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begab sich selbst diestr angemaßten ehre, und starb bald darauf fürgrosser bekummermß. Nach drc,em ward auf dem gedachtenMo der Cardinal Otto Columna von den Cardinälen undemmmandern aus den vornehmsten n-ci-men dazu verordneten aeistlickenversöhnen erwählet. Solches geschahe an. 1417 an dem laaeMartini, bahero er auch den „amen Martini annahm. Er wirdwegen der sonderbaren kiugheit, die er in seiner regieruna verfvürenlassen, geruhmtt, und ist nicht zu leugnen, daß er selbst auf demtÄaciiio zu Conuitz die vorhabende reform-mon der cleriien lindRömischen Hofes gar künstlich zu hintertreiben wüste rndem erdem Kayser vorstellte, baß jetzo keine bequeme zeit dazu wäre , diefache wäre von grosser Wichtigkeit, und vieler gefahrunterworffen,dabey man sich also wohl zu bedencken. Sonsten verursachte ihmder Pabst Benedrctus XIII einige unruhe. Denn ob er gleich vondem zu Costnitz abgesttzet war, wolle er sich doch nicht soleicht -ccommociiren, als der Pabst Johannes that. Denn er hieltsich zu Peniscola in Caralonien auf, woselbst er von Alphonso, demKönige in Aragonien , beschützet wurde. Dieser Alphonsus warvon demPabst gar sehr vLnMret, indem er Ludovico von Änjou dentitlii und die invekicur des Königreichs Neapolis gegeben hatte.Dannenhero auch, als der Pabst das Concilium zu Siena hieltschickte Alphon sus einen Gesandten dahin, der sich auf das äusserstebemühete, es dahin zu bringen, daß inanBmedictum wiederum füreinen rechtmäßigen Pabst erkennen möchte. Nun starb zwar zurselbigen zeit an. 1424 Benedictus; allein aufanstifften des KönigsAlphonst erwadlten die zwey Cardinäle, die er bey sich gehabt,Aegtdium lle Million, einen c-nonicum zu Barcelona, zum Pabst ,der den namen Clementis VHI annahm, und auch alsbald sich un-terstund, Cardinäle zu crelren, aber von dem conc.iio zu Siena ver-dammet wurde. Auch verglich sich endlich der PabstMarlinus mitdem Könige Alphonso, worauf Clemens an. 1429 sich freywilligdieses tiluls begab,und mit dem Bischoffthum vonMayorca zufrie-den war. Was aber Johannem anlanget, der durch hülffe CosmiMedices wieder aus seinem gcfängmß, darein er auf befehl desconciii, zu Costnitz war geleqet, befreyet wurde, lubmittirte sich der-selbe dem Pabst Martins freywillig, dadero auch derselbe ihn garwohl empfieng, und zum Occ»nr> des Cardinals-coiiezu machte.Sonsten bemühete sich auch dieser Pabst, die vereimgungder Latei-nischen und Griechischen kirche zu befördern, darinnen er doch sei-nen endzweck nicht erhielt, so wenig als er die Hußiten unterdrückenoder zum gehorsam bringen konte, ob er gleich alle Fürsten undStände in Teiitschland mit ernst ermähnet, die wassert wieder siezu ergreiffcn. In Italien machte er sich lehr beliebt,indem er durchbeylegung der strettigkeilen unter den Italiänischen Fürsten denfrieden wieder hervor brachte, wie er denn auch die Wohlfahrt, er-haltung und Verbesserung der stadtRom ihm äusserst angelegen seyndeß, und also starb er mit grossem rühm bey der Römischen kircheden roten febr. an. 14; 1, in weichem jähre nachgehends das conci.lium zu Basel anqieng, welches er vorhero bey aufhebung des Con-cil« zu Siena bestimmet hatte. in viris k>»mif. Kom, jMoLr
in kibl. konrif. LÄZ Loncilii cüonll-inrincnlls sk ktsrmLnno von äerki^rc cllikg. LLal-rr«. Lnns!» eccles LerÄeFFee.
still. kapLtus, öcc.
Lönige von AragonLen und Gicilien.
Martinus/König von Aragonien . Sein vatter war PetrusIV,mlldcm zunamen Ceremoniösus, welcher an. i;87, mit tobeabgieng und seine mutter Eleonora, eine tochter Petri, Königs vonSicilien. Sein älterer brudcr Johannes, a-ccedirte in dem Reich.Er aber hcyrathete an. i;72MariamcieLuna, des Grafen DonLove lle Luna eintzige tochter, und bekam mit ihr die HerrschafftLuna und Segorve. Über dieses gab ihm sein vatter die BaronieErerica, mit dem titul einer Grafschafft, und machte ihn zum con-n-üLk!«- des Reichs, auch ward er nachgehends zum Hertzoge vonMonblanc erklärt. Sein söhn gleiches namens vermählte sich an.r ;8ä mit derSicilianischen Erb-Königin Maria, worauf er selbstsie beyde in dieses Königreich begleitete,und ihnen solches behauptenhalff. An. 1 z 9 5 starb sein älterer bruder, Johannes, ohne männ-liche erben, dannenhero er demselben aufdem Aragonischen throne
nachfolgte, ungeachtet seines vorfahren tochterJohanna, vermahlte
Gräfin von Foir, ihin anfangs darinnen vorgehen wolle. SeineLegierung war gar friedlich. Allein er erlebte das Unglück , daß ob-gemeldeten seines eintzigen sohns eintziger Printz Fridericus, an.1400, dessen imittey Maria, an. 1401, und dessen vatter, der lun-gere Martinus , an. 1409 dieses zeitlichegestgneten. Wiewohl nunsolchergestalt der Aragonische König, Martinus, auch das König-reich Sicilien erhielt, so sahe er sich doch ohne lcibes-erben,ohne ge-rnahlin, und theils wegen seines alters, theils aber wegen seiner un-gemeinen dicke, fast ohne Hoffnung , einige x-ollclikLc zu erlangen.Indessen ließ er sich dennoch überreden, mit einer aus deinKom-glichcn Aragonischen Hause entsprossenen jungen vsme. DonnaMargarethe», Gräfin von Prades , sich zum andernmalan. 1409den i7ten sept. zu vermählen. Allein die vergeoliche bemuhungen,so er anwendete, seinen zweck zu erreichen, beschleunigten seinen tod,welcher in dem kloster Valdonzellas bey Barcellona, den letztenway an. 1410 erfolgte, und zwar in währendem lachen, welchesdurch eine kurtzweiligerede seines Hof-narren, Borra, veruhrsacht
worden. Ma ' ..
ten luccedirke
cilien, seiner _____ .
stillen. Kill. lle LkpsnnL. kill lle > kyosßne.
Martinus / der jüngere/ König von Sicilien . Sem groß«vatter war Petrus IV) König von Aragonicn, mit dem beynamenCeremoniosus, seine groß»mutter Eleonora, eme tochter Pem,
inar 40^
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tochter. Er,heyrathele an. l; 86 Mariam, eine wcbtek und crön-erbm des Königs Friberici von Sicilien /durchlen tchwrerrgkeucn uch in den ruhigen besitz diesesKönigreichs setzte.An..i;s; dcn - 7 ten nov. ward ihm ein söhn qcbohren' w mmetliche Petrum, die meisten aber Fridericum nennen. Allein der«^ und das folgende jähr den röten may starb
Mutter, die Königin Maria , zu Catanea. An. 1402 ver-mahlle sich Martinus zum andern,nal mit Bianca , der dritteltochter des Königs Caroli III von Navarra , mit welcher er einensöhn zeugte, der ader bald wieder stärk). An. 140^ im avnl that eeeine reffe zu seinem vatter nach Barcellona. Allein den nächst-,sl,genden sten aua. mnste er von bannen wieder in scinKönigreich zu-rück reifen, weil Don Bernarbo lle Cabrera unterdessen einige ver»Wirkung da,elbft erweckt. An. 1409 erhielt er einen wichtigen siegwieder Brancaleonem Doria und Aimericum, vicc Grafen vonNarbonne, welche in Sardinien einen ausstand erregt hatten. Ersiel aber bleibst in eine kranckheit, und weil er mit einem Sardini-schen frauen.zimmer, ehe er noch seine vorigegesundheit wieder er-langt, sich allzustarck angriff,so starb er noch dasselbe fahr zuCagliari,,n der Haupt-stadt des letzt-gedachttn Königreichs, den 2;ten jul. inder besten blute seines alters , und ward in der Haupt-kirche alldabegraben, woraufihm sein vatter in demKönigreich Sicilien Mcce-dirte. Er hinterließ von zwey Sicilianischen weibs-bildernzweynatürliche kinder, nemlich von einer, namens Theresia, einen söhnFridericum, welcher den titul eines Grafen von Luna führte, undendlich wegen vielfältiger unruhe, so er in Castiifen gestifftet, an.i 4 ? 4 zu M-dinallci Campostn verhafft genommen ward,wori»nener auch gestorben; hiernächst von einer, namens Agathusa, einetochter Violantam, welche sich nachmahls an den Grafen vonNiebla vcrheyrathet. Kill. lle Lss-mn, 1. >8, ,9. r,. 2«»,»
l. !0.c. 7^.. L-rre/. i. 9. c. 7.
Andere berühmte Leuthe.
8. Martinus, Bischofs zu Tours in dem 4ten llculo, war vongeburt ein Ungar aus Güntz, lat. eines solbaten söhn, undanfänglich selbst ein soibat, ließ sich tauffen, ukd führte in einemso gefährlichen stände, dennoch ein unschuldiges und stilles leben,daß man ihn mehr vor einen Mönch, als vor einen solbaten hallenkunle. Nachgehends sonderte er sich von der weit ab, und erlangtealle lugenden, die an einem Bischofs erfordert w erben. Der heiligeHilarius von Poitiers nahm in mit nach Franckretch,und both »hmeinen kirchen-diensi an, den er aber unter dem verwände, GOttdesto besser zu dienen ausschlug; doch willigte er endlich darein,daßer ihn zum -xor-isten und leser machte, welche eine der geringstenbedienungen war. Unter diesem grossen lehr-meister nahm er in dergottseligkeit sehr zu. Nachgehends wurde er wieder seinen willenzum Bischofs von Tours erwählet, welche wähl der Christlichen kirche und sonderlich Franckreich sehr nützlich und rühmlich war.Sein eyffer vor die fortsetzung des alaubens und ausrottung berabqötterry war ungemein groß. Wodurch er sich dann bey denallen Galliern in sonderbare Hochachtung gesetzt, so daß sie auch vonseinem tobe ihre jähre zählten. Er starb zuCande an einem sonntagdes morgens frühe den uten nov. an. 400,404 oder 402. Gleich,wie er aber eines sehr stillen gemüths war,also kirnte er niemahls indie Verfolgung derketzer willigen, und eben daher,gleichwie auch umanderer Ursachen willen, mustc er viel von der clerisey erdulden.Das Ertz-stiffk Mayntz hat ihn von seinem ersten ursvrungan zumpatron erwählet. Woher es hernach gekommen, daß im Mayntzi«scheu und dem Stifft Würtzburg, welches jedesmal unter Mayntzgestanden, so viele Martins.kirchen erbauet worden, und noch anzu-treffen seyn. So hat man auch diesem Heiligen jährlich ein beson,deres fest zu ehren gehalten, an welchem die geistlichen etwas reich-licher als sonsten speiseten, wozu die layen ihnen gänse und hünerzutrugen , auch wohl garsolche jährlich von ihren ligenben gutemm zinstn verschrieben. Daher die Martms-ganse und Martins-büner ihren Ursprung genommen. Sonst hat man von ihm eine
prolllllonem llllei, bietn denb>bkork-cis psrrum zu befinden. Ere«
aorius Turonensis, Sulpitius Severus , Fortunatns undande«re aedencken seiner mit grossem rühm, und lnionderheit SulpikiusSeverus, welcher sein schüler war, und sein leben umständlichbeschrieben ha-t. ck,o.-,. «'Urrrb. kuöcvv. x. 41-.
in lliüi lls L. Martina. ^
Martinus von Eremona, gebürtig aus der berühmten Bono«nifchen familie Gosia, ( die aber durch die Gibelllmscheaus ihrem vaterlande war verjaget worden,) ein von ^rne--rioundberühmterRechts-gelehrterzuDonommin bem >2 ^u-In einer von den vier vrokellonkus, bey denen sich Kayser Fridrich
der vothhärtiae raths und rechts erbohlte, wie weit uch die ge-malt des Kavssrs in Italien erstrecke. Er stand bey dem Kay,erÄonderll^ er dessen rechte nach Möglichkeit ver,
fochtt und^ dagegen er wegen vieler neuen meynun-
acn den Dulaarum und sonderlich den Azonem zum feinde hatte,gen ven u> , ,)j,pu»rioa. IN der er dem Azo
überlmen Mveftn vo bettn grimmigen gegner, mit den schlüs-K N ^Li zu tobe geschlagen worden. ,e§.
insaemein Polonus zugenannt, war ein Domi-
imd mäbstlicher deicht-vater und Er hat
mnamm^und Mrd von einigen Martinus Scotus,