Band 
Dritter Theil
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416 mas

daß sein Neid ein wenig verbrandt wurde. Nach diesem trat er einereise nach Japan am eben zu der zeit,daderKayser Togunus widerdieChristenaufdasgrausamste wütete;ward aber alsofort bey seinervnkunffl gefangen genommen, und 2 gantze tag aufdie allerbarba-rischste weise gemartert. Hierauf brachte man ihn wieder zu seinenreisegefährten in das gefangniß, welche mittlerweil den Christlichenlauben abgeschworen hatten. Nicht lang hernach ward er aufen richt-platz geführet-und nachdem man ihn nackend ausgezogen,und mit einem glüenden eisen biß an den Unterleib beftrrche»,bey dendeinen anfgehencket,und mit dem kopffbiß an die hüffte in einegru-be gestecket. Er ertrug aber dieses alles mit der grossen standhaff»tigkeit, und sagte voraus, daß er nicht auf diese art, sondern durchdas schwerdt sterben würde, welches auch erfolgte. Denn als manihn nach 4 tagen lebendig antrassward ihm der kopffabgeschlagen,und dercörper nachgeheuds zu pulver verbrannt, damit der folgendelag, den man einem götzen zu ehren feyerlich begieng, durch sei» le»den nicht entheiliget würde. Es geschahe dieses an.ivz? den 17 oct.Seine schrisstkn sind ! NLrrsrio mirsculi i,i le ä3. krsncisco XzvcriopLkrSli; ikcr suum ac sociorurQ in inclism; bilioris expslliriorns sl>iZilp. in rcgcni X-Iincianzi susceprs? i6;7, welches letztere IN SpaNI-

scher spraach in fol. heraus gekommen.

Mastropetro/ sshe Nalipiero.

Mataca/ ein nreer-dusen ander nördlichen küsse der insul Cu»da, einer von den Anrillischen insuln in America.Allbier schlug an.1627 der berühmte Holländische Admiral, Peter Heyn,die Spam»sche flotte, und eroberte sie grössen theils nebst dem daraufbefindli-chen grossen reichtbum, wodurch die vereinigten provintzen in denstand gesetzt wurden, wider den König krieg zu führen. Allster pfle»gen sich die schiffe mit frischem Wasser zu versehen,wenn sie durch denranal Babama segeln,und wieder nach Spanien gehen wollen.o---.

«re/i». liiK. Incl. occillenr.

Mataja/ eine provintz in Süd-America gegen demAmazonen-fiuß zu,zwischen dem ausfiuß derMadera und Tapaisa.ie--e->« kill.

-rweric.

Mertnlönü/ lat. ^ag<ZLionum>Klcz«l.conis, eine kleine stadtMit dem lilul eines Hertzogthums in dem Königreich Neapolis, i«kerrr lii I.svora, gehört dem geschlcchtCaraffa.Dte Hcrtzoge vonMa-talonawurden 171z von demKayser indenReichs-Fürssen-stand er»hoben,und erhielten die freyheitenstn ihrem land müntzen zu schlage,den titul Mezza zu brauchen, und ihre Vasallen in den Marchesen-oder Graren-stand zu crheben.Carolus Paceco Caraff, Hertzog vonMatalona,desH.Röm.Reichs Fürst,Kayserlicher geheimer Rath,starb den 2; jgn. 1717 Zu Wien , im gasten jähr seines alters.

Mataman/ ein Königreich in Africa, welches gegen ludenan das land der Caffres, gegen wessen an das meer, gegen osten anMonomotapa,und gegen norden an Angola gräntzet.Es hat seineneignen König, welcher ein Heyd ist, und einen fruchtbaren boden,aber ungesunde lufft.

Matamore oder Matamoro / (Alphonsus Garfias) einSpanier von Sevilien gebürtig,war einer von denen,welchedie net-te gelehrsamkeit wiederum in Spanien einführten, lebte in dem 16leculc», proiüirte auf der um verdat zu Alcala die redner-kunst, undstund in vertraulicher freundschaffc mit Aria Montano,AlvarezGo-mez, Antonio Augustino und andern grossen männern diesesKönig-reichs. Man mercket von ihm an , daß er von der gicht gar dcfftigwäre geplagt worden, welche ihn doch am studiren und bücher-schreiben nie hat verhindern mögen. Seine schreib-art wäre sehrrein und nett. Er schrieb cis rLkionc tliceulli, ciü kribus öl'ccuUi Zcneri-

bu;,lle msrllollo conciongncli , cis Lczclemiis LclloÄis viris

Das letztere solle absonderlich dienen, die Spanische nation widerdie bekandte anklag zu schützen, daß sie die edleren stndien nichtmit solchem fleiß triebe, als andere völcker; und hat sich darinnMa-tamoro den Brutum des Ciceronis zum muster vorgestellt,auch de-me gar artig gefolget. llü scripc. Iion eccleilrit. bllll.

kllkpLN. r, z bii>. tiiist. lle lcripr. lcc. ,6. *

Matern/ eine von den Philippinischen insuln auf dem acernaoriencsii, hatte vor diesem ihre eigne Könige,welche von den Spa»niern daraus vertrieben wurden; allein vor nicht zu langer zeit ha-ben sich die einheimischen einwohner darinnen wiederum vest gese-tzet, und die fremden heraus geschlagen. Magellanes soll in diesermsul gestorben seyn.

Matane / eine landschafft in Africa, so ost-wartS vonMada-gascar abgelegen ist. Die Frantzose» haben einige colonieu darin-nen angeleget.

Matapan / ein vorgebürg von Morea, welches gegen südenzu ligt, und weit in die see hinaus gehet. Die alte» hiessen es 1 «-nsrium. wegen der höle Tänarus, so daselbst zu sehen, und dermas-sen fürchterlich ist,daß sie von denPoeten das thor der höllen genen-net wurde,als welche vorgaben, baß Hercules daraus hergekommensey, als er den höllen-hund, Cerberum, entführet habe. Das meerist um dieses vorgebürg sehr liess. Die daselbst herum bekandte Ha-fen sind der sogenannte Wachtel-hafen, welcher diesen namen vonden vielen allda befindlichen Wachteln bekommen hat,und der HafenMaina. Zwischen diesen 2 Hafen baucten die Türcken an. 1570 eintorr. welches sieMonigeoderCastro-le Maininenneten,umdas volckin der provintz Mama, welches der Türcken herrschafft nicht vertra-gen kunte, im zäum und schrecken zu halten. Allein da der Venetia-nische cspirsinQuirini mit 8» galeere vonCandia kam,machte er sichvon 2 Häfen und einer vestnng mcister,und-l-molirte sie,um die Mai-noten,welche der Republic Venedig günstig sind,dadurch in freyheitzu setzen. Dieses vorgebürg ist unter andern daher berühmt, weilman daselbst viel marmvr-brüche hat,und weil allhierArion aus ei.

mat

nem Meerschwein angeschwummen seyn soll.

kloreL.

Mataro / ist ein flecken an der Äste von Catalonien, 4 biß?Teutsche Meilen von Barcelona , west-warts gelegen. Es wird da-selbst sehr schön «laß gemacht. Den n ml. an. i 7°8 stieg allda desKönigsCaroli IN gemahlin,Elt,adethaChrlstma,bey ihrer ersten an.kilnfft in Spanien , an land, wodurch, vermög einer alten gewvbn-heit, dieser ort auf gedachter Konigin lebzeiten, von allen anlagenfrey wurde. llelic. lle l ssp, p. 6'4-

Matera / lat.^rr-sl-. eine stadt in dem Königreich NeapM

in Icrrs ä. Otranto , nebst einem Bißthum unter den Ertz-BWrffzu Cirenza gehörig. "

8. Maternus / Bischofs zu Trier , war des heiligen ApostelsPetri schüler,von welchem er nebstEuchariv und Valerio das evan-gelium zu predigen ausgeschickt wurde. Man sagt, daß er aufdeniweg nach Trier in dem Elsaß gestorben,und daß Petrus,als er durchdessen zurückgekommene geführten Nachricht davon erhalten, seinenBischoffs-stad mitgegeben, womit sie ihn wiederum ledendiq ae.macht, nachdem er schon 4° tag tod gewesen. Hierauf soll er umdas jahrChristi yo Bisthosszu Trier worden seyn, sodann auch dieeinwohner zuCölln unvTongem bekehret,und an diesen beyden ortengleichfalls den ersten Bischofs abgegeben haben. An. i zo starben»Cölln das andere mal,woraus alle; Bißthümcr seinen leichnam ha-ben wollen. Damit aber der streit geschlichtet werden möchte,wur.den sie untereinander eins, seinen cörver auf ein schiff zu legen, undsolches der gemalt der winde zu überlassen,svelche sofort den leichnamnach Trier getrieben,allwo er in Eucharil und Valerii grab geiegetwurde. Man schreibet ihm verschiedene wunder- wercke zu, die so-wohl bey seinem leben, als nach seinem tod durch ihn sollen seyn ver-richtet worden. Neovuer«- 2ni>2>. Iroviiens. p. 14,

Matha/ (Johannes 6e) stiffter des vrdens der 1 'rMikgrivrum(sihe Johannes a- Matha.)

'Matharea oder Matherea/ein sehr lustiger ort, ohngefehr2 mcilen von Neu- Cairo in Aegypten , allwo die bäume wachsen,welche vorzeiten den rechte«, daljam hervor b'rachlen.Es ist daselbstein wunder- brnnn, und verschidene andere mcrckwürdige dinge'mehr. Bey dem eingang in den bof ist eine Türckische betl-capelle,woriiinen ein kleiner marmorstemerner trog von verschiedenen fär-ben zu sehen,welcher stäts mit Wasser aus dem wunder-brunnen an.gefüüet ist, soder Cophten oder der Aegyvtlscheii Christe» vorgebennach,zum gebrauch der heil. Jungfrau Maria, als sie in Aegypten gewesen, entsprungen seyn soll. Die Mahometancr sagen, daß erseine quelle inMecca habczdas wasser ist sehr hell und gut. Von dargehet man in einen garten,welcher mit mauren umgeben ist,und un-terschiedliche feine bäume hat, worunter ein sehr alter maulbeer«bäum stehet, von welchem die Cophten melden, daß er sich wunder-barer weise von sechsten aufgethan habe,die heiligejungftau Maria'mit ihrem kind Jesu einzunehmen,und sie vor Herodis svlbaten, diesie verfolget, zu verbergen, in welchem stand er bis an. i6?ü geblie-ben, da das sich eröffnende stück weggefallen sey» soll. Fernerse-tzen sie hinzu,daß die heilige jungftau eine zeitlang inMatharea stchaufgehalten, in dem gemeldten wasser - trog ihr leinen - zeug gewa-schen und inzwischen ihr kindlein in ein loch an der mauren zu sitzenpflegen.Gewiß «st es,daß dieser garten vorzeiten mit rechten balsam.bäiimlemen besetzt gewesen, welche nur 2 schuh hoch und allezeitgrün waren. Die zweige sahen den weinstöckcn ähnlich, und dieblätter dem bansten > kraut. Der balsam war eine art von rölhii-ch»m wasser, welches aus dem holtz der bäumlein, wenn man dar-ein schnitte, heraus liess. Nabe bey dem garten ist eine zugespitztesänle oder Pyramide, nebst einigen überbliedene» stucken von seinengebäuden. Allhier schlug der Sultan Selim sein lager auf, als eran. 1;!? Groß-Cairo einnahm. vo^est'LZyxt.

ste Y.LV. Lsvik), Ue Lsrics.

Machatias / ein Priester und alt - vattcr des Maccabäischmoder Asmoneischen stamms, und der selbst aus dem Joraribischenaeschlecht gebohren war. Er kunte ohne groß hcrtzeleyd die z«Jerusalem im schwang gehende greuel, nachdem diese stadt mAntiocho eingenommen worden, nicht mit ansehen, und begab sichdahcro nebst seinen ? söhnen in die kleine stadtModin in dem stammJuda, allwo er gebohren war, Ki. ,887. Allein des Antiochi sol-datcn verübtcitlhre tyranney auchdaselbst, und zwangen dieJüden,den götzen zu opffern. Matthatias aber und seine kmder blieben be-ständig bey dem wahren gottesdienst. Als er einsten einen Israeli-ten den götzen opffern sahe, gerieth er dadurch in einen so starckmey«fer, daß er selbigen samt dem von Antiocho abgeschickten mann, derihn zu dieser gotttvsigkeit nöthigte,rödtete,worauf er nebst seinen km-der» und vielen andern auf das gedürg flöhe. Es gefiel Gott ,durch ihn des Antiochi Hochmuth niederzuschlagen, lind den wahrengottesdienst wieder aufzurichten, welchen gedachter Fürst fast gantzzerstöret hatte. Daraus fieng die Asmvenifche regierung an,welchebis zu Herodis des grossen zeit währcte, und fast stäts mit der per-waltiing des hohenpriesterlichen amts verknüpfft war. Einige sindder Meinung,daß Mathatias diese würde zuerst gen'ibret habe; al-lein es ist glaublicher,daß es sein ältester sohnJudas Maccabäwgt'wesen. Ein jähr hernach starb Mathatias. -

I. ir Littig. K: > cie bcllo. L: in snnsl. V-

Mathesilani/ (Mattbäns) ein Rechts-gelehrter von Mo-nomen, lebte um das jähr 14z?, und schrieb verschiedene trattatt, ,als« lle elcKionc veriori, opinionisz <lc tuccellionibur sbimcllsln,lcÄurss super libr. coö. 7. welche etliche mal nachgedruckt worden,bibl. Looou,

d. Nch

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