Band 
Dritter Theil
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Zy6 mar

Lurch den tob an. r?y 8 da er eben zu Leyden daran arbeitete ver-hindert. Wider die katholische hat er in Niederländischer spraachein buch geschrieben- welches er den bienen-korb tituliret,und dar-innen ersowol von vielen aberglauben des Pabstlhums - als unge-reimten und lächerlichen lehren- Meinungen und ^mn-rioi-en, mwelche mehrere Papistische lehrere gefallen sind,bandelt- sodann einanders vom Heil. Abendmahl, darinnen sich viele geschickstchkeilund lesung der kirchen-väter blicken läßt- sonsten hal man auch von

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rinos, und viel kleine fachen mehr. «r-e» ex. 6 - r«K. LeiZ.

tkesrr. *

Mars/ lat. kelsccum, ist der Name einer kleinen stadt, thals undMarggrafschafft oder Grafschaffl in Italien , so dem Hertzog vonSavoyen gehöret, an der Genuesischen küste liget, und mit demHertzogthum Oneglia vereiniget ist.

Mars/ (P. Virgilius) ( sihe Virgilius.)

Mars/ (Andreas) einJtaliänischer Poet,war von Brescia -vderwie andere wollen, aus dem Friaul gebürtig. Er hatte von der na-tur eine wundersame geschicklichkeit erlanget,die nettesten verse mitgrosser geschwindtgkeitzu machen,und wurde deswegen von den ge-lehrten sehr hoch gehalten. Dessen ungeachtet ward er gar schlechtversorget,und war so unglücklich, daß als dieKayserlichen Rom an.1527 eroberten, sie ihm alle das seinige abnahmen, und ihn nochdarzu aufdas härteste tractirten. Er gieng zwar hierauf nach Ca-pua,aUwo er eine schlechte pfarre hatte; doch die begierde,so wol sei-ne bücher, als absonderlich seine verlohrne gedichte wiederum zufinden, trieb ihn nach Rom , allwo er aber an einem elenden orl fürkummer gestorben, weil ihm seine Hoffnung,das verlohrne wieder zuerlangen, fehl geschlagen. ssodi«- in eiox. c. 7-. <lc imc-

rsr. intclic, I. 2.

Marocco/ eine stadt undKönigreich in Africa,in dem «vestlichentheil der barbarey. Aus diesem Reich und dem von Fetz bestündedas Kayserthum der Cberifs, welche sich desselben unter dem ver-wände eines eifers für die Mahometanische religion bemächtigten.Eben dieses land, Fetz uemlich und Marocco , ist das alle Maurita-nia Tingitana. Beyde länder haben das mittel-meer gegen Mitter-nacht, den grossen Atlantischen Oceanum gegen abend, das gebür-ae Atlas und die sandigte wüste von Numidia gegen mittag, dasKönigreich Tremesen aber, so von den alten Mauritania Cäsareagenennet wird, gegen morgen. Marocco war die Haupt-stadt desReichs der Cherifs, welcher name so viel heist, als durchlauchtigund heilig. Nachgchends aber wurden diese 2 länder von einanderzertheilet, bis sie der König von Tafilet wieder unter ein Hauptbrachte, wie in der ic>rri->n, so von diesem lande in druck herauskommen, zu finden. Der König führet den titulancs Kaysers derBarbarei, und von Marocco, Königs von Fetz, Sutz und Tafilet,und Herrn von Dara,Gago,rc. desgleichen lässet er sich auch dengrossen Chcrifvon Mahomet , und einen Nachfolger des Hauses die-ses Propheten tituliern, uud giebt vor, daß er in gerader linie vondessen tochter Fatime absteige. In der länge erstrecket sichMaroccovom vorqedürge Noman, bis an das gebürge, wodurch es von Se-elmesse unterschieden wird, ohngefehr auf 12; meilen; und diereite von eben ietzrgedachtem vorgebürge Noman, bis an den aus-fluß des stroms Oinmirati trägt fast eben so viel aus. Dieses Kö-nigreich wird in 7 provincien, als Marocco, Sutz,Hea,Guzula ,Leides, Duccula und Hascora eingetheilet. Fetz hat einen weitgrösser« Überfluß an gcträide und Vieh, als Marocco, weil das landnicht so sandiqt ist. Heut zu tag begreifst es nicht mehr so viel insich, als vorzeiten, weil verschiedene sich dieses Kaysers bothmäßig-keit entzogen haben. Die Portugiesen haben eine vestung, Masa-gan genannt, auf der küste diese- Königreichs, 2 meilen von Aza-mos, und werden in diesem lande gefürchtet, als die Spanier undEngelländer in dem Königreich Fetz. Die stadt Marocco ligt aufeiner feinen ebene,; oder 6 meilen von dem Atlantischen gebürge,und ist mit guten mauren umgeben, so von kalck , fand, und einergewissen fetten erbe gemacht sind, welches den koth so vest macht,daß feuer daraus springet, wenn man mit einem eisen daraufschlägt. Diese maner rst «ehr hoch, und bat keinen einigen rißnoch bruch. ungeachtet die stadt öffters geplündert «vordem Manrühmet, daß sie chemal looooo einwohnec gehabt, aber heut zu tagist sie sehr ruimret. Gegen mittag ist eine vestung , welche 4000Häuser in sich begreifst. Nahe bey einem thore dieser vestung isteine prächtige Moschee so vonAbdulmuinen,dem andern König vonMarocco , aus dein Almohadischen geschlccht, erbauet, und vondesselben enckelIacobAlmansor init jaspis-und alabaster-steinen,dieer aus Spanien holen lassen, gezieret «vorden, worinnen gedachterKönig auch die thore der grossen kirche zuSevilien, als siegs-zeichensetzen, und einfgeglocken, als welche bey ihnen nicht gebräuchlichfind, umgekehrt aufhängen lassen- Desgleichen erbauete er aucheinen thun«, auf dessen spitze er 4 grosse knöpfe von purem golde ma-chen ließ,unter welchen der gröste 8 maaß körn,der andre aber 4,unddie übrigen nach propomnn in sich fassen kan. Alle zusammen we-gen 1 zoooo barbarische ducaten schwär. Das gemeine volck glaubt,daß diese knöpfe bezaubert und von geistern besessen seyn: Denn alsa. 1540 derkherifMulepHamed einen herunter nehmen,und durcheinen gewissen Juden einen andern von ertz übergölden, und an desvorigen stelle setzen lassen, stifftetcn es die pfaffen an, daß bemeldterJude hingerichtet, und dessen leichnam bey der nacht oben auf diespitze des thurns gehänget wurde, wobey sie hernach vorgaben, daßsolches durch die schutz-qeister der knöpfe geschehen wäre. Als auchgedachter Cherif um sein leben und cron gekommen, wurde diesesdem allein zugeschrieben, daß er die goldene kugel von dem thnrn

mar

herunter nehmen lassen, so daß sich nachgehends keiner von feinennachkommen dergleichen zu thun unterstünde. Nahe bey dieser Mo-schee ist ein altcoiiegmm, wsllLtLcs. daS ist,der Hammer der wissen,schafften genannt, worinue die Urologie und schwache kunst nebstden natürlichen wissenschaffteN/derArabischen spraache unddemge.satze Mahomets gelehret werden. Es ist darinnen ein saal,welchermit feiner mosaischen arbeit ausgezieret,und ein mitalabasterssm«nengepflasterter Hof, indessen mitte ein decken von einem einigensteine, welcher wol der gröste in der gantzen Barbarey seyn mag, zusehen rst. Man hat auch daselbst einen grossen gerauinen platz, orecs genannt, woselbst die öffentlichen spiele und ergetzlichkeiten ge-halten werden, gleich gegen des Königs pallast über, wie auch vielandere prächtige gebäude, so wol nach der neuen als alten art. Dieschönste Moschee in der stadt wird nachMBenJoseph,der sie erbau-en lassen,genannt. Es ist ein vortrefflich gebäude, und wird inson-derheit der tburn für den höchsten in gantz Africa gehalten. Diemauren sind 12 schuh dick und die wendel-treppe ist so weit und eben,daß; männer zu Pferde neben einander hinauf reiten köntemObenaufder spitzedestempels sind; silberne knöpfe, unter welchen dergröste 12 maaß körn fassen kan. Ihre geschicht-fchreiber berichten,daßAliBenJoseph darmit ein denckmahl eines wider dieChnfleninSvanien erhaltenen grossen sieges stifften «vollen, und setzen hinzu,daß dieses silber nur der zehende von dem ; ten theil der beute gewe-sen sey-Bey Hellem weiter kan man oben aufder spitze dieses thurnsden verg Safi, welcher 40 meilen von Marocco ligt, sehen. Nahebey der moscheeQuivir ist ein fein Co.icZiumsso mit guten einkünff-ten begabet,zu Unterhaltung unterschiedlicher?roksüorum und vielerschüler, für welche 400 kammern darinnen gebauet, so alle würff-licht gepflastert sind; desgleichen sind auch daselbst grosse fale für dielehrer, und lustige lange gallerien zum spatziergehen. Es halten sichviel Juden in Morocco auf, welche mehrentheils goldfchmiedeoder kaufleute sind, aber dem Kayfer sehr viel rnbur geben müssen,wenn sie nicht wie das vieh «vollen niedergemetzelt werden. DirChristlichen kaufleute wohnen nahe bey dein zollhause, und treibenstarcken Handel mit seiden, leinen - baumwvllen und andern Waa-ren. Das wasscr-hauß, ein sehr kostbares gebäude, ist eines vonden merckwürdigsten dingen in der gantzen stadt. Das wasser wirddurch 4°° canäle dahin gebracht, welche sehr tieff in der erde sind,und sehr «veit von mittag herkommen. Es scheinet, als ob dieseswerck von einem gewissen klugen Fürsten angegeben worden, damitiin fall einer belagerung den einwohnern das wasser nicht abge.schnitten werden könte.Die einwohner zuMaroccvsind hochmüthig,und rühmen sich daß sie Christen-feinde sind. Ihr Habit ist ein engerrock, von gefärbten tuche,nebst eincin langen «veiten rock von feinenschamelott darüber,einer scharlachen mütze, und einem kleinen lur-ban. Die weiber sind «vohl gezogen, und gehen sehr nett, habengold-nnd silberne arm-bänder nebst perlen und juwelen an den ob-ren. Sie gehen niemals aus, ausser wenn sie jemand besuchen,undin die Moschee oder auch ins bad geben, in welchem falle sie noch da-zu ihre gesichter verhüllet haben. Im übrigen haben die meisten em-«vohnerkeine gewisse örter zu ihrem auffenthall, und ist in ememje-den dorff ein ^rsbou oder Oder-Officier, dem sie folgen. IhremKönig aber sind sie so sklavisch unterworffen, daß sie sich nach dessengefallen hinrichten lassen; «vieivol sie dadurch einen geraten em-gang zu der künffcigen scligkeit, die sie in der anschauungGottesundgcniessung aller sinnlichen lüste setzen, zu erlangen hoffen. Nachdem alcoran nehmen sie die z bücher Mosis und die Psalmen an,sprechen auch keinen Christen die scligkeit ab, welcher vor der an-kunffc des Mahomets gestorben. Sie glauben Himmel und Holle,die auferstehung der todten und die gnadewwahl, oder pr-s-llmz.rion auf Türckifche art.Wen sie jemand begraben,so geben sie fleißigacht, daß der verstorbene nicht in eines andern grab möge gelegtwerden, weil sie fürchten, der deyden cörper gebeine möchten un-tereinander vermenget werden. Für diejenigen welche nachMechagcreiset, tragen sie eine sonderbare Hochachtung, so gar lassen sie diePferde, welche dabey gebraucht «vorden, keilte arbeit mehr thun.

cicieripc. -lkric. vliip, ciu roisume llc vlLroca. kell-

tiou cic «' empirc cle V-Izroc pour klr. O/on. ch-c.

Maroles/ (Michael von ) Abt von viiie io,n, war aus eineransehnlichen familie in der provintzTouraine. Sein vater ClaudiusvonMaroles ist «vegenlseiner tapfferkeit in derFrantzösif.hlstorie sehrberühmt, «vie er denn auch die wichtigsten kricgs-cllzrg-n.uiid unterandern die stelle eines Marschalls bey den armeen in Champagne,Picardie undPiemont bedienet.Dieser sein söhn aber hat sich durchseine geschicklichkeit und gelehrsamkeit bekandt gemacht. Zwar ton-te man so «vol «vegen der m-nien seines vaters, als seiner eigenen,«vie auch «vegen der gewogenheit, in welcher er bey dem Haufe vonRevers stunde, von ihm hoffen, daß er einer der vornehmsten Pak-ten in Franckreich dereinst werden würde; allein alle diese Ursachenbrachten ihn nicht höher als zu der stelle eines blossen Abts. Ergaban.1619 eine Übersetzung von demLucano heraus,und in den folgen-den jähren bis aufan.iszi, in welchem er in dem 8- iahr seines al-ters verstorben, verfertigte er eine sehr grosse anzahl von Überse-tzungen aus dem Lateinischen, darunter auch eine von der bibel,vom Römischen er-vi»rio, sodann von denen meisten LateinischenPoeten sind, welche aber fast durchgehends eben schlecht gerathen.Man verwahret »och von ihin in dem Königlichen cabmet um100000 kupfer-stücke. Sonsten batman auch von ibm feinercn, dcsaleichen eine Historie von den Grafen in Aniou, wie auchandere stücke. 4 r, lemr. L/rrLr öcs illv, tue lek

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Maronita/(Jobannes) einSyrischcr scridentessoü nacbAbra-haini Lccllellciiiis bericht zu ende des öten und ansang des 7ktN lc-