Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

rirat

8.Mthildis/ eine gemahlin Henri« äu-u- , warnickitwie einige gtauven, Ludovl« r.> tochter, sondern von TbcodorNGrafen von Oldenburg,der aus dem Witekindischen geÄecht en?-Grossen war, gezeugt. S.e ward in Westphalen gebohren. und Gdem kloster Hervord von ihrer groß,nutter,als Aebtißin selbiqm «osters, erzogen. Heinrich, der Vogler genannt, vermählte sich mirihr, dem sie auch; ^bne, als Ottoi>em M., Henricum Hertzog inBayern , BrunoneinErtz-Blschossvon Cölln, und unterschiedenetöchter qebohren.Nach lhresqemahls tob ward ibr etwas übel bege-gnet, Otto aber ließsieausWessphalen/wohinsie geflohen war,

rück kommen, und pflegte üch chres ratbs m regiments fachen öffters

zu bedienen. Sw hat viel klöster und ho,vitaler erbaut, unb iss yögj» Quedlinburg gestorben. Ihr leben istrn dem Martw von den-ict,,fsnÄurum zu finden. flscie; Nencfl. L.u/L, vier fles szinrs

,u moi flektsi--. in virs ttenrici /Vucu^jz.

Mathildis /eine tochter des Königs in Engelland Henrici I,wurde erstlich an denKaystrHcnrwum V an.i n; den 6 jan.verhey-rathet, ») und kamnach dessen tod an. r 12; wieder zurück in Enael-lanb,aUwo fie thrvatter, nachdem er alle seine andere kinöer au, derreise ausFranckreich verlohren hatte, zurcron-erdinernennete, undbald hernach an Gottfried Plantagenetam, Grafen von Anjouwer-mählte.b)DerKomgHenricus starb 5 jahrnach dieser Vermahlung,zu weicher zeit auch Robert, der Hertzog von Normandie , mit todadgicng. Weil nun damals Mathlldis und ihr gemahl abwesendwaren,so maßte sich unterdessenWtephanus vonBoulogne,ihr anver-wandrer der cron Engelland an, und drachcees auch dahin, daß erzum König erklärt wurde. Hieraufbemühete sich Mathildis , de-ren gemahl inzwischen gestorben,durchDaviö/desKönigsinSchott-land, beystand, wiederum zu ihrem recht zu gelangen, und fieng ei-nen krieg widerStephanum an,welcher mir ungleichem ausgang ge-führt wurde, so, daß das glück bald auf dieser, bald auf jener leitewar. Sie war selbst in unterlchiedenen schlachten zugegen, und de.kam denKönigstephanum in dem treffen bey Lincoln gefangcnzal-lein da die einwohner zuLonden wegen ihres Hochmuths von ihrav-gelreten,und diepartheyiLtephani indessenauchRoberlum,ihren na,türlichen bruder,gefangen bekamen, gegen den sie Dtephanum aus-wechselte, wurde ihre parthey so schwach, daß sie endlich diesen ver-gleich eingehen muste, daß, wofern der König Stephanus ohne k,n.der stürbe, ihr söhn Henricus ihm tuccefliren solle. Es ist von ihrmerckwürdig, daß sie in währendem diesem krieg zweymal durch ei.nc kriegs-list ans einer schiacht und belagerung entronnen, und ihrleben und sreyheil Givict hat, da die feinde sie schon in ihrer gemaltzu haben vermeinet. Das erste mal ließ sie sich als einen todte» cör-per zu pferd hinweg führen, und zum andern mal gieng sie zu einerzeit, daes sehr schneycte,gantz weiß gekleidet,durch desKdnigs Ste-phan, lager hindurch, und über die Themse , so eben gefrohren war,weg. c) Sie starb an. 1167, da ihr sohnHenrtcus schon jähr aufdem Englischen thron saß. fl) Weil sie des Königs Hennci roch-ier, des Kayftrs Henri« V gemahlln, und des Königs Henri« IIMutter war, machte man ihr folgende gradschnffc:

Ortu msgns, viro ms,or, lcfl msxims psrcu»ttic jscsr »snrici 6Hs, tpc-nts, psienz.

,) Lr/fle-Le-m. sfl sn. lllo. -fl sn.14.

sfl fl. s. b) DEL», sfl an. I!-5. L/Lt/LL«» gfl sn.27. Do-ne-ite» sfl sn. nrS. c) fle ß-llis Ltepdsm kr. Ox«!«xL. PL«/,

l y, leg. I. r p- »87. fl) sflsn. liü 7 p. ;->s.

6cm»,eLc. I. 7 c, 27.

Mathildis / die berühmte Marggräfin von Thuftien/ welcherder Römische stuhl die Vermehrung seiner weltlichen Herr,Hasstgrösten theils zu dancken hat / war Bonifacii/ Marggrafen undHertzoas in Tuscien / und dessen gemahlin Beatrlcis aus Lothrin-gen / tochter. Steward erstlich vermählet mtt Hertzog Gottfrieddem höckerichten von Lothringen / mit dem sie sich aber nicht zumbesten vertragen / weil er auf des KayftrS Henna I V feite/ sie abergegen denselben gewesen. Nachdem Hertzog Gottfried ,076 voneinem Meuchelmörder / da er seine nothdursst verrichten wolle/durch den Hinterleib erstochen worden / wurde lyrvon dem Kavseralles / so sie in Lothringen von ihren eitern geerdet / abgenommen.Sie vermählte sich darauf mit Wcifone V / Welfoms I V Hcrtzogszu Bavem söhn / und hielt an. wso mtt chm beylager / wobey de«düngen worden / daß Welfa diese seine gemahlm erben solle. Eshat aber diese Verbindung nicht lange gewahret/ davon die imachenunterschiedlich angegeben werben. Cvsmas clner der äl-

testen Böhmischen sccibcnttn/so zuKaysersHenrlcl^zetengeleb/giebt vor / Mathildis hätte Welfonem selbst durch einen dneffzurVermählung mit ihr eingeladen/ als aber dttftlbe/nMaWttallerreitzungcn seiner neuen gemahlt» / welche Emmas lächerlich genugbeschreibet / durch dezaubcrnng oder aus andern "esacken mcht mstand gewesen / derselben begierdc/ einen erben von thmzu haben /zu erfüllen / habe sie ihn schimpflich von sich gsstoffm. Diese erzch-lung wird zwar sonderlich von solchen ftrtbenken / dre sich vor denPabst Gregorium VII inreretttren/ verworsien; bckommtadcr dochdaher einigen schein/ daß Welfo wurckltch unbeE ^Mbcn. An.dere geben vielmehr zur Ursache an/ daß es m chrem

«bestand gar nicht um fortpflantznng ihres qcschlechsS/ so wenig alsbey ihrem ersten gemahl zu thun geweftli/ftndemlehadenmdeßwegen einen mann haben wollen / damit sie sich mit desto grösseremNachdruck dem Kayser Henrico V widersetzen kontc. Well nm Welfvni damit nicht yedienet/ hätte er selbst diese lrenmmg verursachet/welche/ wie in seinem leben gedacht worden / dieses nach sich Egen / daß er von des Pabsts parthey sich wttvermufdttKayfttticyefeite gewendet. Mathildis/die aus alle art bemPabstGregmM ihrem vermögen gedienet / und wohl sechsten m semem t»veu

mat

417

lickk-, X die schrancken einer vertrau.

k 2 "g/«grabmahl beehret worden. Nachgeh/nds hat Padst U^dEs V 1 U die asche der Math ld s heimlich hinw a nach Romb "gen /u',d daselbst m M 8. Petersckirche im L Edeysetzen lassen / rn welcher sie unter andern vi-

k«mins , tefl,spoNol.c« pwpugnscr.x. p,er,k-iaHmL.

^.^^l>ekr>mr.ö-c. gentnntt wlrd. Sie hat auch um sovielmehr solche ehre verdienet / weil / wie anfangs gedacht worden/dieRömischen Padste das meiste von ihrem land derselben zu danckenRe,chs.lehen/ als Thuftien/ oder das jetzigeHertzogrhum Florentz kontc zie nicht verschencken; doch hat sie ihrs!>»fl.um, welches ein groß stuck landes von dem Mantuanischen ,P^ssäiiychen / Regglantschkn/ Modencsischen und den gantzenstnch Garfaqnana m sich begriffen / dem Pabst vermacht; womitadec dle Lchwadychen Kayscr / als nächste anverwandten / nWMteden geweftn/ und wegen dieser erbschafft viele verdrießtich-kettengehabt. Dochhadensich die Päbsteeinezmlang beydembe.sitz erhalten; wie dennAnnocenmiS II an. n;; den Sächsischen

IIIHÜ äilcr^i» Zvlatkilcjis per snnulum luve-ttirt / und solche invokimr auch auf dessen schwieger.sohn/ Henri ,cum Superbum, extcnfljrt hat/welcher ohnedem auf der Mathildisveriaffenschafft / vermög der ehe-paeten so dieselbe / gedachter mas.sen/ mtt semes vaterS druder Welfonc V gemacht hatte /drrte. Der Hobenstaufsische Kayser Fridericus L-raLrosss aber han-delte in Italien an. 1168 nach seinem gefallen/ und gab seiner Mut-ter bruder Wclfoni VI nebst Thuftien / Sardinien und Spolettoauch die Makhlidische guter/ der sie wreder an Henricum VI / Ari-de«« I söhn/ verkaufft: gleichwie dieser es seinem bruder Philipps/Hertzog in Schwaben / überlassen/ aber auch im testamentverord-net / daß dem Pabst die ce-rs ^lsrküflis wieder gegeben werden sol.te; welches dessen söhn Fridericus II bestätiget. Otto IV suchtezwar das lanv wieder an sich zu bringen / muste es aber dem PabstJnnocentio III überlassen. Von welcher zeit an das meiste von derMathiidisLen verlaffeuschafft in derPäbste gemalt geblieben. Dochhat die durckFulconemAzzonis söhn forkgepfiantzke linie derMarg.grafen von Este/ Ferrara/ Modena und Regqto erhalten/ worausdas Modenetische Hertzoglhmn entstanden / wiewol der Pabst Fer.rara wieder eingezogen» )vsck. k-ifl. peNer mvnumcnr. incfli,. «>-lusllr. 2, welcher nicht nur alles angeführte aus den icnpkonbm E»vis bewiesen / sondern auch von dem väterlichen und mütterlichengeschiechte der Mathildis / von ihm verwandtschafft mit dem Kay.ftr Henrico I V / und von denen/ die vor ihm von dieser berühmtenPrintzeßtn geschrieben/ gründlich gehandelt. Unter den letzten sinddie besten und neuesten Frauciftns Maria o!«i-e»rmus, ein mefl,cu-zu Lucea/ und Giriild flel Pozzo/ welche in Italiänischer sprächeder Mathildis leben beschrieben. Auch halber Modenestsche AbtBcnedictus Bachini in seiner Historie des klosters Polirone / wogedachter Massen Mathildis begraben ligt/ vieles aus -rctuvischtiNachrichten angebracht/ so zu deren leben gehöret.

Mathitdis/ wird von den meisten vor die erste Quedlinbur.gische Aedttßin / und vor eine tochter Henri« Amupis und dessengemahlin 8- Mathlldis gchalten.i»Es ist aber beydes mit keinemtüchtigen ftrtbenten zu erweisen.(siehe Henric.Auceps und G.ued«Unburch.) (-Ö Iiiir. eckt. (^ucflilnb. flc fliill fle prim» ^bbskis.

is (2>ieflünb. contt btenk, ^ucupc H. Z4 p. 244 leqq.

Mathildis / eine tochter Otkonis N. des Teutschen Kayftrs/und dessen gemahlin Adelheid, ! (---) ward an. y 6 ä mit gank beson-dern ldiennirLten in gcgenwart ihrer eltern und aller SächsischeniLocemm. wie auch aller Ertz-Bischöffe von TeukWand zur Aeb-tißin von Quedlinburg -°Me-nret. (ö) Ob sie bre erste Atbttßmdaselbst gewesen/ oder der Diemotha su«°fl,ret/ ist mchtrechtgewiß'(siehe den artftul Quedlinburg.) Als Otto III. ihres brn-dcrs söhn/ an. 997 nach Italien mßte/uberlteß er ihr dle regierunginzwischen in teutschland.O) Sie starb an. 999 den 6 ftbr. (-/) («)

DL««x. i. 4. E. LP- <" cru. N-ron. com. 4

sfl sn. ^97 n. 11 P 7t c°>. r. (s) Ddrs». fl. I. S- E.

IvlsbiNonii. conk. tr. flc ttenr. ^ucuxe §. Z4 Nr. ti p. r;o. (-)

LLxs». LrÄttder/». fl. sii. 997. (^) Di,»,«-. 1.4. fl. ll p- 7 i

IVctspuriner / ein geistlicher orden / welcher seinen ursptungund namcn von Johanne fl- Matha / die Pabstliche bestattgungaber an., 209 vonJnnocenkio III bekommen-Vie werden auch brü»der der heiligen Dreyfaltigkeit von befteymig Mssitngenen ^net/ und in den alten zelten/ weil sie auf eftsil zu ^ben sie sich krercs LUX sacs titnlirt. s. JohaitN von «takha unvktzrinitarii. dill. fle k-snce row. 2 p. Z4I.

Matdurinus/ (Clemens) war in seiner gcburts'stadt Bour»

dere lractale.>r/^.> ^(("fl^- 9. z»z. - rr

tvM. 2.

Die familie hat ihren sitz in der Normandie / «st