Band 
Dritter Theil
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Conan Menadrck an. ;8; ;um ersten xlackfiberl- oder General-Lieu-tenant in Bretagne setzte. Einer aus derselben/ namens Johannes/heyrathrte Marqariram von Mauni / Frau von Lorigni in derNormandie / und nahm wiederum den nameu Matignon an / des-sen cnckel,Guido vonMatignon/so an. 1498 gestorben,hak unter an-dern Andern Joachimum/so in derNormandie die stelle eines Kon.Lieutenants bekleid«/ und Jacodum I erzeuget. Dieser letztere kaman denen in der Wacht bey Pavia empfangenen wundcnan. 1525ums leben / nachdem er von seiner gemahlm/ Anna von Slili / einvater worden Iaeodi II. so den Marschalls-stad von Franckrcichbekommen / wie hernach mit mehrcrm soll gedacht werden. Unterdessen söhnen wurde Odet von Matignon/ Graf von Torjgni/Rit-ter der Königlichen orden/ und General-Lieutenant in dem 8<>uve»li-me.it derNormandie.Er wohnte verschiedenen treffen und belagc-runqen bey/un starb an. 159-;/ ohne erden von seiner gemahlinLoui-se/Gräfin von Maure ru erzielcn.Scin bruder Carvliis ader/gleich«falls Ritter der Königlichen orden / und General-Lieutenant in derNieder-Normandie/ ptlantztc mit Eleonore» von Orleans / gedohr-ner Hertzogin von Longuevtlle/ das geschlechte fort/ und zeugte un-ter andern Andern Franciscum und Leonor von Matignon/ Abtvon Lessay und Lorigny/ Bischoffvon Coutances und Liziemv wieauch commsnUcur der Königlichen orden. Francistus von Ma-tignon/ Graf von Lorigni uudGasscy/ xisrquirvonLonre/ re.Ritter derKoniglichen ordcn und General-Lieutenant in der Nie-der-Normandie / wurde an. 1607-bohren. Er begab sich nach-mals in den krieg/ und wohnte der belagerung von Röchelte / wieauch von aitdern orten bey / und wurde von seiner qcmahlin Annall- Malon / einer tochter des Präsidenten von Deren/ ein vater ver-schiedener Ander / unter welchen Leonor und Iacobus zu Bischöfli-chen stellen erhoben worden / Henricus aber das geschlecht fortge-pflantzct. Dieser/ so an. 16;; qebohren/ war Feld-Marschaüun-ter dem Königlichen regiment zu Pferde / auch General-Lieutenantin der Nieder-Normandie. Er legte bey verschiedenen gelcgendetlendie proben seiner tapfferkcit ab/ absonderlich in korcirung der ltniei-bey Arras/ ingleichen bey belagerung der steidtc Monkmedy/ Gre-Velingen / Dvnkirchen und anderer orten. Er vermahlte sich an.1648 mrt Franersea !<- Tellicr / der einigen tochter und erdin Fran-eisci/ Herrn Ue iL Luthumierc/ und zeugte mit ihr nebst zwey söh-nen/ die sehr jung verstorben / eben so viel tüchter. Die älteste da-von wurde an ihren vetterIacobumvon Matignon/Geueral-Lieu-tenant in der Nieder-Normandie / vermählet / die andre aber anden Dtaals'secrersrium.KiLi-quis Ue iLelgnelay.Jaeodus von Ma-tignon bekam die anwartschafft zu der stelle eines General-Lieute-nants in dcrNieder-Normandie.tts/r -e-dL-/. rom.4

Matigit0n/(Jacob) GrafvonTorigni/Marfchall vonFranck-reich und Oouvcr^-ur von Guienne, war ein fohl! Jacobh Kö-niglichen Lieutenants in der Normandie und a. 1526 gebohren. Erwär bey dem König Henrico II n-Ze und zog folgends dem kriegenach, da er sich denn 0.1552 mit bey der Vertheidigung von Metz be-funden, und 15 57 bey 8- Quinten gefangen worden. Jedoch findetman seiner erst sonderlich feit Caroll IX zelten erwehnt, da er sich indenHugenolten-kriegen und hernach in demLigistischeii der well gc-zciget. Er war 1 5 ^Königlicher Lieutenant m der Unter-Norman-die, muste sich aber vor den Hugenotten in Cherbourg stille haltenund zusehen, wie sie sich verschiedener Plätze vemächligten, biß eineKönigliche armee in dieses land kam. Er hatte hernach stets mitdieser parthey und insonderheit mit dem Grafen von Montgom-meri zu thun, der die Hugenotten in selbiger gcgend c-.mmznllllte,den er aber 1575 nöthigte,sich mDomfront zu ergeben,und 015.1574rettete er die Normandie durch schleunige wiedereroberung vonMont8.MicheI,welchen platz dieHugenoiten eingenommen hatten.Vor diese dienst/ sowol, als auch damit er fein g.,uvsrn<:m-,>c demReichs-Schatzmeister ll O abzutreten möchte bewogen werden,machtest»» derKönig 1578 zumMarschall vonFranckreich.A.1580«ommLnUl-te er die belagerung von l- Fere in der Picardie, welchenort er auch zur Übergabe zwang, wiewol er sich darüber viel mustevorwerffen lassen, indem einige meinten, er sey zu langsam dabeygewesen,und habe den belagerten leidlichere bediugnngen eingeräu-met, als er nöthig gehabt. Jnsondnrkejt rühmten sich die Hertzogevon Guise und von Anmale, er würde obnc ihren benstand die bela-rung gar haben aufbeben müssen, welches den Marfchall der-gestalt wider das Guisische Haus; ausbrachte, daß er demsel-ben und dessen anschlagen hernach allezeit zuwider gewesen. DerKönig schickte ihn hierauf nach Guienne, allwo er auf den Königpon Navarra ein wachsames äuge hatte, und die stadt Bourdeaurerhielt er dadurch einen unerschrockenen entfchlnß an. 1585 in demgehorsam des Königs, da die Ligisten schon einen ansehlag gemacht,sich derselben zu bemächtigen, indem er ohne Verzug auf diejenigenloßgieng, die bereits ansiengen b^rncLUen hin und wieder zu ma-chen, und sie mit guten Worten so lange aufhielt,biß diesesnigen einthor besetzt und völck an sich gezogen. Er bekam auch die «tadeltemit list ein, deren Eommendanl es mit den Ligisten zn halten schie-ne. Nach diesem hatte der Marschall genug zu thun, indem er sowol dcnHugenotten steuren, als auch die Ligisten beobachten muste,mit denen Henricus III noch nicht öffentlich zerfallen war. Jenenöthigte er die belagerung von Brouage aufzubeben, und mit die-sen »niste er seine völcker vereinigen, als der König den Hertzog vonMaiue mit einer armee wider den von Navarra nach Guienneschickte; aber, weil Heinrich III wider seinen willen den Ligisten soviel einzuräumen war gezwungen worden,muste Matignon vermö-ge aebeimer befehle, durch widerwruch, Verzögerungen, Versäum-nisse der anstellten und andre dergleichen mitte! den Duells Malen -nein allen seinen Unternehmungen hindern. Er hat auch nachge-

hends nichts rechts mehr gegen die Hugenotten gethan, es,iweder,

weil er dazu von dem König unter der band befehl gehabt, oderweil cr für sich gesehen, daß er nicht diesem, sondern der s-Zue hrchdergleichen Unternehmungen dienen werde.Er hatte überdem auchgnug aufBourdeaur achtung zu geben,auf welche stadt die Ligistenstets anschlage machten, daß er sich nie weil von bar entfernendurffte. Er bewahrte auch nach dem tod Henri« III diese stadt un-gantz Guienne vor der Ligistischen kriegs-unruhe, und brachte esdurch belondere klugheit dahin, daß das Parlament von BourdeaurHenricum I V für einen rechtmäßigen König erkannte,indem ersteerst bey einer art von l-r-unsNiät erhielt, und hernach,da er seinezeit ersehen, heimlich das bißherige Parlaments-siegei zerbrechen,und ein neues mit Henricil V bildlich und namen verfertigen ließ,welches zwar anfangs einige beweginigen verursachte, die er aberbald zu des Königs vergnügen deylegte.Es hat auch nach der Handin Guenne tue i-guc nicht können zu kräfflen kommen, und ist alleszmllich friedlich geblieben, ausser, daß -59° der Marschall Blaye,jedoch vergeblich,belagerte,unter dsm vorwande,daß derCostiendanrden Ligisten geneigt sey, wiewol ihn mehr seine besondern Metendazu mochten bewogen haben. Er vertrat hierauf bey der krönungdes Königs die stelle des Connetabels, und diente dem König fer-ner treulich biß an. 1597/ da er den 26 jui. auf einer ftiner schlös-se in Guienne an einem schlag-flusse über der abend-mahlzeit starb.Er war ein gescheidcr staats-kluger mann, und ein grosser meisierin der Verstellung. Man meint aber, er habe zum kriege zu wenigfeuer gehabt,und sey für grosser Überlegung langsam in der aus,ich.rang geworden. Sein aufkommen hat er vornehmlich Catharinenvon Medicis zu dancken gehabt,die ihn so begünstigte, Laß er öffiers,wen» ihr ordentlicher cMcvsiicr cklninnsur nicht zugegen war, des-selben bleuste verrichten muste, welches man um so viel mehr be-wunderte, weil Matignon einen sehr übelriechenden mund haue.

Osü/crc- llltt. llu XI z-, llc Xlsrignon.

/Ee c^ir. vrsncc c. Z.

Matman/ ein groß Königreich auf der westlichen küste vonAfrica zwischen dem iztenund aasten grade s-rirullmi- msrillionM,welches nord-wärts an Angola , ost-wärlsan Monotopassüd-wärtsan Caffrea,und west-wärts an das Atlantische meer stösset-DttKö-nig ist An Hcyde. Die lufft in diesem lande ist gesund, und die erbefruchtbar, woriunen viel crvstall und andere Mineralien zu findensind. Pory meldet, daß dieses land von Monvtopa durch den gros-sen fluß Bagamedri abgesondert sey.

Matman/ (Nudolphus) wurde zu Lucern in der Schweiß ge-bohren, und begab sich nachgehenbs in die iociciät Jesu. Er lehnehierauf20 jähr die rede-kunst,und starb zu München an.1612.Manhat von ihm einen kleinen lrE»- unter dem tltuI:c:orc>iioeni,iiru-

gcntir rrci cspcNL, llvc allwonirio sll lvlepbum Nuillänem sullllloni-, P.NenelliAi Lurllorlls dl. prius ScLligerumnunc sscrilegum. W

ist solcher zu Jngolstadt an. 1608 in 4W gedruckt, und wird vo» vie-len geglaubet, daß Scioppius/elbigen verfertiget. Wenigstens istdas buch so voll von denen schändlichsten und nie im geringsten er-wiesenen lästerungen, daß dessen Urheber, wer der auch immer stmmag, schlechte ehre dayon bey vernünffligen und Wichen gemü-theren zu erwarten hat. b»>i. lbilxi. loc. p. 417.

stlstDiv/ästlK. ein gewisses fest der göttin Matuta,die man ins-gemein xiLier nennete, woher der name Xlarl-Llls entsprun-gen.Solches fest hielten dieRömer den i2jim. da niemand als Rö-mische vLmen in bemelbtcr göttin tempel giengen, ihr zu opffern.Sie nahmen eine sclavin mit sich hinein, welcher sie Maulschellengaben, weil erwehnle göttin, welche Atbamas, des Königs zu The-des, weid gewesen, auf einen gewissen sclavcn, den ihr ehe-herr ge-liebet, eine» sonderbaren haß gemorsten hatte. Ferner halten dieRömischen vLmen auch einen sonderlichen gebrauch bey diesem fe-ste, daß sie nemlich ihre schwestern, nicht aber ihre eigene kindermit sich in den tempel zu nehmen und für sie zu deren pflegten.Man opfferte der göttin einen kuchen, welcher in einem irdenen ge-schirr muste seyn gebacken worden. o-M s.

Hir. v. 475. zuri^. Kuiu. 4^,. -e

IHI/VI'R.ILDI^K > bey den Arche,i-scribenten kommt zweyeckymäinculL vor,l» deren einer die namdn der geistliche»»!! der andernaber derer armen befindlich waren. Daher auch msrricuA das baußdedeutet,darinnen sich die armen aufhielten, und sie wurden Ei-cuiLl-ii genennet. Damit sie aber ihr aUmosen nicht umsonst äffen,muste» sie die Arche und das kloster auskehren, die glocken läuten,des nachts wachen, und andere dergleichen dienste verrichten.rriculsrii und xiätncul IN« hiessen auch an manchen orten die geistli-chen Personen beyderley geschlcchks. icx. -cc!.

108.»»

NKDK.OX/äHIkä. ein fest, welches die Römischenvimenami mark. dem gott Mars zu ehren scherten. Ovidius zeiget viel Ursa-chen an, warum dieses fest eingesetzet worden. Unter andern strichter,daß gleichwie die erde in diesem monate zuerstanfange fruchte zntragen, also auch die weider zu dem ende, daß sie Ander gebührenmöchten, in diesem monat zu opffern pflegen; it. daß an dem erstentage des martii der göttin Juno Zucina zu ehren, so die ober-herr-schafft über die ehe hakte, und Martis mutter war, aufdem bergeEsquilino ein tempel erbauet worden. Noch weiter berichtet er<Wman diese koionnirät wegen des zwischen den Römer» und WM-neru erfolgten friedcns angestellet, und welcher bekannter maßendurch die weiber der Römern,so zugleich der Sabiner» wesber rmv