Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

mat

MM!s kein geldtz« außzahlung der soldaken gehabt / «r seinenOKmern so viele looo dmalen in einer nacht abgewonnen/ da?er jMge befriedigen können. Über dieses wird von ihm berichtet/daß er ernsmals aus begierde kundschafft von der Türcken stärcke »rrhalken/ sich in mmi bauer veMeidet/ und tu solchen Habit pro««ant m das TmÄsche lager gefnhrct/ auch den gantzen tag übervor des Turckischen Kayiers gezelt gersten verkaufft/folgende nachaber gesund und fttsch zu dcn scinlgen wieder komm n/Die Äcken hatten eine solche furcht vor ihm/ daß / wenn sie nur lemennamen nennen horten / sie bereits auf die flucht bedacht waren Ervertnupffle aber mrt der tapfferkeit die liebe zur gelehrsamkeit / undsagt man von ihm / daß er alle Europäische sprachen habe redenkomien / ausgenommen die Griechische und Türckischc. So war erauch «» grosser Patron der gelehrten teuren / und richtete eine vor.lrefllche biblischer zu Ofen an/ welche er mit den eurioseflcn schriff.!euundrarchen m^u5c.jpn5 anfüllete. Seinlcichnam'wlirdenachGrikchlsch-Weiffenburg gebracht / und dchldst in der Körriac vonUngarn degrabniß gelegen Amonius Thibaldus machte folgendegrab.schrifft / deren Paulus Jovius in gedenck'el/ auf ihn:

L» 5 vi-i! brevix iiLc urns cit, ^cenrur

ksÄ>z kuittb Oeum, tsex kuitte KoM!ne»!.rs-rF«. !M, »unZzr. k-k. »unx. zp.

nsl. 8Ue!i.r. Ha,» elog. vkor. oellics virttue iüukr.

äs ckdris Üe kliÄls L^Lrcki« iczis IjunZ. ttunsskis

ticcci-LrL p. ior leg. * "

Matthias/ Ertz-Bischoffund Churfürst zu Mayntz/ «arav.r erweich worden. Seiner ankunch nach wird er insgemein einBurgundjscder Graf von Vucheck genannt; er ist aber aus derSchweiß gebürtig gewesen/ wird gleichwohl nicht ohne gründein Burarmder genennk / weil das Ergöw / daraus er gebürtigwar / und darinnen Bucheck gestanden / vorzeiten znr DurgundiaTransjnrana gehöret hatte. Die L-nomci hatten ihm gern GrafBaiduinum von Lntzeldurg vorgezogen; allein der Pabst drungMit macht auf diesen Matthiam / der dtßhcro in dem clostrr Mur-dach ein Munch gewesen. Er hat die Erfurter zum gehorsam ge-»rächt / weiche ssch wieder die qeistlichkeit empöret hatten. DenLandgraf Heinrich m Hessen belagerte er m Giessen / und nachdemrrbttfladt erobert/ mnste derselberdn fußfällig um Vergebung derHtßhertgen belcjdjgnng bitten. ES starb Matthias an. izrg nichtohne argwohn ihm beygebrachten giffts. siehe auch Bucheck. r---

tzsn «tsr ONurf. xu kvl») nrz. ^

Natthiolus/ (Petrus Andreas) von Siena / ein berühmterwar Kaysccs Ferdinandi I und seines sohns Ertz-HertzogSFerdinand! Rath und Leib Kleckcus. lebte um das jähr i z?4/ undgab einen commemsrrum über Oiolcoriäis 6 bücher heraus / welchevon Caspare Baubino mit anmerckungrn angefüllet / und von derersten -amo-i an/biß i;6; so hauffig adgcgangen/daß zrooo exem-xiariL davon gedruckt sind. Deßgleichen schrieb er auch -Hcom-Iiss-xizntiz, conlllls msöicL, Lrc. UNd sei!! k-rbarium , so -i' ÜN. i;6; lM62 jähr seines alters zu Cometau zu ende gebracht / ist von GeorgeHandschen ins Teutsche übersetzet und in druck heraus gegeben wor-den. in ckron. well. 2/«» /-i/rrle» ge t'crHror. msllic.

/>». in Vincis». renovslo psg. 876.

Mattikofen / ein Bayrischer marckfleckcn in dem BlßthumPaffan am waffer Mattich gelegen / stehet unter dem Freyburgi-schen landgerichle / und ist mit einem feinen schlösse / wie auch schö-nen wiesewachs/gehöltz und mäßigem ftldbau versehen. cku>-b.p.r67.

Matstetten / eine herrschafft in dem Canton Bern gelegen / sohiebevor den Edlen/ so den »amen hievon geführt/ zugehörek/ jetzoaber dem dißmahligrn Schultberffen/ wie auch Kayserl. Majest.Generalen / Herren von Eclach zuständig ist. *

Matußka von Topolczan/eine Adeliche familiein Böhmen /von welcher Matthias um das jähr 1540 geledel. Desselben uren-ckel/ Heinrich/ Kavserlicher Nath/ zeugte Johannen, Carvlum/Köingltchen Böhmischen ^ppeU-rions-Rath/welcher seinen stammmit etlichen söhnen fortgepflantzet hat. s-M». ^kk. n-mm. 0.

. eine heydnische göttin / welcher zu ehren die-mer ein groß fest hielten/so sie ^i-il^i -3 nenneten. Es wurde daMirchdie in« verstanden/ Arhamantis/ des Thedamschm KonigS gemah.lin und Bacchi amme / welche / wie die Poeren dichten/ M t" ememeer-göttin verwandelt/ und bey den Guechsn ksul.oruc.1 gehesiftn.Eiatge verstehen hierdurch die -urorLm, oder mvrgen'güttm.Andresagen/ daß . nach der alten Lateinischen arl zu reden/ so vielveveutc als gut. König Servius Tulltus war der erste/welcher die-ser göltin zu ehren in Rom emen lempel aufgebauet / welchen derBürgermeister und viöscor c.'Lm,uu- nach der wwcr die Vew-ge-wonnenen schlacht erneuern ließ. Das merckwurdig!^ war bey demdienst dieser göltin / daß die Rommnnen dabey nMeigenen ktndern / als den kindern tyrer brudeliigurszu wmijchen/und von der göttin zv erbitten pflegten; wovon angesM)-

ret wird/daß in ihren eigenen kindem unglucksich ^weftn/und

dagegen ihres bruvers söhn wohl und mit gutem fortgang auferzo.gen hat. 02,Ä. tstt. l. 6 . . qu-rtt. Lom. I?. ö- m vlkL LsmiM ,

Nr. L-M5« I. Lr-ri-r- s. nkLZm. sntig. Nom. p. 104.

Maubeuge / lat. oder Meinestar»cke devestigte stadt / mit einer über n dorffer sich erstuckendm ^:e, an dem fiuß Sambre / rn der provintz Heun^an/welche an.

iü/8 in dem Nicmägischen frieden der Cron a,'?/rzuvor

tvvcden / welche auch den ort wett mehr bevestiget ha / als er zuv rgewesen. Es befindet sich daselbst em d-ruhmkesAvesicher Fcauen.Ml/ welches die heilige Adelgvnde als sttsscem erkennet/ als die

gedm hMübü- sZirtmM ""lang ge-

zu Mons welttiL MNttrÄi 2 Sr"/""" sonderlich dem

!r° ^Eltz-Blichossj von Paus gehört. Sle wlid mch "ü'

sehr hohem gesPsichc!"^'"" ^ ^ "'^"nem Aedrißumen von

^.AEmiheim/ genannt Bechcoldsherm/ ein- alkeAdesicb«famttw n dem Rheinla-.de/ von welcher Conrad an. -297 cledttVon desien nachkornmen jmb Hemuck und MailhäuS zu merckenD echern söhn Johann H-inrtch/Oder-Amtn,aMTrmLch-gleng an. 1^54 mtt -odeab/ und iintterlispHe-nrich Itk, Chur »MayntzMeu Rittmeister und Amtmann zu Otzderg/der andas zcttsiche gesegurl/ und folgende söhne gezeugei: - > Georae >rw-Li"Nena>tt und Schusiherffen zu Nrcrstein;

Heiuuch zu Helburgen tu der Wetterau/ der seluen äst dc-fortgepflantzet;Wvlss Gottfried/ der von semem jetzlfol.A^,^^udec ermordefwordeuzund 4) Heinrich Ludwig zu N er-' ^ pf n «nlsiger söhn / Heinrich Christoph zu Sor «.sich/ an.lüSTim .wen erstochen worden. Vorgedachler Matthäus zu Nie.d .^ai.'lhcim zcugit ^ohann Phtlrpp/öeS Teutschen ordens kvm-mm zu Franckfurt / und Hermannen/ GewaltS. Boici, zu Manntz/H^'^^sen / der an. 1624 als Chur -Maimtzi-scher Marschall und Naffamicher Amtmann zu Kieyberg vcrstor.bm. Dessen söhn/ gleiches namens/ Bischöflicher Rath und Ooer-Wurtzdurg/ hinterließ Fridrich Hermannen/ Fürst,lrchen WnrtzbMischen Rath und Amimann zu Kitzrngen.

vom ca!) Ho.

Maucroix / (Franciftus a-J war an.eüey zuNvyon «bohren.Er stuv-rte zu Pariß, und ließ sich daselbst, weit es die umstände sei-ner ramme also erforderten, unter dieAdvocaten aufnehmen,verließaber,so grosse gcschickiichkeit er auch dazu besaß,doch diese Iebe»s-arlbald,und fieng an sich,weil er etwas blöd war,und an denen räneken,die die von seiner Provision gebrauchte», keinen gefallen mig, gantzund gar andern und angenehmern studien zu wiedmen- Ais manihm zuRheims ein »nomcLt gegeben harte, fienger an sich beständigdmeldst aufzuhalten,ohne daß er aufdesFouqutt beseht einmal einereise nachJtalien gethan.Er starb zuRheims a.1708. Seine meistearbeit bestehet in Übersetzungen einiger Kommendes Chrysostvmi,Sanlleri Kittür!« eckilmsris ^ngl-cLN,; die leben der CardmäleuPolkund Campegii, deren ersteres von Lud. Beccatello, das andere vonEar. Sigonio in Latein verfertiget worden; feruers in etlichen re-den Demosthems und C-ceronis in dem buch Ke morribus ^--rtt-curo.rum , so Lactantio zugeschrieben wird, dem historischen theil vondes I?S<LVU «Ltionsrio remfiorum, und noch einigen andern. Es istgewiß, daß sie allesamt wohl gerathen; wie dann biestr mann dieFrantzvsische spraach trefflich besessen, auch dabey von einem sehrmuntern geist und guten verstand gewesen ist. Aus sich selbst aberhat er nichts hinterlassen,als nur etliche gedichte,so in denenkottkumes ös r^lsucroix und lr konrLins befindlich, weiche zu Parißan. 1710 und 1712 herauß gekommen. juZemcnL sc- iLv-,,»

tur lej crLäuöi. mojrss «tu rsms. *

Maugiron/ (Franciftus cie)ein sohnLaurentiic!- Mangiron,welcher des Königs vonFranckreichHenricl 1 U L-eutenant «1 Dau-phins war. Er hatte bey dem jetzt - gedachten König es so weit ge-bracht,daß er nebstJacobo <te Levis Quelus,dessen Hertz gleichsam inseinen Händen hatte, zog fich aber, wie es insgemein den favorirenhoher Potentaten zu gehen pflegt, viel fejndschafft von andern überden halß.Äis im apr.a. >; 79 der oberwehnre Quelus CarolmnBal-zac voil Entraguet, der im gcgenlheil des Hertzogs von Gniie fa»vorir, und also diesen Königischcn sehr zuwider war, wegen eineswort-wechsels zu einem duell ausfvrderte , nahm derselbe diesenMaugiron, und Johann aUrces Livarot zu seinem lecundantelvgleichwie hingegen sein Widerpart Franciftmn ä'Äidie.R-derac undFranciftum von Schomberg darzu erwählte. Vorher war es nichtgebräuchlich gewesen,daß neben den principalen auch die secu,Wan-ten sich unter einander schlügen. Dieses mal aber diiellirten allesechse, und zwar vor dem 8. Äntonius - thor zu Paris ; da kennMaugiron und Schomberg alsbald auf dem platz blieben, Riberacaber (mit welchem fich Maugiron geschlagen) den -olgenden tagund Quelus den z zsten hernach stürben. Livarot kam nach einemü wöchentlichen lager und Entraguet mit einer kleinen wunde da-von. Der König ließ die migemeine liebe, so er zu d,e,em Mang/-rvn getragen,auch nach seinem tod jehen; indem er auf sie wehmü-thigste art seinen cörper küßte, welches von ewigen noch gar melschlimmer und schändlicher beschrieben wird, ferner eim.ge von lei-nen blonden hgar-iocken abschnitt, und lolcheals ein werthes an-dencken auffhub, auch in der Pauls-klrche zu Paris , woh-n er ihnbegraben ließ, ihm zu ehren ein kostbares grabmahl nebst einerschönen Asrue von marmvr aufzurichten besaht, welches aber «oabr hernach in derbekandten emporung wider Hem-wum III vondem Pariser pödel niedergerissen, und auf eme schimpfliche artiractirt wurde, (sihe Quelus.) NL.d.wk.!. ss. k.a,

«Ze krsnce c. Z p. 4 Zi- 4 )?- *

Maulderger / eines schuh,-flickers söhn aus dem mmde-imd selbst einige zeit vieler rr--k«ii.«-n deygcihan,rimstchem alter) lesens und schreiben^ annvch un-y/MMe aber hierauf aus eigenem web dailge niedrige,mAiachgebÄ '-tzt'lcd '» den Prediger-orden,

Und;eMMte burch sein- ernstliche Vorstellungen d.e abjchMung