Band 
Dritter Theil
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mar

Neste-edeezettdiechre gehabt,Ertz-BischöflicherMarschallinBre-

men zu seyn; so bat es ihr schon vor vielen Keuii, gefMenMur denvmts-namen zu ftrhren,wiewol zuweilen sie sieb auch vonLacktenbruch oder von lhren Ritter-sitzen von Cronenderg bessgessanmZuerst wlrdJohann vonBachtenbruch angeführet,der an.i l Ir denLn^i°°5-brief des «öfters 8. Mariä, beyStade als zeuge mit uterschrieben. Nachgehends hat Theodoricus Marschall -M dasfahr 120z gelehrt. Balthafar, Herr auf Cronen-oder Cranenbura,Sonrte um das -ahr 1469m,id hinterließFrantz undJohannem,weh

D-S'-tztmE-lwa.

W-rLüneburgischer Amtmann zu S-einhorstdessen sdh«

Benedicr,Schwedischer Iuftitien-Rath,hat gezenget-.DeklLven und

Ludern, davon diestr die stelle eines Schwedischen La^-Raths er-halten. Vorgedachter Frantz hinterließ 2 söhne, Balthasar undFrantz den-ungern; -ener war ein vater Francisti, der an. 1646als csaom-us und ittei-ursriuZ zu Verben , wie auch «anbrach desErtzftiffts Bremen, mit tobe abgegangen.Von seinen söhnen erhielt-) Balthasar, Schwedischer Hofmarfchall, die Freyherrliche wür-de und starb ohne erben; 2) Fridrich, Schwedischer Hofgerichts-Essor, lebte noch an. 1712 und hatte ; söhne. ObgemeldterFrantz der jüngere ließ 2 söhne nach sich, i) Johann Fridrich,Dänischen geheimden Rath und Cautzler in Norwegen ; 2) Jür-gen, Präsidenten der Bremische» Rttterschafft,von dessen söhnen istCarl Gustav Schwedischer General-Lieutenant an. bey-m.xomrung der insul Rügen von den Nordischen Wirten gefangenworden, Fridrich Christian aber hat dem König in Dännemarckals General gute dieuste geleistet. ü-mm. n. 4 rg.x.

Lob, cdron. sllellp. p. z. LkoL,- rkc-tr. kre^b.

Sci-i-Fei lls cella veceri. Äi/ert, slinsa.rake!. cliesrr. nob-

Lrem.

Marschland / ist ein gewisser strich landes in der Engelländi»schen Grasschafft Norfolk,nahe dcyLyn Negis aufder andern feitedes flusses Ome, sogenannt von dem Moraste. Der Hoden ist sehrfett, und hat viel Nahrung für das Vieh, aber Mangel an frischemWasser, und ist den Überschwemmungen der see unterworffen.

fei llelic. cie ia gcancic Lrekggne.

Marseille / Marstlieit/ r^sGlir, eine grosse und schöne Han-dels-stadt in Franckreich an der küste von Provence , nebst einemsichern Hafen, welcher mit 2 citadellen versehen ist, und einem Biß-thun-, welches unter das Ertz - Bißthum zu Arles gehört. Siewird in 4 quartiere eingetheilet, deren jedes seinen Hauptmannund eigne beamte, auch eine besondere Haupt-kirche bat,nebst einemBischöflichen sitz. Diese stadt war vorzeiten so mächtig, auch we-gen ihres regimencs,erhaltener sieg und schulen dermassen berühmt,daß die Römer ein bündniß mit ihr machten, und ihr verschiedeneprivileZis ertheilten. Von wem diese stadt eigentlich ihren Ursprunghabe, darüber können sich die Historien - schreider nicht vergleichen,ob sie wohl alle davor halten, daß sie ihre gcünduna den Phocensernzu dancken habe; denn man glaubt, daß diese Asiatische Griechenzu r verschiedenen malen in Provence gekommen, nemlich das erstemal ungefähr L «,.164,da sie den gründ zn dieser stadt gelegt,woraufnach jähren eine andere dahin kommende coiowe von ihnen sel-bige überaus sehr erweitert und ausgezieret hat. Einige setzen hin-zu, daß diese Asiatische kauffleute Griechen gewesen, und daß sie beyihrer ankunfft in dis land von Nano, dem König des Ligurischen Gallien , freundlich aufgenommen worden, dessen tochter Gyvtis,sonst Petta genannt, weil es ihr, trafst der landes« gejätze, frey ge-standen, einen gemahl auszusuchen, ihr Hertz dißfalls aufben Ober-sten der Griechen Enrenum,gerichtet, und ihn darzu erwählet, wel-ches sie ihm, wie einige berichten, durch schenckung eines blumen-krantzes, oder wie andere wollen, durch barreichung einiges wassers zum waschen, oder wie noch andere vorgeben, durch prs-lenr,-rung ihres bechers, woraus sie zu rrincken pflegen, zu verstehen ge-geben.Aus diestrehe soll Protis, das Haupt der zn Marseille sehr be-rühmten Protidischen familte, gebühren seyn. Wtt nun Euxenussich zu diestr heyrath willig verstanden, also solle er seiner neuengemahlin namen Petta in den Griechischen Arisiorena verwandelthaben. So wird der erste Ursprung der stadt Marseille m einemstuck des buchs Aristotelis ll-^pui'i. erzählet, welches uns Athe-näus erhalten, und hat es noch ferner Timäus, Vene MarcianllsHeraclevta cinret, mit ausdrücklichen Worten bestätiget. Es werdzwar noch eine andre erzeblung vorgebracht,von einer grossen men-ge Phocensern, welche, als ihre statt unter CyriM-erung vonHar-pagv erobert worden, um sich nicht dem verkamen weh der Perierzu unterwerffen, sich in Gallien solle begeben, und allda Massmamgebauet haben. Nun hat dieselbe in der that keine altere urheberc,als Jsvcratem,nnd nach solchem Hyginum,laut einem zeugnuß des

A. Gellst, welchen ferner die neuere Scribenren gefolget. Allein da

wenigst Herodotus, und gleich nach solchem auch Anttochus, derwol-ahr vor Christi geburt die älteste gesthrchten Italiens be-schrieben, und von dem Strabo das,so die fluchtigen Phocenser an-gehet, seinen büchern einverleibet hat, st viel klar anzeigen, daßdiese sich erstlich in Corsica, nachmals in Italien um Velta gesetzt;so ist gar nicht unglänblich, daß auch mehrere davon zu ihrenlands'Ieuten sich in das kurtz vorher angebaute Massckam werdenbegeben haben, um st viel eher, als sie ««gemeine muhe gehabt, sichanderwärts niederzulassen, und nicht ohne grossen Verlust mw Cor-sica weggejagt worden. D>s wäre also die andere Pdvcenische co^lonie, st nach Marseille kommen. Diese einwohner machten i-yrgute gesätze, stissteten unterschiedliche tempel, und eine decuhniteLcssswl«, brachten die fünfte und a»nut«Kuren in guten stand,unv

mar 4vl

schmbm, w°°»»

s ^"?e!vecier Überwunden / hätte man in chrem aaerdes ausgezogenen volcks mit Griechischen buchLen aui^gesunden, wobey dann niemand änderst glauben wird.dlest buchstaben und schreib-arteden vurch die Nissllicnser^. le gegendcn scye gebracht worden.AIs sie sich durch die"" Ligunsches da in der nahe wovnendes volckstart bedränaec kan!denssuchten sie hulffbey denRömern,welche dabey gelegenheitnab-mit hulff einer st mächtigen mitten in solchemland ttgenden stadt zu bekriegen, wie dann Cicero zu sonderbaremMassilia anziehet, daß die Römische feldcherrmnieüber die Gallier trilimphrret, ohne daß auch diese an der ehre desgehabt; und die Römer insgemein bekennen, daßsie niemals treuere und großmüthigere freunde gehabt, als sie. SieAaw' auch sehr mächtig, gestatt sie Wers mit den Galliern, Liau-W" Ad andern nationen krieg führten, unterschiedliche städte,alsättce, Antibe, Ayde, rc. baueten, und coion-cn anrichteicn. Nur indem bürgerlichen krieg zwischen Cäsare und Pompejo, da sich siestadt zu folg denen schluffen des Raths zu Rom wider den ersten er-klarcl, ward sie durch eine scharffe belagerung endlich bezwungen,und ausS härteste tractirk, ja würckiich im trmmph vorgetragen,w" den folgenden zeiten müssen sich auch die sirten dieser stadt ge-

aufgar die Gmchstche spraach vergessen haben, da Agarhias ausdem zten Kcui» schreibt; nunmehr wäre die vormal'Griechischestadt barbarisch worden. Bey dem zerfall des Römischen Reichs käme Massstia erstlich unter die West - Gothischen Könige Euricumund dessen söhn Maricum; bald aber, nach Alarici tod unter Theo«,doricum den König der ost-Gothen.Dieses nachfvlgere musten sel-bige an die Fränckischm Könige des ersten stamms überlassen, vonwelchen sie auch auf die Cariovinger kommen ist, nur baß sich znden zeiten Eneoli Äkartelli ein gewisser Dax ^äurontius emvöret/und dieSaracenen zn hülffgernssen,aver danvch letztlich die stadt zuverlassen,und sich mit diesen seinen Heistern übers meer zu reiten ge-zwungen wurde. In denen theiln,,gen,welche die »achkomenschafftCaroii N. unternommen, fiel Marseille zum Arelatensischen, undwie es auch offl gcnennet wird,zum BurgundischenReich.Ader wiedadurch die Fränckische macht sehr geschwächt ward,so wäre es de-nen Saracenen desto leichter, die küssen vonProvence, und nament-lich Massliam einzunehmen und zu verwüsten, welches dann baldnach an-ang des lo iecull unter Lndovici Cöci regierung geschahe.Doch nach einiger zeit fiengen sich dieseldige wieder an zu erhoblen,und wurden kiöjrere und kirchen von neuem zu stand gebracht, son«deriich durch Vorschub des Burgundischen Königs Conradi p»ci6ci.da sich vorher die geistlichkrtt der stadt,ausserhalb enthalten müssen,und so lang das kioster von 8. Andr- in der c-margue besetz! hatte,welches der Ertz-Bischosszu Arles Manasses dem damaligenMas-stliensischen DilchvffDrogoni aus erbarmen eingegeben hatte.Ebenum diese zeit gegen ende des 10 l-cul, findet man-cumre- vonMar-seille, welche ohne zweiftl Qou vemsu-i der stadt gewesen; die aberbald den höchsten gemalt an sich gerissen, sich vi«-Grafen vonGvt-tes gnade genennet, obschon mit erkennung der Kayserlichen höh»heit,die aber von ihnen wegen der weiten entfernung schlechtlich ge-nug geförchtet ward. Jedoch wie dis hiebey etwas besonders, daßdiese vicvmresihren habenden gemalt immer unter alle ihre habendeerden vertheilte», so bekäme dadurch die stadt gelegenheit, eine«theil davon nach dem andern an sich zu handeln,bis sie endlich durchdiests Mittel die völlige louvcrLimmt erhielten, nur einige rechteausgenommen, so die Bischöffe an sich gebracht. Allein diese ober-herrlichkcit und freyes regiiwnt einer solchen stadt wäre den be-nachbarten Grasen von Provence ein dorn in den äugen. Daherschon Carl von Amou,dcsLudovici 1 X oder 8ancc, brnder.au. -r;i,als sie kaum die letzten rechte an sich erkaufft, selbige schon zwange,ihm einige unterwerffung zu erzeigen, und seine befehlshabere mihre stadt zu nehmen. Und als hierauf das erfolgt, was der Grafallem ansehen vorgesehen, ja gewünscht hatte,daßdie bürgere ihrenWiderwillen gegen diese bediente und seine eigne pmon durch ver-schiedene Ausgelassenheiten bewiese,«so ließ er sie durch die Rlchterezu Air, als verletzere seiner Fürstlichen hobest, und ihre stadt derGrafschafftPrövence zur straff verfallen, erklären; worauf -ich auchdie stadt in erwegung des Grafen macht bequemen mußte, und die-ser die noch bis dahin in dem Bißthum gebliebene Vorrechte vernut-telst eines tausches an sich brachte. Nur rchietteMarseUe,daß sieein besonderer stand verbleiben, und der Grasschafft nicht möchteeinverleibet werden. Sie suchte zwar bald hernach an. 1262 diesesneue loch wieder abzuschütteln, wurde aber bezwungen, und ihremtterwttffWg nur mA bevestigct. Doch baden st- «och immergrosse Vorrechte, und ein ziemliches ansthen elner srenen stadt so wolunttk denen nlten Genfen von Pwvenee,alö Nüchmtü untevden-niqen iu Franckreich, an welche sie an. 148- nach adgang derGra«fcn samt dem übriaen Provence gefallen ist, Abasten, und beydenicht änderst als besonder-Oberherten ihrer stadt ohue ewige ab-

von der vrovinö erkannt; wie sie dann auch ihre aussla-gen dem König absonderlich bezahlen/ »ndbißfallsden von Brovenee in nichts eintrctten, auch bey dem aiissbokt de.» soamanntenEund^haben

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