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buch für eine fälschlich angeschobene schafft halten, oder daß Lcapilel, welches man ihm zugeschickt, vonandernbinnEtworden. Der Cardinal Bona, welchem die Lateinische überUunadieses Johannis Maronita zu Rom communiclret worden iß aleächer Meinung ,n einem briefe, welchen er am 167; an k. Mabillangeschrieben. LccLeL-rss, estLloßus lcript. Orient. Ä-
rewsrgucs 5ur ie voysße cie Nonc-I.iirLN.
Maroniten/ ist der name einiger orientalischen Christen, wel-^^ und an einigen benachbarten
brtern sich aufhalten. Woher sie diesen namen führen, davon sindunterschiedene meyuungen. Einige halten dafür,daß sie von einem-ecken, der nicht weil von dem berge Libanon gelegen, namens Ma-roni«, und woselbst nachgehends ein Bischofflhum aufgerichtet, ih-ren Namen haben. Andere wollen den Ursprung dieses namensherleiten von einem Abt Marone, der zu den zeiten des Chry sostomigelebet, und den Nestorianern und Eutychianern tapfer widerstan-den,auch unter die zahl derHetligen mit aufgenommen worden,wiedessen leben Tbeodoretus in seinem buch/Ms-S-^ genannt,beschreibet. Dieser Meinung pflichtet Abraham L^-.eileM. ja diemeisten Maroniten sechsten bey, weil solches zu ihrem rühm gerei-chet. Andre aber behaupten mit grösserer Wahrscheinlichkeit, daßsie ihren namen fuhren von etnemMönch,namensMarone,welcherder Eutychianischen ketzerey zugethan war, und insonderheit es mitden Iacobiten, einer besondern art der Emychianer, hielte, wiedann die Maroniten ntzt-den Jacoditen das meiste gemein hatten,ohne daß sie zwar in Christo zwey naturen, aber nur einen willen,und eine würckuug iM-uirren, welches auch der irrthum der Mono-theleten war, in diesem stände blieben die Maroniten bis auf dasir seculum, zu welcher zeit die Lateinische kirche m Orient durch diecreutzfahrten sehr mächtig, und sechsten zu Antiochien und Ierusa-lemPatriarchen gesetzt worden,die es mit demRömischen stuhl hiel-ten, dergleichen auch nachgehends zu Constankinopel geschahe. Un-terdessen war Aimericus Patriarch zu Antiochien,weicher,alsBal -duinns IV König zu Jerusalem war,die Maroniten dahin brachte,daß sie milder Römischen kirche sichvereimgren.Diese Vereinigungschiene etwas in das stecken zu gerathen nachdem die «nacht der Eu-ropas . votentaten in Orient fiel; »achgchenvs aber demühete sichder Pabst selbige zu erneuern; wie dann um das jähr 144; derErtz-Dischoffvon Colocza in Ungarn von demPabst dahin geschickt wur-de, der auch den Metrovölitanum der Maroniten Eliam, dahinbrachte, daß er einen Priester, namens Jsaac, nach Rom schickte,weil er selbst nicht kommen konte. Von dieser zeit an haben diePäb-ste keine gelegenheit vorbey gelassen, ihre herrschafft über diese leutezu bevestigen; wie dann insonderheit im ausgang des 16 lecuii derJesuitHieronymusDandini als Päbstlicher Nuntius dahin geschicktworden, welcher auch eine beschreibung von den sitten und gebrau-chen dieses volcks hinterlassen. Es wird von ihnen berichtet, daß inihrer heutigen spraache nur noch etwas weniges von der alkenSyri-schen anzutreffen sey; welche Veränderung der stetige Umgang mitden Arabern verursachet dahero sie zum theil fast gantz Arabisch,zum theil aus der Syrischen und Arabischen vermischetist. In ih-rem öffentlichen gottesvienste, dessen form und einrichtung sie demHeil. Ephraim zuschreiben, liefet man die episteln nnd evangelienerstlich in Syrischer unönachgehends in gewöhnlicher Arabijcherspraache, daß es das volck verstehen kan, wobey die zuhörerden köpfbald auf diese bald jene feite hängen, und mit unterschiedenen be-jahungs-wörtern,die sie gantz heimlich dabey aussprechen,dekraffti-aen.daß es wahr sey was ihnen vorgelesen wirb. Sie haben einenPatriarchen,Ertz-Dischöffe und Blschöffe,unter welchen ohngefehrpfarrherrm stehen. Der Patriarch hat seinen sitz m einem klo-ster, genannt Edem Canodim, so auf einem seifen gebauet. Diemüssen von den Türcken viel leiden, und leben in so grosser armuth,daß ihre Prediger und Bisthöffe eben so wohl, als andre, mit Hand-arbeit sich ernähren müssen. Unter ihre» seiststehen können dmem-gen seyn, welche sich schon verheyrathet gehabt, als sie zu Priesterngemacht worden; denn sonst, wenn sie unverehstcht m diezen standgetreten, ist es ihnen nicht erlaubet, sich zu verheyrarhem ^in übri-gen richten sie sich in vielen stücken in ihren Urchen-gebrauchen undgewohnheiten nach der art der Griechischen und Onentalischen ür-che, ausser daß sie auch unterschiedenes von der Römischen ange-nommen , nachdem sie sich selbiger unterworffen. W«e dann desto
zu Rom gestifftet hat, darinnen einige >»nge leute Ver Maromkmvon den Jesuiten unterrichtet werden, bis sie tüchtig si^er kirchein ihrem vaterlande vorzustehen, und den Patriarchen und Blschöf-fen zu dienen, - -- >6-
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v-»^- mickioos ^poli.zl. PL». S- KMromrillsI monle lab.
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LEF Moire 6 u lckifms 6 es Qrec;. Mkor. e-clell di. T.
sec. 6 p. 4 . rkSLtrum 1'urcicuw.
Marosch oder Merisch/ ein fluß,,welcher nahebeyNeumarckauf dem Carpathischen geburge entspringet, «nb von den emwoh.«ernderseibigen gegend Szepesi und auch Krapackgenenne wird.Er länffl durch Siebenbürgen nach Welßendurgan der Lippamnoeinigen andern städten mehr zu, gehet sodann in Ungarn , und falltbey Sigetb in die Theiß. 2etüe^ äelcr. ttungLk.
Marosia oder Nawzzia/ Marggräsin zu Thuscia, war eme
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X>en^ mikdem PM JchEX zuhielte, also ließ d«e,e sich von dessen Geaen-Pabll
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Marozzta dessen stieff-bruder Hugonem, damahligen Könia «n^m-
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nehmen wslte, aber von Alberico, dem sodn derMarozzka selbst, den sie mit Adelberto, ihrem ersten gemahl,aezeu-^««L^ E verhlnderr wurde, der seine mutter Marocham qle ch^^lls daraus vmagre, und den Pabst Johannem XI, welcher ihr
der dastard, und wlglichftin natürlicher bru-
ver war, gefangen nahm. U) s) in,.xzp.
>'d- »- c) all LN. 9-8. öc in
libelio ci- xomiücibuz. iib. cLp. 6) sö
sn. 9;z- « ci. Iib. rZe koiui5 conf. lle rceno iksl. lib 6 0LS.
>57.° " u-p--L>
/ ein unmuthiges und in einer sehr fruchtbaren ge-Uud^gelegenes stadtgm in dem gebiete der Venetianischen land-
, an den grantzen der Tarviser-Marck, so mit zimli-chen starcken Mauren und mir zweyen schlössern ehemahls versehengewesen. Der name soll so viel heißen, als ^srii üskio. weil ebe-mahls der berühmte C. Marius , dsr erbauer dieses orts ,von demSyllarn dieser gegend soll seyn überwunden worden. Man sagt»daß noch heutiges taaes unter den bürgern daselbst zwey unterschie-dene tLÄ,onL5 sich befinden, welche den vormahligen Partheyen derMarmuer und Syllaner fast gleich kommen; daher auch ein ge-wisser Poet folgendes cliü,cbon darauf verfertiget r
».ckar Sc in popülo ^-iLrii öitcoräiL pkllcL»t^UL cum L^IIsnis 5«vir in urbe vitts.
Doch wie sehr auch das unwissende volck an dieser alten fabe! han-gen mag, so ist die fach dannvch falsch,weilen Marius wieder Svl-lam nicht mehr, als einmahl, und diß zwar in der stadt Rom , undalso gar weit von dein heutige» Marvstica zu fechten kommen ist.Wann also je Marvstica den namen von Mario her hat, so mußdieser zu der zeit sein lager allda geschlagen haben, als er nach Über-windung der Teutvnier, welche vvn ihme noch in Gallien geschla-gen worden, sich mit seiner armre in Italien gezogen, um auch dor-ten denenCimbrern zu wiederstehen, welche indessen, würcklich überdas Tridentimsche gedürge eingefallen waren,und die auchMariusnebst Luctatio Catulo würcklich nach Floro und anderen smbenten,nicht gar ferne von der Etsch, und also auch von Vicenza scheinetbesieget zu haben; wiewohl doch Plutarchus die gegend der schlacht,und die sogenannte c-mpos «isuci-as, wo solche geschehen, um Ver-teil gefttzet hat. Andre halten davor, daß der ort,welchen Mariuserbauet, gäntzlich zerstört, und daß das heutige Marvstica nichtweit davon durch die Herren -l-iiL Scala erbauet worden. LLs«-
^ p^ ; 7 o. Leüc. t, P. 44. ^
Müroi / (Johann) war von Caen in der Normandie , odervon einem nahe dabey gelegenen dorffe gebürtig, und an. >4;? ge-bohren. Seine auferziehnng würd gar nachläßig in acht genom-men, und ließ man ihn nicht einmalLatein lernen, wiewohl er her-nach durch eignen fleiß und beglerdc zur po-ll- diesen mattflel zimlichersetzte, und sich in der Historie und fabeln eine zimliche kanntniß zuwege brachte. Er setzte sich durch seine geschicklichkeit in der dicht-kunst bey der Printzeßin Anna von Bretagne in grosse gnade, dieihn deßwegen unterhielt und zu ihrem Hof-po-ren «nachte. Als sieKönigin in Franckreich ward, kam er mit an den Frantzösischen Hof,und muste aufibren defehlLudwig XL! in feinenkriegs-zugen wie-der Genua und Venedig begleiten. Hernach warb er Francifci lkammer-diener, und starb in dieser bestallung 1? >?. Clemens Ma-rot, von dem hernach, war sein einiger söhn. Man hat seine Fran-tzösische gedichte zusammen gedruckt. Ausser denen aber hat ernoch obvemeldte zwey züge seines Königs absonderlich IN unter-mengter ungebundener und gebundener schreib-art beschrieben,welche sowohl wegen ihrer anmuth, als historischen warheit verdie-nen gelesen zu werden« üree-«»-» r, 1. ?. >° p. >9; -zs.
Marot/ (Clemens) ein söhn des vorigen, und berühmterKrantzösischer Poet. Er war zu Cahors ohngefehr k4SS gedohren,und ward von seinem vater zur p°-6° und Latein angehalten. An-fangs war er bey einem Frantzösischen c-vLin-r 6-Mnchillegenannt nach seines vatterrs absterben aber erhielt er bey »ran-cisco I die kammer-diener-stelle, und muste dergleichen auch aufbe-fehl des Königs bey der Hertzvgin von Alen-M-m- überneh-men. Er begleitete ihren gemahl das folgende jadr nach stallen,und hatte das ««glück, daß er in dem treffen bey Pavra verwuMtund gefangen wurde. Er kam hierauf wieder loß, wurde aber m ab-Wesenheit des Königs Francifti I, welcher ^Spanien gefangen ge-halten wurde, der ketzerey verdächtig gemacht,und in em gesangnißaeworffen. Doch wurde er auch hieraus wiederum befreyek , wor»onfer sicb aus furcht aufs neuem die Hände der logmllcion zu fallen,
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