Ddd-e bekaunstenstme 8-repra. worbey hinten die Joachims,rhallsche chromck zu finden; ferner seine predigten von dem lebenLulhm an. -;6? zum ersten mal eckixet. An. 1565 ist feine fest,tägliche postille «n follo, und an. r; 6 ; sind feine leichmred atm her-aus gekommen. Nach ferner c-nr-ric.» hat er geschrieben sein buma- profund, »derben 1 rosten pfalm; ferner ist bekannt sein tra-ctat von dem artickul der rechtfertigung, Nürnb. an. "; 6 e. Nachfernem tobe sind von ihm heraus gekommen; 4 predigten ä.L>uvi°.fer,ier ro8pred,gten über das buch Sirach; die auslegung derersten und zweyten Epistel an die Cormther- die Historie unsersHerrn Christi; 41 predigten über das erste cap. Johannis -i7paßtons-prediglen; >r°m seine catechismus-prediqten und nochviel andere fchrrffren mehr. Seine lebens-befchreibuna, welche ei-ner von feinen nachkommen , namens Johann Balthafar Matthe-silis, Pfarrer m Brackwttz, verfertiget,ist zuDreßden an. 170; eciixt
ZvorvkN. kieiln. un6 bcrZ ctrron. ctrron 5ax.
V>c. rdeolog. «err/--e-e. icon. viror. illullr.Lt«/ELeLs». in'con-iil, 6 c epilk.
Matthias / ein Hohepriester der Juden, lebte L. L. 7:0.Unter der Verwaltung feines amts trug sichs zu, daß ein andererMatthias, Margalothi söhn, und Judas / dessen vatterSaripheuswar/ beyderseits in den Jüdischen gesätzen sehr erfahrne persohncn/einen goldenen adler / welchen Herodes über ein thor des tempelsseyen lasse«/ von bannen herab rissen. Dieses erbitterte gedachtenKönig dermaßen / daß er den Hohenpriester Matthiam alsofort sei-nes amts entsetzte / weil er meynte / daß er mit den ermelbten bey-den versöhnen unter einer decke gelegen hätte/solches daraufJoazarseinem schwager gab / den andern Mattblau, aber samt allen / diemit ihm gefangen worden, lebendig verbrennen ließ. 1. , 6 .
»miq, cgp. 8.
Matthias / ein Apostel/ wurde an des verräthers Judä stelle,der sich selbst erhenckt hat, nach der bimmelfarth Christi zum Apo-stel erwählet. Da denn kein zweiffel, daß er schon vorhero dessen ge-treuer jünger und Nachfolger gewesen/ weil er einen bewahrten undunverwerflichen zeugen seines leydens, todes und aufferstehungab-geben ivlte. Dannenhero wurde er von den andern Apostel« / als sienach desHerrn abschied von dem öhlderge wieder zu Hause gekom-men/ nebst Joseph/ genannt Barnabas / und auch Julius / aufdieWahl gestctlet,und der ausschlag dieser fache nach andächtigem gebetdem loole überlassen / welches auf Matthiam fiel. Er wurde alsonebst andern Aposteln mit den verheissenen gaben des heil. Geisteszu kräffliger Verrichtung seines amts ausgerüstet / und da er solcheseine zeitlang in Judea gesühret / hat er sich auch ohne zweiffel infremdeländer begeben/ das evangelium daselbst auszubreiten. Mangibt insonderheit für/ daß er sich in die Morgenländer degeben/undzwar nach Aekhiopien / doch dasselbe hat einen schlechten gründ.Von seinem tobe sind unterschiedene Meynungen. Dorotdeus mel-det, er sey zu Sebastopoiis gestorben / und auch allda nahe bey demtempel der sonne begraben. Andere berichte»/ er sey von den Judenals ein gottes.lästerer gesteinlget und daraus enthauptet worden.In den Griechischen »Kcii- ist enthalten, daß er gecreutziget sey.Eines ist so gewiß/ als das andere. Ihm sind auch vor diesem einigeschafften als ein evangelium und gewisse rrLömoncs beygelegt wor-den ; doch fälschlich / indem die alten selbst erkennen / daß dieselbi-gen erdichtet seyn. v. 1-0, m. r.ucsm.
ö/eme»,. 1 .7. kill. eccles. I. ^'sro/r-d.
lle scripr. ecclcll dick ecclsll I. r. c> 40. r» f^nogli
lls vier 6c m»,ce Lpollolorum. »ckLN. 44> in sntiguikLci.
bmspoll. in virs ^/lzrrki-e. 6cc.
Matthias / Römischer Kayser, war ein söhn Kaysers Mari-miliani It und den 24ten febr. i;gedohren. Es waribm bald beyerreichung seiner mannbaren jähre unleidlich/ baß er keine eigeneregierung haben solle, deßwegen er seilw gedancken aufdie Nieder-lande / die damals in voller nnruhe stunden / richtete / und sich denStaaten i^ü nach besStadthaltersRequesens tobe anboth. Wie-wohl er nun damahls nichts erhielt / so geschahe es doch ein >ahrdarauf/ daß einige von dem hohen Adel, welche den Prmtzen vonOcanien nicht über sich leiden wolten/ihn durch einen abgeordnetenersuchen liessen, das regiment zu übernehmen. Erzogaufdiesenanlaß den zweyten oct. bey der nacht ohne vorwlssen des KaysersRudolphs, seines bruders, aus Wien , und mit grossen tage-rersennach Brabant. Ob er nun wohl ohne rath der Stände und zu derengrosser bestürtzung ankam, beschlossenste doch, ihn anzunehmen,wener einmal da war, zumahl sie hofften, daß solches dem Komge vonSpanien wegen der nahen verwandschafft nicht fällte zuwrederseyn, und daß durch dieses Mittel, des o. Juan st Austna Unterneh-mungen am füglichsten würden können gehemmet werden. Dochmuste er ihnen vorher ; i artickul beschweren und leiden, daß manihm denPrintzen vonOranien, als Lieutenant zu ordnete. Hierdurchwurde er dermassen eingeschränckt, daß er nur den nalnen einesRegenten hatte, und wenig geachtet wurde. Wen nun auch seinet-wegen weder der Kayser noch das Reich sich der '-Niederländer, wresie gehofft hatten, anzunehmen begehrten, und sje sachen durch ge-fährliche spaltungen , welche zu verhüten Matthias nicht ansehensgenug hatte, immer unordentlicher wurden, rufften die Staaten,ohne ihn zu fragen, den Hertzog von Aniou zu hulffe, und selbst die,so Matthiam qeruffen hatten, traten aus Verdruß, daß vr gantz vondem Prmtzen von Oralsten regiert ward, von Mm ab. Sey diesenumstände sahe er sich genöthigt,an.ic8o selbst abzudancken,welchesdie Staaten mit vielen ehr-bezeugungen annahmen,ihm auch einenjährlichen unterhalt von ;oc>oo gülden ausmachten, zu besten ve-»adlung die einkünffte des Vißthums Utrecht angewiesen wurden.Jedoch verzog sich seine abreisebiß an.i ;8i,da er währender zeit ei-
tNüE 421
kam, muste er seines bruders, des Kaysers Unwillen empfinden in,massen seine mutier mit ihrer vorditle anders nichts vor ihn aus'wurcken kunte, als baß ihm die statt Lintz zu,einem auffenthaltan-gewiestn ward. Daselbst aber hielt man ihn so enge, daß er sichboth,vor seine gegenwärtigen und kunffliaen ansprücheaufdieOe.sterrclchischen lande mttder kleinen yerrschaffkU" er in Oeste'reich zu frieden zu seyn, welches er doch auch nicht einmahl erlan-gen kunte. In solchem zustande muste er viele jähre aushalt. n bißer endlich die Verwaltung von Oder-und Unter-Oesterreich und1594 das commansti, in Ungarn wieder die Lürckrn errielt. Wie-wohl nundieKayicrlichen Waffen »ndiesem kriege den «rösten »ort-gang nicht halte, so gebrauchte sich dochMatthiaö dieser gelegenheltdergestalt zu feinem Vortheil, daß an. r 6 oü, da friede gemacht ward,bre mißvergnügten Ungarn , die wahrendes kriegs schon gegen denKayser aufgestanden waren, ihn zum Stadthalter begehrten, undauf diese dedmgung sich z»r ruhe begaben. Dielen vergleich mitdenUngarn machte Matthias, ohne den Kayser z» fragen, der sichdamahls der regierung fast gar nicht mehr annahm, um welcherschwachhett Rudolphi willen die Ertz-Hertzoge von Oesterreich ineben selbigem jähre Matthiam durch einen besvnberi, vertrag untersich zum Haupt ihrer samilie erwählten. Es wurden aber wegenbemeldter schwäche des Kaysers und beschwerlichkeit seiner Mini-sterdleUngarn undOesterreicher so schwürig,daß siea.lü °8 einmü-thlg Matthiam , der diese Verwirrung ohne zweiffel unter der Handnehrte, zu ihrem Könige und Herrn wählten, welche wähl zu be-haupten Matthias mit einem Heer, so er unter dem schein, einigeunruhige heyducken zu dämpffen, zusammen gebracht, nach Böh-men zog, und seinen bruber nöthigte, ihm Ungarn und Oesterreich,mit vorbehält eines gewissen jähr gelbes vollkommen adzulretten,und die erbfolge in Böhmen und Mähren zu versichern. Es gabjedoch bald Händel mit den Oesterreichern,Protestierender religisn,denen die freye Übung ihres gottes diensts zu wehren,sichMatchiasvon Ertz-Hertzog Leopolden, dem Päpstlichen Nun«» „nv einigenandern bereden ließ, weßwegen diese ihm die Huldigung versagten.Es ward aber der wiederwille durch verbitte der Böhmen undMähren , und insonderheit durch Unterhandlung des Ertz-HertzogsMarimiliam dergestalt beygelegt, daß die Oesterreicher erhielten,was sie wolten. Diese hänoel hatten Rudoiphum gewaltig wiederMatthiam erbittert, und weil die Spanier mit diesem,wegen seinergelindigkeit in religions-sachen, und noch mehr wegen dem, so vor-gemeldter Massen in denNieberlanden geschehen,auch nicht zu frie-den waren, trachtete man dabin, dem Ertz-Heryoge Leopold dieKayserliche und Böhmische crvne zuzuwenden, welches vorhabenzu befördern Leopold a. i 6 n mit kriegs-inacht nach Böhmen kam,und bereits die kleine feite von Prag eingenommen hatte. Die inder Altstadt aber wehrten sich so lange , biß Matthias, der sich anseinem orte auch gerüstet hatte, ihnen zu hülffe kommen kunte, aufdessen ankunfft die Leopoldischen wichen. Matthias aber, der sichlieber bey zeiten fest setzen woite, brung bey dem Kayser nunmehrauch auf die abtrettung der cron Böhmen , in welche RndvlphuSauch willigen muste, davor ihm Matthias jährlichen unterhalt vorihn und seinen Hofstaat verivrach.Nach dem a.r 6 rr erfolgten tobedes Kaysers ward Matthias den -4ten jun. selbigen jahres von denChurfürsten an seine statt erwählt, wiewohl bey dieser wähl aller-hand heimliche practicken untergelauffen, durch die man das Oe-sterreichische bauß von dieser wurde auszuschliessen getrachtet,indem bald der Hertzog von Bayern , bald der von Savoyen, baldandre in Vorschlag gebracht worden- Man hatin seinecLpnuisrioazuerst den artickul eingerückt, daß die Churfürsten berechtigt seynsollen, auch ohne einwilligung des Kaysers einen Römischen Königzu erwählen, wenn sie es vor nöthig hielten. Seine regierung fielin solche zeiten/in welchen wegen der religions-zwistigkeiten überallim Reiche grosse bewegnngenwaren,dieman als bemkschafften aufdie folgende kriege anzusehen hatte. Die sogenannten Unirten undMisten führten stets gegeneinander hefftige beschwarungen,und rü-steten sich zu thätiichkeiten , dadurch die Reichs-iachen überall mqrosse Unordnung Miethen, wie denn alsobald der erste Reichs-tagwunderlich abliess,indem die Unirten sich vor enklchc,düng ihrer be«schwerden in keine berathscblaMig einlassen wollten, und da manohne sie einen abschied machte, dawieder protestierten. Der Kay-ser, derben dem antritt seiner regierung schon in einem mulich ho-hen alter stund, hatte nicht mehr lebhafftigkei genug, diesen ver-worrenen Händeln recht nachdrücklich ins maul zu greissen,und ebendaher aelehahe es, daß er sich nunmehr dennoch durch ^panuncheratbschläue regieren ließ, ob er dieselben gleich vormahls beständiggeWKe, un 7 der L Elöfti, M sein vornehmster Mm-sterieit langer zeit gewesen, alles that, ihn davon abzuziehen. Eskonte aber derselbe jetzt nicht mehr Hindern , baß sich die Spanierin Reichs-sachen mengten, wie denn darüber die streitigen ^uii-c iiA ^nLe w schen d Holländern und Spaniern m die r.p-Wamen, und b e ex--u-j°n wieder die «ladt Aachen, darinne sichb^e an derCathvlischcn obrigkett vergrif-
fn hatten ,gean die Reichs-satznngen dem Ertz-Hertzoge Alberto!,ua!f.n^enn,ardder ein beer von Spanniervor selbige schickte.Äufvorstelluna der Spanier nahm auch Matthias i 6 i 6 denErtz-Aertzoa Ferdinand an sobnes statt an, >veü er stlbst keine kmder bat-w nNieß ihm im folgenden jähre die Böhmische und an.iü -8 die
w7-B »-«N °»»