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Reichen cronen, die ihn jedoch mit der ausdrücklichen bebmgmiKannahmen, daß er sich bey Matthias leben in keine regierungs-ge-schäffte mengen soltc. Es ward auch daran gearbeitet , Ferdinan-den zum Römischen Könige zu machen/ weßivegen der Kaystr nebstihm in persohn den Churfürsten von Sachsen zu Dreßden besuchte.Die Unirten aber hintertrieben es, daß kein Churfürsten-tag ange-setzt ward- An. iüi8 gieng die Böhmische unruhe an, indem einigeder Protestantischen Stände über verschiedene wieder den maje-ßäts-brieflauffende beginnen der Catholischen, sich zu solcher unge-dult verleiten liessen, daß sie etliche von den härtesten KayserlichenMinistern auf dem Pragischen schlösse zum fenster herunter stürtz,len, und auch sonst anstatt machten sich selber zu helffen, worüberauch in den übrigen Kayserlichen erb-ländern, wo gleiche beschwer-den statt hatten, und in gantz Teutschland grosse bewegungen ent-stunden, daß man nun den ausbruch eines blutigen kriegs vor äugensahe. Der Kayser zwar war sehr geneigt, zu rrhaltung des/riedenH.alles mögliche beyzutragen. Die Spanier aber, und der KvnigFer-dinand trieben aufden krieg, so gar, daß sie den Cardinal Clösel,ohne des Kaysers wissen gefangen nahmen,und vonWien wegführ-ten, weil derselbe nicht nur der echebung Ferdinands wiedkrspro-chen, und den Kayser stets vor deuSpaniern,als ob sie sein ansehenschwächten, gewarnt, sondern auch jetzt frieden zu halten und denProtestanten nachzugeben gerathen, sonderlich aber den Kayser be-wogen, daß er Ferdinanden, als er ihm, wenn wieder die Böhmen gemalt zu brauchen wäre,das coa>mLn<l<>der armee nicht abschlagenkönnen, einen Kriegs-Rath zugeordnet, durch welchen dem Königedie Hände zimlich würben seyn gebunden worden. Dieses unter-nehmen machte den Kayser überaus unwillig,welcher im zorn droh-te, nach Prag zu gehen, und die Protestanten an sich zu ziehen, vonwelchem vornehmen ihn jedoch des Cardinals von Dietrichstein zu-reden abwendig machte. Ferdinand bat ihn auch gar demüthig mirverzeihnng, welches jedoch Matthiam nicht beruhigen kunte, dervon der zeit an sich in beständiger surchr, mißtrauen und traurigkettbefand, auch darüber endlich bettlägerig ward, und währenderkranckheit unterschiedene mal mit seuffzen ausruffte, man solte ihmseinen Clösel wieder schaffen. Er ward zuletzt mit einem schlag-jlußbefallen, an welchem er den roten mart- 1619 verstorben. Seinegemahlt» war Anna, Ertz-Hertzog Ferdinands II aus Tyrol toch-ter, mit welcher er keine kinder gezeugt. ttllru-buiinc.
contin. in cliron. Lke/e-an«,.
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Leim. tsrr. vck. Är.
Matthias cottvmus, König in Ungarn und Hertzvg in-Schlesien / war des heldenmüthiqen Johannis Nu-misäi.-?/ Woy-woden von Siebenbürgen / und Elisabcthä Szilagy von Horogs-lögt söhn / und erwarb sich durch seine tapfferkeit denzunamen desgrossen. Er wurde an. >44; aebohrcn / und in seinenjungen jäh-ren von seines vakers feinden in Böhmen gefangen gehalten; ja die.se/ nachdem sie seinen bruder Ladislaum unter dem vorwand hin-gerichtet hatten / daß er den Grafen von Cily/ welcher doch beydenbrüdern nach dM leben gestanden / getödet/ entschlossen sich / auchihn aus dem wege zu räumen. Allein/ nachdem der König Ladis -lauS kod war / wurde Matthias corvmus auffceyrn fuß gestrllct /und den 24 jan. an. -4;8 zum König in Ungarn / gleichwie zu ebenderselbigen zeit Georg Podicvrad von den Hußitrn zum KöniginBöhmen erwählet. Einige von den Ungarischen Herren widersetztensich Matthiä wähl/ und bemüheten sich / den Kayser Fridericumdahin zu bereden / daß er die crone annehmen möchte. Einige an-dere boten selbige dem König in Polen an / welches grosse verwir-rung in dem Reich verursachte. Dieser geleqenheit bediente sich derTürck zu seinem vertheil/ und eroberte Boßnien nebst einem theilvon Scrvicn. Allein Matthias bekam hernach alles wieder / waser verrohren halte/ brachte auch Siebenbürgen und die Wallacheywieder unter sich / und wurde an. 1464 gckrönel/ nachdem vorhcrodie crone von dem Kayser Fridrich / welcher sie dtßhcro in Verwah-rung gehabt/ mit 60000 gülden war eingelöset worden. Als derPabst König Georgen in Böhmen wegen der Hußitischen lehr inDen bann gethan/ tteß sich Matthias/ ohngeachtet e§ sem schwieger-«ater war / der ihm auch vorhcro zeit währender seiner gefängnißin Böhmen viel wohlthaten erwiesen/ dahin bewegen/ daß er die-xccmio-1 auf sich nahm / und mit 14000 mann in Mähren rückte.Der König Georg begegnete ihm mit gleicher macht/ und kamenbeyde armeen an dem fluß Lcya gegen einander zu stehen. Zwar be-muhele man sich beyderseits/ die fach ohne blutvergiessen abzuthun;allein der Päpstliche »»mm;, der Cardinal LaureimuS/ verhinderterS nach äussersten kräfften. Derohalbcn gieng dar kriegs-seucr invollen flammen auf/ welches viel hundert dörffer in Böhmen ver-zehrte. ES gieng auch gantz Mähren verlohnn / und ließ sich da-her» Matthias an. 146szum Königin Böhmen crönen/darzuman die crone von einem Marten-bildc zu Vrin entlehnet halte.Georgrus wurde hierüber so entrüstet / daß er Matthiam an. 1470aufcin ducli heraus gefedert / damit nicht so viel unschuldiges blutmöchte vergossen werden/ welches aber nicht vor sich gieng. Es ver-ließ auch das glück so gar die Böhmen / daß ihr PrintzVictortittiS/König Georgens söhn/ gefangen / undrjahrzu Ofen meinemthnrn ohne dach zubringen musie. So hatte auch das glück dieschöne iandschaffken Mähren/ Schlesien und Laußnitz von denBöhmen zu den Ungarn gewandt; ja Könia Georgtus »miste selbst
147 - aus dieser zeillichkcit gehen/ ehe noch dieser schädliche kriegeinend gewonnen. Weil lmn Matthias bereitSzum König in Böh-men erwählt worden / maßte er sich der Reich- mit gemalt an. Al-lein die meisten Böhmen wölken ihn durchaus nicht haben / undschlugen theils Milhclmum/ Landgrafen in Thüringen / theilsMdiSlaum/ den Polnischen Prtirtzrn/vor/welcher letztere auch
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dnrch die meisten stimmen auf den thron erhoben morden / AmKayser FridericiiS HI sclbstrn nicht wenig beytrug/ indem er Manthiam nicht gern aus beyden feiten zum nachbar haben möchte, uia-dtSlauS wotte die; abgerissenen provintzen/ Mähren / SchlMund Laußnitz/ wiederum zu Böhmen bringen / und brachte dan-kenhero eine coniiuerMe armre von Pohlen und Böhmen aus diedeine/ so daß der König Matthias sich vor grimm soll die haar aus«gcrauffcl und dabey gesagt haben: wenn die armeesrin wäre / ge-traute er sich die gantze welk damit zu bezwingen. Allein so wenigmannschafft Matthias hatte/ so nöthigte er dennoch die Pohlen vorBreßlaudie belagerung aufzuheben/ und eine grosse menge derihrigen zu hinterlassen. Doch wurde es endlich durch ChurWErnsten zu Sachsen/und Churfürst Joachim zu Brandenburg da.hin vermittelt / daß ein friede zwischen den streitenden paccheymerfolgte/ darinnen dem König Matthias der Böhmische titul nebstMahren / Schlesien und Laußnttz/ lebenslang gelassen worden/doch so / daß diese provintzen nach seinem tod wieder an Böhmen zurück fallen sollen. Nachdem er also mit Böhmen friede bekom-men/ ficng er mit dem Kayser Friderico III an / aufden er ohnedem schon lang einen groll hatte / weil er ihm nicht nur seinehoff-nung zur Böhmischen crone zu nichte gemacht/ sondern noch übervieles ihm seine Prtntzeßm zur gemahlin abgeschlagen/ bloß ausdiesem vorwand / wer! Matthias von sehr geringem geschlechk nur-re. Der Kayser/ welcher ohne dem langsam zum geld-ausgebenwar/ und über dieses vergebens auf die ReichS-hülffe seine rechnunggemacht/ »niste nothwendig den kürtzcrn ziehen/ rind gantz Nteder-Oesterretch dem überwindet überlassen. Es wurde auch die Haupt-stadt Wien selbst«» belagert; doch ehe noch die erobmmg erfolgte/ein stillstand auf 2 jähr bewilliget/ mit dem beding/ daß der Kayser100000 fl. erlegen sötte. AIs nun die stillstandk-jahre zu end kämm/brach Matthias ausis neue ioß/ und machte mit erobcrung vielerorter von Oesterreich einen traurigen ansang. ES war auch kein au-der mitte!/ ihn von seinen proZ, En abzuhalten/ als seine gemahliirBeatrix zu gewinnen / welche ihren gcmahl auch glücklich zu ftte.dens,gedanckcn bewegte/ daß er gegen erlegung ;oooo gülden alleeroberte plätze wiederum einräumte. Doch war dieserfrtcde kaumgeschlossen / als sich der Kayser durch den Ertz-Bischvff von Saltz-durg dahin verleiten ließ/ den frieden wiederum zu brechen/ wel-ches ihn aber die Haupt-stadt Wien sechsten/ die ftstung Neustadt/ja gantz Oesterreich kostete. Der Kayser wurde auch hierdurch ge-nothiget/ dem Matthla das eroberte Oesterreich biß zu abtrag alleraiifordcrung und kriegs-unkösten zu überlassen. Hierauf giengMatthias nach Schlesien / und nahm dem Hcrkog Jvhanni vonSlogan sein gantzes Fürsienkhum weg. Mit den Türcken hatte die-ser Herr auch viel zu thun gehabt / und war auch gegen sie meistglücklich gewesen. Noch vor seiner erönung halten seine stürbe denLürckischen GeneralenHalibeg zwey mahl auß dem seid geschlagen/erstlich bey Fittack / da ein grosser theil Türcken auf der flucht mdem Sau-fluß ersoffen / und nachdem bey TemeSwar . Bald her-nach name er den wichtigen ort Jaycz in Boßnien in eigener Person«in; welcher auch / als der Türckische Kayser Mahvmed II solchengleich darauf mit einer starcken armee belagerte / durch die bukgerrrnd besatziing tapffer erhalten ward. Hingegen wolle ihm an. ,464die belagerung der stadt Zoyriich/ so auch in Boßnien gelegen/ nichtgerathen/ da er nach erlittenem zimllchem verlurst im stürmen/end-lich auf ein entstandenes falsches gerächt / als ob der TürchstveKayser zum enisatz näherte / mit Hinterlassung der schwären acschu-tzrS cylrnds davon zöge. An. 1466 trieb er die rebellischen Walla-chen und Moldauer glücklich zu paar«» / die ikme/ als er mit einetnicht gar starcken macht in diese gegenden gerucket war/ unverschenküberfallen hatten. Nach diesem rührte der Türcken-krieg / «eilMatthias sich gar sehr u» die Böhmischen bändel versteifte/ Ma-honie!) aber st» Asien genug zu thun hatte/biß an. 147;/da Mat-thias denen Türcken den wichtigen platz Sabaez wegnan»/welche»sie unterdessen an der Sari angelegt und befestiget hatten. Zm fol-genden jähr / da eben Matthias sich mit seiner andern gemahn»Beatrix trauen ließ/ thaten die Türcken durch ihre streiffmiMgrossen schaden / um so mehr / weil der König fast alles vorhandenegcldt aufsein prächtiges bcylager gewandt / und die grossen desReichs nur damit beschäffkiget waren. Doch war dar beste/ dasdie feind eS nur beym deuten und rauben bewenden liessen / unswenig rechte örter angriffen; auf welche weise auch in denen nach-folgenden jähren biß zum tod Matthiä / den sonderlich der megwider den Kayser Fridericum III abhielte / ernstlicher denenckcn zu begegnen / dieser krieg ist fortgesetzet worden / wiewol rumöffteren mit gutem glück und ruhn» der Ungarn ; wovon cm«-rers im articül Rinisius zu lesen. Biß hleher »misten alle stiMdem Matthia nnterligcn. Allein nun wolle der tod ihm stM/o«er auch den stäreksten Helden hinweg nehmen köme. Denn da Mder speise-meister an statt frischer feigen nichts nütze und faule gobracht/ entrüstete er sich hierüber derqestalt/ daß ihm daS geMund alles vcrgteng / und endlich em schlag den 5 apr. an.garaus »nachte. Er hinterließ von zwey gemahlinnen / batMMdes Königs Gcorqii in Böhmen lvchter/ und Beatrix / welche vecKönig Ferdinand zu Neapolis ausser der ehe gezeugec/ keinestm.Im übrigen muß man diesem König nachsagen / baß seine vvrm-liche gcmüths-imd leibes-gaden stets das glück zum gefmrtcn geMhaben. Wie denn nicht wenig wunverns-würdig / daß ihn sie»>'neu knadei» / ehe er noch erwählet worden / zum König ansgelui'fei»; ja / daß die geistlichkett zu Pest Gott gedanckt/ daßeumKönig erwählet worden / ehe noch die wähl wurckltch vor Mgangen war. So hatte auch noch kein König solch ftolom» umseine wähl von dem vvlck erhalten / wessen sich Matthias rum""können. Über dieses merckel man auch von ihm an / daß / oa^
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