab sich hier-auf nach Genff,nm sich zu der Reformircen religion zu bekennen,ferner nach Lausanne,und wurde in einem kleine» Schweitzerischendorffe zum Prediger gemacht. Nachgehends wurde er in Franck-reich zu Roan zumPrediger ernennet,an. i;6i aufdie zu Poissy an.gestellte conkerenr geschickt, den oct. aber des folgenden jahrs aufdefthl des c-,nn«Lb!« von Montmorency und des Hertzogs vonGuise zu Roau, nachdem diese stadt mit stürm eingenommen wor-den, neben denen vornehmsten der stadt und besatzüng, aus welchenMantreville für sein und Marlorati leben zwey tausend ducatenanerboten hatte,in dem Listen jähr seines alters hingerichtet,Man-treville zwar durchs schwcrtiMarlorat aber und die übrige mit demstrick. Der vorgeworfenen empörung wider den König hatten sichso wol die übrige, als insonderheit Marloratus hertzhafft entschul-diget, wie sie lediglich dem Printzen von Cond-gefolget, dieser aherörrese von der Königlichen mutier in Händen hätte, darinnen sieihn aufmunterte, den krieg anzufangen, den jungen König aus dergcfangenschafft, darinnen er gleichsam von denen Guises gehaltenwurde, zu befreyen. Er schrieb commsmsrios über das erste buchMosis,die Psalmen, den Propheten Jesaiam und das neue testa-ment, so von Henrico Stephans an. i;6r, 1564 und 147» herausgegeben worden, desgleichen auch rkel-urum locorum communium8. tcriprui-L, so an. 1674 in ko>. heraus gekommen. Sein leben hatGuil. Feuguercjus beschriebe», so an. 1574 zu Londen heraus ge-kommen. LeLS kiü. -ler Lgl, cls kr., iilsb. Univ. >
iiist. Ler-r in icon. <-e/-rer. in cKg> Ilieologor, x>. uz.
Marlow / eine kleine stM in der herrschafft Rostock, an derNecknitz, harr an den Pommerischen gräntzen, zwischen Suite undRwenltz gelegen, mit einem dazu gehörigen amte. §«-.
r»s.p. >81.
Marly / ist ein Königliches Frantzösisches lust-schloß, zwischend.Germm» unbVersailles,- meilen von diesem letzter»,und ändert»halb weile von dem ersten orte, gelegen. Der König LudovicusXIV hat an. landen ansang darzu machen, und nachgehends sv-wol daS gebäude, als den garten, welcher darzn gehört in einensolchen stand sitzen lassen, daß alles beydes ungemein schön undprächtig genennet zu werden verdienet, und 40 Millionen gekostet.Es bat auch besagterKöniz sich sehr oft daselbst aufzuhalten pflegen,und insonderheit zu solchen zeiten, da er sich von den öffentlichenflaats-geschäffccn etwas mehr ruhe geben wollen, als er anderswogehabt. Dikgrosse o»ciii„-.welche unweit Marly aus der Deine soviel wasser ziehet und nach den gärten zu Versailles,zuMarly undzuTrianon bringet,als zu denen allda befindlichen unbeschreiblich vie-len somrinen, reichen u. s. w. vonnöthen ist, kau mit recht, nebst derdarzu gehörigen,und aus ;s sehr hoben arcaden bestehenden Wasser-leitung, für etwas unvergleichliches ausgegeben werden. Wegender grossen Unkosten zur repEion und unterhaltn»« hat derRegentan. 1717 selbige wollen einreisten und ci-mo>>ren lassen. Um biesislust-schloß herum sind viel Häuser angebauet worden, welche einenflecke» gleiches namens ausmachen,wörzliLudovicusXIV eine kir»che vvn neuen aufführen lassen. wm. 1.
Marmande / eine kleine stadt in der zu Guienne gehörigenlandschafft Agenois, an den gräntzen vonDazadois, 6stund unterder stadt Ager aufeinem Hügel, gelegen. Die Garomie fliestet vor-bey, und die umligende gegend ist nicht weniger lustig, als frucht-bar. Es wird eine grosse handelschaffr mit frucht, wein und brante-wein allda getrieben. iriner. Qall. p.
Marmarica/eine landschafft in Africa, so vor zeiten ein stückvon Lvdien war, welches ost-wärts lag, gleichwie Cyrenaica west-wärts. Anjetzo gehört sie zum Königreiche Barca. Solinus mel-det, daß die ejnwohner dieses landes die schlangen bejchwere» kön-nen.
Marmels/ eine uralte Adeliche familie in Graubündten, wel-che das Erv-Marschaü-amt in dem Sliffte Chur besitzet Andreas
hat an. i i9o ge>edet. Seine nachkommen theilten sich vermöge i- -
res waapcns, in die weifte lind schwartze Maemels/davon >enean. 1596 erloschen. Von diesen aber, so biß dreien lagnoruen, warNikolaus an. 1449 Abt zu Pfävers<uiid Eatharina an.i?zc> Aebtls-sin des klvsters Katz, zu weicher zeit auch ihr bruder Johann vonMarmels in grossem ansehen in Graubündten stunde. Jacob»» undRudolphns haben gegen misgang des i^cust sich durch unter-
mar
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/ ein vormals überaus schönes lust.schloß deeHertzvge vonMantua,nicht weit von deren Haupt-stadt gel'qen.So -wol das gebaut e an sich selbst, als die darinnen befindliche »rossemenge von raren schiwereyeu, anr^uir-eren , und andern mobstien,nebst denen dabey ligenden gärten,speinqwrunnen,gehöltzen, u.s.w.stnd einer genauen betrachtmig der reisenden würdig geschätzt wor-den. Den weg von Mantua biß dahin bat man auf beyden feitenmit schonen geraden bäumen in einer fast gleichen höhe gesitzet.Der erste erbauer dieses orls ist Fridwcus!, Marggraf von Man-tua , gewesen, weicher zu aiisgang des i; Leu» gelebt.
-in r» p ;o6-
. Marmolius/ (Ludovicus) ein Spanier von Granada gebür-tig, lebte an. l>8o oder 90, und gab einige wercke heraus, wodurcher sich sehr berühmt gemacht hat. Die vornehmsten darunter sind:die allgemeine beschreib»»» von Africa in; theilenmebsi nntor^cis
!a rcbciiioi, V OsUigo ctc In- ivlonicoL clci Kevno clc(8izngcl„. 77 -«««^,
l>ik.1,7. iid. 14 c. Zz hüt, ttitpan, sihe Leo/ ( )uk.
/ekricsnus.)
Marniora/ eine insul aus demjenigen stück von dem mittellän-diichen meer, >ö vor alters Propontis geheissen, wovon drey anderebenachbarte insiiln ihren namen bekommm, gleichwie auch dieserdarvonMarw Marmoraaenennetworden. Diese 4ins„ln, wel-che insgemein die insuln Marmora genennet werden,haben jeglicheihren besondern namen. Die gröste darunter ist Marmora,dre an-dere Avezia, die dritte Coatialli, und die -fte Gabaro. Sie ligen zurrechten Hand, wenn man aus der meer-engc von GaUipoli sigeldohngefehr lomeilen hin auf der sie. Die insul Marmora begreifstin ihrem umfange ro meilen. Die darauf gelegene Haupt-stadt füh-ret gleichen namen,nebst welcher,noch viel dörfer,klöster und einsied-lereyen darauf anzutreffen sind, weiche von Caloyers oder Griechi-schen Mönchen bewohnet werden, die ein sehr eingezogenes lebenführeii.Avezia hat eine stadt und r dörffer, worunter eines mikAra-Hern besitzet ist.Coatalli hat eine stadt gleiches namens,und Gabarohateinige kleine dörfflein liebst etlichen klöstern, wormnen glach-faüs Caloyers oder Griechische Mönche sich aufhalten. Gedachte 4insuln ligen in einem sehr guten ctzmme, und haben einen grossenÜberfluß an kor», wein, vieh, obst und baumwolle. 6^/-,/ a«
Oonlirnrino^le.
LIssarmoutier/ lat. ^lonaüsriuw wajuz, eine von dein heiligenMartina gestiffkete Benedictiner-Abtey, in der Frantzösischen land,schafft Touraine , gantz nahe bey der Haupt-stadt Tours, jenseit derLoire , gelegen. Sie wird wegen ihrer lustige» 6mzc,oa, vortrefli«
chen qedäude, und grossen einkünfften unter die vornehmsten undreichsten in gantz Franckreich gezählet. Doch sind die reichthumedes klosters dieser zeit zimlich eingegangen, dergestalt daß das anse-hen desselben anjetzo mehr in denen vielen geistlichen Pfründen,wel-che es noch von alters her zu vergeben hat, als in anderem bestehen.Die zahl der Münche, weiche daselbst auf eine sehr bequeme art le-ben, erstreckt sich auf 67. Unter den vielen kostbaren reimen, wel-che sich daselbst befinden, zeigt man absonderlich eine kleine flaschemit öl, welche ein enge! dem heiligen Markino gebracht haben soll,um ihn an einem gefährlichen fall zu cur,ien. Dieses öl wird anHeiligkeit dem ;n Rbeims fast gleich geschätzt; dannenhero es auchin ermangelimg des letzter,, an. >894 bey der zu Chartres vorge-nommenen jaldulig und kronüng des Königs Heiiricl IV ge-
braucht innerLr.QLÜise x». 29z.
ce com. Z. ^
'Marne / ist ein ansehnlicher fluß in Franckreich in der provintzChampagne, so von den Lateinern gen-nnet wird. Er,ent-springet nahe bey Langres,an einem orte, so u helstnaM
durch besagte stadt nach Rv!andpvnk,Chaumvnt, Jsmville, 8. Di-zier, Vilri, Chalori, Evernaw Dormans, Eha ean Tblerry, Fersio , Joua e, Meaur und Lagni zu,und vermischt sich endlich bey oerbrücke zu Charenron über Paris mit der Seme, nachdem er dieVannon, i. Mousche, Soize, und viel andere flusse mehr zu flch
genommen hat. ^ .
Marnir/ (Johann von) Baron von Potcs, hat sich durch einmerck UNier deM tikel; reioi>ni»,>s f'ollciqucs, oder maximn« c«r,bekannt gemacht. Es ist solches zu Brüssel an. -612 in 4 gedrucktmorden, und hält viel feine fachen in »ich.
kander, in Brüssel an. r^;8 gevoyren, we-wre vc« ,c,nerlands-leute wider die Dpanische ,n-,u,Nrio-> siyr befördern half,auch an. izüs die warte des dawider geschlossenen dündmsses denGrossen von dermißvergnügten parthey in die ftder Izzg
die stadt Antwerpen von dem Hertzog von Parma belagert warb,führte er darinnen das oberste comma-W», und nachdem endlich an.r;8; die Übergabe erfolgte,mvieß er in einer absonderlichen schlifft,daß er in solcher kvnüwnseiner Pflicht ein genügen gethan. Er hielt
es beständig und eifrig mit dem Hause Oralsten, half auch zwischenhes " < a- >- c>„l«^n,n. lind dem Chur-
fürsten ^
verrichtete viel gesandschafftcn--,
Mitten unter seinen überhäufflen geschafften schrieb er allezeit et-was, weil er eine besondere liebe zu der bibel trug, sitzte ex den He-bräischen Psalter aus dem Hebräischen, als welcher spraach er wohlerfahren war, in das Niederländische. Fieng auch an die gantzebibel also zu übersetzen: wurde aber an volibringung dieses wercks
D dd a durch