Band 
Dritter Theil
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War, noch auch unterschriebe, dannoch in seine vorige stelle wiedereingesetzt; wmvol er iedoch drese als ihm von einigen des eg^Edruß gemacht werden wollte, nach etwas zeit ablegte,unddmAnrado Peüicano zu 5 uscs 6 ,ren den deruffnach Zürch um so viel lieberannahm. An. i;6r wohnte er der co^snex zu Poiss» ben, a,i^

lingerum in den druck heraus gehen lassen, eine antwort zu vertrü-gen, starb er an. i;6r. Seine schrifften sind: -xgollcio c/mkoii sp»,

ttolic,; 6s SLNS oomim qus-lkicmes; commcnrsriux in I Lorinrk. . inkpillol. a6 Low.; 6efenlio 6c-ÄnnN veieris L spoikoli« 6e fscrö isn-

Äo Lucb-rilki« lsersmento sfiverlus 8tepllgni litzrua,; 6s c^Iibsku 6-

vons wonEicis; ösksnlw conrrs «.ick. 5mird«i libraz; commencsr inlibrun, ju6,sum; -lislogus ccrmrs Lrencii librum 6s unione psrlonzli6usruw nsmrsrum in clirilko. vekenbo g6vc>5us 6sr6inerum 6s 8coen». Senrenris 6e pr«5enkia Corpsris Qiriiri in Luck. pronoilcs incollog. kolliLccoo; 6e >ib. srbirno ; l.oci Lommunes; Lcunmsm. in0-n-ün, in L. II. L-muells in l.gm., in x,. ksgum, contelliy 6- 83.

cosns exliilnkL 8snst. Akzent, und andere, die er unvollkommen bin»

terlassen. vit. ckeol. «SI-NI. in biik. tu, tsmp.

»66it. sux c!o§. r. r öe6s vics obirnü^rrt. - Ao,-ttelvcr. Lircb§sicl,. ( sitze (HchittUS.) * '

Märtyrer/ (vondemGriechischen Wort oderein zeuge) werdm in der Christlichen kirche eigentlich diejenige ge-nennet, welche um das Zeugniß Christi, oder um des wahren glau-bens willen, den tod gelitten. Die ersten Christen sollen mit gros-sem fleiß.aufgezeichnet haben,was mit ihren mitbrüdern, die wegendes namens Jesu auf solche art verfolgt worden, sich zugetragen.Allein die länge der zeit,und zuförderst die dißfalls angewendete be-mühung der Verfolger, hat zu wege gebracht,daß von solchenMartyrnm überaus wenig auf die polksi-lrätgekommen.Um solchenVerlust einigermassen zu ersetzen,sind unterschiedene andächtige Per-sonen beflissen gewesen, dasjenige, was die ti-s6icw« dißfalls auf siegebracht, zusammen zutragen. Unter andern hat Eusebius in Grie-chischer spraach einmsrc^-ologium verfertigt,das ist einen csrLiogumder Märtyrer, wormnen eines jedweden name, nebst dem orc undder zeit seines todes zu befinden. 8-Hieronymus hat es in die Latei-nische spraach übersetzt; allein beydes ist verjähren gegangen. Dasmsttyroiogium, so man dem Deda zueignet, ist an vielen orten ver-dächtig, und enthalt die namen etlicher Personen, so erst nach seinerzeit gelebt. In dem y lecuio sind viel ms«; miogis zum Vorschein ge-kommen zum erempel Flvri, 8ub6iLconi zu Lion, welcher zwar ei-gentlich nur luppiirt,was in dem nächst vorhergehenden gefehlt,fer-ner Wänbe!berti,einesMönchs ausderTrierischen 6>«cs;,Usuardi,eines Frantzösischen Mönchs, (welches aufbefehi Caroli Calvi ge-schrieben ist,und in derRömischen kirche ordentlich gebrauchtwird.)Adonis,Ertz-Bischoffs vonVienne,undNotkeri,Abts von8.Gallcn.Dieses sind die älteste und berühmteste msrcyrviozis; wiewo! Bkck,ein Teutscher,gleichfalls eines heraus gegeben, so er aus dem 7 Hc.zu seyn behauptet, und zwar unter andern auch darum, weil manauseinen jedweden tag gar wenig Heilige undMarlyrer angezeich»nel fände. In den neuern zeiten hat Daronius ein msrryruioZmmkiomsnum geschrieben- Dodwell hat in einer absonderlichen 6ille»rrrion, barzuthun sich bemühet,daß die zahl derjenigen, so unter denRömischenKaysern deaMartyrer-tod ausgestanden,sehr mittelmäf-sig sty, daß die kirchen-väter derer gar wenig erwehnten, und daßwenn man Neronem undDomitianum ausnäbme, die übrige heyd-nische Regenten gar nicht viel Christen um ihres glaubens willenhatten hinrichten lassen, auch sonderlich die meiste Verfolgungennicht eben durch das gantze Römische Reich , sondern nur in gewis-sen provintzen gewütet. Hingegen der Papebrock in/einen s/kisL»nÄo-um. ingleichen der ?. Ruinarl in seiner vorrede über dieiem»gen süen/die ihm von unwidersprechlicher surarirät zu seyn geschie.nen,und noch viel andere vertheidigen dißfals das gantze gegentheil.Doch verfahren auch diese zwey noch gar behutsam. Aber wo mananderen scrjdenten von Märtyrern, welche die fachen so genau nichtgenommen, wollte glauben zustellen, so wäre die zahl der Märtyrerbeynahe unendlich. Z. e. man rechnet 1970», welche unter SevenLegierung zugleich mit 8. Jrenäo zu Lion gelitten, ferner dre aus6666 soidaten bestehende Tbebeeische legion, die nooo ningfrauen,

;; 2000,0 unter Diocletiano dieMartyrer crone empfangen, i6°°o

Abyßinische Märtyrer u. s. w. Man pflegt auch die unichuldlgcnAnder, so Herodes ermorden lassen?, hieher zu ziehen. Der heiligeStephanus wird rroto-sis-cyr oder der ersteMartyrer genannt.Bißweilen wird der name einesMartyrers auch solchen gegebensteum der rechten lehre willen zwar nicht den todt,dennoch aber andreschwere drangsalen und Peinigungen,erduldet, §it dem unter denEhristen soviel spaltungen in glaubens-sachen ilch erhoben, ist er-was gar gemeines, daß eine jedwede secte den, welcher um solcherabsonderlichen Meinungen willen, °der in Vertheidigung derseiner parthey angemaßten rechte, etwas hartes ausstehet,mit demMartyrer-litul beehret und in eben diesem verstände braucht mansolches wort nicht selten von denTürcken und Heyden. -

Martyrius/ Bifthoffru Antiochien, ^c-öbte dem Ac^um das jähr 458 oder ;9- Lr hatte dasung!uck,d^usenerzelcPetrusFullo dieruhe der kirche zuAntiochien stotte-Deim als diestrdahin kam,vereinigte er sich mit dem Avollinarlstemunv w edersetz-ten sich daraufeinmüthig demMartyrlo,den sie beschuld ^es mit denNestorianern hielte,well er daS Ehalcedonenstscheum vertheidigte.Sie brachten es auch dahlii,daß dleserB ill lt

demKayserLeone nach Constantinov^-m.et wurde, woseb^

der BischoffGennadiuö sich fttner kräffttg annahm. Daher er von

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emer befleckten krrche/emer ungehorsamenemes widerspenstigen volcks/und behMt?mir «Ueme vorpriesterthum» Es wollen zwar einige vorgeben, Laß diesesvorherv geschehen,ehe Martyrius nach Constantinopel oernsei a!.lem es findet solches keinen gründ. Petrus Fulio mm hT ^

^ sitzte sich rn völlige poMon des Dißthums,wel,ches er doch mcht lange behielt. Denn als der Kayser von allemdiesem Nachricht bekam, ließ er Petrum ins elend verweisen, dadenn einmuthig Julianus zum Bischoff erwählet wurde. Wiewo!dennoch aufs neue Petrus gelegenheit fand,den Bischöflichen stuhlz« besteigen, wodurch sehr grosse unruhe in der AntiochischenArcheverursacht wurde. Martyrius aber starb um das jähr 274^ 7-/,-^-

Lecko»-1. 1. in brcvisr. c, ,8. I,

cin Qrisciiisdis, Ivlüncli in vics 8. ksrnsb^ spu6 8urium t. ?.l-,tto,re6el'LZ!jssI.zc.;tz.8x,.,;^ ^

Martyrius / Bischoff zu Jerusalem , lu«e 6 lrte dem Anastasio

^7, Er war aus Cappadocien gebürtig, und wie man voraie.bet.emMonch und 6>fl->k-w des Etithymü.Evagrius beschuldigt ihn,daß er es mit den Eutychianern gehalten; allein Cyrillus, der dasleben Euthymii geschrieben,hält ihn für rechtgläubig. Dahero et.liche m den gedancken stehen,daß Evagrius dem Zachariä,einem al-ten ttMonc». der aber in der Christlichen lehre nicht richtig, gar zuviel zugetrauet hätte. Mssz-iro»'. in ckron. in vics Lurk^-Mii Lc

L»bL spu6 Luriuni s6 6iem rA L 46sc. I. z c, 16.

»i«» s6 sn, 477 <Sc;8;»

tVl,^.IvssHv 0 s. 06 II 7 N, oder märtyr-buch, wird genen-net ein kirchen'duch,darinnen das leben und das leiden der Märty-rer,welche die wachest derChristl. reiigion mit ihrem rode versiegelt,beschrieben wurde.Wiewol in den ältesten msxcyrniogiir nur soister»lich die letzten Worte und reden der Märtyrer aufgezeichnet waren.Bey denGriechcn nennt? man diese bücher msnolotzis und hnsxLn,.Sie werden auch bißweilen kirchen-calenbergettennet.Denn gleich-wie die Römer die rage ihres calenders in tUlo? und nsf-llos ein-theilten, also pfleglen die alten Christen die rage ihres calenders inLikör, die sie dem andencken der Heiligen sonderlich der Märtyrergewidmet,und in n-Lllos einzutheilen,auch mit unterschiedenen fär-ben sie zu bezeichnen,«reinlich die fest-tage mit rother,uud die andernmit schwacher. Es okisrviren zwar einige der gelehrten, daß manbey den alten auch wol überhaupt alle snnsiss, msrtyroivZiL ge»nannt; jedoch ist dieses die gewöhnlichste bedeutung, daß es ein sok»ches buch anzeigt, darinnen man das andencken der Märtyrer bey-zubehalten gesucht,denen man auch andreHeiligen beygefüget-Wasnun den Ursprung dieser märtyr-bücher anlanget,wi! man vorgeben,daß derselbtaen erster Urheber Clemens,Bischoff zuRom.em -wUpukder Apostel sey, als welcher in den 7 theilen der stadt Rom eben soviel nomrlos bestellet, welche die thaten, das leidenund die bekännt-niß der Märtyrer fleißig aufzeichnen sotten. Diesem exempet sollennun viele andere gefolget seyn;auf das wenigste bat man eine grosseanzahl der msfryroioßiomm.undzwarinsokderheit derMärtyrer vie-ler stäbte und provintzen. Hierauf wil man behaupten, daß auchEusebiusjein msrryroiogium geschrieben,welchesHieronymns in sei,nem mrrryrolvZio und Gregvrms I in seinem übro callcAsnsorumsollen conürviret haben.Andere wollen nicht zweiffelwdaß nicht vordiesem in der alten kirche eine solche colisökioa des iebens der Mär-tyrer vorhanden gewesen,die noch in der berühmten Spanischen bi-bliothec m dem eikuriLl sich befinden soll, welches aber billich ver-worffen wird- Dieses ist gewiß, daß Eusebius ein buch von denMärtyrern tnPalästina geschrieben, welches MGriechischer undLa-teinischer sprachHenricusValefius dem 8buch seiner kirchen-historrehinzugefügt. Dasjenige, weiches LucasDachery,ein bekandler Be-nekctmer-Mönch, unter dem namen Hieronyint heraus gegeben,wird gleichfalls von andernnichr angenommen,als welche glauben,daß dieses fälschlich dem Hieronymo beygeleget werde,auch ist nachanmerckung der gelehrtesten noch kemesweges ausgeniacht/daßHle-ronvmus jemals ein msrc^roiaZium geschrieben,ob gleich solches vondem Beda und andern angeführet wird. Was aber des letztgemeld-ten berühmten Engelländers Beda anlanget, so ist

solches nach dem gestänvniß der gelehrten sehr corruwMt,sintemalsich solche namen der Heiligen undMartyrer darinnen befinden, dieausser streit erst nach dem Beda gelebct., Unter andern hat solchesheraus gegebenBollandus mit seinen gchulffen m ^ -

monats mart.wmr.wose,bst/e versichern,^

ardu ein FranS «W hierinnen wollen sehe»

^ »ng Äeslicht ^ lind noch viel andere

als dasm^roloZ'um^g »nu '^ 8 .MgleiÜM

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