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der sogenannten begharden und beginnen, bestund eyftig auf einerreforniaeion der kirchM/ pro^nosticirte auch diejenige, so kurtz naeyseinem tod zu Basel und andern orten der Eydgnoßschafft erfolget.Den haß der geistlichen und orbens- leuten hat er dadurch sich zuge-zogen , daß aus anlaß einer verlohrnen und nachgehends bey denBarfüßern gefundenen verehlichten weibs-person, er das argerlich-und üppige leben dieser leuten auf das ernstbaffteste vorgestellet,unddie abstellung sothaner-xccEn eyfrigst getrieben; weshalben dieseseine widersächer ihn als einen ZcKilmzricum und anhänger des fal-schen Pabsts Gregorii angeklagt, worauf ihm an. 1411 das pre-digen untersagt, er auch gar aus der stadt verwiesen worden, erstarb in dem kloster Maulbrunn,Speyrischen Dißthums, 011.1414.
67s/. ckron. Ls/il. ^
Maulbrunn / ein ehemals berühmtes Cistercienser-klostcr imWürtembergischen, 4 meilen von Sluttgardt gegen der Pfaltz gele-gen, welches Walther von Lammersheim,und Günther,BischoffzuSveyer und Grafzu Lciningen,an. 1148 gestifftet.DieGrasenvouWürtemberg sind in den ersten zeilen schutz-Herren darüber gewelen,biß in dem streit,den Eberhard der erleuchtete mit KayserRudolphhatte,dieser die schutz-qerechtigkeit an bieBifchoffe vonSpeyer gab,von welchen sie aber Würtemberg mag wieder bekommen haben;angesehen Crusius schreibt, daß in den "noblen Eberhard desGreiners mit Kayftr Carl dem I V der Pfaltz.Graf Ruprecht, alsdem die execmion wikerEberhard aufgetragen war,die schutz-gerech-tigkeit von Würtemberg gerissen habe. Welcher auch so lang beyder Pfaltz verblieben, biß 1504 Hertzog Ulrich von Würtemberg denChurfürsten zuPfaltz aufMarimiliam I befepl mit 21000 mann insland fiel, und dieses kloster nebst andern Plätzen wegnahm, welcheser hernach in dem vergleich des Kaysers mir Pfaltz behalten. Seitder zeit ist es beständig bey Würtemberg verblieben, und zu einerLutherischen land-.schul gemacht worden, allwo eine gute anzahl
FÜrstl. -lumnorum unter des Abts UNd 2 kloster-prLccpcorum III-tormxrion und aufsicht stehen,und von dar in dasFürstlicherben!.>ßi-schekipenciilimnach Tübingen pcomovirt werden.An. 1^64 wurdeallhicr ein religions-gespräch von dem heiligen Adendmal zwischenden Pfältzischen und Würtembergischen l'K-nlvßiL gehalten, dessenin dem druck ligen. 3 » dem bauren-krieg, wie auch in demFrantzöstschen ist a. 1689 dieser ort grausam mitgenommen worden.Nachdem man den ort r-fnrm>rl,häc er einen LulherischenPrälatenbekommen, welcher einer der vornehmsten Lands- Stände in demWürtembergischen ist. (sihe würtemberg.) er«/-«- -nn. 8uev.
I.; t°. ; c. 5 öc I. ir c. o.
Mauleon sc Soule / lat. ^alleofoiium , eine kleine stadt inGascogne, in dem vicomrL von Soule, welches ländlein von de-nen »ssgu-j bewohnet wird, und die spraach der n-ltzues oder al-ten Vslconum bis auf diese zeit erhalten hat. Die alte Vicomie- vonSoule haben ins besondere von dieser stadt den zunamen ci-Mau-leon gefübret, und kommen mehrmalen darunter in der Navarri-schen Historie vor, De/c?. ttr/r. kr. *
8. Maur / ist eine gewisse canZregsrion oder brüderschafft desBenedictiner-ordens inFranckreich,so bey gelegenheitderinLolhrin-genzu ansang des »Mi nc„>, von Didlerscia Lom vvrgenomeuenretorw-non der Benedictiner-reael entstanden. Es hatten nemlichdiese rcformLtion unterschiedene kloster inFranckreich angenommen,als die Lothringischen vor gut befunden, daß die Frantzöstschen einedesonderc congregsrinn unter einander machen sollen, welches auchKönigLudwig Xlll bewilligte, mit dem beding,daß selbige nach ei-ner in Franckreich berühmten stadt ober kloster genennt werden,sichnicht ausserFranckreich ausbreiten, und keinen ankern Super-or» als«inen gedohrneuFrantzosen haben solle,woraus sie derPabstGrego-rius XV1621 bestättigte un ihr den namen 8- Maur beylegte. Die»ser orden ist in 6 provintzen eingetheilt,deren jegliche in die 7ogeistli,che Häuser hat.Die ansehnlichsten sind die zu 8.Denys ini-lc s-rrgn-ce,z„8.Germain-lesi>rcs, zu Remis- RheimS, Marmoutier,8 .Pierre se Corbie, Fleuri oder 8. Bennoit für Loire , Fescamp s-1,7frin>re seVendome,rc.DieseMönche haben ausser den regeln desH.Benedicii auch noch einige besondere satzungen,einen Oen-rLl-zu^.r-or.dcr alle; jähr wechselt, gewisse äifilkenrcn und villrsrorcs, hal«ten alle; jähr ein allgemeines capitel - legen sich sonderlich auf diePhilologie und die Püttes. und haben in jeder provintz zu erziehungder jugendgewisse fcminLris und schulen, daraus viel vortresiichemaimer entsprossen, in conliituc Lrexorii XV öc Urb^ni VI, I.in prüfst. 2cl bibl.Lcneälüino-blLurisnLiii.
Maurbach / ein berühmtes Carthäustr- kloster in Nieder-Oe-sterreich,; meilen von Wien,an dem suß des Kahlen-bergcs, ist umund um mit demWiener-wald umgeben, und ein sehr prächtiges ge-bäude.Ertz-Hertzog Fridericus der schöne/ so an. 1; 14 zum Kayftrgewäbletworden, und an. 1; ;o gestorben, hat es erbauet, und istdaselbst begraben. clisriuw fscki icineris (.'clleniis p.6.
Mauregatus/ König von Leon in Spanien . Er war einunehlicher sovn des an.7 c 7 gestorbenen Königs Alphonst I oder cis-rUolici. Nachdem dieses letzter« 2 söhne, Froila I und Aurelius,wieauch dessen tochtermann, «Silo, nacheinander den scepter von Leonbiß an.78; geführt,drung sichMauregatus mit gemalt aufden thron,und damit ihm die Saracenen wider den rechtmäßigen cron - erben,Alphonsum, desto nachdrücklicher beystehen möchten, versprach erthuen, an statt des jährlichen "lbm-, von loo jungfern, zu welchemsein Vorfahr Aurclius sich verbindlich gemacht hatte,alle jähr ;oc>ooguldneiu°>-io- oder stuyver zu zahlen. Andere schreiben, daß ebendteserMauregatusden jungfern-trikuezuerst verwilligt,und zwar so,daß ;o edle und unedle den Mohren jährlich geliefert werden
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sotten. So viel ist gewiß, daß er mit hülst des Saracenischen Kö-nigs Abderrabman die crone behauptet, und dieselbe 5 jähr und 6monat mit schlechtem rubm getragen. Er starb an. 788 zu Praoia.und ward daselbst in der 8.Johannis-kirche begraben.>ü-»». s-icr,
Killn I-ill.se losKe^ei Oollos p.14;. Uill. se Llp. vol.l p. 441.
Maurer/ Mauri/ sihe Mauritanien.
Maurer/ein ehemalen inBasel berühnites,nnnmehro aber erlo-schenes geschlecht,aus dem Nicolaus nebst BurckhardMönch Baß»lerischerAbgesandter auf dem Costnitzer conclii». und nachgehendsoberster Zunfftmeister gewesen; sein söhn aber in König Carl VIIinFranckreich diensten alsStallmeister gestanden, auch unter deinein der belagerung Orkans sich llgnslillvr. Seine tochter Euphro-sina wäre zur zeit der «.ef»rm3«on Aebtißin bey 8. Clara. UE
-krön. Kali!. 1 .4 p. 2-6. Lc *
Maurice/ eine stadt in der Americanischen provintzBraßlien,jovon benHolländern erbauet worden,und diesen namen von PrintzMoritz von Nassau, deni fiouv-rnLu, dieser landschafft, bekommenhat. Anietzo ist sie in Portugiesischen Händen-
Maurice / (Henricus) ein gelehrter Englischer Ideolog« ge»gen end des vorigen i-cul>; er studirte zu Orfuri , daselbst er L-wzoder leilovv von .l-fuxcollc-iZ gewesen; von bannen begab er sichals caplan einer Englischen die fremde, und ergriff
wohl den zustand der Pädstlichen kirchen. Nach seiner wiederkunfftin Engelland nahm ihn der Ertz-Bsschvffvon Cankelberg, welcherihn hoch und werth gehalten, zu seinem Prediger an. Endlich warderden 18 jul. an. 1691 zum U-oKNor t licologiL ok 1.06)'Ug^reriiin Orfurt erwählt, bey welchem amt er aber wegen eben dasielbigjähr erfolgten schnellen tod, nicht lang verharret. Er war wegenseiner gelehrstunkcit und slicrcnon sehr betrauret. Seine schaff-ten stnd! «lctcnce ofcüoccfLn Lpif-opz-ji lsgl; N, Vinciicslion ok tlis
kriwitivc (Murcii sgLinli tvl. Ldurcliliiüor)' 1L82. 8 Oikcoarz
conceriiing ilic l-aco-, wsclc LAsinli klerslilc-, wirk 4 ?,eface axzillli?erlecuring «crLlics. Dieser cdlcour-ist an. 172; doch vhn des-u-rkoriz namen Wieder aufgelegt, und von dem fürkreflichen heutigenErtz-Bischoff W. Wacke mit einer vorred versehen worden, darausein theil vorigen berichls hergenommen worden. K-emoire llcer. <l-
lr Q. krckLAiic r. IZ L14. fMj e-cl. ^ngl. Origlo.
Lcclcf r. 10. *
8. Maurice/ sthe 8. Moritz.
Maurienne / lat. Lomi-üru, IVI^M>2N-, oder ^uriannL, eineGrafschaffr in Savoyen , längst dem fluß Arc. Sie wird gegenosten durch die Alpen von Piemont abgesondert, gegen norde» abergräntzet sie anTarciitaise,und gegen süben und westen anDanphinS.Diese landschassr wird vor das land der Lrsnnovlcum gehalten, de-ren Cäsar gedencket; wicwol Sanson in seinen anmerckungen überdas alte Gallien andrer Meinung ist. Vor allers soll das unten andem berg Cems ligende dorffBranam der vornehmste ort darin-nen gewesen seyn,gleichwie es anietzo 8.Jean clcMamimnean demfluß Arche ist, allwo sich ein Bischöff, so unter den von Vienne ge-höret, aufhält. Die andern Plätze darinnen sind Laimedv!irgh,Ter-miguon, 8-Andr-, 8. Michael,rc. Kltt.lleLLvox-. (W
8. Jean s- Maurrennc.)
Mauritanien / eine alte grosse landschafft in Africa , so anietzoin dem westlichen theil der Barbarey ligt, wurde vor altcrs m!^isurirsni»M und ilikit-ofüm unterschieden.
klrurikLML (Lszricngs stieß gegen miktag an Gälulia,gegen mülll-nachtan dasMittelländilchemeer, gegen abend an MaurikamamTingitanam, und gegen morgen anMauritamam 5irite->>cm.und lsijctzo fast gantz mit unter dem Königreich Algier begriffen, darinnen
warenTucca,Igilgili,Salve,Rus«yiis,Rustlcurium,Nusconla,Ico.sium,Tipasa,Cäiarea,Guiiugl,Cartcna,u»dArsennaria. Mauma-nlasringir-nL gräntzte aus allen seilen an das Atlantisch« und Mit-telländische meer,wie auch an ^LurUsni-w c:«,lslienfem und Gaw-iiam, und wurde von dcnSpaiüern viLuril«n>s i'r2nrss-t2n»gelien»»et. Der name illogilsus kam her von der stadt Tingi, so anjctzoTanger genennet wird,darinnen waren die flüsse Malva und Molo-chat, das vorgebürg Metagonites, und der wegen des Herculls de-kandte dergÄbyla,und die wegen ihrer gleichen höhe benannten ber-ge f-gccm t>Llre-, ferner die örterRusadir,Ccuta, Tingi,Juliasta»itia,Zilis,Lipus, Dalba, und andere. ieiLuric2,Ur smkcnl-z grau»tzeteost-wärls a» Numidien , wcst»wärts an lUzurir-miLm csfE-l-m.nord-wärts an dasMiticlländischemeer,und süd-wärts anGa-tullen. Unterschiedene Griechische und Lateinische Scribcmen mel-den,daß Phllt, einer von den söhnen Cbams, der erste einwohner mLibya und Mauritania gewesen sty. Josevhus und HicromMsschreiben,daß zu ihrer zeit in dieser landschafft ein fluß gewesen,M?genannt,von welchem diese gegend «.--glo i-iiurcnlls benamet werde >.Die Maurer waren Araber und Saracenen, liessen sich an. ?'Edieser gegend nieder,und giengen hernach in Spanien,umden/M za, König der West-Gothen, welchen Rodericus der cron beraub»hatte, wiederum auf den thron zu setzen. Allein nachdem sie Me»letztem getödtet hatten,behielten sie das land für sich selbst, biß M
macht durch die nach und nach sich wider erholende Spaimr ge-brochen, eines ihrer Reichen nach dem andern ausgetilgt, »nv oa»letzte davon endlich von Ferdinands und Jsabella durch croberimgder stadt Granada an. 1492 gäntzljch ausgerottet wurde. '
cio bcllo /ugunk. ?/-«-«-. Leu. ß-og '
kili, in ckron.
Vlllor. ttissan,
-itric. llilf. Ltr. Lcc. *
8. Müuritü - orden/ ein gewisser Ritter- ordm in Same",
welchen derHertzogvonSavoyen,Amadeus VIII , a.i4)4 dem bell.