Band 
Dritter Theil
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4io mar

Francisci, orlli'ni, ^Lltlieliorum, dillinisNkL-lieLtorum und andere;doch ist vor andern sehr berühmt das so genannte in-rtyroioglumNo-msaum,davon viel cllipurirel worden.Denn es hat dasselbe derJeiuitHeribertns Rosweidus an. i6i; zu Antwerpen heraus gegeben,und die Welt bereden wollen,es sey das rechte alte eigentliche marry-roioxium der Röm. kirche; allein es hat ihn Henricus Valeiius ineiner besondern st-ssu»«-,» widerleget, die er seinen snnutLi>on<t>usüber den Eusebium hinzugefüget, darinnen er beweiset,daß die Rö-mische kirche kein besonderes m^ryrotnZmm für denjenigen gehabt,welches man aufbefehl besPadstsSixtiV heraus gegebemundDa-roniiis mit noten erläutert hat.Zwar gestehet Valesius,daß die Rö-mische kirche , gleichwie auch andere Haupt-kirchen der Christenheitihren besondern kirchen-calender gehabt; er leugnet aber, daß diesekirchen-calender eigentlich msi-iz-roiogi» seyn, weil dieie die gantzekirche betreffe»,und auS vielen kirchen-calender» zusammen gezogensind. Er beweiset seine Meinung ferner daher, daß Uluardus in ftl-ner zuschriffrandenKönigCarolum Laivum unterschiedene m-reyro.logis erzählet,die man vor ihm gehabt,ohne des marc^ruiog,, Koms-«iMeldung zu thu»,und was Baronius im gegentheil aus demGre-gorio N. und Adone viennenll einwendet, beantwortet er gründ-lich. Sonst'.'» ist dieses msrr^oiogium 8.0INL0UM nicht allein von

dem Daroniv, sondern auch von Josephs Maria kioreonno, inglei-chen von dem Galesino, ferner von dem Philippo Labbeo und an-dern öffters heraus gegeben worden. Von Teutschland hat manauch ein sehr altes mLr^-oioxiu m,welches Matthias FridericusBe-ckius a. 1687 zu Augspurg herausgegeben, und davon einige der ge,lehrten glauben, daß es noch älter sey, als das m-rr-rviogium e-a--.Wiewol man über dieses noch einige andere msriyroiogi^ QsrmLm.c» hak,davon eines an.iözr von dem Caniste eckrt und aus demGa-lesino vermehrter «».1697 wiederum gedruckt worden: das anderehat Lucas Dachery in seinem kpiciiczio ans licht gestcllet, welchesaber mit grösserm fleiß auch mit anmerckungen erleutert von ^ose-PhoMaria rioi-enrino ist -llirt worden. Sonsten mercken die gelehr-ten Noch Überhaupt an,daß iN den msrryrologiis UNd lÄnÄorurlleine solche menge von Irrthümern und fabeln sey,auch daß sie selbsteinander so offt undvielfältig widersprechen,daß es sehr schwer sey,die wachest von den lügen darinnen zu unterscheiden. >n

prscfrr. gencr. all «. l sät. tsnät. ^soiisr. Lks/«»«- cicäs msityrum crucistikuL. llillcrt. lle lNLrrvrol. 8.c>m. Kokvvei-

«li. in rnsitzr. 6crin. c. I Ar. L/exc bibl. umverteile

k-7 p.^o^öe slibi. kclielliskln. lle libr. I.srin. eccl. p. 8; lsg.

Marvan/ des i; Calif oder Nachfolger des falschen ProphetenMahometü auch eines andernMahomcrs söhn,war Oouvcrneur jnEgypten unter besRezidel-Gelid regierung, und wurde an.748 vondem volck in Egypten und Arabien zum Calif erwählet, gleichwieHechen von denen in Syrien . Damit er seine parthey star-ken möchte, machte er einen stillstand mitdem Kayser Constan-ttno mid versprach ihm einen rrilmr von zoo güldenen besans, ;ooPferden und sclaven zu geben, wie auch alles dasjenige, wasdie Araber in Thracien besassen,in seine Hände zu lieffern,wofern erihm beystehen würde. Solchergestalt nun ward er letchtHerr überden Hechen, welchen er in dem ersten jähr seiner regierung nebst denkindern und allen anverwandten deS Hauses Gelid aus dem wegeräuinen ließ. Als er nun Herr überSyrien worden, ließ er die Mau-ren zuJerusalemundDamasco niederreissen.An.75l schickte er einemächtige armee inSpanien widerAbderamum,welcher sich nicht fürstarck genug hielt, und daher i» Africa hülffe suchte. Als aber dieAraber keine feinde in Spanien antraffen, kehrten sie ihre waffcnwider die Frantzosen,giengen über die Pyreuäischen gebürge, undstrafften durch die gantze landschafft Narbonue, wurden aber vonPipino, Caroli Martelli söhn, wiederum heraus gejagct. Zu ebendieser zeit erneuerte Zuleimin, so von andern L-olyman, genennetwird, die secte des Ali inPersten,und ließ sich ^mir-ii-ivioceiemin,d. i.einen Kayserderkinderder seligkeit, tituliren. An.754 gewannZuleimin eine schlacht wider den Marvan, und ließ selbigem denkopffadschlagen, auch darauf alle hinrichten, welche er von dessengeschlecht finden kunte; die übrigen aber entflohen in Spanien undrn die Bardarey, aüwo sie unterschiedliche Königreiche aufrichte-ten. Dieser Marvan war ein freund der Christen, hielt viel auf ge-ehrte leute, und bewilligte, daß Theophylactus zum Patriarchenvon Antiochia gemacht werden solle. cle >.

Marvaon/oder Marvan / ist ein bevestigtes schloß in derPortugiesiichen provintz Alentejo , zwischen Portälcgre und Eastello^0 Vide odcrCastcil -ls Vide,an den gräntzen der Spanischen land-schafft Ertremadura gelegen. Es stehet zwischen bergen, welche einstück deö^iomisttsrmiHi find.A-ipo; bvmdardirteu es die rrouppenPhilippi V. Vor alters hat in dieser gegend eine grosse und ansehn-liche stadt, namens ^lsiciuvriß-i, das ist Jungfern stadt, gestanden,wovon man noch sehr viel rollen, gleichwie auch anzcjgüngen vonden ehemals allda befindlichen blcy-und filber-bergwercken,antrifft.

Lotme»«»'. llclic. rle >' Zss>. p. 79».

Marvege/ Marvejols/ eine stadt im land Gevaudan in demNiederen Languedoc, in einem lustigen thal annvasser Colange ge-legen ; sie ist zimlich wohl und lcxniLi- gebauet. L)ie hat 4 thore undbey jedem eine kirche und einen brunnen, wie auch einen schönenplatz. Es wohnen viel kaufleute darinnen, wie sie dann auch s jahr-märckte hat.

Marville/ist eine kleine stadt und herrschafft in dem Hertz og-thum Lurembonrg, zwischen Dawvillers und Virton , an dem flußOstan, nahe bey den gräntzen des Hertzogtbums Barr,gelegen. Siegehört, nebst der umligenden gegend, welche deswegen das aemein-fchafftliche land genennet wird, halb zu dem Hertzögtbum Lurem-bourgund halb zu dcmHertzogthumLothringen.Döch istin demPy»

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reneischen frieden, sd wol was davon zu Lurembonrg, als was ruBarr gehörete, völlig an Franckreich abgetretten worden. Vor al-ters hatte diese herrschafft denen Hertzvgen von Limbourg , sogleich rvlsr^uis von Arlon waren, zugehöret, welche es nachmalsmit Luxemdourg vereinigten, als Walram von Limbourg die Lu,xembourgische erdin Ermenson von Namur heyrathete, und ihrseben die herrschafften Marviüe und Arqncey zum widum de,

stimmte; massenes diese also ihrem söhn Henrico von Lurembomahinterlassen hat. Dieser aber, als er aus anderen Ursachen mit GrafTbiebald von Barr in streitigkeit und kriege verfallen, verglich sichendlich an. 1270 dergestalt mit demselben, daß er ihm wegen seineranberwerligen p^censtonen die helssie von der herrschafft Marvilleüberstehe; woraus die gemeinschasst der häuseren Lurembourq undLothringen an dieselbige erwachsen ist. ^

Marula/ ein Syrischer Bischossvon Mipharecket,hat ein mar-kyroiogium den Märtyrern zu ehren, wie auch die Historie des Ni-cänischen Lonc.ii, und eine Übersetzung von dessen -«nonll-us verfer-tiget. caral. kcript, Lbaici.

MaruUus/ cLksriu5, ein zunfftmeister des Römischen volcks,rißneben seinem Loll-Za Flavio die crone herunter,, welche einige desCäsaris bilbuisse aufgesetzt hatten, und legte diejenigen gefangen,welche denselben zuerst einen König nenneten, weswegen sie beydevon Cäsare abgesetzt wurden,welches hernach die vorncmste anspvr-ung zu Bruti conffitLrioo gab. in vil s LLlsris, *

MaruUus / ein Poet aus Calabrien, lebte in dem ;ten l-cuio,und kam nach Padua , daselbst dem Könige der Hennen,Attila,einelob-redezu halten. Nachdem aber diesem König hinterbrachtwor-den, daß dieser schmeichler nicht nur sein geschlechtvon den götternherführte,londern ihn auch selbst zu einem gott machte,befahl ersv-wol die verse,als den Poeten selbst zu verbrennen. Doch weil Alti->a befürchtete,es dörffte gar kein scribent mehr sich unterstehen, seinethaten zu be,chreiben, wenn er so hart gegen den gedachten Marul-lum verfahren würde, ließ er etwas von dieser grossen hessligkeit

Nach. QrÄWsct,«- in vic» ^kril».

MaruUus/ (Marcus) war von Spalatro in Dalmatien gebür-tig, und lebte zu ansang des l üten ieculi. Mm> Hot von ihm einencrsötLk unter dem titul: cls rcligwte vivenäi inkirmione 1.6. welcheraus dem Lateinischen in das Teutsche,Frantzö fische undSpanischeübersetzet worden. Doch ist der Frantzösischen Übersetzung nicht all-zuwol zu trauen,indem in derselben öffters «ine gantz widrige Mei-nung anzutreffen, als welche der suwr selbsteu gehabt. Denn z. e.daMarullus billiget,wenn die rechter öfters die' unwarhelt reden,umdadurch desto leichter die warheit von den angeklagten heraus zubringen;so ist der Übersetzer hiervon gantz anderer Meinung,und hatjeine eigene, ohne es zu erinnern, mit in das iverck eingerücket, dieWorte des EoriLaber ausgelassen. llilguill msglc. ,.5.

I.; kcÄ. 10. in bjiil. ö,c.

MaruUus/(MichaeITarchaniota) war von Constantinopel ge-bürtig,, verließ aber diese seine geburts-stadt, nachdem sie vonden Türcken erobert worden,und begab sich in Italien , allwo er fichunter der rcuterey unterhalten ließ. Dessen ungeachtet ließ er dasstndiren nicht fahren,sondern beflisse sich einen netten vers zu schrei-ben. Weil er auch glaubte, daß man ihn wegen der Griechischenverse nicht sonderlich hochachten würde, legte er sich mit grossemfleiß auf die Lateinische Poesie, worinnen er zimllchen rühm erlan-get. Indern er aber allzu frey von den alten Lateinischen Poetenurtheilte,zerfiel er darüber mit Florido Sabino und Politiano. Zudiesem kam noch, daß erfich zu keiner Übersetzung deren alten Grie-chischen scribenten ins Latein wollte gebrauchen lassen, ohngeachtetdieses der weg war, woraufdie gelehrten selbiger zeit ihren rühm er-langet. Endlich als er mit seinem pferde über einen kleinen flußm-ten wolle, kam dieses in einen Wirbel, und als er es mit seinen sper-ren forttreiben wolle, fiel es übern hauffen, da denn Marulli fußunter des Pferdes bauch kam, worüber er ersauffen muste, welchesan. i;oo geschehen. Vielleicht hat eben dadurch die göttliche Vorse-hung,als welche er geleugnet, eine probe von ihrer warheit ablegenwollen. Man hat von ibm 4bücher von cssgi'LmwLcibus.und ebensoviel von stymnis 1 so hat er auch eingedichtevon auferzichungderPrintzen angefangen, welches er aber nicht vollendet. Sein, wieauch seines vatcrs Philippi, und seiner ehefrau Euphrosynä, undandrer von seiner familie, cpirapiiiL. befinden sich in der kirche 5 - o°--Iiimci zu Ancona - Von seinem freunde Alexander Scala,

äcscripc. Icäl. p. 4^.. ^0/. 26 p. 189 e<N.

Ln. ,68y. in elog.c. 28. lle lilrerrc. mksl.tr.

llc post. I. r. ciisl, lls poet. kui tsmporiz. L»)is.

Maruphides/ oder Lirn r^arupst ein Arabischer scribent, wel-cher mit seinem völligen »amen genennet wird, vwcliLmwsll, kimäl>llo!cl»!-c, Lbn ; war gebürtig aus dem land Ghllau,

so zwischen dem gedürgDeilem und denMariolpio ligt, alldaPto-lemäi undStrabönjsGeli oder Gele wohnhafft gewesen: Ek stam-mele der aus dem geschlecht Nomani Ebn Monder, eines Arabi-schen Königs: Ihn hat berühmt gemacht sei» ansehnlichescon /rrabico ?crli-uii>, ii.cn kni I.ogLt genannt, welches Jac. GollUsin dem seinen offt zu hülff gezogen: dasselbe ist nach den INMMUk raominwus, und zwar nach dem ersten und dritten bucMve»derselben eingerichtet: wie dann die Arabischen i-exicogr-pk, ms-gemein ein andern weiß die Worte einzutragen und zu nr-iimren ya-bcn, als aber wir oder die Hebräer in denen wort-bücheren zu thunPflegen. *

Maruchas/ ein Bischoff in Mesopotamia, soll als ein Abge-sandter zum König in Persten geschickt worden seyn,und dessen